Master noch nach Bachelor?

ffmdave92

Lt. Commander
Registriert
Okt. 2007
Beiträge
1.117
Hi Leute,


würde mich mal freuen, wenn ihr hier mal über Master bzw. Bachelor diskutiert!
Hat es Sinn den Master noch nachzuholen?

Kann man mit einem Bachelor an der FH noch einen Master an ner Uni nachmachen?
Wenn ja, wird das gleich angesehen wie ein Bachelor und Master an einer Uni?

Was denkt ihr, wie groß der Unterschied beim Master zwischen Uni und FH ist?
Wieviel Mehrverdienst kriegt man durchschnittlich durch einen Master im Gegensatz zum Bachelor?!
 
Also ich würde dir auf jeden Fall raten, den Master gleich nachzuschieben! Das bringt dir später im Beruf bestimmt noch ne Menge!!
Aber an der Uni kannst du den Master wohl nicht machen, wenn du den Bachelor vorher an einer FH gemacht hast!
Wäre ja so, als wenn ich mein Vordiplom an der der FH gemacht hätte (was ja wesentlich einfacher ist!!) und dann auf die Uni "upgegradet" hätte, um dann behaupten zu können, dass ich mein Diplom an der Uni gemacht habe....
 
Erste Studien zeigen bereits, dass die Akzeptanz des Bachelors in der Wirtschaft deutlich unter jener eines ehemaligen Magisters liegt.

Insofern würde ich dir unbedingt Raten, bei bestehender Möglichkeit, den Master auch noch zu machen. Sowohl Einstiegsgehalt als auch Aufstiegschancen werden dadurch besser gestellt.
 
Es macht durchaus Sinn den Master zu machen, der Bachelor allein ist in den meisten Fällen.. naja :-)

Mit einem Bachelor von der FH kann es allerdings Probleme geben "einfach" an einen Masterplatz an einer Uni zu kommen. Ich kenne einige, die nicht an der Uni genommen wurden, weil sie angeblich diese und jene Vorlesung nicht gehabt hätten, oder weil (noch nachvollziehbar) die Note nicht passt etc. etc.
 
mein bruder und meien schwägerin machen beide den master über fernstudium. so kannst du dir 1) ne gute uni raussuchen und 2) weiterhin arbeiten und geld verdienen.
zudem bietet das fernstudium die möglichkeit an einer ausländischen uni zu studieren, die teilweise nen besseren ruf hat als die ein oder andere nicht-elite uni hier in deutschland...
 
Also falls dein Bachelor gut genug ist, kannst du den soweit ich weiß noch an der Uni als Grundlage verwenden um den Master zu machen.
 
RAGEMASTER schrieb:
Aber an der Uni kannst du den Master wohl nicht machen, wenn du den Bachelor vorher an einer FH gemacht hast!

Das ist falsch! Grundsätzlich gilt, dass Dich jeder akademische Abschluss (Bachelor/Diplom/Magister) dazu berechtigt innerhalb der gleichen Domäne (=Fachrichtung) auch Deinen Master zu machen. D.h. hasst Du z.B. ein Diplom FH in Informatik kannst du z.B. einen Master in Wirtschaftsinformatik an einer Uni machen. Je nach Masterprüfungsordnung (die von Institution zu Institution verschieden ist), können jedoch andere Restriktionen gelten. Restriktionen können sein: Mindestdurchschnittsnote (z.B. besser als 2.5 Gesamtnote und Bachelor-Thesis besser als 2.0) und z.B. eine Eignungsprüfung. Losgelöst von der Domäne ist oftmals der MBA (Master of Business Administration) oder der M.Ed. (Master of Education).

Um herauszufinden, wo Du was machen kannst, solltest Du dich auf den HPs der jeweiligen Institute, die einen Master anbieten, über die Upgrade-Bedingungen gut informieren und Dir das Bewerbungsverfahren genaustens anschauen. Eignungsprüfungen finden heute an sehr vielen Instituten direkt statt. Bewirbst Du Dich auf z.B. Master Wirtschaftsinformatik an der Uni Duisburg-Essen, Campus Essen, so hast Du in einer mündlichen Prüfung zu einem gegebenen Thema vor Professoren zu referieren. Zu dieser Eignungsprüfung wirst Du natürlich nur geladen, wenn Deine Bewerbung (Zeugnisse) für sich sprechen!

Anmerkung/Nachtrag: Die Bewerbung fällt f.g. auch an für Studenten, die innerhalb einer Hochschule mit dem Bachelor-Abschluss auf den Master-Studiengang fortwechseln wollen. Allerdings sind hier oftmal die Notengrenzen etwas herabgesetzt.

