Nas bauen oder kaufen?

Botlike

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Moin,

Ich will mir in Kürze (nächsten oder übernächsten) Monat ein NAS zulegen, bin aber nur noch nicht schlüssig, ob ich ein fertiges kaufen soll oder selbst bauen soll.

Das NAS soll im Grunde nur Daten lagern können. Da auch Backups dabei sind, sollte es RAID 5 sein. Zudem sollen auch FullHD-Inhalte übers Netzwerk gestreamt werden. Zugegriffen wird dann vom PC, vom Smartphone oder aber von einem Stream-Client mit XBMC aus. Die Verfügbarkeit von Dateien über das Internet ist nicht notwendig. Es wäre noch die Lauffähigkeit eines pyload o.Ä. nett, wobei das aber kein Muss ist.

Wie viel Speicher das ganze haben soll, weiß ich noch nicht so recht. Hatte da an entweder 3x4TB oder 4x3TB gedacht, wodurch sich dann 8TB bzw. 9TB Speicherplatz ergeben. Aber das ist erstmal sekundär.

Ein wirkliches "Preislimit" habe ich dabei nicht.

Meine Fragen wären nun:
Welches leere "fertig"-NAS bzw. welche Eingenbaukonfiguration könnt ihr mir empfehlen?
Habt Ihr selbst ein NAS? Wenn ja, wäre interessant, welches bzw. welche Hardware ihr einsetzt.
Welches Gehäuse würde sich beim Eigenbau dafür eignen? Die wenigsten kompakten Gehäuse verfügen über ausreichend Platz bei der Anzahl an Festplatten.

Ich danke euch schonmal für eure Antworten!


//EDIT: Das und das habe ich gelesen.
 
Zuletzt bearbeitet:
an seiner stelle würde ich ein NAS kaufen von Qnap das TS-412

die fertig NAS haben einen geringeren Stromverbrauch was vor allem bei 7x24 Btrieb von Vorteil ist
 
Naja ein Eigenbau hat aber auch deutlich mehr Leistung als diese Atomkrücken. man muss halt abwägen

was dir wichtiger? Datensicherheit und alles soll einfach funktionieren?

oder Funktionsumfang und Leistung?
 
derChemnitzer schrieb:
an seiner stelle würde ich ein NAS kaufen von Qnap das TS-412

Das hier: http://geizhals.de/qnap-turbo-station-ts-412-a612620.html also? Warum ausgerechnet das?
Warum nicht das: http://geizhals.de/netgear-readynas-104-rn10400-rn10400-100eus-a916194.html

Kostet ca. 70€ weniger und hat so wie ich das sehe sogar noch einiges mehr auf dem Kasten ...

Knuddelbearli schrieb:
Naja ein Eigenbau hat aber auch deutlich mehr Leistung als diese Atomkrücken.
Sicher, man hat auch mehr Anpassungsmöglichkeiten. Darf dann aber auch unterm Strich mehr dafür bezahlen. Auch die Gehäuseauswahl ist da sehr kniffelig. Man bekommt für einen Eigenbau selten ein schickes und kompaktes Gehäuse, bei dem die Festplatten so schnell und einfach erreichbar sind.

Knuddelbearli schrieb:
was dir wichtiger? Datensicherheit und alles soll einfach funktionieren?
oder Funktionsumfang und Leistung?

Der von mir genannte Funktionsumfang ist Voraussetzung. Streamen und speichern. Das MUSS funktionieren. Mehr benötige ich nicht. Und was da nun "wichtiger" ist, ist schwer zu sagen. Eigentlich alles. Soll aber nicht zu teuer sein.

Daher zurück zu dem obigen Beispiel. Auch wenn ich 300€ für den Rohbau ausgeben könnte, sehe ich keinen Grund, es zu tun, wenn es auch ein 200€-Gerät tut.

