Mehrere Analogtelefone und VOIP?

Hypeo

Lt. Commander
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Hallo,

durch den neuen IP-Anschluss der Telekom muss ich jetzt alles auf VOIP umstellen.
Jeder in unserer Wohnung hat eine eigene Nummer samt Splitter-Buchse im Zimmer. Diese sind alle in Reihe geschaltet und laufen an einem Kabel zusammen. (Sind nicht mit der TAE vom Anschluss verbunden)

Jetzt stellt sich die Frage, ob es möglich ist, mit einem Adapter diese Anschlüsse alle per VOIP einbinden zu können.
Ich habe dazu schon den Cisco SPA112 gefunden, welcher 2 Telefone parallel umwandeln kann.
Jedoch frage ich mich, ob es auch möglich ist, mehrere Nummern an Analogtelefone zu verteilen, welche in Reihe geschaltet sind.


Die teure Alternative dazu wäre, für jeden ein VOIP Telefon zu kaufen und in jedes Zimmer einen Switch zu stellen, da jedes Zimmer nur einen LAN-Anschluss hat. Dann wären die Splitterdosen nutzlos.
 
1. Was ist eine Splitter-Buchse im Zimmer?
2. Mehrere Nummern an Analogtelefone zu verteilen, welche in Reihe geschaltet sind ist unmöglich (im Gegensatz zu ISDN...).
 
Robo32 schrieb:
1. Was ist eine Splitter-Buchse im Zimmer?
2. Mehrere Nummern an Analogtelefone zu verteilen, welche in Reihe geschaltet sind ist unmöglich (im Gegensatz zu ISDN...).
Habe eben auch beim Googlen gesehen, dass das ISDN ist, wenn es in Reihe ist. Sorry. Bin Neuling in dem Gebiet.

Zu 1: Die ganz normalen Buchsen für Telefone.

Wenn das ISDN ist, dann brauche ich doch nur ein neues ISDN Gerät, richtig?
Sowelche gibt es auch schon für VOIP denke ich mal. Welche Marke ist da empfehlenswert? Brauche nur 4 Anschlüsse.
 
Du brauchst nur einen Router der VoIP kompatibel ist und ISDN kann - deine Telefone müssen schon ISDN sein wenn sie in reihe mit eigenen Rufnummern geschaltet sind und den Router bekommst du vom Provider (falls es deiner nicht schon kann...).

Poste einfach die genaue Bezeichnung von deinem Router (es sei den du hast noch einen NTBA) und die der Telefone (bei schnurlosen die Bezeichnung der Basisstation).
 
@Otto2012
Stimmt, allerdings müssen dann auch alle in Reichweite der FRITZ!Box sein...
 
Da wir gerade erst einziehen, ist noch gar nichts vorhanden. Deshalb sind meine Informationen auch etwas ungenau, da ich das so erzählt bekommen habe.
Der Router besitzt ausschließlich LAN Schnittstellen und in der Software ist ebenfalls keine VOIP-Funktion. Lediglich für QOS brauche ich den in der Hinsicht noch. Ist der neue kleine von Ubiquiti.
Ansonsten ist noch ein Switch im Repertoire und das ist es an Netzwerk-Hardware zurzeit.
Da ich für ISDN sowieso ein weiteres Gerät benötige und die Telefone keine ISDN Modelle sind, macht es denke ich sowieso keinen Sinn, hier weiter zu gehen.
Dadurch, dass ich sowieso neue Telefone brauche und für ISDN noch das Gerät benötige, bin ich denke ich nicht unter den Kosten für VOIP. Was dann sowieso weniger Probleme verursacht, ohne Adapter usw.

Ich danke euch für eure Hilfe!
Ergänzung ()

Die Telefone können leider kein dect.
 
@robo: DECT schafft aber ~40m in Gebäuden, das müsste schon ne sehr große Wohnung sein...
 
Optimist... - DECT Messungen gehören zu meinem Job und es kann auch schon nach 10m zu ende sein - vor allem Stockwerkübergreifend (bisheriger Rekord war <1m... - zugegeben keine Wohnung).
 
Also wenn man nicht in einem Stahlbeton-Bunker oder einer Burganlage mit meterdicken Wänden ist, dann sind 30-40m schon realistisch.

Mag natürlich auch Ausnehmen geben...

LG Bam
 
Irgendwie bin ich gerade verwirrt. Hier werden so ziemlich alle Begriffe im Umfeld von Telefonanschlüssen rausgehauen ohne Luft zu holen. ISDN, analog, VoIP, aber dann gibt's irgendwie doch noch nichts, weil man gerade erst einzieht.