Warum Du unbedingt den Master (egal ob an der Uni oder an der FH) nachschieben solltest - wenn Du nur ein Bachelor oder Diplom FH hast:
- Du erhälst eine sehr vertieftes Wissen
- Deine Softskills werden im "Hauptstudium" z.B. in Seminaren/Vortragsreihen/etc. weitaus besser und individueller gefördert als im "Grundstudium"
- Du machst später nicht die Arbeit eines "einfachen Sachbearbeiters" (damit meine ich den Durchschnitt; es mag Ausnahmen geben)
- Mit dem Erlangen des Master-Titels steht es Dir frei eine weitere akademische Karriere einzuschlagen (Promotion, etc.)
- u.s.w.

Für Absolventen mit Uni Diplom ergeben sich durch den Master leider keine nennenswerten Vorteile - außer sie gehen ins Ausland, dann kann sich eventuell das eine Semester dran hängen lohnen. Wer aber eh vorhat zu promovieren, für den ist das unerheblich.

Beispielhafte Informationen: http://www.icb.uni-due.de/lehre/studiengaenge/wiinf/
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

also ich stehe auch vor der Frage und denke, das ich nach dem Bachelor den Master noch nachschieben werde.

Ich bin momentan an einer BA und kann sagen, dass du je nach BA/FH auf jedenfall den Master auch an der Uni nachschieben kannst.
Kommt ganz auf deine BA/FH an.

Meine BA ist ab 2009 anerkannte Duale Hochschule und in meinem Bachelorabschluss wird nicht vermerkt, dass es ein BA-Bachelor ist!
Somit haben wir auch keinerlei restriktionen um an einer uni den Master zu machen.

Klar, das die Uni einen gewissen Notenschnitt vorgibt kann passieren.

So wurden wir vom Prüfungsamt informiert.

Gruß
Christian
 
Würde mich auch interessieren, bin schließlich auch zukünftiger Bachelor. An den Master hab ich mich noch nicht so richtig drann getraut, das werd ich wohl noch entscheiden. Aber irgendwie graut mich vor der Entscheidung... zum einen: wenn ichs nicht packe, ist es deprimierend und die Zukunftschancen sehen schlechter aus, wenn ichs erst garnicht versuche werf ich mir das mein leben lang vor ^^
 
XJ-286 schrieb:
Erste Studien zeigen bereits, dass die Akzeptanz des Bachelors in der Wirtschaft deutlich unter jener eines ehemaligen Magisters liegt.
Insofern Schwachsinn, da es in spätestens 3 Jahren nur noch Bachelor-Absolventen gibt.

Ich mach auch schon den Bachelor-Abschluss, die Vorlesungen sind aber noch für die letzten Dipl-Ing. D.h. bis auf das erste Praxissemster hab ich die gleiche Ausbildung gehabt.

Und unsere FH (Hochschule) hat eine Kooperation mit der Uni, an der ein Masterstudiengang weitergeführt werden kann (Notendurchschnitt mit 2.0 und besser vorausgesetzt).
 
Ob Master oder nicht Master wird sicher nicht so entscheident die Karriere prägen, wenn danach nicht noch etwas kommt. Viele Firmen stellen mittlerweile verstärkt Abgänger mit Bachelor ein, natürlich auch, weil Ihnen bald nicht mehr viel übrig bleibt.

Die Frage ist ja, was ein Master für das eigene Studium an Fortschritt bedeutet.
Auf der einen Seite kann ich direkt nach dem Bachelor-Abschluss den Master hängen, um mein Wissen zu verbreitern.

Auf der anderen Seite, und das halte ich persönlich für die interessantere Möglichkeit (je nach Studienfach natürlich), kann auch erst die Berufswahl stehen und im Anschluss, beispielsweise per Abend- oder Fernstudium, eine starke Vertiefung des Wissens in genau diesem Fachbereich.

Letztendlich hängt es auch von Angebot und Nachfrage ab - wenn ich direkt im Anschluss einen guten Arbeitsplatz finde, werde ich natürlich nicht weiter in Vollzeit studieren.

Und was die Zugangsvoraussetzung für die Masterstudiengänge von FH-Absolventen an Unis angeht: Entweder es fehlen Credit-Points (Ich bekomme beispielsweise 180 mit dem Abschluss, 240 bräuchte ich für den Master), es müssen Zusatzprüfungen absolviert werden oder der NC wird extrem hoch gesetzt. Die Master-Studiengänge laufen grad erst an, und die Unis wollen erst einmal die eigenen Studenten unterbringen.
 
len schrieb:
Ob Master oder nicht Master wird sicher nicht so entscheident die Karriere prägen, wenn danach nicht noch etwas kommt. Viele Firmen stellen mittlerweile verstärkt Abgänger mit Bachelor ein, natürlich auch, weil Ihnen bald nicht mehr viel übrig bleibt.

