Militärflugzeug mit WLAN Störsender?

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Fleet Admiral
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Hallo Leute,
gut möglich, dass das Thema hier nicht her gehört, aber wohin sonst?
Dachte, ich eröffne hierzu mal ´nen Thread, da ich beim googeln nicht fündig geworden bin.

Wie der Titel sagt, habe ich zuweilen ein Problem mit dem WLAN.
Ich lebe in MV und hin und wieder fliegt ein Flugzeug - wahrscheinlich von der Bundeswehr - über meinen Wohnort.
Ich habe meinen PC per WLAN verbunden und merke einen steigenden ping, wenn das Flugzeug gerade mal wieder in der Luft ist. Wenn es mal etwas tiefer fliegt, verliere ich den Empfang gänzlich - ein Freund von mir (im selben Dorf) hat das selbe Problem. Ein anderer Freund von mir, der ein paar Dörfer weiter lebt, hatte auch so ein Problem: Er ist per LAN angeschlossen, und hatte zum Zeitpunkt Empfang, während sich seine per WLAN angeschlossene Mutter schon gefragt hat, ob ihr Sohn an der WLAN Box rumgespielt hat.
Das ganze passiert meist nur ein mal die Woche und geht nur weniger Minuten, stört also nicht sooo doll.
Aber, rein aus Interesse, würde ich mich freuen, wenn Jemand etwas näheres zum Flugzeug weis.
 
Wenn das Wlan im 5 Ghz funkt kann das durchaus sein.
W-Lan ist im 5Ghz Bereich nur Sekundär Nutzer, Primär Nutzer ist Radar.
Wenn das Flugzeug ein aktives Radar an Board, hat, kann das dein Wlan stören.
http://www.wlan-skynet.de/docs/richtfunk/radar.shtml
 
Interessant wäre erstmal zu wissen wieviele Menschen in eurem Dorf leben und über was für ein Flugzeug wir reden. Im Moment halte ich den militärischen Flugbetrieb nämlich für nicht verantwortlich.
 
ca. 150 Einwohner (Pankelow, südöstlich v. Rostock, andere nahe Dörfer sind aber auch betroffen). Ob das Flugzeug militärisch ist, weis ich nicht. Es hat aber eine Scheibe (wahrscheinlich schon eine Radarscheibe) auf dem Dach.
Zu bemerken ist aber, dass ich 2,5 Ghz nutze.
Vielleicht testet die Bundeswehr neue Funksysteme?
 
Vermutlich ne E-3 Sentry, wobei die eigentlich hier in der Nähe von Aachen stehen aber da Deutschland keine eigenen AWACS mit Radom auf dem Dach hat...
Der fette Radom kann natürlich auch dein 2,4 Ghz Wlan stören...
http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing_E-3#Technische_Daten
 
Geilenkirchen um genau zu sein. Aber in der Höhe in der die für gewöhnlich operieren, dürften die kein WLan in Kleinstdörfern stören.
 
lufkin schrieb:
Der fette Radom kann natürlich auch dein 2,4 Ghz Wlan stören... [/URL]

Wiki sagt, das Ding hat ´nen Frequenzbereich von 2-7 GHz. Das wäre also eine Möglichkeit.
@Noxiel
Mal fliegt das Flugzeug tiefer, mal höher. Wenn es höher fliegt, wird mein Netz gestört, wenn es tiefer fliegt, ist es weg.
Aber was meinst du mit
Geilenkirchen um genau zu sein.
?
Ergänzung ()

nochmal nachgefragt. Die Boeing E3 ist höchstwahrscheinlich das Flugzeug.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geilenkirchen um genau zu sein.
Das galt @lufkin, Geilenkirchen liegt bei Aachen und ist Standort der Bundeswehr (heute noch?, weiss ich nicht)
ermutlich ne E-3 Sentry, wobei die eigentlich hier in der Nähe von Aachen stehen aber da Deutschland keine eigenen AWACS mit Radom auf dem Dach hat..
In Weeze hatten die Amis auch jede Menge davon stationiert. Sah immer geil aus wenn die hochgingen mit den ganzen Schirmen auf dem Buckel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geilenkirchen ist der Heimatflughafen der Awacs. Das meinte ich. Und diese Awacs fliegen nie unter Flugfläche 100. Also in rund 3 Kilometern Höhe. Es würde mich wundern, wenn du da einen Unterschied in der Höhe erkennst. ;)
 
Der bzw. die AWACS Luftaufklärer der NATO sind auf der Nato-Airbase Geilenkirchen bei Geilenkirchen (Ja, das Kaff heisst wirklich so) in der Nähe von Aachen stationiert.

Ab und an treibt sich da der ein oder andere Flieger von denen auch bei Rostock-Laage rum.
 
