Lokale KI statt Cloud? Was ein echter Praxistest mit Qwen 3.6 27B zeigt

chr1zZo

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Seit einiger Zeit lassen sich leistungsfähige Sprachmodelle vollständig auf dem eigenen Rechner betreiben. Damit entfallen API-Kosten, der Quellcode bleibt auf der eigenen Hardware und man ist nicht mehr von einem Cloud-Anbieter abhängig. Die spannende Frage ist allerdings nicht mehr, ob das funktioniert, sondern wie gut solche Modelle im Alltag tatsächlich sind.

Für diesen Test lief Qwen 3.6 27B lokal in LM Studio auf einem normalen PC. Über einen SSH-Reverse-Tunnel wurde das Modell einem Linux-Server zur Verfügung gestellt und dort in OpenWolf Enhanced eingebunden. Anstatt mit öffentlichen Benchmarks zu arbeiten, musste sich das Modell an einem privaten Buglog mit 157 dokumentierten Fehlern aus echten Projekten beweisen. Jeder dieser Bugs enthält das ursprüngliche Symptom, die tatsächliche Ursache und den späteren Fix. Dadurch war ausgeschlossen, dass das Modell die Lösungen bereits aus seinem Training kennen konnte.

Öffentliche Benchmarks wie SWE-bench oder HumanEval sind hilfreich, beantworten aber letztlich eine andere Frage. Sie zeigen, wie gut ein Modell standardisierte Aufgaben löst. Mich interessierte dagegen, ob ein lokales Modell Fehler erkennt, die ausschließlich im eigenen Projekt existieren. Deshalb rekonstruierte OpenWolf automatisch den Codezustand aus der Git-Historie vor dem jeweiligen Fix. Qwen sah also genau den fehlerhaften Code, den damals auch der Entwickler vor sich hatte.

Der Test bestand aus drei aufeinander aufbauenden Szenarien. Zunächst erhielt das Modell lediglich eine Fehlerbeschreibung und den Namen der betroffenen Datei. Ohne den eigentlichen Code erreichte es eine Diagnosequalität von rund 60 Prozent. Auffällig war dabei weniger die Trefferquote als die Art der Fehler. Wenn Qwen danebenlag, formulierte es seine Erklärung oft ausgesprochen überzeugend. Die Antworten wirkten plausibel und technisch sauber, hatten mit der tatsächlichen Ursache aber nichts zu tun. Genau diese Art von Halluzination ist im Entwickleralltag problematisch, weil sie sich kaum von einer richtigen Analyse unterscheiden lässt, solange man die Lösung nicht bereits kennt.

Im zweiten Durchlauf durfte das Modell den Quellcode lesen. Allein dieser Unterschied veränderte das Ergebnis deutlich. Die Diagnosequalität stieg auf 83 Prozent und die zuvor beobachteten Halluzinationen verschwanden in dieser Stichprobe vollständig. Zusätzlich erhielt Qwen mehrere frei erfundene Fehlersymptome für fehlerfreien Code. Statt zwanghaft eine Ursache zu erfinden, antwortete das Modell jedes Mal sinngemäß, dass sich für das beschriebene Problem im vorhandenen Code keine Hinweise finden lassen. Das war vermutlich die wichtigste Beobachtung des gesamten Tests. Nicht die Größe des Modells entschied über die Qualität der Antwort, sondern ob ausreichend Kontext vorhanden war.

Der dritte Durchlauf entsprach eher einem klassischen Code Review. Es gab keine Fehlerbeschreibung mehr, sondern ausschließlich Quellcode. Qwen musste selbst entscheiden, ob und wo Probleme existieren könnten. Dabei fand es mehrere reale Fehler, darunter Race Conditions, nicht aufgeräumte Retry-Timer und einen reproduzierbaren Absturz. Gleichzeitig übersah es den schwersten Bug des gesamten Projekts. In einer Cron-Komponente hätte das Zusammenspiel mehrerer unscheinbarer Codezeilen dazu geführt, dass rund 95 Prozent einer Wissensdatenbank überschrieben worden wären. Genau solche systemischen Fehler, die sich erst aus dem Zusammenspiel mehrerer Komponenten ergeben, gehören nach wie vor zu den Schwächen lokaler Modelle.

