Medien-PC zum Filmestreaming über Netzwerk

Mushroom111

Cadet 4th Year
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Hallo liebes Forum,

Ich suche seit einiger Zeit einen kleinen PC für das Wohnzimmer um dort Filme zu schauen und wenn möglich noch Downloads mit JDownloader erledigen (mein PC ist mir dafür zu Schade geworden).

Wir hatten vorher immer einen PC der mit einem nervigen HDMI Kabel mit dem Fernseher verbunden wurde. Nun ist der PC einfach recht alt und hängt wirklich schon bei so gut wie jedem Film, ist sehr laut und auch recht unstabil. Mich würde das zwar extrem stören so ein langsames Gerät zu benutzen, aber meinen Eltern macht es derzeit nichts aus also muss dieser zwangsweise nicht ersetzt werden.

Ich dachte nun an folgende Varianten:

Variante 1: Es wird der alte PC ersetzt und der neue PC wird für Office, Streamen und Downloaden (oder vielleicht fürs Downloaden extra einen RPI2?) benutzt.

Vorteile: neuer PC
Nachteile: am teuersten, man kann nicht gleichzeitig PC benutzen und Film schauen, nerviges HDMI Kabel zum Fernseher (oder gibt es da inzwischen was kabelloses und ziemlich verlustfreies?)

Variante 2:Der alte PC bleibt und es wird ein kleiner PC (Nuc, Brix) oder ein RPI2 (reicht der überhaupt?) zum Downloaden und Streamen benutzt.

Vorteile: billiger und zum Downloaden am sparsamsten
Nachteile: alter PC bleibt, PC benutzen und Film schauen gleichzeitig möglich
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Was würdet ihr mir für beide Varianten empfehlen und was ist so der Preisunterschied?

Meine Filme liegen auf einer WD Red 4TB die mit dem Router verbunden ist. Kann von meinem PC problemlos darauf zugreifen. Da wir unten im Wohnzimmer kein LAN haben bräuchte ich bei den Geräten ein WLAN. Wäre Filme Streamen über WLAN problemlos möglich?

Achja die Filme sind alle MKV's 1080p H.264 und DTS/DTS-HD. Wäre schön wenn auch H.265 problemlos laufen würde, auch wenn ich noch kein Material in H.265 besitze, man weiß ja nie was die Zukunft mit sich bringt. Keine Ahnung ob das entscheidend ist, aber der Film mit der höchsten Bitrate in meiner Sammlung hatte 28 Mbps.

Optional wäre es noch toll, wenn man Amazon Prime Video schauen könnte, muss aber nicht.

Danke im Vorraus.

lg
 
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Von der Leistung her reicht der RPi dicke. Habe selber 3 hier laufen mit OpenElec drauf und die packen auch 40GB BluRay ISOs. Ob dein WLan das hergibt ist die andere Frage. Habe 2 mal Edimax EW-7612UAN V2 verbaut. Im Zimmer neben dem Router (leider nur ne FritzBox) ist alles einwandfrei. 2 Zimmer weiter wird gelegentlich gepuffert, in einer Wand verlaufen allerdings auch Wasserrohre, die sind WLAN eher nicht bekömmlich.
 
Um ruhigen Gewissens eine eindeutige Empfehlung auszusprechen fehlen noch zu viele Variablen (nur ein Wiedergabeort? sind die vorhandenen 4TB ausreichend? Wie sieht es ansonsten mit W-LAN´s in der Umgebung aus? usw.) .

Grundsätzlich würde ich aber empfehlen ein zentralisiertes Datengrab(nebst Nebenfunktion als "Saugstation") in Form eines NAS zu nutzen und dann eben anbei die vorhandenen Wiedegabestationen mit Clients in Form von FireTV´s, RBP2´s oder ähnlichem (am besten mit Kodi) zu bestücken.

Wie Harle allerdings bereits schrieb, kann die WLAN Strecke hier ganz schnell zum Verhängnis werden. Hier spielen einfach zu viele Faktoren wie bauliche Gegebenheiten, Entfernung zum Router, weitere Geräte im eigenen Wifi, fremde Netze usw. rein um eine Ferneinschätzung zu ermöglichen.

Mushroom111 schrieb:
Vorteile: neuer PC
Nachteile: am teuersten, man kann nicht gleichzeitig PC benutzen und Film schauen, nerviges HDMI Kabel zum Fernseher (oder gibt es da inzwischen was kabelloses und ziemlich verlustfreies?)

So es denn doch ein neuer Rechner werden soll, kann ich dich dahingehend beruhigen das heute selbst quasi jeder aktuelle Officerechner (so denn mindestens 2 Grafikanschlüsse vorhanden sind) in der Lage ist ganz Problemlos auch einen Codectechnisch aufwändigeren Film darzustellen, ohne das es ein arbeiten nebenher am zweiten Bildschirm merklich ausbremsen würde (in sofern sich die Arbeit nicht gerade im Rendern von Videos und 3D-Animationen oder aber das berechnen von Bitcoins darstellt ;) ).
 
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Also erstmals danke.

Also WLAN haben wir immer Wohnzimmer bei jedem Gerät immer vollen Empfang und auch nie Verbindungsabbrüche.

Die 4TB reichen locker, aber warum ist dies entscheidend?

Wiedergabeort hätten wir 2: Mein PC und eben das bald kommende System. Wäre parallel streamen eigentlich möglich.

