Maßnahmen gegen Raserei in Ortschaft

Allein das Übertreten der Rotphase ist ein Grund zum Handeln und wer das nicht als Oberbürgermeister macht, ist gleichzusetzen mit dem Rotübertreter.

Es könnte schon eine andere Ampelzeitschaltung helfen, die nicht gleich das Dorfleben spaltet.

Man darf nicht vergessen, Ortsdurchfahrten sind Ortszufahrten für die Bewohner und Nahverkehrsanbindungn in andere Dörfer, die früher oft noch mit Pferdekutschen befahren wurden. Bei der alten Infrastruktur gibt es Belastunsgrenzen und wenn der Kurort davon lebt, das seine Kranken über die früher als Dorfstraßen ausgelegten Straßen überregional, national bis international zureisen, dann werden die Dörfer überlastet. Man kann eine ehemals als Dorfstraße ausgebaute Straße nicht noch zur Bundesstraße ausweiten. Allein von den Platzverhältnissen bei den Grundstücken, ohne die Bürger von ihren Vorgärten zu enteignen. Bei der Belastung hätte man längst eine Umgehungstraße für die Kuranreisenden bauen müssen. Es gibt mittlerweile genug Dorfgemeinden, wo eine Autobahn die Dörfer durch schneidet.

Eure Behörden arbeiten ebenso schlampig bei der Straßenverkehrssicherheit und Erziehung. 80-120Km/h Beschilderung vor Ortseinfahrt. Das allein lädt zur Raserei ein und verstößt gegen gesittetes Straßenverhalten im Miteinander.
Dafür braucht man nur etwas Sachverstand und Klarheit bei der Anwendung der Verkehrsleitsteuerung. Auf sehr vielen Landstraßen würde sich eine 60-80Km/h Begrenzung gut tun.
Wie oft das scheitert, sah ich an einigen Stellen in der Metropole Berlin.

Es gibt schon lange einen klaren, positiven Effekt, selbst in Berlin Hauptverkehrstraßen auf 50-60Km/h zu beschränken. 30Km/h Zonen haben auch nicht geschadet. Trotzdem ist Berlin als Autostadt längst über die möglichen Kapazitäten des Individualverkehrs und Logistikzubringer angelangt. Es parken gerne mal Autos auf dem Bürgersteig und wenn mal ein Liefer LKW in der zweiten Spur parkt, weil alle Parkbuchten über den Tag immer belegt sind, dann staut es sich sofort auf nur einem Fahrstreifen. In den Hauptverkehrszeiten kommt man nicht mal mit dem Fahrrad durch, wenn man sich wirklich an die Straßenverkehrsordnung hält. Berlin hat zu viele Autos und die Verkehrsübetretungen steigen dann durch wachsenden Staufrust.

Ganz einfach ausgedrückt, Der Bundesverkehrsminister und Frau Merkel sind hier die Hauptverantwortlichen. Beide ziehen am Wachstumsmarkt, auch der Automobilbranche, wo doch selbst die städtebauliche Entwicklung bei der Industrialisierung nicht auf die Wachstumskapazitäten hin ausgelegt war. Geschweige die ganze heutige Koinsumlogistik. Was für welche Kapazitäten hat erst ein 1500 Einwohnerort mit einer ursprünglichen Dorfstraße?

Kommen noch LKW hinzu, rattert es dann auch nachts durch die Häuser. Von möglichen Hausschäden bis hin zu eigentlich nicht essbaren Obst aus dem eigenen Gartenanbau, ohne es vorher mit Rußentfernern zu behandeln.

Wenn euer OB das nicht versteht, nicht mal ein regional funktionierndes Gemeindeleben begreift, sollte er vom Amt zurück treten. Das ist die einzige Lösung, an die ich die Hebel ansetzen würde.

@ FrankenDoM
Haben Sie schon mal Raser gesehen, die nicht noch gerne überholen? Das gehört dazu, auch bei durchgezogener Linie. Ich brauche in Berlin nur die hingelegten Ampelstarts beobachten. Letztens ist sogar ein Polizeiauto hinter einem zu vorschnellen Schnellstarter bei Rot mit Blaulicht hinterher, während andere Autos noch brav ihre Sekunden bei Rot abwarteten. Manche rasen auch gerne von einer Ampel bis zur Nächsten und gefährden dabei vorsätzlich auch andere Verkehrsteilnehmer.

