Linux & neue 4k-Sektoren HDDs ?

Pudel17

Ensign
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Jan. 2011
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136
Hi,

ich bin dabei, einen neuen Homeserver aufzusetzen: aktuelles MSI-Board, neue WD-Harddisk mit "advanced format" - und ich hab' hier ein Phänomen beim Aufsetzen von Ubuntu. Vorgansweise:
  1. Weil neues Mobo - aktuelles BIOS geflasht
  2. CMOS-Reset & Load Optimized Defaults (Rest auf standard gelassen)
  3. Ubuntu 10.10/64 installiert, manuell partitioniert, 8GB System, 8GB Swap, Rest der HDD für Daten, eingehängt in /mnt.
Rechner läuft problemlos.

Wenn man nun aus irgend einem Grund 2.) noch mal macht - weil vielleicht auch mal die Batt hinüber ist - ist die Ubuntu-Installation im Eimer!
Bei der Überprüfung auf / wurden wurden Fehler gefunden.
Drücken Sie F für einen Versuch den Fehler zu beheben, I für ignorieren, S um das Einhängen zu überspringen oder M zur manuellen Wiederherstellung
Beim Wiederherstellungsversuch über Recovery-Boot hängt er dann eingehängte Partitionen "irgendwo" hin - ob sonst noch etwas kaputt ist, hab' ich nicht gesucht.

Frage: kommt Linux mit dem 4k-Setoren-HDDs doch nicht so zurecht? Ändert es beim Partitionieren etwas im BIOS, sodass ein BIOS-Reset die Installation crashen lässt? Hat sonst jemand eine Erklärung für das Phänomen?

Man macht sich ja schon so seine Gedanken, wenn die Installation den Bach runter gehen könnte, nur weil mal die Batterie leer ist...

Thx
 
Wird bei "Load Optimized Defaults" SATA ev. auf IDE Modus umgestellt, und du hattest vorher AHCI drin? Mit den 4K Sektoren sollte das nix zu tun haben.
 
Nein - ich hab' dort nie was verdreht, stand immer IDE drin.

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Ergänzung ()

Die Sache geht weiter:
  • Hab nun eine neue clean installation gemacht.
  • Und kam auf die Idee, sicherheitshalber ein Image der clean installation zu machen - dazu eine alte IDE rein gehängt & mit Acr*nis ein Image gezogen.
  • Nach dem Abhängen der IDE kurz ins BIOS rein geschaut (ohne die Defaultwerte zu laden).
  • Ubuntu crashed schon wieder - von den Partitionen sda1 (=system), sda2(=swap) und sda3(=Daten) ist nur sda1 da - und Ubuntu macht aus sda2 & 3 plötzlich sda4 & 5 - und hängt diese in die fstab mit langen UUID-Nummern rein...

# <file system> <mount point> <type> <options> <dump> <pass>
proc /proc proc nodev,noexec,nosuid 0 0
# / was on /dev/sda1 during installation
UUID=6f352a77-c947-4a4e-99af-4d50fa580b3d / ext4 errors=remount-ro 0 1
# /mnt/WDAV25 was on /dev/sda6 during installation
UUID=74d843f3-f5e2-4d53-b6d0-300050cbd8d6 /mnt/WDAV25 ext4 defaults 0 2
# swap was on /dev/sda5 during installation
UUID=d3b52db8-c0bf-4666-9ecd-c7f1fcd12061 none swap sw 0 0
??? Wo sind sda2 & 3 hin?

Thx


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Ergänzung ()

??? Wo sind sda2 & 3 hin?

Nach weiteren Tests ... heißen sie sda5 & 6.

Ich hab' jetzt mit der Boot-CD gestartet und mit gparted diese 2 Partitionen versucht neu zu machen. Ist mir zwar gelungen - aber an den verwendeten sda-Nummern hat sich nichts geändert. Momentan nun:
  • sda1 = systempartition
  • sda2 = erweiterte Partition (Container für die 2 weiteren)
  • sda5 = swap
  • sda6 = Datenpartition
3 und 4 bleiben verschwunden! Ich vermute, da ist ein Fehler in einer Grub-Tabelle. Wie reparier' ich das?

Natürlich stellt sich weiterhin die Frage, warum das Laden der BIOS-Defaults oder das kurzfristige Reinhängen einer IDE-Festplatte Grub durcheinander bringt.

Thx
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hat mit dem AHCI Modus bzw. mit IDE/SATA-Modus zu tun. Evtl. wird auch die Festplatten Reihenfolge im Bios vertauscht. Die UUIDs sind ja auch nicht ohne Grund da, damit genau so etwas wie bei dir nicht passiert.
Aber zu deinem Problem, ich würde mal die Partitionstabelle checken, da scheint was im Argen zu liegen. Bei meiner 4k-Sektor HDD hat alles ohne Probleme funktioniert und parted kommt seit einiger Zeit mit den größeren Sektoren zurecht.
 
Mit AHUI hab' ich aber nichts herum getestet - steht defaultmäßig auf IDE, hab' ich immer so lassen.

Muss mir mal raus suchen, wie man die Partitionstabelle checkt.
 
Erweiterten Partitionen fangen bei sda5 an, das ist normal und war immer schon so. Daher bleibt sda3/4 unbesetzt.

Aber da es via UUID egal ist, wo sich die Partitionen befinden, sollte es so oder so funktionieren. Achja, und Grub hat mit der Partitionstabelle gar nix zu tun. Der muss nur den Kernel finden und booten, was ja soweit auch klappt. Allerhöchstens ist die Zuweisung vom root fs in der grub config falsch. Schau mal dort nach (/boot/grub/menu.lst oder /boot/grub/grub.cfg)
 
Zuletzt bearbeitet:
Häng mal Partitionen, die auf dem selben Stück hardware wie die / Partition liegen, nicht unter /mnt ein. /mnt ist fürSachen, die man mal zeitweise einhängt, nicht unbedingt für Sachen, die ständig eingehängt sind. "Daten", also Benutzerdaten wie Filme, Bilder, Dokumente und pipapo, sollten in der Linux-Galaxie sowieso alle irgendwie unter /home eingeordnet werden.
 
Und wo soll man ganze Festplatten rein hängen?

Ich hab' jetzt den Plan, a.) den Rest der Systemplatte von 450 GB im Netzwerk über Samba frei zu geben, b.) ein 2 TB großes "Datengrab" im Netz frei zu geben.

Soll ich das Datengrab in Partitionen unterteilen oder als ein Volume lassen? Und wo einhängen? Später soll noch eine zweite 2 TB HDD rein, wo ich die Daten mit einem wöchentlichen Job vom Datengrab spiegle.

Ein paar Tipps, wie man das elegant anlegt, wären fein.

Thx


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Nachtrag: Ubuntu legt's unter /media an.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mein Datengrab unter /var/storage eingehängt. Das Verzeichnis erschien mir passend (var = variabel, storage = Ablage) und war leer. Ob es das bei dir auch ist, kann ich aber nicht sagen.

Im Zweifelsfall mounte die Platte irgendwo in dein Homeverzeichnis rein.


Und lass das als ein Volume zusammen. Wozu mehrere Partitionen machen? Das bedeutet im Endeffekt nur, dass du dann bei der Freigabe mehr Aufwand hast.
 
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