Lösung für Datenserver (Komponenten? Preis? Sicherheit?)

BigMacGyver

Cadet 3rd Year
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Hallo zusammen,

gleich erstmal vorweg: meine Vorkenntnisse im Bereich Servertechnik sind nicht berauschend, daher schonmal sorry im voraus, wenn ich jetzt kompletten nonsens schreiben sollte :D

Zu meiner situation: Aus beruflichen gründen brauche ich dringend eine zentrale datenablage mit möglichst viel kapazität bei gleichzeitiger datensicherheit. Ich erstelle animationen und im zuge dessen können schnell mehrere dutzend oder hundert GB pro projekt an rohmaterial und daten zusammenkommen, die zwar abgelegt werden können aber bei änderungen auch schnell in einer art archiv abrufbar sein sollten. Momentan liegen diese daten leider verteilt auf mehrere rechner, was auf lange sicht weder sicher noch übersichtlich sein kann :evillol:
Das ganze sollte allerdings auch bezahlbar sein.

Daher sah Plan A bisher folgendermaßen aus: in ein mini-itx gehäuse (lianli PCQ08B) ein board (z.b. ASUS P8H67-I Rev.3.0) mit vielen sata anschlüssen, stromsparendem prozessor und onboard raid controller einsetzen und ein raid 5 aus vier 2TB platten mit einer gesamtkapazität von 6 TB erstellen. Das gehäuse und netzteil besitze ich schon, also würde ich da geld sparen.

Nun las ich aber von zwei dingen:

1. Dass onboard raid controller so ziemlich die schlechteste lösung sein sollen

2. Dass ein raid 5 keine gute ausfallsicherheit bietet (hab ich sogar hier im forum irgendwo gelesen).

Nun gibt es plan B/1: ein raid 1 aus vier 3 TB, was unterm strich wieder 6 TB ergibt und deutlich sicherer ist. Allerdings stellen sich mir hier diverse fragen:

Am liebsten hätte ich das mini itx gehäuse für diesen zweck verwendet aber wenn ihr sagt, dass das nicht sinnvoll ist, dann lasse ich es bleiben.

Welche Platten sind am besten geeignet? Es gibt ja noch nicht soo viele 3TB HDDs. Und ist das ganze dann überhaupt noch unter 600 euro im eigenbau realisierbar? Ausserdem habe ich neulich im ramschkasten einen alten high end sata controller gefunden (kann die kennung erst später hier reinschreiben) mit 8 ports und sämtlichen raid formen. Allerdings ist es eine pci-x karte von 2004, die wohl nur auf einem spezialboard funzt. Wenn jemand hier eine brauchbare idee zur verwertung dieses gerätes hätte... (potentielle abnehmer sind auch gern gesehen falls ich es selber nicht verwenden kann :freaky:)
Softwareseitig bin ich mir auch noch nicht ganz schlüssig, tendiere aber zu windows home server 2011.

Die alternative (plan B/2) wäre natürlich ein fertiges NAS gehäuse mit wechseleinschüben. Die erschwinglichen varianten (unter 300 euro) haben alle 4 slots. Um auf 6TB bei raid 1 zu kommen muss ich aber auch hier wieder 3TB platten verwenden.

Ihr seht, ich hab schon einige vorstellungen aber mir fehlt ein bisschen die perspektive und erfahrung mit solchen lösungen. Wäre super wenn ich mit eurer hilfe den optimalen kompromiss aus kapazität, preis und sicherheit finden könnte.
 
1. Wozu brauchst du ein RAID? Ein RAID erhöht nur die Verfügbarkeit bzw. minimiert die Unterbrechung der Arbeit bei einem Ausfall.

Du brauchst ein gutes Backup!

2. Du solltest mit 2TB HDD's arbeiten. Die sind vom P/L Verhältnis her am besten.

3. Ein NAS ist für deine Zwecke auch übertrieben.

Wie sieht denn dein Budget aus?

edit:

Vorschlagen würde ich bei der jetzigen Anforderung sowas in der Richtung:

1x Gehäuse für 5 HDD's 3,5"
http://gh.de/629505

3-5 HDD's in das Gehäuse und die gleiche Menge in deinen PC.
http://gh.de/567146
Anbindung via USB 3.0 und synchronisation täglich / wöchentlich auf das externe Gehäuse.

