Kühlerteststation

spoic

Ensign
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Juli 2004
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Hallo,

ich plane zur Zeit eine Website welche sich mit dem Thema der Kühlung befasst. Um einen Einheitlichen Testablauf zu gewährleisten wollte ich extra eine Teststation dafür entwickeln. Damit ich mir die Mühe nicht umsonst antue wollte ich im Vorfeld eure Meinung dazu einholen.

Der Testaufbau besteht aus einem Lötkolben mit max. 300 Watt Leistung. Die Spitze entspricht der DIE oder auch dem Heatspreader. Dieser kann von der Oberfläche variieren, sodass mehrere Spitzen entwickelt werden (Intel, AMD, nVidia usw.).

Gemessen wird de Differenz zur Raumtemperatur. Dies geschieht mit einem geeichten Digitalthermometer.

Desweiteren plane ich einen Kasten für Lüftertests. Dieser ist komplett abgeschottet und bittet folgende Optionen:

- Video des Luftstroms mit Hilfe von Nebel
- Audioaufnahme der Geräuschkulisse
- Durchsatzmenge

Warum das Ganze?

Dies ist eigentlich ein Projekt aus eigenem Interesse da mir die subjektiven Meinungen vieler Testseiten wenig helfen. Mit Hilfe eines einheitlichem Testaufbau können so alle Testwerte miteinander verglichen werden.

So, nun zur Frage. Würden euch so etwas interessieren? Oder reichen euch die subjektiven Meinungen? Wünsche und Verbesserungsvorschläge können natürlich auch diskutiert werden.

Gruß
 
Find ich eine tolle Idee!
Was ich nicht ganz versteh: Wo misst du die Temperatur?
Eine CPU kann ja ihre Temperatur bestimmen, der Lötkolben aber nicht.
Und an der Spitze des Lötkolbens zu messen bringt ja nix, da ein Kühler niemals 300 Watt kühlen kann...
 
Geplant war es bislang im Kern der Spitze zu messen. Aber vielleicht fällt mir dies bezüglich noch was besseres ein.

Desweiteren sei gesagt das der Lötkolben bis zu 300 Watt leistet. Ich habe die Möglichkeit dieses zu regeln, sodass ich jede Abwärme simulieren kann.
 
Der einzige Vorteil wäre an dem Lötkolben ja nur daß höhere "Verlustleistung" gefahren werden kann, da ja die immer effektiver arbeitenden, modernen CPUs immer weniger Verlustleistung produzieren.
Aber da hatten andere auch schon Ideen wie Herdplatte et cetera.
Nur was bringt es eigentlich wirklich? Die Kühlleistung des CPU-Kühlers kann so ja kaum noch realitätsnah gemessen werden.
Da würde ich doch lieber ein Sockel 775-System mit einem schönen, alten Pentium 4-Heizkraftwerk (oder einen der ersten Quad-Cores) als Teststation aufbauen was noch kräftig übertaktet wird um die Verlustleistung zu erhöhen. Da kannst du die CPU-Temperatur problemlos messen und arbeitest realitätsnah. Der Umstand daß es Sockel 775 ist stellt dann sicher daß auch noch Kühler der näheren Zukunft problemlos darauf betrieben werden können.
 
ich finde die temperatur bei solchen tests ehrlich gesagt nicht so wichtig.

ABER das mit der lautstärke und luftstrom könnte sehr nützlich sein, da man dann verschiedene lüfter in der genau gleichen testumgebung in hinsicht auf lautstärke vergleichen kann. evtl kann man irgendwie auch den entstehenden luftdruck messen?

find ich eine gute idee bis auf die sache mit den temps ;)

falls doch temps gemessen werden könnte das ganze evtl in einem temperaturstabilen raum sein wenn du so eine möglichkeit hast. damit die angesaugte luft jederzeit die gleiche temperatur hat. vielleicht im keller oder so ;)
 
Der Lötkolben bringt gar nichts. Ich würde so vorgehen, dass ich mir eine aktuelle CPU aussuche und den Stromverbrauch versuche zu messen. Inklusiv der Abwärme der CPU natürlich. Hast du eien CPU, die einen relativ klaren Wert liefert (bspw. 95Watt Wärmeableitung), dann kannst du vergleichen. Laste die CPU mit Prime aus und miss die Werte, achte dabei aber auf möglichst genaue Kompatibilität, auf dass das Messgerät die richtigen Werte ausgibt. Also dass das erscheint, was die CPU auch wirklich hat.

