Linux VMware Template

Hamst0r

Lt. Junior Grade
Registriert
Feb. 2010
Beiträge
454
Hallo ihr Lieben,

Ich würde gerne ein Linux Template für VM Ware erstellen um in Zukunft ratz fatz ne neue Maschine aufsetzen zu können. Bei Windows gibt es ja das wundervolle Sysprep welches einige benutzer- und computerbezogenen Einstellungen löscht und beim nächsten Systemstart neu einrichtet. Wie läuft das bei Linux ab und nach welchen Stichworten muss ich googeln?

Danke und LG
 
Für Linux (wie auch für Windows ab 2008/Vista) benötigst du keine extra Tools für die Anpassungen nach dem Klonen. Voraussetzung ist lediglich das das Linux von VMware unterstützt wird.
 
VMware fragt ja bei jedem neu einbinden, ob die VM kopiert oder verschoben wurde.
Bei Kopiert ersetzt er die MAC der Netzwerkkarte durch eine neue und die System ID wird auch erneuert, egal ob Windows oder Linux.

Daher ist bei Windows nichtmal sysprep erforderlich, außer der Punkt mit dem - nicht mitnehmen der Benutzerkonten. Da kann ich seitens Linux keine Lösung nennen.
 
Er meint sicher das Ausrollen neuer VMs auf Basis eines Templates. Das hat mit dem Registrieren der VM erstmal nichts zu tun.
 
Jetzt bin ich gerade etwas verwirrt. Wenn er doch in VM Ware die Daten eh neu zugewiesen bekommt, was bringt mir dann überhaupt ein Template?
 
Also auf welcher Plattform arbeitest du denn überhaupt? VMware ist ja erst mal nur der Name des Herstellers...

Du hast in einer vSphere Umgebung mit ESX(i) Servern die Möglichkeit Maschinen zu Templates zu machen und auf deren Basis neue VMs zu erstellen. Dabei ist es möglich über Customizations der VM direkt den richtigen Namen, IP Adresse, Lizenz und so weiter zu geben.

Bei Server 2003/XP war es dazu nötig die sysprep Tools in einen Ordner auf dem Virtual Center zu kopieren. Ab Server 2008/Vista und allen unterstützten Linux Varianten ist das nicht nötig. Hier kannst du beim Klonen einer VM oder beim Bereitstellen vom Template alles nötige angeben um die VM in Betrieb zu nehmen.
 
Masamune2 schrieb:
Du hast in einer vSphere Umgebung mit ESX(i) Servern die Möglichkeit Maschinen zu Templates zu machen und auf deren Basis neue VMs zu erstellen. Dabei ist es möglich über Customizations der VM direkt den richtigen Namen, IP Adresse, Lizenz und so weiter zu geben.

Alles klar, genau das ist der springende Punkt, wir haben eine ESX Umgebung.

Ich versteht leider noch nicht den Unterschied zwischen dem erstellen von Templates und dem simplen Kopieren einer VM. Mit den Templates geht wahrscheinlich die Einrichtung einfach ein bisschen flotter von der Hand oder?

Und dann bleibt noch die Frage welche Schritte ich für einen Debian tun muss um daraus ein Template zu machen.
 
Also der Unterschied ist folgender:

Beim einfachen Klonen einer VM wird die virtuelle Platte 1 zu1 kopiert. Das heißt alle Einstellungen innerhalb der VM bleiben so wie sie sind. (Hostname, IP Adresse, SSID bei Windows,...) Wenn du die VM nach dem Klonen einfach hochfährst hast du erstmal einen IP Adressen Konflikt (sofern die IP denn statisch war), hast einen Hostnamenkonflikt und die VM fällt aus der Domäne sofern sie denn Mitglied war.

Beim Erstellen aus einem Template werden all diese Probleme umgangen. Du wirst beim Ausrollen alles gefragt was eine VM "einzigartig" macht (Hostname, IP Adresse, SSID,...):
http://dl.dropbox.com/u/5282164/Customization Wizard.PNG

Bei Linux ist es im Prinzip das selbe, es gibt nur ein paar Punkte weniger.

Um ein Template zu erstellen erzeugst du erst einmal eine VM und installierst dort dein OS ganz normal. Anschließend fährst du die VM herunter -> Rechtsklick -> Template -> Convert to Template.
Unter der Haube wird jetzt nichts anderes gemacht als die .vmx Datei in .vmtx umzubennen.

Jetzt hast auf auf dem Template die Funktion "Deploy Virtual Maschine from this Template" (ich hab den vSphere Client auf Englisch). Damit erstellst du auf Basis dieser VM eine neue mit eigenem Namen, IP Adresse und so weiter.

Willst du an dem Template etwas ändern kannst du es auf dem gleichen Weg wieder in eine VM zurückwandeln und hochfahren um z.B. Updates einzuspielen oder Anwendungen hinzuzufügen die in jeder davon erstellen VM Verfügbar sein sollen (Virenscanner, Backup Agent,...)
 
Genau das meinte ich ja. Wenn ich sie nämlich einfach klone hab ich ja lauter Konflikte. Das bedeutet also, dass der Vorgang in VM Ware die VM an sich schon "neutral" macht.

Dann versteh ich jetzt aber leider noch nicht warum mir ein Kollege vorhin sagte, dass die Linux VM noch nicht bereit wäre um in ein Template umgewandelt zu werden weil sie noch "anonymisiert" werden müsste und das bei Debian nicht so leicht wäre?!? Naja ich werd nochmal nachfragen, dankeschön!
 
Naja vielleicht weil er die Funktion der Templates in VMware nicht genau kennt? Das Anonymisieren kann man sich da sparen...
 
Gute beschrieben von Masa.

Aber der ESX (zumindest mein ESXi 4.1) fragt nicht umsonst kopiert oder verschoben,
der Begriff clonen ist da zu unpräzise.

Die Konflikte treten definitiv nicht auf, wenn mann die Frage mit kopiert beantwortet.
Durch die neue SID möchte Win zB. neu aktiviert werden, UBuntu zeigt sich ganz unbeeindruckt, bekam nur vom DHCP Server wegen der neuen MAC eine andere IP.

Bei Templates ist das Rollout ggf. komfortabler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kopieren, Verschieben und vom Template bereitstellen sind drei völlig unterschiedliche Dinge.

Beim Kopieren treten diese Konflikte auf, auch wenn du sagst, dass die Maschine kopiert wurde. Dadurch wird lediglich eine neue MAC und BIOS ID generiert, das ändert allerdings noch lange nicht die IP oder den Namen innerhalb der Maschine.

Sofern du natürlich deine Server mit DHCP versorgst (wer macht das schon?) und der Name egal ist da es eh keinen DNS und keine Domäne gibt hast du recht, dann kann ich die Maschinen munter kopieren und hab keine Probleme damit.
 
richtig, so ausführlich wird der Unterschied auch deutlich.
Wollte auch nur anmerken, dass es kein 1:1 kopieren ist, kleine Anpassungen gemacht werden..
 
Zurück
Oben