Bei 6 HDD's kommste auf 360€ für die HDD's + 180€ für das Gehäuse... macht 540€ für 6TB sicheren Speicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn es nur ums reine backup gehen würde dann reichen sicherlich mehrere externe platten in einem gehäuse. Das problem ist aber, dass es hier um mehrere pcs geht und zwar 5 an der zahl. Momentan muss ich z.b. immer sämtliche bibliotheken mit texturen oder anderem rohmaterial auf den jeweiligen rechner kopieren aber hätte das gerne zentral abgelegt um dann mit jedem rechner auf das gleiche material zuzugreifen. Auch würde ich meine projekte gerne sofort auf den server rendern.

Das ist vielleicht etwas schwierig zu verstehen. Ich versuchs nochmal einfach zu machen:

Die rechner sollen das gleiche rohmaterial ohne kopiervorgänge vom server direkt aus einem archiv beziehen und bei der datenausgabe sollen die erstellten daten (z.b. bildsequenzen aus mehreren hundert bis tausend tiffs) auch gleich in das archiv erstellt werden. Dieses lästige hin und herkopieren soll aufhören. Und da ist eine externe platte eben nicht mehr ausreichend. Da dann alles auf einem gerät abgelegt wird brauche ich bei diesem gerät dann halt eine entsprechende sicherheit.

Sorry für die missverständlichkeit. Ich hoffe es ist klar. Stellt es euch einfach wie ein kleines firmennetzwerk vor.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das würde ich an deiner Stelle lassen... die Geschwindigkeit wird gerade bei vielen kleinen Datein zusammenbrechen.
Falls doch... die Rechner sind doch sowieso im Netzwerk... warum gibst du die nicht auf einem frei? Dieser eine wird dann zum Server umgerüstet.

Geht es denn um eine Firma wo immer 5 Leute arbeiten oder um dein homeoffice mit 5 PC's?
 
Das fällt dann wohl eher unter home office, wobei da auch mehrere rechner gleichzeitig am bearbeiten sein können wenn ich komplizierte sequenzen rendern lassen muss. Ich sehe halt einfach auch die übersicht flöten gehen wenn ich alles auf mehrere rechner und externe platten verteile. In einer firma bei der ich regelmäßig reinschaue gibt es die perfekte lösung: einen schnellen server mit 12 TB im raid 1. Dort greife ich auch immer auf rohmaterial direkt aus dem serverarchiv zu und es funktioniert ohne geschwindigkeitsverlust. Ich weiß allerdings nix genaueres zur technik und ob sich sowas ähnliches mit meinen bescheidenen mitteln realisieren lässt.
 
Tja mit nem SAN und Thinclient Modell ist das auch ne feine Sache... aber für zuhause würde ich das nicht tun... du ärgerst dich nur wenn du zig gigabyte / terabyte hin und herstreamst.
Gerade wenn du alleine bist... nimm dein Archiv in dem 5 HDD Gehäuse unter den Arm und schließ es da an wo du arbeiten willst. das ist für dich privat und bei der Datenmenge die beste Lösung.

Falls du das nicht möchtest und es erstmal so ausprobieren willst. Gib die Daten im Netzwerk frei und test mal wie das arbeiten ist. Wenn es für dich okay ist, baue einen der Clients zum Server um und mach davon ein Backup.
 
Du solltest mit externem Controller z.B: Adaptec wegen der Ausfallsicherheit und einem Raid 10 (=Raid5 + Spiegelset, ab 4 Platten) arbeiten.

Festplatten kaufst Du nach Preis pro GB. Wenn Geld übrig ist, pakst du auch gleich welche in Reserve hin, falls es die nach dem Ableben der benutzten Exemplare nicht mehr gibt. Der Controller und das BS sollte dich über den Zustand der Platten infomieren und Schnappschüsse anfertigen können. Zum Sichern nimmst Du ein Bandlaufwerk.

Das wird allerdings zusammen mehr als 600 € kosten.
 
Warum ein RAID? Das erschließt sich mir noch nicht... er ist auf die erhöhte Verfügbarkeit doch anscheinend gar nicht angewiesen.
Wenn eine von den HDD's ausfällt schiebt er halt die Daten aus dem Backup rüber und gut ist.
 
allel schrieb:
...Zum Sichern nimmst Du ein Bandlaufwerk.

Warum? Kann doch sichern auf was er will!? Das mit dem Raid halte ich auch für unnötig. Wenn man mehrere Platten hat, kann man schön mit LVM spielen -> da muss das Backup aber vor den ersten Spielereien 1000% funktionieren.