Dann kannst du diverse Kühler draufschrauben und die Temperaturen messen, aber immer mit der gleichen Auslastung bei Prime und der gleichen Wärmeleitpaste, um Feherquellen auszuschließen.

Damit wären die Kühler unter gleichen Bedingungen zu testen. Gleiche CPU-Auslastung, gleiche Spannung, gleiche WLP etc.

Dazu kannst du dann auch mit einem fest fixierten Mikro die Lautstärke messen, was auch einen guten Vergleich bietet. Achte aber darauf, dass das Mikro immer relativ gleich sitzt. Das Ding ist, dass ein Lüfter gleich ganz anders klingt, wenn er 5cm entfernt vom Mikro ist, oder nur 2, einfach weil der Kühlkörper entsprechend länger ist. Aus der Distanz hörst du den Unterschied dann nicht mehr.

Eine Alternative wäre, die Lautstärke in Relation zu den andern Geräuschen (Festplatten, Gehäuselüfter, netzteil) außen zu messen, da kommst du dem "absoluten" Wert am nächsten. Dabei müsstest du aber das Gehäuse angeben und alle anderen Komponenten. Okay, das müsstest du sonst auch, da man das auf den Aufnahmen dann auch hören würde. Was helfen würde wäre ein Tool, welches die Grundlautstärke des Systems von der Gesamtlautstärke abziehen würde, um auf die Endlautstärke des eigentlichen Kühlers/Lüfters zu kommen.

Von Tests wie "Ich halte den Lötkolben an den Kühlkörper und messe dann" halte ich nichts, weil das Potential des Kühlers nie dargestelt wird, weil die Hitze punktuell ist, und nicht vergleichbar ist mit der Hitze, die eine CPU tatsächlich ausspuckt.

Allgemein wäre das sehr interessant und gerade CPU-Kühler sind ein Gebiet, bei dem man jede Menge Vodoo liest und im Endeffekt nur selbst testen kann. Je nach dem wie objektiv ein Test ist, kann man dem entsprechend seine Wahl treffen. Aber einen wirklich objektiven Test zu machen, das ist wirklich schwierig.

Ich wünsche dir viel Glück bei dem Projekt, versuch einfach an jedes noch so unglaublich kleines Detail zu denken, sonst kannst du dich nicht abheben von der Masse an Kühlertests. Aber darum fragst du ja hier, um Tipps zu bekommen *g*
 
BCFliege schrieb:
Von Tests wie "Ich halte den Lötkolben an den Kühlkörper und messe dann" halte ich nichts, weil das Potential des Kühlers nie dargestelt wird, weil die Hitze punktuell ist, und nicht vergleichbar ist mit der Hitze, die eine CPU tatsächlich ausspuckt.

Der Lötkolben hat allerdings spezielle Spitzen. Die Auflagefläche entspricht also genau dem von einer CPU oder GPU. Somit sollte es doch 100% realitätsnah sein?
 
Wenn es immer die gleiche Temperatur hat, dann ja.

Aber eigentlich nur, wenn es eine realistische Wattzahl hat. 300W wäre wohl etwas zu viel ;) Das bringt ja keine CPU. Also stell ihn am besten auf unterschiedliche realistische Werte ein, die auch von CPU-Herstellern angegeben ist.

Wenn du das Mikro immer im gleichen Abstand vom Lüfter aufbaust, solltest du durchaus auf gut vergleichbare Werte kommen. Bedenke nur, dass beim Rauchtest (der ist übrigens eine wirklich gute Idee finde ich) auch den Abstand zur Gehäusewand berücksichtigen solltest. Sonst ändern sich die Bedingungen. Also entweder unterschiedliche Gehäuse bei der Hand haben, oder den Versuchsaufbau anpassen, damit es möglichst gleich ist.
 
BCFliege schrieb:
Wenn es immer die gleiche Temperatur hat, dann ja.

Aber eigentlich nur, wenn es eine realistische Wattzahl hat. 300W wäre wohl etwas zu viel ;) Das bringt ja keine CPU. Also stell ihn am besten auf unterschiedliche realistische Werte ein, die auch von CPU-Herstellern angegeben ist.

Wenn du das Mikro immer im gleichen Abstand vom Lüfter aufbaust, solltest du durchaus auf gut vergleichbare Werte kommen. Bedenke nur, dass beim Rauchtest (der ist übrigens eine wirklich gute Idee finde ich) auch den Abstand zur Gehäusewand berücksichtigen solltest. Sonst ändern sich die Bedingungen. Also entweder unterschiedliche Gehäuse bei der Hand haben, oder den Versuchsaufbau anpassen, damit es möglichst gleich ist.

