Lieber 2 kleine SSDs oder ein große?

Qarrr³ schrieb:
Entpacken geht im Normalfall nicht schneller, außer die Datei ist nicht komprimiert.
Eben, bei den ganzen Benchmarks sind die Archive ja nicht komprimiert, sonst gäbe es ja gleich garkeinen Unterschied mehr zwischen den SSDs. Bei komprimierten Archiven ist aber die CPU i.d.R. der limitierende Faktor. Außerdem entpacke ich große Archive i.d.R. sowieso direkt auf die Daten-HDD, sonst ist ja entweder die SSD gleich voll oder ich muß sie hinterher verschieden und dann dabei doch auf die HDD warten.
Qarrr³ schrieb:
Man muss seine Daten sichern, wenn man sie nicht verlieren will.
Richtig, das sollte niemand vergessen. Benn nicht nur Ausfälle der Platte selbst stellen ein Risiko für die Daten da!
Qarrr³ schrieb:
Eine zweite SSD, auf der was anderes gespeichert wird, ist Blödsinn als Argument für höhere Datensicherheit.
Da habe ich von der Platte gesehen das doppelte Ausfallrisiko aber dafür nur halb so viel Schaden, irgendwie ein Nullsummenspiel.

Da mit i.d.R. die kleinen Platte in dem Masse aussortiert wie man mehr Kapazität braucht und diese auch immer günstiger angeboten wird, würde ich alleine schon mit dem Ziel einer längeren praktischen Nutzungsdauer immer lieber eine große als zwei kleine SSDs kaufen. Wer will heute z.B. noch eine 32GB SSD haben? Die reichten für XP, sind aber für Win7 64 einfach schon bös klein geworden, erst recht wenn man auch 8GB RAM hat und auf den Ruhezustand oder das Pagefile nicht verzeichten will. In ein paar Jahren wird sich jeder fragen, was er noch mit einer 64GB SSD anfangen soll und dafür keinen Nutzen mehr haben.
 
Auch die Tipps, "Nur System und wichtige Programme auf die SSD, aber keine Spiele und Musik" werden untergehen...
 
Spiele in 1-2 Jahren, aber Musik wird noch länger dauern... vllt. setzt sich auch sowas wie SSD-Caching durch, dass das OS dann entscheidet, welche Dateien wohin kommen (kleine Dateien auf SSD und große Dateien auf HDD) und der unbedarfte User einfach nur maximale Performance hat und keine Nachteile spürt. (obwohl er nur einen kleinen Anteil Flash und einen großen Teil Magnetplatten hat)

Ich bin sicher, wenn man das SSD-Caching etwas weiter treibt, ist das auch ne Perspektive.
Andererseits verliert der Endnutzer dann immer mehr die Kontrolle über das System. Klingt aber nach einem guten Konzept für All-in-One-System von z.B. Apple...
 
Merlin-.- schrieb:
Spiele in 1-2 Jahren, aber Musik wird noch länger dauern... vllt. setzt sich auch sowas wie SSD-Caching durch, dass das OS dann entscheidet, welche Dateien wohin kommen (kleine Dateien auf SSD und große Dateien auf HDD) und der unbedarfte User einfach nur maximale Performance hat und keine Nachteile spürt. (obwohl er nur einen kleinen Anteil Flash und einen großen Teil Magnetplatten hat)

Ich bin sicher, wenn man das SSD-Caching etwas weiter treibt, ist das auch ne Perspektive.
Andererseits verliert der Endnutzer dann immer mehr die Kontrolle über das System. Klingt aber nach einem guten Konzept für All-in-One-System von z.B. Apple...

Weshalb?
Die SSD Größe wird in den kommenden 2 Jahren so groß das jegliche Ausführbaren Programme darauf passen zu niedriger werdenden Preisen.

Und HDDs werden in den nächsten 2 Jahren sicher mit 5TB etablieren, und darauf kommen dann alle Dokumente (Musik,Film,Arbeitsdokumente, Private Dinge).

Mit dieser simplen Teilung bedarf es keinen Erkennungsalgorythmen, autonom agierenden SSD Caching mit HDDs oder sonstigem sondern Brain und 2 getrennte Fesplatten (SSD + HDD)!


