Ok, ich möchte Deinen Enthusiasmus nicht zügeln, es ist schön wenn Du so viel Begeisterung an etwas findest, wie dem Schnitt von Videomaterial (bei mir kam dieser Geistesblitz sehr [zu?] spät). Doch rate ich Dir nochmals, lass es langsam angehen, verlange nicht zuviel am Anfang. Wie gesagt, Effekte sind nicht alles, lerne erstmal die grundlegenden Dinge des Schnittes. Dafür kannst Du ja die oben genannten Links benutzen, vor allem das DigitalVideoschnitt-Forum.
Nun zu Deinen Fragen:
1. Mit Sony Vegas hab' ich wenig bis keine Erfahrung, sodaß ich Dir nicht sagen kann, ob es für Anfänger geeignet ist.
Was ich Dir aber sagen kann, ist, daß die meisten Schnittsysteme ähnlich aufgebaut sind. Also wenn Du schon einige Jahre an Schnitterfahrung auf dem Buckel hättest, dann wirst Du Dich in fast jedem Schnittsystem zurecht finden. Es kommt eben immer auf die Ansprüche an. Und an dieser Stelle nochmal der Rat: Lade Dir am Anfang nicht zuviel auf und beginne mit den Basics.
Bestätigen kann ich übrigens, daß viele "Demo-Movies" mit Vegas geschnitten sind, also auch CS-Movies etc.
2. Das kann ich Dir eben nicht sagen, weil ich Vegas noch nie in den Fingern hatte. Vielleicht solltest Du mal versuchen die Leute zu kontakten und sie zu fragen, warum ausgerechnet Vegas. Ich hab' bisher geringe Erfahrungen mit Adobe's Premiere und etwas mehr (aber bei weitem noch nicht genug) Erfahrung mit AVID Xpress.
3. Auch hier nochmal der Hinweis, am Anfang nicht zuviel zu verlangen. Erarbeite Dir zunächst die Basics, dann sehen wir weiter. Du hast leider den Nachteil Dir alles selber aneignen zu müssen, ich hatte bzw. habe immernoch einen Kurs dafür.
Ein Tool, eigens für Effekteinbindung ist
Adobe After Effects welches Hand in Hand mit Adobe Premiere arbeitet, allerdings für unerfahrene User wie Dich (und teilweise mich) auch recht schwierig und mühsam zu bedienen ist. Aus dem Programm wirst Du erst nach langer, langer Zeit wirklich alles rausholen können. Aber auch dafür gibt es zahlreiche Tutorials, die Du über DigitalVideoschnitt (Link in meiner Signatur) finden kannst.
(Nur am Rande: die wirklichen Hollywoodeffekte werden mit Programmen wie Discreets
Inferno,
Fire,
Flame oder
Flint gemacht. Allerdings kosten, soweit ich das in Erinnerung habe diese Programme so an die 1 Mio. Dollar. Aber das werden wohl erstmal Traumvorstellungen bleiben...

)
4. Dafür gibt es in der Tat eigene Titelgeneratoren mit denen sich auch die berühmten scrollenden Credits erstellen lassen. Einen möchte ich Dir ans Herz legen und das wäre
Heroglyph, das, soweit ich weiß, auch Plugins für verschiedene Schnittsysteme besitzt. Musst Dich auf der Seite mal schlau machen.
5. Verstehe ich das richtig, daß Du die Musik passend zu den Sounds aus dem Videomaterial (=O-Ton) einbinden und schneiden willst? Über eins solltest Du Dir im klaren sein, entweder Du schneidest Dein Videomaterial passend zur Musik, sodaß das Ganze später eine Art Musikvideocharakter hat
oder Du schneidest anhand der Bilder, aber
auf keinen Fall solltest Du beides in einem machen. Glaub' mir das gibt nur Murks und das Gesamtbild Deiner "Schnitt-Komposition" geht den Bach hinunter.
Ich selbst habe noch nie "auf Musik" geschnitten, mehr den konventionellen Schnitt (mit dokumentarischem Charakter), sodaß ich Dir da leider wenig weiterhelfen kann. Sicher gehört ein gutes Musikverständnis dazu und vielleicht hilft am besten einfaches Ausprobieren weiter.
6. Adobe After Effects erwähnte ich ja weiter oben schon, damit lassen sich so einige, zum Teil wirklich gute Effekte, erstellen. Wie Du nun welchen Effekt mit welchem Programm am besten umsetzt kann ich Dir nicht sagen, da ich, wie ich bereits erwähnte, mich bisher nur mit dem reinen (Grob-)Schnitt anhand von Dokumentationsmaterial beschäftigt habe. Mit Effekten habe ich bisher noch nichts gemacht, da mir beigebracht wurde, daß sowas zum Schluß kommt.
Ich kann Dir leider nur das sagen, was mir gesagt wurde und das ist: lerne zunächst die Basics und dann sieh mal weiter. Für Dein Videoprojekt bedeutet das, daß Du zunächst mal sehen solltest, daß Du die Szenen richtig und sinnig aneinanderreihst. Das nennt sich Grobschnitt, wobei ein "Storyboard" Dir sehr viel Arbeit ersparen kann. Auch das wurde mir beigebracht. Mit der entsprechenden "Pre-Production", d.h. Schreibarbeit in Form von Treatment (=erste Ideen auf einer Din A4 Seite zusammengefasst), Storyboard, Drehbuch etc. kannst Du Dir später im Schnitt viel Arbeit und viel Ärger ersparen. Bevor Du Dich an den Schnitt wagst, solltest Du also alles im Kopf schonmal fast fertig haben und aufschreiben. Hört sich langweilig an, ist aber unbedingt professionell.
Wenn ich mir mein eigenes Geschriebenes durchlese, dann klingt es immer, als wenn ich Deinen Enthusiasmus bremsen wollen würde, aber dem ist nicht so. Ich kann nur das von mir Gelernte (auch wenn es noch nicht viel ist) an Dich weitergeben und Dir den Rat geben es nicht zu übereilen. Wenn Du es mit dem professionellen Schneiden ernst meinst (ja, vielleicht sogar in den Beruf einsteigen willst; entscheide Dich früh genug, noch bist Du jung genug!) dann lies am besten erstmal ein paar Tutorials von den Seiten, die ich Dir empfahl, versuch' diese eventuell nach zu machen und spiel' allgemein etwas mit einem simplen Schnittprogramm rum, wie z.B. das schon erwähnte Pinnacle Studio.
Das Video hab' ich jetzt noch nicht runtergeladen, da die Server grad' etwas langsam sind. Vielleicht morgen oder so. Wenn ich's mir angesehen habe, verstehe ich vielleicht besser, worauf Du hinaus willst. Ohje, ich ahne schreckliches...