Der Lötkolben lässt sich auf jede beliebige Wattzahl einstellen. Dies war schon von vornherein geplant, da man so auch GPU´s simulieren kann.

Das mit dem Abstand zur Gehäusewand ist ne gute Idee, ich werde es mir notieren.
 
Ich hätte zu dem Projekt ein paar Fragen:

.) Wie kannst du herausfinden, wieviel Watt eine GPU benötigt?
> Der Gesamtverbrauch einer Grafikkarte liegt hier deutlich höher!
.) Welchen Nutzen ziehst du daraus?
> Die Sache ist extremst Zeit- & Budgetbelastend (Kühlerkauf, Grafikkartenkauf um iwie die GPU-Watt herauszufinden, Testsystem-Zusammenstellung, Lüfterkauf, Wasserkühlungkauf, Testdurchlauf & Montage, etc. ...). Das wird sich für dich wohl kaum rentieren (außer du baust eine Serverfarm mit OC und Highendkühlern wodurch sich die Kosten für's Testen relativieren.)

> Im High-End Sektor (dem einzig interessanten) handelt es sich um Temperaturunterschiede im 1/2-Grad Celsius Bereich. . .

Ich waage zu behaupten, dass sich die meisten Interessenten nach

a) den Rahmenbedingungen (Geld, Platz, Sockel)

b) subjektiver Schönheit (Größe, Farbe, Form)

c) (Marken-)Namen & damit verbundenem Support (Noctua) oder damit suggerierten Fähigkeiten ("MEGA"-Halem)

aber erst letzlich

d) nach Leistung einkaufen. (Damit meine ich jetzt nicht 30°C vs 65°C, sondern obengeannte 30,5°C vs. 30°C)

>Ob der i7 auf Volllast nun mit 80,5 oder 81 läuft sollte demjenigen, der bereits 3,7vcore (Hausnummer) reinbläst egal sein. Die CPU/GPU wird unter diesen Umständen eher durch die extreme Spannung, als durch den minimalen Temps-Unterschied gekillt. . .

Anderes Beispiel:
>Die CPU läuft mit max. 109°C unter einem Benutzer, der nicht weis (nicht wissen möchte), dass hohe Spannungen für seine "Transistorenfarmen" aka Halbleiterchips schädlich sind.
Auch mit einem noch soviele centiGrad besseren CPU-Kühler könnte er keine höhere Performance erreichen, da sich die CPU mit 110°C heruntertaktet und bereits die kleinste Spannungsveränderung in diesem Bereich zu einer höheren Temps-Differenz führt.
Zudem:
.) Wer stellt sich solch ein Setting mit Wasser-/Luftkühlung zusammen?

Wenn derjenige exorbitant viel mehr aus seinem System herausholen möchte, kauft er sich entweder gleich eine Stickstoffkühlung, einen Kompressor, mehere und teurere Testprozessoren (Intels 6Kerner), den dritten MORA2 für seine Wasserkühlung, oder testet seinen Rechenknecht im kühleren Keller. > Ich kann nicht glauben, dass es im deutschsprachigen Raum mehr als zwei Handvoll Enthusiasten gibt, die ihr mit Stickstoff oder Kompressor gekühltes System im Dauerbetrieb unter solchen Settings betreiben -.-

Die Alternative: Man lässt die CPU mit 100MHz weniger laufen und hat dadurch länger und kostengünstiger ebensoviel Spaß. Den Superpi-Rekord bricht man dadurch nicht, aber dafür muss man sich auch keinen Pretested-Supersamples vom Hersteller einfliegen lassen ( ;
Ganz nebenbei: Es dürften gar nicht so Viele mit ihrer CPU so hoch hinaus kommen können (Über die Hälfte aller von mit OCed CPUs hatten auch unter maximalem OC mehr als 40°C bis zu TMax/Herabtaktung)

.) Letzendlich nur noch: Wie möchtest du denn den Rauch erzeugen?
> gefärbte Gase sind selten, teuer (deshalb ist unser Erdgas ja auch nur "aromatisiert"), zum guten Teil sehr gefährlich (zwei Stichworte: Gesundheit & Funkensprung), verhalten sich anders als Luft (haben zB weniger mol/Dichte und steigen auf), sind schädlich für Lüfter und Kühler und lassen sich nicht so einfach durch Lamellen in Bewegung setzen - geschweige dem überhaupt freisetzen und lagern.
> Mit Wasserdampf beschädigst du deine Kupferkühler und Lüfter und mit "Lagerfeuerrauch" wird der Lötkolben nicht gerade viel kühler (und sauberer) :P