Ähm, nein. Firmen stellen Bachelors ein, weil sie billiger sind als z.B. jemand der ein Diplom/Master hat und für viele operative Aufgabe das Grundwissen, was man dort erlangt hat, auch sicherlich ausreicht. Für viele Firmen (gerade die Beratungsbranche) sind Bachelor-Absolventen in der Regel uninteressant. Das liegt nicht an der fehlender Fachkompetenz sondern hat viel mehr damit zu tun, dass man ungerne zu junge Menschen (21-24 Jahre) auf seine Kunden losläßt. Das Absolventen Alter der Diplom/Master hingegen liegt deutlich höher (25-30 Jahre) und man käuft sich somit doch einen wesentlich reiferen Menschen in seine Firma ein.

Spätestens wenn die Industrie nach Mastern schreit und unsere Regierung mal gescheite Anreize für ein langes Studium schafft (Studiengebühren waren da kontraproduktiv), werden sich auch wieder vermehrt junge Menschen finden, die diesen Abschluss machen. Zur Zeit ist ein Hemmnis die Umstellung von Diplom/Magister/etc. auf Bachelor/Master und natürlich die Einführung der Studiengebühren.

len schrieb:
Die Frage ist ja, was ein Master für das eigene Studium an Fortschritt bedeutet.
Auf der einen Seite kann ich direkt nach dem Bachelor-Abschluss den Master hängen, um mein Wissen zu verbreitern.

Der Bachelor-Studiengang soll ein "breites" Grundwissen schaffen. Mit dem Master-Studiengang wird ein vertiefendes Wissen (Spezialisierung) fokusiert.

len schrieb:
Letztendlich hängt es auch von Angebot und Nachfrage ab - wenn ich direkt im Anschluss einen guten Arbeitsplatz finde, werde ich natürlich nicht weiter in Vollzeit studieren.

Sehr richtig! Man sollte sich immer die Frage stellen, wann sich das ganze rechnet. Ein normaler Student hat glaub ich den Verdienst-Break-Even mit jemanden der eine Ausbildung gemacht hat nach dem 50sten Lebensjahr. Bis dahin hängt im Durchschnitt der Akademiker hinter der Fachkraft.
 
...Regierung mal gescheite Anreize für ein langes Studium schafft (Studiengebühren waren da kontraproduktiv)...
also, wenn da die 1000€ oder wieviel auch immer, jemanden daran hindern, einen master zu machen dann tut er mir leid. schau dir mal an, was du zum teil in anderen ländern für ein semester zahlen musst! oder was eine meisterausbildung kostet!
die 1000€ hast du nach deinem abschluss in ~2 wochen wieder reingearbeitet :D

die sollten eher nicht so knausrig sein mit Bafög etc... und studenten von GEZ befreien! das halte ich für sinvoll.
 
Ich wollte auch erst keinen Master machen, vorallem weil ich dann zum 3. mal Mathe machen muss :freak: aber nach reichlichen Gesprächen mit Personen die im Leben schon einiges erreicht haben bin ich zu dem Entschluss gekommen dies doch zu machen.Ich weissallerdings noch nicht ob ich erstmal nen halbes Jahr arbeite (job hätte ich schon :) ) oder gleich weiter mache. Evtl muss ich so oder so ein 7. Semester an den Bachelor anhängen um meine Bachelorarbeit zu schreiben da es sein kann, dass ich die jetzt nicht mehr einreichen kann :(

Ich würde den Master dringend empfehlen. Persönlich würde ich aber von einer FH nicht an eine Uni wechseln wollen, da mir das jetzt schon alles viel zu theoretisch ist und ich mir gut vorstellen kann, dass es an einer Uni nicht besser wird.


Richard.III schrieb:
Der Bachelor-Studiengang soll ein "breites" Grundwissen schaffen. Mit dem Master-Studiengang wird ein vertiefendes Wissen (Spezialisierung) fokusiert.

Sehr richtig! Man sollte sich immer die Frage stellen, wann sich das ganze rechnet. Ein normaler Student hat glaub ich den Verdienst-Break-Even mit jemanden der eine Ausbildung gemacht hat nach dem 50sten Lebensjahr. Bis dahin hängt im Durchschnitt der Akademiker hinter der Fachkraft.

Das erste kann ich voll und ganz bestätigen. Ich studiere Medieninformatik (Bachelor)
und bekomme leider nur dieses breite Grundwissen, also ich kann von allem ein wenig was mir persönlich etwas stinkt, da ein Kumpel den gleichen Studiengang noch mit Diplom gemacht hat und der hat meiner Meinung nach wesentlich mehr gelernt.