Während der Benchmarks trat noch eine zweite Erkenntnis zutage, die ursprünglich gar nicht Teil des Tests war. Ein KI-gestützter Cronjob sollte regelmäßig eine Wissensdatei bereinigen. Wegen eines Kontextlimits sah das Modell jedoch nur den letzten Teil der Datei und erzeugte daraus eine deutlich kleinere Version, die anschließend ungeprüft zurückgeschrieben worden wäre. Interessanterweise war dieser Fehler jahrelang nie aufgefallen, weil der benötigte API-Schlüssel fehlte und der Cronjob deshalb nie ausgeführt wurde. Erst mit einem lokalen Modell wäre diese unbeabsichtigte Sicherheitsbarriere verschwunden. Das zeigt, dass ein Wechsel von Cloud- zu lokaler KI nicht nur neue Möglichkeiten eröffnet, sondern bestehende Annahmen über ein System verändern kann.

Mindestens genauso interessant wie die Ergebnisse des Modells war die Rolle von OpenWolf Enhanced. Qwen wurde nicht einfach als Chatbot verwendet, sondern arbeitete innerhalb einer Agentenarchitektur, die viele Aufgaben übernimmt, die ein Sprachmodell alleine nur unzureichend lösen kann. OpenWolf rekonstruiert den passenden Codezustand aus der Git-Historie, teilt große Dateien verlustfrei in mehrere Abschnitte auf, erkennt leere Modellantworten, verhindert ungeprüfte Änderungen an produktiven Dateien und nutzt das projektspezifische Buglog als reproduzierbaren Benchmark. Dadurch musste das Modell deutlich seltener raten und konnte mit denselben Informationen arbeiten, die auch einem menschlichen Entwickler zur Verfügung stehen würden. OpenWolf macht das Modell nicht intelligenter, sorgt aber dafür, dass dessen vorhandene Fähigkeiten wesentlich besser zur Geltung kommen.

Dabei lohnt sich auch die Unterscheidung zwischen Modell und Betriebsort. Häufig werden "lokal" und "Cloud" gleichgesetzt, obwohl es sich um zwei verschiedene Dinge handelt. Dasselbe Qwen-Modell kann lokal auf einem PC oder über Anbieter wie OpenRouter in der Cloud betrieben werden. Darüber hinaus existieren deutlich größere Varianten derselben Modellfamilie, etwa Qwen 235B, die für Privatnutzer praktisch nicht mehr lokal einsetzbar sind. Ein Vergleich innerhalb derselben Modellfamilie wäre deshalb besonders spannend, weil sich der Einfluss von Modellgröße und Rechenleistung untersuchen ließe, ohne gleichzeitig unterschiedliche Architekturen miteinander zu vergleichen.

Nach mehreren Tagen Testen bleibt vor allem ein Eindruck: Lokale Modelle sind inzwischen weit davon entfernt, nur eine Spielerei zu sein. Für Codeanalysen, Reviews, Dokumentation oder Routineaufgaben liefern sie bereits heute einen echten Mehrwert – insbesondere dann, wenn Datenschutz und laufende Kosten eine Rolle spielen. Sie ersetzen die großen Frontier-Modelle noch nicht, ergänzen sie aber sinnvoll. In Kombination mit einer Agentenarchitektur wie OpenWolf Enhanced entsteht ein Entwicklungswerkzeug, das viele alltägliche Aufgaben zuverlässig übernehmen kann, während komplexe Architekturentscheidungen oder kritische Änderungen weiterhin von einem Menschen oder einem leistungsfähigeren Modell geprüft werden. Nicht das einzelne Sprachmodell entscheidet am Ende über die Qualität des Ergebnisses, sondern das Zusammenspiel aus Modell, Kontext, Werkzeugen und Sicherheitsmechanismen.

Der obere Text wurde mit AI erstellt



Tools und Modell:

OpenWolf Enhanced
LM Studio 0.4.19
Qwen 3.6 27B auf einer 3090 (Kontextfenstergröße 16k / Quantisierung Q4_K_M - 4-Bit, GGUF)
Frontier AI Claude Opus 4.8

# Frontier vs. lokal auf Endverbraucher-Hardware — was Qwen 3.6 27B kann, was nicht

Stand: 2026-07-14. Alle Zahlen aus eigenen Läufen an einem einzigen Tag. Rohdaten liegen daneben
(raw-*.jsonl), jede Note ist einzeln nachprüfbar und widersprechbar.

