nach Deutschland umziehen

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Yapigia

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Feb. 2009
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Hallo Leute,

bin Italiener und wohne in Luxemburg. Anfang des Jahres wurde mir meine Arbeit gekündigt. Ausserdem, hat meine Freundin mich auch noch vor paar Wochen verlassen.

Und da es im Moment in meiner Branche ziemlich schwer, um nicht zu sagen, fast unmöglich ist eine neue Arbeit zu finden und hier die Mietpreise übertrieben hoch sin, hab ich mir jetzt überlegt auf mein Arbeitslosengeld zu verzichten und nach Deutschland zu ziehen, um genau zu sagen nach Berlin. Bin jetz seit Anfang des Monats arbeitslos, und schon jetz hab ich das Gefühl dass ich verrückt werde in meiner Wohnung beim Nichtsmachen.

Daher wollte ich eben einfach nach berlin ziehen um eine neue Lebenserfahrung zu machen, und ein bischen frischen Wind in mein Leben einzubringen. Erfahrung hab ich nur als Bankbuchhalter; spreche aber 5 Sprachen, davon 3 fliessend als wären es meine Muttersprachen (Französisch, Italienisch und Lux.) und 2 einigermassen gut aber nicht perfekt (Deutsch, Englisch).

Nun ja, mein Ziel ist nicht nach Deutschland zu ziehen um grosses Geld zumachen; wie gesagt, soll nur eine Lebenserfahrung für 1-2 Jahre sein, wenn mehr aber daraus gibt gibts dann eben mehr draus, bin flexibel.

Was haltet ihr davon? Meint ihr es wird schwer Fuss zu fassen in Berlin oder brauch ich mir nicht allzuviele Sorgen machen, und einfach probieren? Würde fast jede Arbeit annehmen, aber vor allem frag ich mich ob da Möglichkeiten gibt für mehrsprachige Leute, in der Tourismus Branche z.b.
 
ich hab hier 2 kumpels die in etwas das selbe wie du suchen. die überlegen sich momentan genau das gegeteil. also raus aus berlin bzw deutschland.
 
Der Arbeitsmarkt ist auch in Berlin nicht der beste....
 
Ich weiß nicht, aber bei Tourismus und so da denk ich eher an Süddeutschland. Vielleicht hättest da bessere Chancen als in Berlin...
 
Ich weiss nicht wie es jetzt in Luxemburg ist, aber in D ist es auch nicht einfach.

Viele Firmen gehen in Kurzarbeit und die Turistik wird es sicher auch treffen - eine Lebenserfahrung wird es aber mit sicherheit.
 
Einfach nach den passenden Unternehmen (Touristikbranche) im Internet suchen und anrufen. Wenn die dich brauchen, dann kommst du einfach rüber nach Deutschland. Schön wäre es wohl als Stadtmensch in Hamburg, Berlin oder München zu landen... Ich wünsch dir viel Erfolg.
 
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Beachte aber, dass es in D keinen Mindestlohn gibt ... - einige Arbeiten hier für ~3€/St.
Der Tipp von K3ks ist ganz gut.

Viel Erfolg auch von mir.
 
wie gesagt, ich könnte auch hier bleiben und in einer neuen Branche arbeit suchen. Papa-Staat gibt mir ja das Geld und die Zeit dafür. Aber darum gehts nicht; will einfach weg hier, neue Erfahrungen machen, neue Leute kennen lernen, und dabei eine der 2 Sprachen die ich noch nicht so gut behersche perfektionieren. Am liebsten in eine Grosstadt, Hamburg und München sind auch gute Alternativen.

Wenn nicht in eine deutsche Grosstadt, dann in den Süden wo es warm ist, also Spanien oder mein Heimatland Italien.

Als Deutsche ist es vielleicht schwer zu verstehn, aber es hat mich schon immer gereizt nach Deutschland zu ziehen. Schwer zu erklären warum, aber es ist so, Deutschland und die Mentalität dort gefällt mir einfach :)
 
Dann tu das! Finde es immer lobenswert, wenn jemand weiß, was er will und das dann auch tut.