@Hypeo: Bitte schreib mal auf welche Telefone du konkret hast und welches Modem bzw. welchen Router du verwendest. Ein Ubituiti-Router ist zB ein reiner Netzwerkrouter. Der hat kein Modem und kein VoIP, weil es ein "richtiger" Router ist. Fritzboxxen und Co sind All-In-One-Geräte, quasi Modem-Firewall-AccessPoint-Router. Es bringt nichts, wenn du jetzt losrennst und dir irgendwelche Telefone kaufst, wenn das am Ende gar nicht so funktioniert wie du denkst. ISDN-Telefone sind zB nicht mehr zeitgemäß (und analoge schon gar nicht, wenn ihr mich fragt). Wenn du aber in den Zimmern nur TAE-Dosen hast, bringt dir ein ISDN-Telefon eh nix, weil du es dort weder steckertechnisch noch elektrisch anschließen kannst. Daher sollte erstmal die Ausgangssituation vollständig geklärt sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Raijin
Aus dem Grund habe ich auch den Ubiquiti geholt ;)

Das Problem ist:
Die ISDN Leitung, sowie die LAN-Kabel sind vorhanden.
Jetzt kann ich entweder direkt ein VOIP Telefon an die LAN Buchsen anschließen (benötige aber einen Switch pro Telefon bzw. Raum) oder die ISDN-Leitung nutzen, und die VOIP-Umwandlung dann mit einem (oder zwei, wenn man kein Gerät findet, dass gleichzeitig ISDN und VOIP kann) Gerät am Ende der ISDN-Leitungen machen zu können.

Also in beiden Fällen VOIP. Es stellt sich bloß die Frage, ob es sich eher lohnt, direkt VOIP zu verwenden oder den Umweg über die vorhandene ISDN-Leitung zu gehen.
Und da die Telefone nicht ISDN-tauglich sind, hat sich die ISDN-Lösung im Lauf des Threads ausgeschlossen.

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie ich weiter vorgehe.

Ich habe jetzt vor, die Lösung mit Switch + neues VOIP-Telefon jeweil zu verwenden.
Alternativ bin ich noch auf die Idee gekommen, dass man vielleicht über WLAN VOIP realisieren könnte. Aber die FritzFons und Speedport Modelle fallen schon weg, da sie an die Kombi-Geräte gebunden sind. Ansonsten habe ich bisher nichts gefunden, das preiswerter wäre als Telefon + Basis.

Wenn ich DECT Geräte hätte (egal ob jetzt gebraucht oder ein zusätzliches Mobilteil ohne Basis, das man preiswert bekommt), welche Möglichkeit hätte ich dann? Kann ich DECT-Geräte, die nicht zu einer der neuen VOIP Serie von sage ich mal Gigaset gehören trotzdem verwenden?
 
Zuletzt bearbeitet:
Du brauchst vermutlich einen Annex-J-fähigen Router für einen splitterlosen VDSL-Anschluss. Frag bei der Telekom an ob du Annex-J bekommst.

Für ISDN-Geräte passt fast nur die FritzBox 7490, ohne ISDN gehen auch die von der Telekom empfohlenen Speedports.

Die Telefone sdhließt du über DECT direkt an den Router an und ordnest einzelne Nummer zu oder du benutzt ein Gigaset DX600A oder DX800A mit Dectmobilteilen, die du im Gigaset verwaltest. Das Gigaset DX600A wird per So-Bus an den ISDN-fähigen Router angeschlossen. Das DX800A über So Bus oder über LAN (das DX800A ist auch ein IP-Telefon).
Ergänzung ()

Zu deiner letzten Frage: an einen DECTfähigen Router müsstest du jedes gängige AnalogDECTTelefon anschließen können.

Robust ist z.B. das Gigaset E49H (wenn auch nicht schön). Die kriegst du gut bei eBay (auf Ladeschale mit Ladegerät achten, wird oft nicht mitverkauft oder ist defekt).

Bei Router auf VDSL (wenn du mehr als 16 MBit/s bekommst), auf Annex-J-Fähigkeit achten (falls du einen Annex-J-Anschluss bekommst: bei der Telekom nachfrage!!! (bis 16 MBit/s üblich), sonst Annex-B (ab VDSL also ab 25 MBit/s üblich und gängiger als Annex-J))
Ergänzung ()

Beim Router muss man noch drauf achten, wieviele (externe) Nummern verwaltet werden können und wieviele DECT-Geräte verwaltet werden können. Fritzbox 7490 schafft weit über 10 externe VoipNummern.
 