Besonders die Dorfjugend rast gerne und bei Zunahme der Verkehrsdichte steigen auch die Unfälle ohne sich auf die veränderten Verkehrsbedingungen einzustellen. Das Kleinstadtleben folgt dann gerne eigenen Prinzipien und als Jugendlicher habe ich auch vor der eigenen Haustür miterlebt, wie ein jugendlicher Raser auf der Geraden eine junge Frau durch die Luft in den Tod geschleudert hat. Zu schnell bei Dunkelheit unterwegs gewesen.
 
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Wer ist jetzt Schuld an der Lage?
Die Dorfjugend oder Frau Merkel?
Oder beide?
 
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es wird jetzt folgendes unternommen. Dank Ratschlägen von Anwälten und Mitarbeitern anderer Landratsämter in unserer "Gruppe" der Anwohner, wird nun ein Antrag des Ortschaftsrates an den Stadtgemeinderat gestellt eine Lärmmessung durchzuführen. Bei Ablehnung sehen wir weiter........
 
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garfunkel74 schrieb:
Gemessen wurde in 1,5h ca. 950 Fahrzeuge.

Nur mal am Rande: du beschwerst dich, dass nach einer Stunde blitzen ein Fazit gezogen wird (zu wenig Verstöße und damit unrentabel). Aber die Zahl in eineinhalb Stunden gezählter Autos ist von großer Bedeutung? Habt ihr während der Stoßzeit im Berufsverkehr gezählt und die restlichen 10,5 Stunden des Tages fahren dann nur noch mal circa 1000 Fahrzeuge?

garfunkel74 schrieb:
Es hängt hier manchmal eine Verkehrsüberwachungstafel, welche öfters Geschwindigkeiten von 80 bis 120 km/h anzeigen

Woher weißt du das? Selber beobachtet? Was heißt "öfters"? Bist du dir sicher mit den 120 km/h? Gibt es überhaupt solche Tafeln, die mehr als zwei Stellen anzeigen können?

garfunkel74 schrieb:
Ferner wird oft die Ampel und der Fussgängerüberweg "überfahren" auch wenn Rot ist.

Gleiches Spiel wie mit der Geschwindigkeitstafel..
 
@porenbeton:

Ja selber beobachtet: das Schild steht auf Sichtweite zu meinem Haus. Meine Frau und ich UND der Ortsvorsteher (der an einem anderen Tag) haben es gesehen
Bei der Ampel das gleiche Spiel wie bei der Geschwindigkeitstafel: von mir gesehen aber hier sogar noch 3 anderen im Ort "passiert" als sie ihre Kinder vom Kindergarten abgeholt hatten. Und ja - zumindest die hier bei mir zeigt 3stellig an

Die ca. 950 Fahrzeuge wurden nicht während der Stoßzeit gemessen.
Laut Stadt fahren am Tag (5 Uhr bis 0 Uhr) ca. 7000-8.000 Fahrzeuge durch den Ort. Ab 19 Uhr natürlich weniger.

Nicht ich beschwere mich über zu wenig Verstöße in der Messzeit und der Unrentabilität. Das macht das Landratsamt :daumen:
Ergänzung ()

muss aber dazu sagen das ich diese Anzahl der kompletten Fahrzeuge kaum glauben kann. Aber wenn es die Stadt so meint :D Ich denke als Anwohner gefühlt an die 4.000 bis 5.000. Wobei man sich da auch verschätzen kann.......
 
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Bei uns am Ort gibts ein Neubaugebiet.

Da beschweren sich die Leute jetzt auch, dass zu viele Autos dran vorbei fahren.
Als sie dort vor 5 Jahren die Grundstücke dafür billig gekauft haben, war die Straße aber auch schon da ;)
 
nochmals genau lesen bitte :D in meinem ersten Beitrag steht alles. Es geht nicht um das Verkehrsaufkommen.....

Aber ich gebe dir schon recht: all die Leute die sich ein günstiges Grundstück am Flughafen in Stuttgart gekauft haben beschweren sich nun auch über den Fluglärm
 
Ich hab schon verstanden, dass es um die angebliche Raserei geht.