Ich versteh das schon ganz gut, dass Du mal nach Deutschland willst, fühl mich hier nämlich auch wohl :D

Und von wegen Großstadt: Hab da von München beispielsweise nur gutes gehört. Ich wohn da jetzt nicht, aber ne Freundin von mir. Und als ich dort war, hat es mir auch ganz gut gefallen!
 
Sagen wir mal so: Das einfachste wäre, sich direkt von Luxemburg einen Job zu suchen.
Wenn Du mit "nichts" nach Deutschland kommen würdest, lernst Du natürlich auch was für's Leben, nämlich wie die deutsche Bürokratie Dich erschlägt.

Wenn Du weiterhin Dein Geld bekommst und erstmal inoffiziell nach Deutschland gehen kannst würde ich das machen. Einfach mal ausprobieren. Wohnung suchen, Job suchen, Freunde suchen...

Was Du nicht versuchen solltest ist finanzielle Unterstützung vom Staat zu verlangen. Dann lernst Du nämlich als erstes die zahlreichen Schattenseiten unseres Landes kennen ;)
 
Es kotzt mich an. Warum muß man Deutschland immer so schlecht machen. Diese Miesepetrigkeit geht mir
aufm Senkel. Schön zu hören, daß es Menschen gibt die Deutschland interessant finden. Manchmal hat man
das Gefühl, "Ausländer" sind die besseren Deutschen.

Aber nun zum Thema. Yapigia, versuche dein Ziel zu verfolgen. Der Vorschlag von K3ks ist gut. Versuche
von Luxemburg aus hier eine Job zu bekommen. Du scheinst ja vielseitig und flexibel zu sein. Deine
Sprachkenntnisse können dabei nur von Vorteil sein. Wenn du dich nicht auf Berlin beschränkst, solltest du
einen Job und auch Unterkunft hier finden. Deutschland bietet viele interessante(re) Städte. ;D
 
Wie ist es mit Köln?
ich persönlich habe diese stadt immer als die freundlichste und fröhlichste stadt angesehen.
aber ich wünsche dir viel spaß in de und viel erfolg
 
und als bankbuchhalter.. wie wärs dann stattdessen mit frankfurt am main (unserer bank-stadt)?
vielleicht kannste dann sogar in deinem beruf bleiben und sitzt dann am telefon für kunden ausm ausland oder so *g*
 
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@Phil: Es ist wohl kaum von der Hand zu weisen, dass man gnadenlos untergeht, wenn man mit "nichts" versucht, hier Fuß zu fassen, und dass hier auch nicht Milch und Honig fließen.

Ansonsten sehe ich hier in den Beiträgen eigentlich eher die gegenteilige Meinung: Wenn er sich ein wenig darauf vorbereitet, steht der Idee, nach DE zu gehen, nichts im Wege. Bis hierher empfiehlt ihm das sogar jeder ;)
 
Wieso hat Yapigia nichts, er hat mehr als viele Menschen die schon in Deutschland leben. Er hat einen
Beruf, wahrscheinlich sogar eine solide Ausbildung. Er beherrscht mehrere Sprachen und das wichtigste,
Neugier, Interesse, Flexibilität und die Bereitschaft zu arbeiten.
Selbstverständlich wird es nicht leicht sein Fuß zu fassen, aber die Voraussetzungen sind gut.
 
Von Leuten, die er kennt, die hier leben, hab ich nichts gelesen.

Und er hatte geschrieben, dass er auf sein Arbeitslosengeld verzichten würde, allerdings nichts davon, ob er sich irgendwas angespart hat, um Fuß zu fassen.

Irgendwo wird er unterkommen müssen, irgendwas wird er essen müssen, bisher ist auch nicht klar, ob er einen eigenen PKW hat, der Benzin bräuchte, oder ob er sich eine Monatskarte der BVG kaufen müsste. Wenn er genug Geld mitbringt, um sich eine Herberge zu mieten, oder auf dem Campingplatz zu übernachten, sich eine Wohnung sucht und die meist nötige Kaution oder gar noch Maklerprovision zahlen kann und all die kleinen Kleinigkeiten, dann steht dem nichts im Wege.