Setup: Qwen 3.6 27B, lokal in LM Studio auf dem PC des Nutzers, per SSH-Reverse-Tunnel an einen
Linux-Server gereicht (ssh -N -R 1234:localhost:1234). Kontextfenster 16.640 Token. Kosten: null.
Gegenspieler/Prüfer: Claude Opus 4.8 (Frontier, in der Session).

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## 0. Der Bias, den man beim Lesen mitdenken muss

Es gab keinen neutralen Judge. Auf dem Server war weder ein OpenRouter- noch ein Anthropic-Key
gesetzt. Qwen sich selbst benoten zu lassen wäre wertlos gewesen, also hat **Claude die Antworten
benotet — ein Konkurrenzmodell bewertet einen Wettbewerber.** Das ist ein echter Interessenkonflikt und
wird hier nicht versteckt.

Was davon unberührt ist und deshalb am meisten zählt:
  • Tool-Call-Disziplin (Schema-Validierung, rein maschinell)
  • Abstinenz-Test (Schlüsselwort, wird gezählt, nicht bewertet)
  • Reproduzierte Abstürze (ein Bug, den man nachstellen kann, ist kein Meinungsgegenstand)
  • Laufzeiten und Token-Verbrauch

Wer die Diagnose-Prozente anzweifelt: berechtigt. Wer den reproduzierten TypeError anzweifelt: der
Befehl steht unten, er dauert zehn Sekunden.

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## 1. Der Testaufbau — und warum kein öffentlicher Benchmark

Getestet wurde gegen buglog.json: 157 echte, handgeschriebene Bugs aus privaten Repos, jeder mit
dokumentiertem Symptom, dokumentierter Ursache und dokumentiertem Fix. Diese Daten hat **kein Modell je
gesehen**.

Das ist der Kern der Sache: Bei SWE-bench & Co. lässt sich nie ausschließen, dass ein Modell die Lösung
auswendig kennt. Ein Modell, das die Antwort kennt, sagt nichts darüber, ob es unsere Bugs findet.
Ein privates Buglog ist der ehrlichste Maßstab, den man haben kann — und **genau das ist die Datei, die
OpenWolf Enhanced ohnehin führt** (siehe Abschnitt 6).

Kontaminationsschutz. Alle Bugs sind längst gefixt. Gäbe man dem Modell den aktuellen Dateiinhalt,
stünde die Lösung im Prompt. Der Code wird deshalb aus der Git-Historie vor dem Fix rekonstruiert —
und zwar nicht per Zeitstempel (Bugs werden ja nach dem Fix geloggt, der Zeitstempel liegt also hinter
dem Fix), sondern über eine Fix-Signatur: genommen wird der neueste Blob, in dem sie noch fehlt.
Fällt kein Blob durch den Filter, wird der Fall verworfen statt geraten. In Lauf 2 flogen so 4 von
11 Fällen raus.

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## 2. Lauf 1 — Diagnose OHNE Code (nur Symptom + Dateiname)

| Metrik | Ergebnis |
|---|---|
| Diagnose | 24/40 = 60 % (9× voll, 6× teilweise, 5× verfehlt) |
| Tool-Calls (striktes JSON-Schema) | 5/5 |
| Ø Latenz | 55,8 s |
| Kosten | 0 |

Stark bei Standard-Fehlermustern, die in jedem Trainingskorpus tausendfach vorkommen: CSP blockt
Analytics, Next.js standalone kopiert public/ nicht, CSV-Dreifach-Quoting durch JSON.stringify,
stille Rechte-Eskalation durch Fallback-Whitelist.