Zum Raspberry Pi: Kann ich mit den eigentlich gleichzeitig mit JDownloader laden und Filme schauen? Oder immer nur eins?

Also von der Leistung würde ein Raspberry Pi reichen?
 
Die Frage ob die 4TB reichen war nur anbei. Hättest du da schon gesagt "noch reicht es eben so, allerdings geht es dem Ende zu" hätte ich unumwunden ein NAS empfohlen.

Die Frage mit den 2 zeitgleichen Streams ist ebenfalls nicht ganz eindeutig zu beantworten.
Ich habe eben mal testhalber 3 verschiedene untouched Streifen mit jeweils um 30GB zeitgleich vom NAS aus an unterschiedlichen Clients anlaufen lassen und konnte eine schwankende Bandbreitenlast von gerade mal 8-10MB/s im LAN ausmachen (also eben mal knapp 10% der GBit-Lan-Kapazität). Von der Seite sollte es -eine saubere LAN-Infrastruktur vorausgesetzt- also keine Probleme geben (das W-Lan steht natürlich noch auf einem anderen Blatt).

Viel entscheidender allerdings ist, ob das im gegebenen Fall auch eine einzelne Platte (welche vermutlich über USB am Router hängt (?)) , dies aufgrund ihrer Anbindung, der CPU des Routers und der parallelen Zugriffe auf unterschiedliche Dateiablageorte schultern kann. Hier liest er aus dem Verbund von 5 Platten zeitgleich, so das dies nicht das Problem darstellt.

Ob der PI -für sich gesehen- in seiner aktuellen Revision Streaming dickerer Filme und zeitgleiche Downloads ohne weiteres wegsteckt vermag ich nicht zu beurteilen.
Ich hatte damals einen PI erster Generation und der war CPU Seitig bei dicken Streifen in FHD unter XBMC damit schon mehr als genug beschäftigt als das ich ihm parallel noch hätte andere Aufgaben zuweisen wollen.

Grundsätzlich würde ich für den Kauf eines kleinen NAS (auf dem auch der DL-Client laufen kann) in Verbindung mit Streamingclients an den Wiedergabeorten plädieren.
EinsteigerNAS welche die Erfordernisse mitbringen kommen -ohne Platten- schon teils für unter 100€ daher und FHD taugliche Streamingssticks mit WLAN fangen ebenfalls schon ab ~30€ an .
 
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Also mit 4TB sollte ich eigentlich nie Probleme bekommen. Habe gesehen das es so eine Dockingstation für HDDs gibt, wo auch mehrere reinpassen. Gibt es performancemäßig einen Unterschied zwischen NAS und Dockingstation mit HDDs mit dem Router verbunden? Auch ist es sehr interessant zu wissen das ich meinen DL Client auf einem NAS laufen lassen kann.

Und diese einzelne Platte hängt mit USB am Router. Wäre das Problem mit parallel schauen also gelöst wenn ich ein NAS hätte?

Zum Film schauen wird aber ziemlich sicher ein RPI2 gekauft. Oder einen kleinen Office PC, aber von den Streamingsticks halte ich nicht viel davon.

Wie ist eigentlich Amazon Fire TV mit Kodi im Vergleich zum PI mit openelec?

lg
 
Ja, du kannst so gut wie alle verfügbaren DL-Clients auch auf quasi allen gängigen NAS laufen lassen (wobei es teils nicht direkt vom Hersteller vorgesehen ist, jedoch so gut wie immer auch in diesen Fällen irgendwo ein hilfreiches Tutorial zu finden gibt).
Ich selbst nutze beispielsweise Transmission sowohl auf dem aktuellen EigenbauNAS auf Basis NAS4Free, als auch vorab auf dem FertigNAS von Zyxel.

Da die Platte bei dir am USB-Port des Routers hängt, wird eben diese Anbindung am ehesten zum Flaschenhals. Mit einem NAS bist du zumindest dieses Problem in jedem Fall ebenfalls los. Mit dem parallel schauen mehrerer Streams an unterschiedlichen Clients sähe ich dann kein Problem mehr.

Zum FireTV kann ich sagen, das ich hier ebenfalls einen (Box Version) mit Kodi im Betrieb habe und sehr zufrieden bin. Auch 50GB Untouched Streifen in 3D und mit DTS-HD stellen keine Herausforderung dar.
Einen Vergleich mit dem Pi auf Basis Openelec habe ich jedoch nicht (habe den Pi damals nur mit XBMC genutzt).

Eine Alternative Überlegung zum abspielenden Client wäre es einen aktuellen BD-Player zu holen, welcher ebenfalls Wiedergabe aller Formate via DLNA und/oder Netzwerkfreigaben unterstützt.
Wenn man ohnehin mit einem neuen BD-Player liebäugelt wäre dies vielleicht sogar mittlerweile die beste Wahl.
Beide bei mir im Einsatz befindliche BD-Player haben -ohne von mir deshalb ausgewählt worden zu sein- bereits die Funktion mit an Bord selbst Breitbandigste Streifen + 3D beanstandungslos sauber aus dem LAN streamen zu können (der eine via DLNA, der andere neben DLNA zusätzlich auch über einfache Netzwerkfreigabe).
 
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Ich habe neben den 3 RPi 2 ein Amazon Fire TV der ersten Generation mit Kodi. Wiedergabetechnisch null Unterschied. Beim FireTV kann man natürlich aufgrund der Mehrleistung andere Skins nutzen die ordentlich was hermachen, darauf würde ich beim RPi definitiv verzichten.
 
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