Grüße
 
Hi,

wie Du schreibst, brauchst du das aus beruflichen Gründen und 5 Maschinen sollen zugreifen. Die Frage, OB man das eine Redundanz braucht erübrigt sich.

Wir haben das Problem nun mit einer Synology DS1511+ gelöst, die mit 5 Enterprise Platten zu je 3TB bestückt ist. Diese gibt´s von WD oder Hitachi.

Die DS kann nahezu alles, was man als Kleinunternehmen braucht. SMB/NMB für Windows Netze mit ADS Integration, FTP, NFS und vor allem kann man sie über iSCSI auch als Netzwerkspeicher unter ESXi nutzen.

Gruss
Mike
 
Ich hab mir dieses gerät grad mal angeschaut bei alternate. Im prinzip genau was ich suche. Allerdings ist es mit über 700 euro eine spur zu teuer wenn ich bedenke, dass für den betrieb ja auch noch platten gekauft werden wollen und ich auf 6TB kommen muss/will. Mit dieser zugegebenermaßen bequemen lösung wäre ich natürlich schnell bei über 1000 euro angekommen. Anscheinend kann man die größe auch nachträglich noch erweitern, also könnte ich theoretisch auch mit 4TB gesamtgröße anfangen und so geld sparen.

Oder kann ich mir eventuell so ein gerät mit vergleichbaren features aus konsumerteilen selber bauen und komme dabei günstiger weg? Wenn ja, welche komponenten und software sollte ich verwenden?
 
Grundsätzlich haben wir die Erfahrung gemacht, dass man Konsumententeile für den Konsumentenbereich einsetzen sollte und im Unternehmen sollte man Enterprise Material verwenden. Da gilt genauso auch für die Strategie. Wäre es schilmm, wenn Deine Daten weg sind, Du Dich selbst um Ersatzplatten kümmern musst, etc.

Für einen Unternehmensdatenspeicher ist ein RAID 5 die Minimalanforderung (hat auch den besten Kosten/Nutzen Faktor). Dazu brauchst Du mindestens 4 Platten und hast n -1 Platten Kapa. Da kannst Du Dir das selbst ausrechnen. Eine Atom-CPU, 2 GB RAM und ein minimales Debian reichen da auch aus ... ein Hardware RAID Controller muss es aber sein!

Ich war immer froh, dass ich das Teil hatte wenn mir Platten abgeraucht sind und wir ohne es zu merken weiter arbeiten konnten.
 
Für einen Unternehmensdatenspeicher ist ein RAID 5 die Minimalanforderung (hat auch den besten Kosten/Nutzen Faktor). Dazu brauchst Du mindestens 4 Platten und hast n -1 Platten Kapa. Da kannst Du Dir das selbst ausrechnen. Eine Atom-CPU, 2 GB RAM und ein minimales Debian reichen da auch aus ... ein Hardware RAID Controller muss es aber sein!
Was für ein Unfug... wenn er mit seinem Homeoffice nicht auf die hohe Verfügbarkeit angewiesen ist, braucht er auch kein RAID.

Für die Frage "RAID ja oder nein?" muss geklärt sein ob du auch mal ein paar Stunden auf die Daten verzichten kannst. Kannst du das RAID --> "nein" Kannst du es nicht RAID --> "ja".

Daneben würde ich für ein Unternehmen bei dieser Datenmenge niemals ein RAD 5 empfehlen, die Wiederherstellungszeit ist dabei einfach viel zu groß und der Ausfall einer weiteren HDD in dieser Zeit hätte einen Komplettausfall zur Folge...
 
Ich kann dein argument schon verstehen, benzer. Im prinzip brauche ich kein raid, da meine daten nicht 24/7 und ohne unterbrechung verfügbar sein müssen. Allerdings brauche ich ja eine hohe kapazität. Nehmen wir mal an ich greife beim arbeiten gerade auf die daten zu und eine der platten fällt aus. Wenn ich alle daten auf 3 verschiedenen laufwerken verteilt habe und es fällt gerade die platte aus, auf die ich zugreife, sind alle daten darauf weg. Bei einem raid (egal ob 5 oder 1) kann doch aber eine platte ausfallen und die daten wären trotzdem noch da? Ausserdem ist dann doch die gesamtkapazität praktischerweise in einem einzigen laufwerk zusammengefasst? Das würde ich schon als plus ansehen.

