Musikkassetten digitalsieren mit meinem Equipment?

orientiere dich an den db anzeige bis 0db und nicht darüber
Audacity hat eine Funktion um Übersteuerung zu entfernen
Wenn man aufnimmt dann direkt unter 0 db also -50 bis -3db mit spitzen zu 0db

Und ja das ist leise aber nur so kommt gute Klangqualität raus da hier klar mp3 über 0db verzerrt
Mit flac sieht das anders aus.
Daher sage ich ja das viele cd im Endprodukt übersteuert sind oft bis +6db was klar eine Verzerrung verursacht.
Das muss nicht sein das rauschen kann man mit dem filter in audacity entfernen (Rauschuntersdrückung) allerdings benötig man eine stelle wo nur rauschen zu hören ist, gut wenn das tape ein wenig Vorspulzeit ein rauschen da ist
Lang muss es nicht sein 1 Sekunde reicht als Profil dann filtern und danach mit eq die fehlenden Frequenzen erhöhen.
Aber das ist optional, solange die tapes gute Qualität haben sollte das kaum auffallen
typisches rauschen eines tapes mit der Beachtung der Lautstärke etwa -50db bis -40db
Der Mikro Eingang kann das rauschen verstärken (mikro Verstärkung von Windows Normalfall +20db)

Erklärung warum mit -db agiert wird
Das liegt an dem trägermaterial von analog Geräten bzw Tonträgern
vinyl kann nur bis 0db
CD sind nicht begrenzt und können auch über 0db gehen ~+1 bis+3db
Tapes gehen bis +8db bei Metall Bänder, +3db bei chrome, +0db bei ferro

Diese Skalierung ist tradition und bei modernen Abspielgeräten überflüssig man könnte auch positive db angaben machen.
Bei mp3 gilt dieselbe Limitierung auf 0db wie bei LP und ferro Kassetten
bei wav(wave) und flac nicht
alle anderen Audiocodec sind eher mp3 orientiert
aac aimp wma ogg usw

abtastrate und kb/s
Das eine ist die Frequenzbereich für einen 22khz Kanal mal 2 für stereo daher die 44,1khz.
48khz ist dvd bluray standard
96khz und mehr eliminiert Überschwingungen beim mix im Studio beim mastering dadurch kommen weniger Verzerrungen auf.

Das menschliche Gehör hört bei jungen menschen bei etwa 22khz auf, das kann auch ein erwachsener noch mitbekommen aber die Frequenz ist sehr unangenehm.
Am besten merkt man es bei alten röhren Verstärkern oder TV wer da ein zirpen hört bzw weis das TV an ist hört min 18khz

bitrate je höher die ist desto mehr infos können abgelegt werden und das Frequenzbild wird genauer
bis etwa 1,4mbit (wave bzw Cd standard) können alle Frequenzen bis 22khz je Kanal ohne Verzerrung dargestellt werden.

Die abtastrate 16bit ist die Dateiblockgröße pro herz
Das ist gesondert zu sehen mehr bit = mehr details bis 24bit ist noch Sinnvoll damit umzugehen
Wird in Studiomix genutzt bei film in multichannel sound oder audiophile mit SAcd
Für normale Cd Nutzung und Musik sind mehr als 16bit als Ausgabe unnötig.
bei games können diese aber bereichern sofern der Spiele Entwickler dafür ein Tonspur bereitstellt.
Wird heute nicht mehr gemacht.

32bit sind pures marketing

Der D/A Wandler kann nicht mehr details aus tonquellen holen als da sind. zumal mehr bit = inkompatibel beim streaming und aufnahmen generell sind.
Insbesondere bei videos auf Portalen.

Mbit ist der pure Dateistream pro Sekunde

Bit-kbit-mbit
Da windows in ntfs in 8bit pro byte rechnet ergibt sich daraus die Dateigröße

mp3 nahezu unhörbarer unterschied zu lossless 320bit cbr stereo
aac 256bit
ogg 320bit
flac abhängig vom Frequenzband der Musik von 600kbit bis 1,2 mbit kein db limit
wave lossless 1,4mbit kein db limit
alles gilt für stereo 16bit
24bit ändert sich lediglich die Dateigröße und wird oft inkompatibel mit playern sowie Unterhaltungselektronik TV, Receiver, Streamkisten, mp3 oder wma playern, handy usw

Der Grund für lossless mit flac ist das keine Verzerrungen mehr auftreten und die boxen Kopfhörer nicht mehr klirrt.
Das klirren kann Kopfhörer und boxen schädigen. Das deren Magnetspule so verzerrt das quasi risse Entstehen können. Im Extremfall tritt das bei lauten im Grenzbereich aufgedrehten zustand auf.
also bei boxen limit von 80-95db
Das nutzt kein privat mensch in seiner Wohnung.
Bei disse und co sieht das anders aus üblich sind da 110db, zumindest früher.
heute ist von behördlicher Seite ein db grenze von 89db festgelegt.
Ausgenommen sind festivals und Konzerte

Insgesamt ist das thema oft mehr vodoo als wirklich esentiell wenn man keine high end hifi anlage hat
Nun guten Kopfhörer und eine normalen stereo verstärke mit etwa 100db kanal trennung und min 98db rauschabstand analog
reicht völlig und ist audiophil das billigste was man kaufen kann.
als headphone empfehle ich gerne beyerdynamics akg Sennheiser oder shure
die sind aber primär Modell abhängig
mein Headphone isn dt990pro etwa 130€
Studio Kopfhörer recht linear zwar nicht ganz linear aber fast
von beyerdynamic ist noch die Abwandlung des dt990 sowie die dt770 reihe die eher auf Badewanne sound getrimmt sind
alternative bzw andere Modelle ist mehr marketing
Das high end Modell dt1990 pro bsp studio Kopfhörer mit mehr bums bis 105db (etwa 600€)
Der dt990 pro geht bis 92db
Wer mehr bum bum will sollte akg nehmen

Einmal HNO und die Ohren freispülen lassen und dann so einen Kopfhörer mit eine guten Verstärker und soundkarte du willst nix mehr anderes.
Da kommt multichannel sound sogar nicht heran.
Ab so einen equipment kann man schon fast von audiophil reden und man bekommt deutlich mit wen was schlecht komprimiert ist, im studio mit autotune gearbeitet wird oder wie die Musik ungewollt verzerrt.