Und dann erfindet es. Alle 5 Nuller sind nicht „weiß ich nicht", sondern **flüssig formulierte,
überzeugende, falsche Ursachen**:

| Bug | Wahrheit | Qwens Erfindung |
|---|---|---|
| Hook zählt Writes nie | Bash-Hook stieg vor dem Zählen aus | „Race-Condition mit fs.watch/Chokidar" — es gibt keinen Watcher |
| Kugel im 3D-Wolfsgesicht | InstancedMesh-Identity-Matrix = Einheitskugel | „useGLTF-Platzhalter ohne Guard" |
| Zerquetschter X-Button | cn() wrappte clsx ohne tailwind-merge | „tailwind-merge verwirft unbekannte Klassen" — genau verkehrt herum |

Das ist die gefährliche Fehlerart: nicht Schweigen, sondern überzeugendes Danebenliegen. Wer die
Antwort nicht schon kennt, unterscheidet diese 5 nicht von den 9 Volltreffern.

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## 3. Lauf 2 — Diagnose MIT Code + Halluzinations-Köder

Lauf 1 war absichtlich hart, aber nicht die Lage, in der ein Agent arbeitet: der liest die Datei.

| | ohne Code | mit Code |
|---|---|---|
| Diagnose (dieselben 6 Bugs) | 7/12 = 58 % | 10/12 = 83 % |
| erfundene Ursachen | 2 | 0 |
| Köder (5 frei erfundene Bugs gegen gesunden Code) | — | 5/5 korrekt abstiniert |

Das ist das wichtigste Ergebnis des Tages. Mit Code im Kontext verschwindet die Konfabulation in
dieser Stichprobe vollständig. Die zwei Erfindungen aus Lauf 1 lösten sich unterschiedlich auf: einen
Bug löste es richtig, den anderen verweigerte es ehrlich („NICHT_IM_CODE") statt zu erfinden.

Der Köder-Test ist der judge-freie Kern: fünf frei erfundene Symptome („CSV vertauscht ab Zeile 500
die Spalten", „Build scheitert bei Bindestrich im Hostnamen") gegen den echten, gesunden Code. Es gibt
nichts zu finden. Qwen hat alle fünf zurückgewiesen. Es weiß, wann es nichts weiß — wenn man ihm
das Material gibt.

Die Grenze verläuft nicht am Modell, sondern daran, ob man ihm den Code gibt.

Harte Limits: Bei der größten Datei (14,6k Zeichen) terminiert das Denken nicht — auch mit 9.000
Token Budget bleibt die Antwort leer, nach 231 Sekunden. Latenz 39–231 s.

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## 4. Lauf 3 — Offene Bug-Suche (kein Symptom, nur Code)

Die eigentliche Reviewer-Aufgabe. Zwei Zahlen, die man nur zusammen lesen darf.

Recall — 1 von 2 (Dateien mit bekanntem Bug, Symptom verschwiegen):
  • post-bash.ts: fand das nicht-atomare Read-Modify-Write exakt, inklusive Mechanismus.
  • llm-provider.ts: übersah den bekannten Bug und meldete stattdessen einen erfundenen
Daemon-Absturz durch Unhandled Rejection (alle Aufrufer fangen den Fehler ab).

Precision — 4 von 7 Funden sind echt (gesunder, aktueller Code):

| Fund | Urteil |
|---|---|
| openwolf recall stürzt ab, wenn buglog.json = null | ECHT, reproduziert |
| cron-state.json Lost-Update über den LLM-await hinweg | ECHT |
| stop() räumt Retry-setTimeout nie ab → Retries feuern nach dem Shutdown | ECHT |
| Backup-Fehler wird verschluckt, Original trotzdem überschrieben | ECHT |
| Überlappende Blockbereiche korrumpieren die Datei | FALSCH (Bereiche sind per Konstruktion disjunkt) |
| CRLF wird stillschweigend normalisiert | stimmt, kosmetisch |
| Timezone-Vergleich | zweifelhaft |

Bei einer gesunden Datei sagte es „KEINE BEFUNDE" — es erfindet nicht auf Verdacht.

Der reproduzierte Absturz, zum Selbstnachstellen:
Bash:
mkdir -p /tmp/x/.wolf && cd /tmp/x && printf 'null' > .wolf/buglog.json
openwolf recall test     # → TypeError: Cannot read properties of null (reading 'bugs')

### Der wichtigste Befund ist ein Fehlschlag

Die geprüfte cron-engine.ts enthielt noch den schwersten Bug des Projekts (siehe Abschnitt 5): die
20-KB-Kappung und das ungeprüfte Zurückschreiben nach cerebrum.md, beides in derselben Datei, beides
sichtbar. Der Bug, der 95 % der Wissensbasis gelöscht hätte.