Auf der anderen seite wäre das andere szenario auch denkbar: ein rechner mit drei großen laufwerken ohne raid, also jedes steht für sich. Dann könnte ich das archiv auf zwei laufwerke verteilen (lässt sich ja entsprechend aufteilen) und auf das dritte käme dann ein backup... würde im endeffekt auf das gleiche hinauslaufen. Dann müssen diese einzelnen laufwerke aber schon je mindestens 3 TB umfassen.
Ergänzung ()

Neuer plan:

ASUS E35M1-I Deluxe inkl. AMD Fusion E-350

mit 4GB ram eingebaut ins mini itx gehäuse. Dazu 3 mal Western Digital caviar green WD30EZRX 3 TB. Auf zwei dieser platten wird das archiv verteilt und auf eine platte kommt ein backup des selben. Über das wlan des boards kann ich dann sogar kabellos auf die daten zugreifen. Das wäre ein netter bonus. Und das mainboard hätte dann sogar noch zwei freie sata ports.

Das ganze würde bei alternate um die 550 euro kosten. Was meint ihr? Und macht windows home server 2011 dann noch sinn als betriebssystem?
 
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Ein RAID ist schon bequemer zu verwalten, wenn es einmal eingerichtet ist. Aber es hat auch enorme Mehrkosten und administrativen Aufwand.
Du hast das Scenario mit RAID schon treffend beschrieben... ohne RAID würde es ein wenig anders aussehen:
HDD fällt während der Arbeit aus --> Daten nicht verfügbar --> Backup auf USB 3.0 HDD anschließen --> Daten mit Stand vom letzten Backup wieder verfügbar.

Einen großen zeitlichen Verlust hast du nicht und da es sich ja um Archiv / Rohmaterial dreht wäre ein älterer Stand auch nicht so wild vermute ich mal.

Auf der anderen seite wäre das andere szenario auch denkbar: ein rechner mit drei großen laufwerken ohne raid, also jedes steht für sich. Dann könnte ich das archiv auf zwei laufwerke verteilen (lässt sich ja entsprechend aufteilen) und auf das dritte käme dann ein backup...
Nein, das Backup passt zum einen nicht auf die einzelne HDD und zum anderen sollte es nicht intern im PC gemacht werden.

Dazu 3 mal Western Digital caviar green WD30EZRX 3 TB. Auf zwei dieser platten wird das archiv verteilt und auf eine platte kommt ein backup des selben.
Wie gesagt... das Backup wirst du nicht auf die HDD bekommen und es sollte nicht intern sein.
 
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So ein Backup zurückzuspielen dauert bei 6 Platten und ~15 TB schon ne Weile. Und mit dem Original-Backup sofort weiterarbeiten? :freak:

Ich denk mal für so ne kleine Lösung wie hier diskutiert kann man Raid getrost komplett vergessen.
 
Ich denke auch die Idee mit kabellosem Zugriff, also per Wireless wird auch nichts.

Unter Gbit merkst du einfach extreme Performanceeingriffe.
 
genau. :D

Es muss also eine Lösung her, die möglichst nicht RAID heißt und trotzdem im Fehlerfall schnell wiederherstellbar ist. Es geht nämlich nicht nur um 2TB (und selbst 2TB dauern schon ~20 Stunden, und das auch nur wenn alles fehlerfrei verläuft).

the z
 
Oh je, so langsam glaube ich es gibt keine perfekte lösung für meine bedürfnisse ^^

Naja, ich hab noch eine zweite meinung eingeholt und heute abend erfahre ich dann vielleicht schon mehr. Und grad lese ich auf hartware.net von einem neuen verfahren zur erhöhung der datendichte auf festplatten. Glaub aber bis zur marktreife sind meine platten alle übervoll oder tot ^^

Noch eine kleine ergänzung zum thema raid: In einer alten workstation (für videoschnitt) die ich von einer firma bekommen hab werkelt auch ein raid (keine ahnung welcher typ) aus 4 festplatten mit einer gesamtkapazität von 600 GB. Wie sind die auf die idee gekommen sowas in eine workstation einzusetzen? Das macht doch dann eigentlich auch keinen sinn? Oder sehe ich das falsch? Meiner ursprünglichen auffassung nach bräuchte ich doch eigentlich nur nochmal das gleiche aber nicht mit 600GB sondern 6TB?
 
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