VoIP via WLAN ist keine gute Idee. Da VoIP hohe Anforderungen an die Netzwerkanbindung stellt, ist WLAN keine gute Wahl. Im Zweifelsfalle brechen die Gespräche regelmäßig ab, mal nach ein paar Minuten, mal nach wenigen Sekunden. Eben immer genau dann, wenn im WLAN ein kurzer Hänger ist. Es kann funktionieren, aber das ist mit Vorsicht zu genießen und kann sich ändern sobald der Nachbar-Router automatisch den Kanal wechselt, weil ihm danach ist..

DECT-Telefone direkt am Router sind ebenfalls suboptimal. Man verliert dadurch in der Regel die Zusatzfunktionen der Telefone. Dazu zählen zum Teil auch Telefonbuch und Anruflisten. Im DECT-Standard sind nur die Sprachdaten standardisiert und für erweiterte Funktionen kocht jeder Hersteller sein eigenes Süppchen.

Die Speedports beherrschen den neuen Cat-iq 2.0 Standard. gemau wie die Speedphones. Deswegen sind bei dieser Kombination alle Funktionen verfügbar. Es gibt aber kaum Alternativen am Markt, die ebenfalls diesen Standard können. Soweit ich weiß gibt es neuerdings ein Gigaset, das das ebenfalls kann. Das wäre also eine Alternative zu den Speedphones, die man direkt an einem Speedport nutzen kann.

Meinen Recherchen zufolge funktionieren allerdings Fritzboxxen und Gigasets recht gut zusammen. Da sollen wohl auch Telefonbuch, Anruflisten, etc. funktionieren. Das ist allerdings ohne Gewähr, weil die Routerhersteller grundsätzlich sagen, dass "erweiterte Funktionen nicht garantiert werden können".

Bei meinen Eltern stand ich vor einem ähnlichen Problem. Ich habe mich gegen Speedphones o.ä. entschieden und stattdessen ein Gigaset C430A IP mit insgesamt 5 Mobilteilen +1 altes Gigaset-Mobilteil aus nem ISDN-Set, also Maximalausstattung. 2 der 6 Mobilteile sind auf die beiden anderen MSNs eingestellt, das lässt sich ganz easy am Mobilteil einstellen. Man braucht in dem Falle also nur einen LAN-Anschluss wo man die Basis anklemmt. Die Basis ist im ürigen separat und ohne integrierte Ladeschale wie sonst üblich. Also eine Art DECT-Access Point mit VoIP ;) Mit 5 Mobilteilen habe ich insgesamt ca. 210€ beahlt
 
Raijin schrieb:
...und stattdessen ein Gigaset C430A IP mit insgesamt 5 Mobilteilen +1 altes Gigaset-Mobilteil aus nem ISDN-Set, also Maximalausstattung. 2 der 6 Mobilteile sind auf die beiden anderen MSNs eingestellt, ...

Was auch die beste Wahl gewesen ist, da DECT und WLAN sich "ein wenig" stören und daher nicht in ein Gerät gehören (abstand von >2m wird empfohlen).
 
Raijin schrieb:
Bei meinen Eltern stand ich vor einem ähnlichen Problem. Ich habe mich gegen Speedphones o.ä. entschieden und stattdessen ein Gigaset C430A IP mit insgesamt 5 Mobilteilen +1 altes Gigaset-Mobilteil aus nem ISDN-Set, also Maximalausstattung. 2 der 6 Mobilteile sind auf die beiden anderen MSNs eingestellt, das lässt sich ganz easy am Mobilteil einstellen. Man braucht in dem Falle also nur einen LAN-Anschluss wo man die Basis anklemmt. Die Basis ist im ürigen separat und ohne integrierte Ladeschale wie sonst üblich. Also eine Art DECT-Access Point mit VoIP ;) Mit 5 Mobilteilen habe ich insgesamt ca. 210€ beahlt
Diese Lösung gefällt mir.
Konntest du dem alten Mobilteil auch eine MSN zuweisen? Würde mir dann nämlich nur ein Mobilteil dieser Serie holen, um alles einzurichten.
Haben das Telefonbuch und der Anrufbeantworter auch mit dem alten Mobilteil funktioniert?
Warst du mit der Sendeleistung und dem Empfang der Basis zufrieden?