Kannst du mir ganz kurz den Satz mit dem Break-Even erklären.

buuge schrieb:
die sollten eher nicht so knausrig sein mit Bafög etc... und studenten von GEZ befreien! das halte ich für sinvoll.
Naja, wenn du Bafög beziehst, dann musst du auch keine Rundfunkgebühren zahlen :)


MfG Psylo
 
Richard.III schrieb:
Ähm, nein. Firmen stellen Bachelors ein, weil sie billiger sind als z.B. jemand der ein Diplom/Master hat und für viele operative Aufgabe das Grundwissen, was man dort erlangt hat, auch sicherlich ausreicht.
Natürlich, was momentan aber auch in Vorteil sein kann. Wenn ich als Bachelor deutlich früher fertig bin, dann rechnet sich auch ein Einkommensverlust von 2000€ im Jahresgehalt. Ein Bachelor ist eine bessere Ausbildung, das merke ich bei meinem Studium jetzt auch.

Richard.III schrieb:
Der Bachelor-Studiengang soll ein "breites" Grundwissen schaffen. Mit dem Master-Studiengang wird ein vertiefendes Wissen (Spezialisierung) fokusiert.
Absolut richtig, nur unterscheiden sich die hier angebotenen Masterstudiengänge noch stark. Du musst also vorher wissen, ob du Spezialist oder Generalist werden möchtest, was nicht unwichtig für die spätere Karriere ist.
 
Ausbildung lohnt sich immer. Es ist an sich unbezahlbar und kann später über arbeit oder arbeitslos entscheiden. Auch in höheren Berufsregionen. Später nach machen ist immer sehr viel schwerer und meist überlegt man es sich dann doch anders. Das würde ich wenn ich die chance hätte 100pro mitnehmen und mich reinhängen.

Break Even ist wenn sich 2 unterschiedlich pfade an einem Punkt kreuzen. Dieser begriff wird gerne in der finanz Mathemathik verwendet um den Punkt zu nennen ab dem sich eine hohe anfangsinvestition bezahlt macht und man (overall gesehen) ab dem Punkt mehr gewinnt oder einen größeren Votreil auspielen kann als bei dem anderen weg (sorry ultra primitiv erklärt aber ich denke so versteht es jeder).

Gruss Jens
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch ein Nachsatz für die Entscheidungsfindung:

Spaß sollte es machen!

Wer sich schon in seinem Bachelor-Studium unmotiviert zum Abschluss geschleppt hat, für den wird wahrscheinlich das darauf aufbauende Studium auch nicht viel lustiger werden. Es sei denn, er findet im Master-Studiengang genau die Speziallisierungssparte, die ihn richtig interessiert und mit der er sich auch identifizieren kann. Auch sollte jedem klar sein, dass im Master-Studiengang wesentlich mehr Eigeninitiative verlangt wird und gewisse Sachen einfach als Grundwissen vorrausgesetzt werden, Literatur oftmals nicht mehr in Deutsch vorhanden ist, etc.

Hier der Tipp (gerade für Wechsler): Informiert Euch grundlegend über das Internet und setzt euch direkt vor Ort mit den Leuten aus dem Fachbereich und Fachschaft auseinander. Vor "allgemeiner Studienberatung" die von den Universitäten angeboten wird, kann ich leider nur abraten, da diese Institutionen oft nur sehr grundlegende Informationen über alle Fächer haben, die so eine Uni anbietet.
 
@BrOokLyN R!ot ³
danke, ich habe es verstanden. Irgendwie kann ich aber nicht nachvollziehen, dass der Break-Even erst mit 50 sein soll.

Noch ein Nachsatz für die Entscheidungsfindung:

Spaß sollte es machen!

Da hast du recht aber wenn ich mir so anschaue was die im Lehrplan des Masters für meinen Studiengang lehren, dann frage ich mich warum ich das alles zum 2. oder 3. mal machen soll. Wie soll man sich da motiviere wenn alles wiederholt wird?

MfG Psylo
 
DaPsylo schrieb:
@BrOokLyN R!ot ³
danke, ich habe es verstanden. Irgendwie kann ich aber nicht nachvollziehen, dass der Break-Even erst mit 50 sein soll.

Jemand der eine Ausbildung macht, verdient bereits während der Ausbildung (also ab dem 16ten Lebensjahr) echtes Geld. Jemand der ein Diplom-Studium an der Uni macht, sieht erstemals Geld wenn er 24 Jahre (frühstens!!!) alt ist. Bis der durchschnittliche Diplomer diese sieben Jahre (in denen der Ausgebildete schon über 100.000,- Euro einfahren konnte) finanziell aufgeholt hat (unter berücksichtigung von Zinseffekten, etc.) ist er etwa 50 Jahre alt. Irgendwo gab es dazu mal ein exaktes Modell von irgendeiner Bundesanstalt/-ministerium.
 
Zurück
Oben