Wenn er ohne einen Pfennig auf der Naht zur ARGE geht, denen sagt "ich bin Ausländer (zwar EU-Bürger), gebt mir Geld, gebt mir ne Wohnung" dann wird er sehr schnell feststellen, wie weit er damit kommt. Selbst als Deutscher, der innerhalb Deutschlands auf "diese Weise" einfach umzieht, bekommt einen gehörigen Dämpfer.

Und wenn er wie er geschrieben hat auf sein Arbeitslosengeld verzichtet, wird auch kein Nachschub an Geld kommen, und niemand kann ihm versprechen, dass er innerhalb kürzester Zeit einen Job findet. Das hat nichts mit Miesepetrigkeit zu tun, sondern ist eine Tatsache.

Es ist immer gut, auf Reserven zurückgreifen zu können. Und sei es nur das 'Rückflugticket nach Hause.

Das Ding ist, dass ich aus eigener Erfahrung spreche. Ich hatte überhaupt nichts und musste draußen im Wald schlafen oder in widerlichen Obdachlosenunterkünften. Tausende Wohnungen haben leergestanden, aber ich brauchte erstmal einen B-Schein, um eine Wohnung mieten zu können, für die ich nicht erst Kaution und Provision zahlen musste. Die Leute vom Sozialamt haben mich behandelt wie einen Aussätzigen. Ich musste mir alles erst mühsam erarbeiten. Es hat lange gedauert, bis ich überhaupt erstmal eine Wohnung und einen Job hatte.

Das war definitiv eine sehr wertvolle Erfahrung für mich. Ich bezweifle aber, dass es die Art von Erfahrung ist, die Yapigia machen möchte. Er sollte nicht denken, er könne auf Unterstützung durch die Behörden hoffen. Eigentlich wäre es deren Aufgabe, und er könnte Glück haben und anfähige Sachbearbeiter geraten. Aber auf dieses Glück sollte er sich nicht unbedingt verlassen.

Genau das würde ich jedem sagen, egal woher er kommt, und egal wohin er geht, ob nach Deutschland oder in die Mongolei.

Zusammenfassend also als Antwort an Yapigia:
Wenn Du ein Jobangebot in der Tasche hast: auf jeden Fall.
Wenn Du ein wenig Geld gespart hast, mit dem Du die ersten ein-zwei Monate gut über die Runden kommst: auf jeden Fall.
Wenn Du vor Ort Freunde hast, die Dich unterstützen und bei denen Du vielleicht sogar ein paar Wochen bleiben kannst: auf jeden Fall.
Wenn Du nichts hast, außer den Klamotten, die Du am Leibe trägst: Das wird sehr sehr schwierig. Mach Dich auf einiges gefasst, wahrscheinlich wird Dich die Bahnhofsmission in den nächsten Zug zurück nach Luxemburg setzen.
 
Zuletzt bearbeitet: (Nachtrag)
Gudn Morgen und hallo Yapigia,
also ich weiss ja nicht wie das in Luxemburg geregelt ist, aber in Deutschland kann man unter bestimmten Voraussetzungen sein ALG befristet weiterbeziehen bzw. seinen ALG-Anspruch mitnehmen, wenn man sich im Ausland ernsthaft um eine Arbeitsstelle bemüht. Da L und D ja beides EU-Staaten sind, könnte ich mir vorstellen das es auch in diesem Fall möglich sein sollte. Am besten mal bei der zuständigen Arbeitsvermittlung fragen wie das aussieht. Ich würde allerdings auch eher den Süddeutschen Raum empfehlen, da dort die Arbeitsmarktlage insbesondere mit deiner Qualifikation bestimmt besser aussieht als in Berlin oder im gesamten Nordosten. Und wenns hier nicht klappt wäre ja vielleicht noch die Schweiz ne Alternative, mit deiner Qualifikation und den Sprachkenntnissen dürfte da doch auf jeden Fall was zu finden sein.
Viel Glück :)
 
Er hat das, was den Meisten fehlt: Eier. Oben war schon der Vorschlag, dass er sich von Lux. aus einen Job suchen soll. Ist eine gute Idee, also why not? Bin da ganz Phils Meinung. Diese Rumunkerei kann man sich ja nicht mit anschauen ... mit seinen Kenntnissen bekommt er nen Job. Er hat ja schließlich sämtliche größeren Städte Deutschlands im Visier. Einige tun hier so, als hätten wie ne Arbeitslosenrate von 50%.

