Mononatriumglutamat - Chemisch vs. Natur

Timdaroxxa

Lieutenant
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Hey,
foglende Diskussion zwischen mir und meinem Vater:

Ich: Mononatriumglutamat, welches chemisch hergestellt wird, ist genau das selbe wie natürliches.
Vater: Nein. Natürliches ist nicht so schädlich für den menschlichen Körper.
Ich: Doch!
Vater: Nein!
Ich:DOCH!
Vater: NEIN!


Ungefähr so lief das. Nun würde ich gerne wissen, wer hat Recht? Bzw. wie wird Mononatriumglutamat hergestellt? Natürlich kommt es ja z.B. in Soja vor. Was heißt hier chemisch bzw. gibt es das überhaupt.

Gruß Tim
 
Solange beides Mononatriumglutamat ist, sind natürlich die chemischen Bestandteile identisch und damit auch die Wirkung. Möglicherweise gibt es aber unterschiedliche chemische Strukturen, die dann unterschiedlichen Wirkungen haben können (davon seh ich aber bei Wikipedia nichts).

Evtl. kommt es in der Natur - im Gegensatz zu künstlich herggestelltem, reinem Glutamat - auch nur in Verbindung mit anderen Stoffen vor, die irgendeine schädigende Wirkung verhindern/reduzieren.
 
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Das Zeug ist chemisch so genau definiert das es eigendlich kein unterschied gibt.
Ich weis auch nicht was daran schädlich sein soll.

Ps: Mir fellt gerade ein das fast immer mindestens ein Amiosäuren ein chirales C-Atom hat. Stellt man so war syntetisch her entsteht ein Razemat (1 zu 1; Links- zu rechtsdrehend). Bei herstellung mit Enzymen entsteht nur eins von beidem. Dieses kann der Körper meist nur verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
möglich ist auch, dass das natürliche einfach nicht so hoch in lebensmitteln dosiert ist wie künstliches. Wer weiß, ob es überhaupt schädlich ist. ich denke, dass glutamat ein stoff ist der psychisch abhängig macht, wie zucker und daher die leute krank machen kann da sie so mehr fleisch etc. essen.
aber das ist jetzt einfach nur so dahingeschrieben und nicht mit irgendwelchen quellen hinterlegt...
 
Handelt es sich hier um den Geschmacksverstärker? Das Zeug ist natürlich recht umstritten (Chinasyndrom) und wenn es angereichert in Nahrungsmitteln verwendet wird, dann kann man den Standpunkt von Papa schon vertreten.

Grunsätzlich würde ich aber sagen, verhält es sich ähnlich wie bei Ascorbinsäure und nat. Vitamin C. Dem Körper ist es wurst, ob ein synthetisches Produkt verwendet wird. Die Menge macht den Unterschied und ist ausschlaggebend für die Schädlichkeit.
 
Es gibt schon Unterschiede, ob man natürliches oder chemisch-künstliches nimmt. Der reine Stoff für sich allein betrachtet macht keinen Unterschied. aber bei natürliche Quellen sind neben dem Stoff auch immer Begleichstoffe dabei, welche die Wirkung beeinflussen. So weiß man wenig bis nichts, ob Vitamin-C mit seinen Begleitern aus natürlichen Quellen sich anders verhält als reine Ascorbinsäure, die ja sogar als Konservierungsmittel auf Pizzen liegt.
 
roWing schrieb:
Ps: Mir fellt gerade ein das fast immer mindestens ein Amiosäuren ein chirales C-Atom hat. Stellt man so war syntetisch her entsteht ein Razemat (1 zu 1; Links- zu rechtsdrehend). Bei herstellung mit Enzymen entsteht nur eins von beidem. Dieses kann der Körper meist nur verwenden.
Nicht ganz richtig. Auch die künstliche Synthese kann asymmetrisch erfolgen (großes Forschungsgebiet), sodass nur ein Enantiomer entsteht. Oder man trennt das Racemat, was die Ausbeute allerdings um 50% erniedrigt.
Gerade bei Duftstoffen und Medikamenten ist es enorm wichtig, auch über die technische Synthese nur ein Enantiomer zu erhalten, da das andere meist völlig anders riecht bzw. giftig ist im Gegensatz zum gewünschten Wirkstoff.
 
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