Qwen hat ihn nicht gefunden. Es meldete drei kleinere Sachen und übersah die Katastrophe.

Qwen findet lokale Muster (Races, fehlendes clearTimeout, ungeschützte Zugriffe).
Es findet keine systemischen Fehler, bei denen erst das Zusammenspiel dreier harmloser Zeilen
gefährlich wird. Genau dort liegt aber der Schaden.

Kosten der offenen Suche: ~13.000 Reasoning-Tokens und ~6 Minuten pro Datei (gemessen: 372 s bei
14k Budget; mit 8k Budget kommt gar keine Antwort, weil das Denken das Budget frisst).

---

## 5. Der Beinahe-Unfall — und was er über lokale Modelle lehrt

Beim Testen der echten Cron-Jobs fiel auf: der Task cerebrum-reflection (aktiv, jeden Sonntag 03:00)
hätte die 78 KB große Wissensdatei durch eine 3,9 KB große „bereinigte" Fassung ersetzt — **95 % Verlust,
lautlos, ohne Backup**.

Die Kette: Kontext-Cap bei 20 KB → Modell sieht nur das letzte Viertel → Prompt sagt trotzdem
„return the cleaned file content only" → Ergebnis wird ungeprüft zurückgeschrieben.

Der Task war seit jeher aktiviert. Er ist nur nie gelaufen — weil ANTHROPIC_API_KEY nicht gesetzt war.
Ein fehlender API-Key war die einzige Sicherung. Und genau die entfällt in dem Moment, in dem man auf ein
lokales, keyloses Modell umstellt.

Die Lehre, die weit über diesen Fall hinausgeht: Wenn man eine Fehlerquelle beseitigt, muss man
prüfen, was sie bisher verhindert hat. Ein Job, der zuverlässig scheitert, kann ein Schutz sein, den
niemand als solchen kennt. **Der Umstieg auf ein lokales Modell entfernt genau solche Sicherungen —
lautlos.**

---

## 6. Was OpenWolf Enhanced dazu beiträgt

Der interessante Teil ist nicht „lokales Modell ist schlechter". Das überrascht niemanden. Interessant ist,
welche Werkzeuge ein lokales Modell brauchbar machen — und die sind alle im Tool gelandet:

1. Das private Buglog als Ground Truth. OpenWolf führt ohnehin ein buglog.json mit Symptom, Ursache
und Fix. Damit hat man einen Benchmark, den kein Modell auswendig kennen kann — ohne dafür irgendetwas
Zusätzliches zu bauen.

2. „Leere Antwort" ist ein eigener Fehlerzustand. Reasoning-Modelle verrechnen ihr Denken gegen
dasselbe max_tokens-Budget. Ist es aufgebraucht, kommt HTTP 200 mit leerem content — ein stiller
Fehler. Gemessen: ein zweizeiliger Merge-Prompt kostet 1.935 Reasoning-Tokens; mit dem alten Budget
von 900 kam garantiert nichts. Vorher gab OpenWolf das als leeren String weiter: consolidate verwarf
jeden Merge stumm, openwolf llm --test meldete einen grünen Haken auf 0 Zeichen.
→ Jetzt wirft eine vor der Antwort abgeschnittene Response. *(Diese Falle hat mich an einem Tag
dreimal erwischt — auch im eigenen Benchmark-Harness, wo ein leerer Köder als „HALLUZINIERT" gezählt
wurde. Wer lokale Reasoning-Modelle einsetzt, wird sie garantiert treffen.)*

3. Das lokale Modell schlägt vor, es überschreibt nicht. AI-Cron-Tasks laufen jetzt im Modus
proposal: das Ergebnis landet in .wolf/proposals/<task>-<zeitstempel>.md, kanonische Dateien
bleiben unberührt. Ein Mensch — oder ein Frontier-Modell in der Session — entscheidet, was übernommen wird.
Der lokale Rechner macht die Fleißarbeit, die Hoheit über die Wahrheit bleibt beim Leser. Das ist
genau die Arbeitsteilung, die die Messungen nahelegen.