Ein EQ ist immer Pflicht um Verstärker(kopfhörer/boxen schwächen auszugleichen bei analog.
Digital macht das kein unterschied und ist mehr Präferenz bzw eigene gehör geschuldet.
 
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Neue Decks gibt's z.B. noch von Tascam (Teac), wenn auch mit einem CD-Player kombiniert: https://geizhals.de/tascam-cd-a580-a1603026.html
Dafür kann es aber Kassetten direkt auf USB-Sticks digitalisieren.

Ich würde bei Möglichkeit nach einem Pioneer mit FLEX schauen. Das hilft die Höhen zu erhalten, selbst wenn der Tonkopf nicht exakt so wie beim Aufnahmegerät justiert ist.

syfsyn schrieb:
CD sind nicht begrenzt und können auch über 0db gehen ~+1 bis+3db
In der digitalen Domäne ist bei 0 dB Schluss. Egal, ob CD, MP3 oder was anderes. Darüber entsteht Verzerrung.
Die Ausnahme ist Float (z.B. 32 Bit). Deswegen ist es üblicher Standard bei der Aufnahme in Studios sowie Standard bei der internen Verarbeitung in Software und nicht nur Marketing.
 
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SilverTiger schrieb:
Nur frage ich mich, wie ich die Lautstärke handhaben soll. Soll ich in Audacity das Mikrofonlautstärke auf maximal drehen und die meines Abspielern so hoch einstellen, dass der Pegel nicht in den roten Bereich fällt oder umgekehrt (Abspieler auf maximale Lautstärke und in Audacity die Mikrofonlautstärke runterregeln). Lasse ich alles auf standart rauscht/klirrt der Sound an einigen Stellen sehr. Danke

Generell gilt es Verzerrungen zu vermeiden. Zu lauter Output des Zuspielers ist schlecht, zu lauter Input bei der Aufnahme noch schlechter.
Wenn das Aufnahmesignal zu leise ist, kann man das nachträglich noch anpassen. Aber einmal ein verzerrtes Signal, das kann man kaum noch reparieren.

Kleiner Tipp am Rande, Audacity ist für Aufnahme ganz cool, aber das Interface ist echt hässlich. Ich nutze wenn es freeware sein soll lieber ocenaudio, das sieht etwas schicker aus und auch die Bearbeitung ist hier und da etwas angenehmer. https://www.ocenaudio.com/en/
 
Art Vandelay schrieb:
Wenn das Aufnahmesignal zu leise ist, kann man das nachträglich noch anpassen. Aber einmal ein verzerrtes Signal, das kann man kaum noch reparieren.
Wie in der Photographie, ein schlecht belichtetes Bild kann man noch bearbeiten, ein überbelichtetes Bild nicht weil da die Information schon verloren ist. Interessante Gemeinsamkeit :)
 
Vielen vielen Dank :) habe einiges gelernt über das Thema durch dieses Projekt.

Aber ich habe jetzt noch nicht ganz rasugelesen, ob ich Abspieler maximal aufdrehen soll oder Audacity oder keines davon. Ich bekomme ja mit allen Varianten einen Pegel hin der unter 0db ist.
 
bei der Ausgabe maximal halbe Lautstärke weil ansonsten der Kopfhörer Ausgang anfängt zu verzerren
die Aufnahme anpassen bis der Pegel passt
ist wie früher beim tapes aufnehmen
tendenziell eher leiser als lauter die Lautstärke lässt sich nachträglich erhöhen verzerrungen aber nicht mehr entfernen.
Wie gesagt ich habe das über lineout des tapedeck an microeingang ohne Mikro Verstärkung gemacht.

ich hatte früher bei den tapes immer auf max 3db geachtet dadurch war einmal die lautstärke anpassen alles gut und die kassetten liefen ihre 90 Minuiten ab.
Das schneiden danach war aufwendiger.
Aufnahmen waren von 1990 bis 1998 eine menge Musik in der zeit geliehen kannte einen DJ
Das waren noch Zeiten ohne internet
Wenn man Musik fand dann nahm man alles mit was gut ist.
 
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SilverTiger schrieb:
Vielen vielen Dank :) habe einiges gelernt über das Thema durch dieses Projekt.

Aber ich habe jetzt noch nicht ganz rasugelesen, ob ich Abspieler maximal aufdrehen soll oder Audacity oder keines davon. Ich bekomme ja mit allen Varianten einen Pegel hin der unter 0db ist.

Probiere aus was am besten ist. Wir kennen ja nicht die Qualität des analogen Ausgangs deines Abspielers (Also wie sich z.B. das Rauschen mit der Verstärkung verhält). Audacity kann das Signal nur Digital verstärken. und hat keinen Einfluss auf den ADC deiner Soundkarte.
 
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