Als ich bei den Marinefliegern in Nordholz war (Grundwehrdienst) war auch mal eine von denen da.
War glaub ich zu ner Übung über der Nordsee unterwegs und hat nen Abstecher zu uns gemacht, hin und wieder kam auch mal n Tornado oder ne Phantom vorbei.
Hätte mich fast mal zu Tode erschreckt, als ich mit nem Bulli auf unserer Rundstraße neben der Bahn unterwegs war und n Tornado nen Touch and Go gemacht hat.
Wir haben den erst bemerkt als der genau auf unserer Höhe mit Nachbrenner durchgestartet ist.... schön laut :)
 
Nur mal so am Rande, nen Radar soll nicht aufklären was unter dem Flugzeug liegt, sondern möglichst weit in der Horizontalen. Je größer die Flughöhe desto weniger Auswirkungen kannst du haben. Aber vielleicht verfolgen ja die bösen Amis mit nem satellitengestützten Radar das Flugzeug und du leidest dann unter deren Störstrahlung...
 
aranax schrieb:
Nur mal so am Rande, nen Radar soll nicht aufklären was unter dem Flugzeug liegt, sondern möglichst weit in der Horizontalen.

Die Awacs soll genau das. Aufklären was sich unter der Maschine befindet und das in einem sehr großen Umkreis.
 
Noxiel schrieb:
...unter...in einem sehr großen Umkreis.

Du würdest mir also zustimmen, dass nicht so sehr in der Vertikalen, sondern der Horizontalen aufgeklärt werden soll? Die Abstrahlung direkt unter dem Flugzeug also minimal sein sollte?

Ich würd eher die billige Mikrowelle in Betracht ziehen...
 
Das ca. 3,6 Tonnen schwere AN/APY-1-Suchradar dominiert die Silhouette der E-3. Es ist in einem großen Radom 3,35 m über dem Rumpf untergebracht, welcher einen Durchmesser von 9,1 Meter und eine Dicke von bis zu 1,8 Meter aufweist. Das System kann Luftziele aller Art (unter anderem Kampfflugzeuge, Hubschrauber und Marschflugkörper) erfassen und verfolgen, auch wenn diese sehr niedrig fliegen (Tiefflug) oder nur über einen geringen Radarquerschnitt verfügen. Auch Schiffe auf See können aufgeklärt werden, wobei diese Fähigkeit erst mit der APY-2-Variante voll integriert wurde. Die Antenne wird im Azimut durch Rotation mechanisch ausgerichtet, in der Elevation elektronisch (28 Phased-Array-Antennen auf Ferrit-Basis).

Die Awacs sind nicht ausschließlich zur Fernaufklärung konzipiert, die Dinger sehen quasi alles, egal ob vor, hinter oder unter ihnen.
 
Dann versteh doch auch bitte dein Zitat. Wenn die Antenne über dem Rumpf montiert ist, hat man schon konstruktionstechnisch nur geringen Wert auf Radarabdeckung unterm Flugzeug gelegt. Auch die Antennenkonstruktion ist doch klar auf horizontale Abstrahlung ausgelegt (Richstrahler undso - letzter Satz vom Zitat).

Die Abstrahlung (direkt) unterm Flugzeug sollte am geringsten sein!
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke das wurde abgedeckt mit der Abstrahlung, die Wellen überlagern sich doch ein paar Meter unter dem Flugzeug wieder. Warum sollten die Awacs mit einem riesen toten Winkel fliegen? Dann steht ja im Text noch etwas von Ausrichtung.

Was aber auch sein könnte, sind E-Bikes, die Dinger können Wohl massivst Frequenzen beeinflussen, zumindest kam das erst vor kurzem im Radio (aus diesem Grund sind wohl 7/8 durch den Test gefallen) In wie weit das möglich sein kann, mag ich allerdings nicht beurteilen
 
aranax schrieb:
Die Abstrahlung (direkt) unterm Flugzeug sollte am geringsten sein!
Ich glaube nicht, dass sich die Militärs viel Geld für ein Aufklärflugzeug ausgeben würden, dass nur Horizontale oder höher liegende Objekte erfassen kann. Glaubst du etwa, dass es praktisch wäre die Riesenantenne unter dem Flugzeug anzubringen?:freak:
Möglich, dass direkt unter dem Flugzeug ein kleiner toter Winkel ist, aber wenn, dann wahrscheinlich wirklich nur minimal.

ThomasSilent schrieb:
Was aber auch sein könnte, sind E-Bikes, die Dinger können Wohl massivst Frequenzen beeinflussen, zumindest kam das erst vor kurzem im Radio (aus diesem Grund sind wohl 7/8 durch den Test gefallen) In wie weit das möglich sein kann, mag ich allerdings nicht beurteilen
Davon wusste ich noch nichts. *google*
Aber in meinem Fall sind die Störungen wirklich mit einem Flugzeug zu begründen.
 
Awacs fliegen bei ihren Missionen generell in Kreisen am Himmel. Alles andere würde auch keinen Sinn machen. Allein durch die Höhe in der sie operieren gibt es unter den Awacs keinen toten Winkel in dem sich Ziele aufhalten könnten.

Und für das WLan Problem wird die Awacs eher nicht verantwortlich sein. Eher die angesprochene Mikrowelle bzw. ein vorbei düsendes Pedelec.
 
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