4. Zu große Dateien werden GETEILT, nicht abgeschnitten. splitForContext() schneidet an
Absatzgrenzen und ist verlustfrei (per Test abgesichert). Ein Modell mit 16k Kontext liest eine 20k-Datei
damit vollständig — nur eben in mehreren Durchgängen. Abschneiden ist bei einer Wissensdatei kein
Größenlimit, sondern Datenverlust mit Zwischenschritt.

5. Fehlermeldungen, die den nächsten Schritt nennen. Port aus der konfigurierten base_url statt
hartkodiert (LM Studio: 1234, Ollama: 11434), und der häufigste Fall „Tunnel steht, Server läuft nicht"
wird explizit benannt — er sieht aus wie ein Verbindungsfehler und ist keiner.

6. Vorschlags-Kategorien müssen am Text belegbar sein. Erste Version des Reflection-Prompts fragte
u. a. „was ist hier unklar?" → ein Modell ohne Projektwissen flaggte S2, K2/K3, Ticker-Namen. Völlig
korrekt und völlig nutzlos: eine Wissensdatei ist projektinterne Kurzschrift. Brauchbar sind nur
Kategorien, die das Modell im gezeigten Text selbst nachweisen kann (REDUNDANT, WIDERSPRUCH).

---

## 7. Fazit

Was Qwen 3.6 27B auf Endverbraucher-Hardware kann:
  • Standard-Fehlermuster diagnostizieren (60 % ohne Code, 83 % mit Code)
  • Werkzeugaufrufe gegen striktes JSON-Schema: 5/5, kein Schema-Verstoß
  • Nein sagen: 5/5 erfundene Bugs zurückgewiesen, „KEINE BEFUNDE" bei gesundem Code
  • Reale Bugs in fremdem Code finden, ohne Symptom — inklusive eines reproduzierten Absturzes
  • Kosten: null. Datenschutz: alles bleibt lokal.

Was es nicht kann:
  • Ohne Kontext arbeiten. Kontextlos erfindet es bei jeder vierten Antwort eine überzeugende falsche Ursache.
  • Systemische Fehler sehen. Den 95-%-Datenverlust-Bug in der Datei, die es gerade prüfte, hat es übersehen.
  • Schnell sein. 6 Minuten und 13.000 Denk-Tokens pro Datei bei offener Suche.
  • Große Dateien verarbeiten. Ab ~15k Zeichen terminiert das Denken teils gar nicht mehr.
  • Ideen haben. 0 von 3 Feature-Vorschlägen brauchbar — zwei bauten Vorhandenes nach, einer löste ein
Problem, das nicht existiert.

Die Arbeitsteilung, die sich daraus ergibt:
Das lokale Modell ist ein Nachtläufer und Vorfilter — es liest, sucht, schlägt vor, kostet nichts und
gibt keine Daten heraus. Das Frontier-Modell ist Prüfer und Entscheider. Wer das lokale Modell
entscheiden lässt, bekommt bug-157. Wer es gar nicht einsetzt, verschenkt einen kostenlosen Reviewer, bei
dem jeder zweite Fund echt ist.

---

Schlusswort:

Eine Lokale AI ohne ein Cerebrum bzw. einen Harness halte ich für Kritisch, erst Recht wenn man diese für diverse Agentic / Automationsprozesse einsetzen möchte. Ebenso muss man hier das ganze nicht auf seiner Hardware verbrennen. So kann man sehr kostengünstig Qwen 3.6 235B oder Qwen 3 Coder 90B via diverse Cloud Anbieter nutzen, die Qualitativ Hochwertiger sind und selbst bei mehreren Mio Token am Tag 5-10€ kosten, was bei aktuellen Strompreisen mit eigener Hardware weitaus teurer wäre. (Nutzer mit Solar jetzt mal ausgeschlossen).

Ich werde den Benchmark auf größere Kontextlängen erweitern und weitere Modelle hinzufügen, somit hat man einen schönen Überblick.

Benchmark Update: Qwen 3.6 (2 Modelle) vs. Gemma 4

Ziel ist es hier innerhalb von ComputerBase im Bezug auf das Thema AI mehr Austausch zu erreichen und Nutzer aufzuklären die sich gerne mit AI beschäftigen möchten oder dies bereits tun.

