Multicolor 3D-Modell für Snapmaker U1

MickH74

Lieutenant
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Hallo liebes Forum,

habe gerade den Snapmaker U1 bekommen. Möchte man ein Modell mit mehreren Farben drucken, dann kann man in der Slicer-Software Orca Flächen des Modells manuell einfärben. Das ist aber ziemlich umständlich und zeitaufwändig.
Es wäre viel einfacher, wenn man bestimmte Teile des 3D-Modells bereits beim Erstellen markieren könnte, so dass man im Slicer dann den Teilen jeweils ein Filament zuordnen kann. Ich benutze z.B. Blender und habe schon versucht, das über unterschiedliche Materialien zuzuweisen. Das funktioniert aber nicht.
Nun meine Frage: geht das irgendwie? Unterstützt das .STL-Format sowas überhaupt?

Danke schon mal vorab!
Mick
 
Du brauchst dann für jedes einzelne Teil eine eigene .stl, die Du dann separat laden musst. Und der kannst Du dann vor dem slicen die gewünschte Filamentfarbe zweisen. So drucke ich schon seit etlichen Jahren meine mehrfarbigen Objekte. Das hat mit Cura immer sehr gut funktioniert und mit Orca funktionierts genausogut.

Bei Orca dann einen Rechtsklick auf die Bauplatte ausführen und den unteren der beiden Punkte "Modelle hinzufügen" nutzen:

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dann wird das Teil gleich in der richtigen Ausrichtung und Position eingefügt, wenn es in der entsprechenden Lage exportiert wurde.
 
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Cool, danke! Das funktioniert prima. Allerdings muss man in Orca (ich habe V 2.2.1) das erste Modell mit rechts anklicken und dann "Teil hinzufügen -> Laden..." wählen.

Auf den gängigen Platformen wie Thingiverse & Co. gibt es aber keine Modelle, die direkt in mehrer STLs gesplittet sind, oder?

1768517405222.png
 
Ich habe Orca 2.3.1, kann also sein, dass sich das da inzwischen geändert hat. Auf Thingiverse und Co. musst Du schauen und darfst dann keine 3mf downloaden. In der Regel liefern die guten Uploader in ihren Archiven auch jedes Einzelteil als eigene .stl.

Allerdings bin ich hier auch keine Reverenz, weil ich meine Druckobjekte selbst entwerfe und schon länger keine Downloads mehr nutze.
 
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Es können durchaus mehrere Körper in einer Datei sein.

Bei FreeCAD kannst du z. B. über Part → Split → Slice Apart diese Trennung nachträglich einführen.

Am intuitivsten ist es, wenn du dir dazu vorher eine Ebene zum Trennen gibst, was über “primitive” geht (“close” nicht vergessen), und über “transform” (Rechtsklick!) in Position bringst. Die UI sieht der von Orca ähnlich. :-)

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MickH74 schrieb:
Unterstützt das .STL-Format sowas überhaupt?
Eigentlich brauch es für den Multicolordruck nicht STL sondern das 3MF Format - wundert mich, dass das keiner genannt hat. 3MF kann neben Multicolor auch Multimaterial (für Support z. Bsp.), mehr als ein Objekt, unterschiedliche Druckplatten uvm.. STL sollte - wo immer möglich - nicht mehr verwendet werden. 3MF ist moderner, standardisiert und auch bekannte Unterstützter wie Josef Prusa werben seit Jahren dafür.

Mit 3MF können unterschiedliche Farben auch unterschiedlichen Teilen / Flächen zugewiesen und das auch abgespeichert werden.

OT: Viel Spaß mit dem U1. Habe ihn nun beinahe zwei Monate und bin sehr zufrieden. Gehärtete Steel-Nozzle habe ich mittlerweile auch verbaut um abrasives Material zu drucken. Ich rate aber dazu dir ne Haube zuzulegen oder selbst zu drucken / bauen.
 
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@GrillSgt
Stimmt schon, 3mf kann das, das 3mf Format hat aber auch Nachteile. Es kann nämlich auch komplette Drucker- und Filamentprofile beinhalten und dann wirds oft fatal, wenn man genau darauf nicht achtet und z.B. darüber importierte Einstellungen übernehmen lässt. Dann hat man nämlich schnell mal komplett versaute Slicereinstellungen und wundert sich, dass seine Drucke in die Hose gehen. Solange die Slicer nicht zumindest die in den 3mf Dateien enthaltenen Druckerprofile ignorieren, wenn sie nicht dem in ihnen eingerichteten Drucker entsprechen, wird das einfach nix. Übrigens sind 3mf Dateien einfach nur Zip-Archive mit einer Struktur, die die Slicer kennen.
 
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@areiland, da hast du absolut Recht. Druckerprofile etc. können auch mitkommen. Das muss man für seinen Drucker entsprechend anpassen oder beim Import ignorieren.
 
Und ich hab halt inzwischen schon zu oft mitbekommen, dass die Leute irgendwoher .3mf bekommen oder downloaden, die dann skicen und drucken. Und natürlich importieren sie dann gleich die Profile, statt sie zu verwerfen. Prompt haben sie dann plötzlich vollkommen zerwürfelte Slicereinstellungen und Geisterdrucker.

Bei solchen Sachen wie beim TE mache ichs klassisch:
Ich erstelle die Grundfläche mit geprägtem Logo und Schrift und füge Logo und Schrift dann nochmal als eigenes Objekt ein. Dann werden beide Objekte separat als .stl in den Slicer importiert, dem jeweiligen Extruder zugewiesen und entsprechend korrekt ausgerichtet.

Funktioniert auf meinem SV04 immer einwandfrei.
 
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