Zum Anschluss:
Ob es Annex-J ist, weiß ich nicht. Das muss ich nachfragen.
Danke für den Hinweis! Das Modem ist Annex-J kompatibel. Jedoch weiß ich nicht, ob es im Annex-J Modus läuft. Darauf habe ich bisher nicht geachtet.
 
AW: Mehrere Analogtelefone und VOIP

Eine Zuweisung der MSN an ein altes Mobilteil ist keine Thema. Hab bei mir selbst zwei analoge Telefone an der Basis hängen, das funktioniert problemlos.

Das Telefonbuch nutze ich nicht zentral, kann ich nichts zu sagen. Aber zumindest der Anrufbeantworter bzw. drei davon sind bei mir in der Basis integriert, und springen ja über die Nummer an. Entsprechend sollte das unabhängig vom Mobilteil sein. Wie es mit der Signalisierung vom AB ist kann ich nicht beantworten, da ich keinen AB in der Basisstation nutze, sondern den Netz-AB der Telekom. Diese lässt sich aber zumindest am mitgelieferten Telefon auch einbinden, sprich er signalisiert das Vorhandensein von Nachrichten direkt am Mobilteil. Gleiches gilt für Anrufe in Abwesenheit ohne AB-Nachricht oder sofern dieser noch nicht angesprungen ist. Das wird mir direkt am neuen Mobilteil angezeigt, allerdings nur auf diesem. Die beiden alten Mobilteile zeigen es nicht an, obwohl beide das grundsätzlich können, und auch vom gleichen Hersteller sind. Aber hier würde ich unterstellen, dass die maximale Anzahl an Funktionen nur mit neuen Mobilteilen gegeben ist.
 
AW: Mehrere Analogtelefone und VOIP

flo222 schrieb:
Eine Zuweisung der MSN an ein altes Mobilteil ist keine Thema. Hab bei mir selbst zwei analoge Telefone an der Basis hängen, das funktioniert problemlos.

Das Telefonbuch nutze ich nicht zentral, kann ich nichts zu sagen. Aber zumindest der Anrufbeantworter bzw. drei davon sind bei mir in der Basis integriert, und springen ja über die Nummer an. Entsprechend sollte das unabhängig vom Mobilteil sein. Wie es mit der Signalisierung vom AB ist kann ich nicht beantworten, da ich keinen AB in der Basisstation nutze, sondern den Netz-AB der Telekom. Diese lässt sich aber zumindest am mitgelieferten Telefon auch einbinden, sprich er signalisiert das Vorhandensein von Nachrichten direkt am Mobilteil. Gleiches gilt für Anrufe in Abwesenheit ohne AB-Nachricht oder sofern dieser noch nicht angesprungen ist. Das wird mir direkt am neuen Mobilteil angezeigt, allerdings nur auf diesem. Die beiden alten Mobilteile zeigen es nicht an, obwohl beide das grundsätzlich können, und auch vom gleichen Hersteller sind. Aber hier würde ich unterstellen, dass die maximale Anzahl an Funktionen nur mit neuen Mobilteilen gegeben ist.
Perfekt.
Ich werde das bei mir jetzt so machen wie du es gemacht hast.
So wie ich das hier lese, braucht ja auch nur für die eine Basis einen LAN Anschluss, d.h. ich muss nicht für jedes Zimmer einen Splitter + Basis holen.
Nur eine Ladeschale mit Mobilteil für jeden.

Was den Empfang angeht, werde ich erstmal nur mit Basis + 1 Mobilteil testen, ob es so funktioniert. Aber eigentlich dürfte das kein Problem sein, weil Wlan in dem Bereich selbst bei provisorischem Mini-AP problemfrei ist. Wobei das natürlich nichts heißen muss.
 
Genau, nur die Basis braucht LAN. Damit bist du auch sofern du das in jedem Zimmer hast flexibel was die Positionierung angeht. Bei uns steht die Basis im mittleren Stockwerk und funktioniert sowohl nach oben als auch nach unten perfekt. Spart einen zusätzlichen DECT Repeater.

Musste nur anfangs etwas mit QoS spielen, hier hab ich dem Port der Basis höchste Priorität eingeräumt, da sonst die Telefonate zu Beginn abgebrochen sind. Mit höchster Prio war das dann auch kein Thema mehr.
 
Das Telefonbuch liegt auf den Mobilteilen. Das heißt man stellt es einmal zusammen und kann es an die übrigen Mobilteile senden. Bei den neuen ging das 1a, aber mit dem alten hab ich es nicht ausprobiert, weil das Telefonbuch dort ja schon eingestellt war. Ansonsten klappt eigentlich alles, zB auch die Anrufliste.
 
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