Gruß
 
Ok, aber Brain + SSD + HDD reichen auch jetzt schon. Oben war aber die Rede von "noBrain und läuft trotzdem" :)
 
Merlin, ich glaube nicht, dass SSD-Caching eine Perspektive haben wird. Erstmal weil der Cache entweder zu klein und langsam oder zu groß und teuer sein wird. Dagegen werden die Preise pro GB auch weiterhin (mit Pausen) noch fallen und sich damit die Kapazitäten der verkauften SSDs weiter steigern. Damit kommt man dann in einen Bereich, wo die SSD die normale HDD in vielen System komplett ersetzen wird, was will man dann da noch Cachen?

Das ganze Cachen ist ja nicht neu (Windows Ready Boost z.B.) und hat bisher auch nicht wirklich durchgesetzt. Solange man für den Preis der 20GB Intel Cache SSD auch schon eine m4 64GB bekommt auf die das ganze System mit den Programmen passt, also das was vom Cachen hauptsächlich profitiert, lohnt das ganze Caching schlicht nicht.
 
Naja, Du kannst Dir ja auch die 64GB m4 als Cache vorstellen... schau Dir einfach mal an, wieviele Gigabyte Otto-Normalo schon zu Hause an Daten hat. Und es werden sicherlich immer mehr. Ich glaube vorerst nicht daran, dass SSDs HDDs ablösen werden, sondern noch eine zeitlang an eine Koexistenz.

Von 90€ für 96GB zu 60€ für 2000GB ist noch ein weiter Weg. Zumal es bei mp3/avi/mpg/mkv/jpg/... ja herzlich wenig bringt, wie wir alle wissen, da die SSD dort keinerlei Vorteile hat (beim Abspielen/Anschauen).
 
Zuletzt bearbeitet:
Merlin-.- schrieb:
Von 90€ für 96GB zu 60€ für 2000GB ist noch ein weiter Weg.
2TB HDDs sind aber nicht die Norm, ehr schon so 500GB, mit denen die meißten Rechnern ausgeliefert werden und Du interschätzt vermutlich auch, wieviel davon bei den meißten Computer noch frei ist. Die User hier im Forum sind da sicher nicht representativ.
 
Lars_SHG schrieb:
(...) z. B. eine SSD spiegeln falls sie ausfällt - und ja, das kommt häufig vor........

Auch nicht häufiger, als bei HDDs. Ich habe innerhalb der letzten zwei Jahre drei Festplatten und drei SSDs gekauft. Das einzige, was davon jetzt schon kaputt ist, ist eine der Festplatten...ca. 1,5 Jahre alt, und 350 Betriebsstunden, da nur als externes Backup benutzt.
Wo wir auch gleich beim Stichwort Backup wären: braucht man immer, wenn die Daten wichtig sind. Ob von SSD oder HDD.
 
Wie sieht das denn nach heutigem Stand der Technik aus?

Ich habe aktuell Win7 auf einer 500 GB HDD installiert.
Nun möchte ich mein System neu aufsetzen und gleich auf Win8.1 umsteigen.

Da ich mit meinem System sonst zufrieden bin (i3 + 8 GB RAM) zum arbeiten (Office, Datenbankentwicklung, Softwareentwicklung, etc.), mich aber die Festplattenzugriffszeiten stören und das der Punkt ist wo ich am ehesten was spürbares rausholen kann, soll die alte Festplatte ausgetauscht werden.

Aktuell ist die 500 GB HDD (465GB nutzbar) in 2 Partitionen aufgeteilt:
1. C: System 112 GB frei von 227 GB
2. D: Daten 114 GB frei von 238 GB


Was ist sinnvoller:
1. 1x 480 GB Intel 530 mit 1 Partition versehen und meine Daten in ein Unterverzeichnis auf C: legen
2. 1x 480 GB Intel 530 mit 2 Partitionen (50:50) versehen und wie bisher aufteilen
3. 2x 180GB (oder 240GB) Intel 530 und wie bisher als C und D verwenden.


Habt ihr einen Tipp für mich, welche der 3 Konfigurationen am sinnvollsten ist oder sollte man es ganz anders machen?
Der Preisunterschied ist für mich irrelevant (50€ netto).

Manchmal liest man, dass man 2 SSDs braucht da man dann von einer zur anderen kopiert und somit hohe Datentransferraten hat und wenn es nur 1 ist, das sich die Leistung halbiert
Andere schreiben das man 1 braucht, da die doppelt so große SSD per se schneller ist und man somit den Vorteil hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ansatz 1, solange du nicht ständig große Dateien (>1G) von C nach D kopierst usw.

Über die Intel würde ich mir noch einmal nachdenken.
 
