Basego schrieb:
Ich habe die ganze Sache nicht durchdrungen, aber es ist wohl so, dass man sich "vollmüllen" lassen muss!
Nein. Das muss man nicht. Es gibt mehrschichtige Präventivmaßnahmen, die an früher oder wenigstens später Stelle greifen.
- Das fängt an bei der Auswahl des E-Mail-Anbieters (mit jeweils technisch durchaus unterschiedlicher Sicherheitsstruktur),
- geht weiter über eine Verwendung verschiedener E-Mail-Adressen für verschiedene Zwecke und Kommunikationsgruppen,
- das Nichtveröffentlichen von Adressen auf frei zugänglichen Webseiten oder in öffentlichen Chatgruppen,
- das Nichtversenden sensibler Daten über ungesicherte Verbindungen (z.B. http (ohne "s")) und ungesicherte/unverschlüsselte Wireless-Netzwerke,
- eine durchdachte Passwort- und Sicherheitsstrategie, um den Zugriff Dritter auf eigene Datenbestände zu erschweren,
- einer Darstellung eintreffender Mails im Plaintext, um das Nachladen von Grafiken oder anderer Elemente zu verhindern, die Deine Adresse als weiterhin aktiv verifizieren ließen,
- dem Nicht-Öffnen jeglicher Spam-Mails sowie
- dem Nicht-Anklicken (auch nicht dem versehentlichen) darin enthaltener Links,
- und endet bei serverseitiger Spam-Ausfilterung, deren Konfiguration sowie lernfähigen Spamfiltern im E-Mail-Programm.
Basego schrieb:
Dennoch wundert mich, dass so etwas nicht verhindert werden kann.
In einem sehr erheblichen Maße kann dies durchaus verhindert werden. Bei Dir ist es jedoch so, dass das Problem bereits gleich am Anfang, nämlich bei Deiner E-Mail-Provider-Wahl, beginnt.
Yahoo hat 2013 alle Adressdaten seiner Kunden durch einen großen "Hack" "verloren". Siehe hier:
https://www.sueddeutsche.de/digital...oo-traf-alle-drei-milliarden-konten-1.3693671
Somit sind natürlich alle zu diesem Zeitpunkt existenten E-Mail-Adressen auch heute noch bekannt, und wer seine Adresse seit 2013 noch weiter nutzt, wird daher auch weiterhin mit viel Spam beglückt.
Basego schrieb:
Schreibe ich auf einen Brief eine nicht existierende Adresse, wird er nicht zugestellt.
Die E-Mail
hat ja eine existierende Adresse als Ziel: Deine! Du siehst Dich als Empfänger in der E-Mail nur nicht selbst, weil Du vom Absender in den BCC gesetzt worden warst (BCC = Blind Carbon Copy =
Blindkopie).
Das ist so ähnlich wie ein Wahlbrief. Der äußere, größere, trägt eine Anschrift, und wird beim Wahlbüro zugestellt. Dieser äußere Umschlag wird geöffnet, aus ihm Wahlschein und der zweite, innere, verschlossene Brief entnommen, der jedoch
keine Adresse mehr trägt. Und dennoch landet er am Ende im Ziel, der Wahlurne. Und dies ohne, dass einer der Wahlhelfer später Absender oder Anschrift ersehen kann.
Basego schrieb:
Es kommen fast nur noch Mails (wenigstens fast nur im Spamordner) ohne Bezug meines Accountes an.
Doch, sie haben einen Bezug zu Deinem Account, weil sie an Deiner E-Mail-Adresse eintreffen und auch an diese adressiert sind.