@Chaotix:
Mit nur den Klamotten am Leib ist es nirgends einfach. Aber selbst das sollte gehen. Das hier ist D, nicht der Sudan.

@Yapigia:
Viel Erfolg! =)
Aber: Überlege dir nochmal, warum du wirklich gehen willst und ob es was hilft. Wenn dasselbe wie du geschrieben hast dabei rauskommst, ist es eine gute Idee.
 
Zuletzt bearbeitet:
vielen Dank für die vielen Antworten und Vorschläge :)

also ein Finanzielles Polster hab ich, hab ja schliesslich bischen was gespart über die letzten Jahre; also sind Kaution usw. kein Problem. PKW hab ich auch.
Wie ich schon sagte würde ich egal welche Arbeit annhemen um Fuss ze fassen. Stelle mir vor Anfangs um schnell was zu finden, in Kneipen, Resaurants oder Hotels zu arbeiten. Denke und hoffe die freuen sich über meine Sprachkenntnisse, vor allem wenn ich wenig Gehalt verlange. (Mindestlohn is für den Anfang auch ganz ok, aber wenn Sie mir mehr geben, ist das natürlich willkommen und ist natürlich auch deren Interesse wenn sie mich ein bischen länger behalten wollen)

Was deutsche Behörden angeht; mit denen will ich nichts zu tun haben. Aufenthaltsgenehmigung hab ich ja als EU-Bürger, und finanzielle Hilfe will ich keine und brauch ich jeden Falls nicht in den ersten Monate. Im 1. Monat krieg ich aus Luxemburg ja noch ein Gehalt, wenn ich das gut koordiniere.

@Chaotix
freunde hab ich keine in Deutschland (ausser hier gleich hinter der Grenze), deshalb bin ich ja Punkto Zielort flexibel. Und da ich vor hab gleich zu arbeiten beim einziehen, denke ich dass ich mir ziemlich schnell Freunde oder eher gesagt Bekanntschaften machen werde.

Nun ja, falls es schief geht, und nach weniger Zeit (wieder) ohne Arbeit da stehe, bin ich jedenfalls um eine Erfahrung reicher; hab dann mein Deutsch verbessert und kann dann immer wieder nach Lux. zurückkehren oder es einfach woanders probieren. Schliesslich geht es mir ja gerade darum. Denn es ist mir bewusst, dass ich irgendwann mal zukunftorientiert denken muss und mir irgendwo eine Existenz gründen muss und nicht nur kurzzeitig denken kann. Aber im Moment ist es utopisch in der Bankbranche schnell was finden zu wollen. Also anstatt hier zu faulen und deprimieren, will ich einfach agieren und was aus meiner Zeit machen. Wenn es dann mehr draus wird, und es mir dort wo ich hinziehe gefällt, kann ich meine zukunft dann dort planen.

Werde mich jetzt auf jeden Fall übers internet über dieverse Grosstädte (die hier vorgeschlagen wurden) informieren, dann rumtelefonieren um zu schaun wie das Feedback von diversen Arbeitgeber ist. Und mich dann wieder hier melden um zu schauen was ihr hier davon haltet.

Danke nochmal an euch alle für eure ehrliche Meinung!
 
Also in der Gastronomiebranche wirst Du schon was finden können. Aber sicher ist auch, dass Du in einer Deutschen Großstadt mit einem sog. "Mini-Job", also nicht mehr als 400 €/Monat, nicht zurechtkommen wirst. Da sind allein die Lebenshaltungskosten viel zu hoch.

Ich drück Dir die Daumen, dass Du eine Festanstellung findest (Arbeitserlaubnis ist ja als EU-Bürger auch kein Problem) und einige tolle Erfahrungen machen kannst.

Eigentlich steht dem Vorhaben ja auch nichts mehr im Wege, wenn das mit dem finanziellen Polster auch steht. Kannst ja vorab schonmal Hotels usw. in der Stadt Deiner Wahl anschreiben... vielleicht ergibt sich ja schon vorher was und Du hast mehr Planungssicherheit.
 
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