Was ist an der Intel falsch?
Die wird immer als solides Gerät empfohlen. Ist halt etwas teurer (~250€ netto).
Mir wäre Stabilität und Sicherheit wichtiger als absolute high end Performance.

Was ist mit der Crucial MX100 512GB (~150€ netto)?
 
An der Intel würde mich der verwendete Sandforce Controller stören.

Die MX100 wäre mir für eine Empfehlung, bei der es um Stabilität geht, noch zu jung.

Persönlich würde ich mich bei der M550 und M500 von Crucial umschauen und bei der Samsung 840 EVO bzw. der 840 Pro, wenn du Angst haben solltest die Evo zu verschleißen.
 
Mich plagt zurzeit auch die Frage 1 große od. 2 kleine SSD möchte in Summe so zwischen 360-500Gb SSD Speicher haben. Mir geht's aber hauptsächlich um die Langlebigkeit. Wenn ich die 2 SSD Variante wähle verteilen sich die Lese und Schreibvorgänge auf zwei Datenträger, die Geschwindigkeitseinbußen sind gering und im Notfall hab ich zumindest noch eine heile SSD, oder irre ich mich da und ich werde nach drei vier Jahren einfach 2 alte dem ende nahe SSD's haben?
 
Milchmädchen Rechnung. ;)

Annahme: 2*128GB oder 1*256GB

Bei einer großen treffen 100% der Anfragen auf 100% des Nands.
Verhältnis 1:1.

Bei zwei SSDs verteilen sich die Zugriffe auf beiden SSDs, 50% der Zugriffe pro SSD. Die Menge des Nands hat sich durch die Wahl des kleineren Modells ebenfalls auf 50% reduziert.
Somit ergibt sich wieder ein Verhältnis von 1:1. ;)

Parallel erhöht sich das Risiko durch zufällige Ausfälle mit 2 SSDs auf das doppelte. (Panic Look, "gestorbener" SSD Controller usw.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Stimmt war zu einfach gedacht.
Es erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalles einer SSD aber nicht beider gleichzeitig. Einziger möglicher Vorteil könnte sein, dass halt nicht alle 256GB verloren gehen beim Ausfall einer.
 
Naja, für die Daten sollte man eigentlich immer ein Backup haben, wenn diese wichtig sind. ;)

Ansonsten passt deine Aussage.
 
Hallo32 schrieb:
An der Intel würde mich der verwendete Sandforce Controller stören.
Ja, der ist inzwischen schon zu veraltet und der Preis der Intel SSDs ist einfach auch zu hoch.

Hallo32 schrieb:
Die MX100 wäre mir für eine Empfehlung, bei der es um Stabilität geht, noch zu jung.

Persönlich würde ich mich bei der M550 und M500 von Crucial umschauen und bei der Samsung 840 EVO bzw. der 840 Pro, wenn du Angst haben solltest die Evo zu verschleißen.
Da die Platine der MX100 der der m550 (und damit der der m500) entspricht und sowohl der Controller als auch die Cache RAMs ebenfalls mit denen der m550 identisch sind, würde ich von der MX100 keine überraschenden Probleme erwarten, zumal die 16nm NANDs ja schon länger gefertigt werden und technisch weit enger mit den 20nm NANDs verwandt sind als es die 20nm mit den 25nm waren. Daher würde ich eine 512GB MX100 empfehlen, da geht bei dem Preis eigentlich kaum ein Weg vorbei, da die anderen nicht so viel besser sind.

Allgemein gilt weiterhin: Immer lieben einer große als zwei kleine, da sich bei SSDs parallele Zugriffe gegenseitig kaum ausbremsen und wer nicht gerade sowas wie Videoschnitt auf Rohmaterial macht, bemerkt daher keine Performanceunterschiede. Das Ausfallrisiko ist bei zwei SSDs außerdem doppelt so hoch, wenn auch nur halb so viele Daten betroffen sind. Da aber keine SSD, wie auch keine anderen HW, 100%ig ausfallsicher ist und sich Ausfälle von SSDs selten vorher ankündigen, ist das regelmäßige Sichern wichtiger Daten bei SSDs umso wichtiger, bei HDDs ist das aber auch nicht anders. Die können auch plötzlich mechanische Ausfälle bekommen und dann sicht man allenfalls gegen ein 4-stelliger Betrag für einen Datenrettungsprofi seine Daten wieder. Allerdings ist selbst das bei SSDs auch nicht immer möglich!
 
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