Ich freue mich auf Feedback / Kritik und ambitionierten Austausch.
 

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Uff. Ich bin nur ein einfacher Anwender von KI und auch nicht im Bereich Programmierung unterwegs. Aber bevor ich einem Modell aus meiner "Arbeitswelt" was frage lerne ich immer an: Wer sind wir, was machen wir, was wird Deine Aufgabe sein. Wenn möglich sogar ein Link zu Daten, der bei der Rekla hilft (als Training, anschließend bitte komplett offline). Nur aus den Standard-Trainingsdaten heraus ist die Antwort auch nie zu gebrauchen. Das meine wenig hilfreiche Antwort und Gedanken dazu :-D

Nur noch: Frontier Modelle würden mir nicht viel weiter helfen, bei mir überwiegt der Datenschutz absolut.
 
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Ist es inzwischen auch für Laien möglich ein LLM ähnlich wie bei Bild und Videogeneratoren (LoRa) mit speziellen Datensätzen auszustatten.
ZB mit nem Schwung E-Books, Videos oder Audiomaterial zu einem spezifischen Fachgebiet.
Oder vielleicht sogar mit Textproben des eigenen Schreibstiles damit das Ergebniss nach dem klingt was von einem gewohnt ist....
 
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@Keuleman das ist der richtige Weg. Trainingsdaten sind halt auch immer nur eine Wahrheit.

@samuelclemens natürlich. Das kann in Form von Skills ermöglicht werden, nur das man das eben selber anlegt.
 
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chr1zZo schrieb:
Im ersten Durchlauf erhielt das Modell lediglich die Fehlerbeschreibung und den Dateinamen.

Kein Code.
Wie macht ein Mensch in diesem Fall Debugging - er fängt an zu raten. Ohne Code kann da so oder so nichts gescheites raus kommen.
 
@ameisenbaer Kontextfenstergröße war 16k, da weniger nicht nützlich war bzw. zu keinem Ergebnis führte. Mit 32k/64k werde ich noch mal nachtesten die Tage. Quantisierung war Q4_K_M - 4-Bit, GGUF.

@Micha- korrekt. Aber das ist eben ein Hauptproblem unter Usern die AI nutzen wollen und denken es geht alles so von alleine.
 
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Muss denn so ein Post mit einem LLM geschrieben werden? Da hat man direkt keine Lust zum Lesen, wenn ständig alles redundant in Listen steht, übereifrig formatiert wird und man die üblichen zum Hals raus hängenden Muster sieht (nicht das, nicht das, sondern das).

Aber grundsätzlich ein gutes Thema, weil Qwen 3.6 ja gern als "gut genug" dargestellt wird. Meine Erfahrung in der Praxis ist, dass ich lieber ein paar Cent in ein Cloudmodell stecke, als die Zeit aufzuwenden den Output von Qwen nachzubearbeiten.
P.S.: Für Coding sind 16k Kontext viel zu wenig. Du hast doch eine 3090 laut Signatur, da müsste sowohl ein besserer Quant als auch mehr Kontext gehen. M.E. sind 64k das Minimum, um irgendwie was Nützliches tun zu können, angenehm sind 128k(+).
 
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@Enurian das stimmt. Aber ich lass viel schreiben, bin einfach Faul geworden dank AI was das betrifft :D Richtig, ich habe es auch gezielt auf Endverbraucher Hardware gemacht und nicht auf einem LLM System. Kommt als Nachtrag die Tage mit dem höheren Kontext.
 
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chr1zZo schrieb:
Aber ich lass viel schreiben, bin einfach Faul geworden dank AI was das betrifft
Dann gib ihr wenigstens Anweisungen nicht wie eine KI zu klingen:

Schreibe den Text in einem natürlichen, flüssigen und pragmatischen Stil – wie ein echter Mensch, der authentische Erfahrungen teilt.

Vermeide die typische KI-Fragmentierung: Schreibe zusammenhängende Absätze und trenne nicht fast jeden Satz durch einen Zeilenumbruch.