Diese scheint mir aber doch sehr subjektiv empfunden.

Denn wie soll das bei so einem hohen Verkehrsaufkommen überhaupt möglich sein und warum werden dann tatsächlich so wenige geblitzt, dass sich das Blitzen trotz des hohen Verkehrsaufkommens nicht mal lohnt?
 
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es wurde nur an einem tag in einem zeitraum von einer stunde geblitzt. da kam man wohl statistisch gesehen, keine rückschlüsse schließen.
 
Plutos schrieb:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das vor irgendeinem Gericht standhalten sollte.
Das würde mich auch sehr wundern bzw. da würde mich ein entsprechendes Urteil interessieren. Wenn man sich durch einen Blitzkasten ablenken lässt, ist man ja zunächst mal selbst dafür verantwortlich, würde ich meinen. Ist ja nicht so als würde da jemand mit einer Schreckschusspistole oder so stehen.

Dann könnte man ja auch klagen, wenn man sich durch einen echten Blitzer ablenken ließe :D.
 
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Versuche es doch mal mit einer Radarfallen-Attrappe. So lange diese auf deinem Grund steht und den Verkehr nicht blendet, ist das legal und sehr effektiv.
 
feynman schrieb:
Das würde mich auch sehr wundern bzw. da würde mich ein entsprechendes Urteil interessieren. Wenn man sich durch einen Blitzkasten ablenken lässt, ist man ja zunächst mal selbst dafür verantwortlich, würde ich meinen. Ist ja nicht so als würde da jemand mit einer Schreckschusspistole oder so stehen.

Reicht ja schon, wenn dich deswegen wer verklagt.
Da haste schon genug Ärger am Hals.
 
Also ich würde trotzdem das Landratsamt und den Bürgermeister regelmäßig mit dem Thema konfrontieren. Auch Gemeinderat Mitglieder ansprechen auf das Thema.


Sowie die Zeitung/Medien einschalten.
Sachlich bleiben
 
Hallo zusammen

kurze Rückmeldung an euch

Wir hatten nun ein konstruktives und sachliches Gespräch mit dem Ortschaftsrat. Gekommen sind auch 25 Mitbürger zu dieser sommerlichen Sitzung.
Es gab auch ein "zufälliges" Gespräch die Tage eines der Mitbürger mit dem OB. Dieser hat uns die volle Unterstützung zugesichert - was natürlich zunächst mal schön ist

Dank einer Mitbürgerin eines anderen Landratsamtes haben wir auch zusammen eine Vorgehensweise festgelegt. Es wird ein offizieller Antrag zur Lärmschutzmessung vom Ortschaftsrat an die Stadt geben. Dort wird dann abgestimmt ob ja oder nein - dann sieht man weiter.

Unterschriften haben wir bisher nahezu 500!! gesammelt - enorm für unseren Ort.
Auch wollen wir eine Art "Verein" gründen - mit Protokollführer, Vorsitzendem, Sprecher etc. Es haben sich auch 5 Leute bereit erklärt diese "Führung" zu übernehmen. Denn Fakt ist auch: ohne Struktur und Durchhaltevermögen kommt man nicht voran. Laut OB kann sowas 3 Jahre dauern. Auch wollen wir den ganzen Ort ins Boot holen u.a. durch Infoveranstaltungen.

Daher wollen wir nun die Weichen stellen. Meine Frage: kennt sich jemand mit "Bürgerinitiativen" aus? Was muss beachtet werden (steuerlich etc.) und was darf man und was nicht? Welche Form sollte man wählen?
Oder sollte man das anwaltlich oder über den Steuerberater abklären?

Gruß
 
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@garfunkel74
Ich habe insofern Erfahrung mit Bürgerinitiativen, als dass ich mich eine Weile in Einer beteiligt habe.
Um erfolgreich zusammenzuarbeiten ist mMn folgendes wichtig:
klare Aufgabenverteilung (Website-Beauftragte/r, SprecherIn und Pressearbeit in einer Person, etc.) auf verlässliche Menschen, regelmäßige Treffen, klar strukturierte Flyer/Plakate, Öffentlichkeitsarbeit (z.B: auf Stadtfesten und so weiter).
Ich wünsch Dir/Euch viel Erfolg.
 
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