Ich habe wirklich nicht die Absicht, dich in irgendeiner Weise von deinem Vorhaben aufzuhalten, oder dir die Motivation zu nehmen. Mich interessiert eigentlich nur: Warum das Alles? Und: Bist du dir sicher, dass du weist auf was du dich hier einlasst, wie das alles funktionieren soll und wem das helfen soll? (Welchen Absatzmarkt möchtest du ansprechen -> das muss jetzt nicht unbedingt in Bezug auf monetären Profit stehen; man kann ja auch gesellschaftlichen Profit machen: Man ist der/die Erste mit etwas; man hat eine Schar von Bewunderern um sich; man bekommt zum Ersten Mal 10 PMs an einem Tag; oder dergleichen ...)

Ist nicht die grobe Unterteilung in Guter-, Mittelmäßiger-, Schlechter-Lüfter ausreichend?

greetz, Rose
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Idee dann die Temperatur am Lötkolben zu messen erbringt auch noch Probleme:
Du würdest wohl das Thermometer stets unterschiedlich ansetzen, egal wie sehr du darauf auch achtest. Als Folge gäbe es wohl allein dadurch schon teils gravierende Unterschiede in den Ergebnissen.
Um realitätsnah zu testen müßtest du dann auch stets mit Wärmeleitpaste arbeiten und der Einsatz dieser verlangt gleichmäßigen und über alle Tests identisch hohen Anpressdruck an die Prozessor- und Kühleroberfläche - das würdest du nicht hinkriegen in der Form wie ich mir deinen Testaufbau vorstelle. So müßtest du dir schon eine Plattform anfertigen (lassen) wo das alles sauber montiert werden kann etc..

Wie wäre es mit folgender Idee:
Du baust dir (läßt dir bauen) einen Teststand der einem CPU-Sockel/GPU nachempfunden ist, ein Heizelement in Form einer Prozessor-Die statt Lötkolben integriert hat und ein Temperatursensor an einer fixen Position eingearbeitet hat. Daß das Heizelement eine stetig gleichbleibende Hitzeabgabe produzieren muss versteht sich von selbst - dies ist ja bei Lötkolben meines Wissens nach auch nicht der Fall.
 
Im Allgemeinen können Kuhlertests auch nur als Indikatoren für die ungefähre Leistungsqualität eines Testprobanden gewertet werden. Denn: Die meisten solcher Tests werden eben mit einer CPU/GPU auf Standardspannung durchgeführt, um die Ergebnisse leichter vergleichen zu können
-> Das heißt natürlich: Die Tests und die sich daraus ergebende Rangordnung ist für ernsthafte OCler irelevant. Bei höherer Spannung bzw. Temperatur wird es zu teils ganz anderen Rankings kommen. >DAS wäre einen Test wert: Dann würden vll ein paar Leute mehr im Internet Kühlertests objektiver bewerten und nicht den CPU-Tests gleichstellen!

Mein Noctua zB wird bei wirklich extremen OCs unter ausreichender Belüftung von "Unten bis Oben" mehr als handwarm, einem Kühlkörper mit flächenmäßig größeren Lammellen und mehr Heatpipes mag das nicht so leicht "passieren".


Die Problematik mit dem Termometer kann ich nicht wirklich nachvollziehen:
Solange kein xy Außentermometer benutzt wird, sondern ein Infrarot-Pendent, kann man schon sehr genau und sekundenschnell die Temperatur an einem gewissen Punkt feststellen.

Zur Wärmeleitpaste/Anpressdruck-Problematik:
Wenn er die künstlichen Heatspreader sowie die jeweiligen Kühlkörpersockel schleift und poliert, braucht er nich unbedingt WLP und kann den Kühler einfach aufsetzen und provisorisch kippsicher machen. Zumindest das Schleifen würde ich hier dringendst empfehlen, denn auch mit WLP kommt es bei einigen CPUs (und seltener bei Kühlern) zu unnötig hohen Temperaturen. (das kann einem auch den Test vergeigen)
 
Wie ich sehe muss man echt viel beachten, aber darum gibt es ja diesem Thread. Ma schaun was der Thread noch so hergibt.
 
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