Verzichte komplett auf dramaturgische KI-Phrasen („Doch die entscheidende Frage ist...“, „Plötzlich änderte sich das Bild...“, „Es zeigt sich deutlich...“).

Keine optisch hervorgehobenen Info-Boxen oder künstlichen Zitate.

Bringe die Argumente direkt im Text unter. Verzichte am Ende auf das typische, redundante „Fazit“ oder getrennte Pro/Contra-Listen, die nur das Vorherige wiederholen. Lass den Text natürlich ausklingen.
 
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Oder einfach den Text von vornerein als KI Text kennzeichnen, hilft anderen den schund gleich links liegen zu lassen. Man darf ruhig sehen wenn jemand zu faul ist sich ernsthaft mit anderen Individuen auszutauschen ;)
 
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chr1zZo schrieb:
Aber ich lass viel schreiben, bin einfach Faul geworden dank AI was das betrifft
Und was meinst wie es den Lesern geht wenn schon der Autor null Bock hatte auch nur eine Zeile selbst zu schreiben?
Wenigstens überarbeiten kann man es. Unwesentliches streichen, einfachere Ausdrücke verwenden usw.
Einfach an die Zielgruppe anpassen.

In die Richtung zielte meine Frage von vorhin das LLM am eigenen Stil anpassen. Inhaltlich wie Strukturell.
 
@d3nso Nun ja, das ist halt nur eine Behauptung. Ich schreib ja ganz normal zurück. Nur weil der Ausgangstext AI ist, bedeutet ja nicht gänzlich sich nicht normal eine Diskussion zu führen @samuelclemens In der Tat. Verbesserung ist gewünscht, nehme ich an.
 
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Micha- schrieb:
Vermeide die typische KI-Fragmentierung: Schreibe zusammenhängende Absätze und trenne nicht fast jeden Satz durch einen Zeilenumbruch.
Hast du dir deinen klar nach jedem Satz mit Absatz versehenen "menschlichen" Post auch mal angeschaut oder wirst zur KI 😄.
 
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chr1zZo schrieb:
@Micha- korrekt. Aber das ist eben ein Hauptproblem unter Usern die AI nutzen wollen und denken es geht alles so von alleine.
Zumal das ja häufig trotzdem funktioniert. Weil viele Probleme anhand einer Symptombeschreibung quasi eindeutig beschrieben sind.
 
@Haggis ja bei Frontier Modelle 0 Probleme. Hat man ja gesehen was gebaut wurde nachdem GPT 5.6 raus kam. :)
 
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d3nso schrieb:
Oder einfach den Text von vornerein als KI Text kennzeichnen, hilft anderen den schund gleich links liegen zu lassen. Man darf ruhig sehen wenn jemand zu faul ist sich ernsthaft mit anderen Individuen auszutauschen ;)
Da sind wir wieder beim blinden KI hass. ;)
#Neuland
 
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Nö, ich mag einfach nicht wenn man irgendwelche Ki Texte einfach hinrotzt.
 
@chr1zZo wie hast du qwen dazu gebracht nicht so euphorisch zu sein?

Also 3.7 Plus ist da immer sehr beim loben wenn man selbst Ideen 🤠
 
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Nunja, in der Softwareentwicklung im IT Unterricht war zb das mit der Dokumentation mein absolutes Hassteil. Vielleicht mit ein Grund weshalb ich Softwareentwicklung nie ernsthaft als Berufliche Laufbahn in Erwägung zog.
In diesem Bereich sehe ich mit llm und weiteren tools sicher viel Potential damit man sich als Entwickler auf die wesentlichen Dinge konzentrieren kann statt Meterweise Schriftstücke zu verfassen die eh nie einer liest aber wichtig für die Nachverfolgbarkeit sind.
Das braucht sich nicht angenehm zu lesen. Es muss korrekt, strukturiert und ausführlich sein. Möglicherweise auch so verfasst das es für LLMs leichter verständlich ist damit man das auch nicht mehr selber alles durchackern muss wenn es ein Problem zu lösen gibt. 😉

Für lokale llm sehe ich auch viel Potential in der Abwicklung und Archivierung von Papierkram privater Natur. 🤔
Gerade weil es sich um Daten handelt die man eher ungern einer Online KI überlassen möchte. ;)
 
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