Für das ReadyNAS gibts wohl auch ein pyLoad als Addon, habe ich gesehen.
 
naja
mit dem Netgear tust du dir auf lange Sicht kein gefallen (Qualität und Softwaremäßig)

bei den Qnap kannst du jede Menge Funktionen per Installer nachrüsten und außerdem sind sie einfacher einzurichten
 
Wenn du wirklich ein Gerät willst, bei dem du tun kannst, was du willst: http://geizhals.de/hp-proliant-microserver-n54l-704941-421-a878983.html

Da gibts dann noch eine sog. Managementkarte für ca. 60€ dazu, die dir ebenfalls übers LAN eine betriebssystemunabhängige Fernsteuerung ermöglicht (du kannst das OS also auch Remote installieren und eine ISO übers Netzwerk mounten), halte ich aber für unnötig. Einmal per Maus und Tastatur installiert und dann gibts eh RDP oder SSH, je nachdem, welches OS du nimmst.

Edit: Shraipfählar
 
Eine Alternative wäre so ein HP N54L Microserver, aber die laufen langsam aus und werden inzwischen teuer, zumindest habe ich im November noch eine Version mit 4GB für 210€ bekommen. Da dann eine Linux oder FreeNAS rauf, dann hat man ein ordentliches Gehäuse und mehr Leistung als bei einem kleinen Atom oder ARM NAS.
 
Du wirst hier keine eindeutlige Antwort bekommen. Wie so oft gibt es zwei Lager. Die einen bevorzugen Eigenbau und die anderen kaufen ein Fertig-NAS.

Ich persönlich würde immer ein Fertig-NAS nehmen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass bei Eigenbaulösungen der Administrationsaufwand (Pflege der selbst installierten Pakete, Updates, Konfiguration, Auswahl neuer Pakete etc) recht hoch ist. Das hängt aber auch sicher davon ab wie viel Zeit man in seiner Freizeit mit diesen Dingen verbringt. Ein Fertig-NAS ist da deutlich pflegeleichter.

Die Performance ausgesuchter Fertig-NAS sind heute mehr aus ausreichend. Da limitiert mittlerweile eher das Gigabit Netzwerk.

Ich werfe jetzt einfach mal das Synology DS414 in den Raum damit zu etwas zum Vergleichen hast. Ja, ich weiß, teurer als der Rest. Imho aber gerechtfertigt. Recherchieren darfst du selbst :-)
 
Hatte eine ähnliche Entscheidung zu treffen, allerdings ohne RAID5. Habe mich dann für eine Synology 213j entschieden, da der Stromverbrauch und Lautstärke nahezu perfekt sind. Leider ein 2-bay, aber für dich gibt es ja wie vom Vorposter empfohlen das DS414 - es lohnt sich. Die Software ist ausgereift und Erweiterungen ohne Ende - der Anschaffungspreis mag höher sein, aber du bekommst für das Geld etwas. Der HP mag leistungsstärker sein, aber selbst meine 213j schafft 90 Mb/S mit 4TB Red - sollte auch für dich völlig ausreichend sein.
 
DonConto schrieb:
Die Performance ausgesuchter Fertig-NAS sind heute mehr aus ausreichend. Da limitiert mittlerweile eher das Gigabit Netzwerk.

Ich werfe jetzt einfach mal das Synology DS414 in den Raum damit zu etwas zum Vergleichen hast. Ja, ich weiß, teurer als der Rest. Imho aber gerechtfertigt. Recherchieren darfst du selbst :-)

Würde auch eine Synology DS414 empfehlen. Die Oberfläche ist wirklich super und alles sehr pflegeleicht.

Die Leistung ist durch den Dualcore und den 1 GB DDR3 Ram wirklich super. Die vorgeschlagende Qnap ist hier deutlich im Nachteil mit ihrem Singlecore und nur 256MB DDR2 Ram. Die Synology hat zudem noch 2x USB 3.0.

Der Preis für die Synology ist auf jeden Fall gerechtfertigt.
 
Da Du erst einmal kein Preislimit genannt hast, und Du womöglich ein Gerät mit "Zukunft" suchst, würde ich etwas höher greifen in der Klasse, damit auch in Richtung Zuwachs genügend Luft plus exzellenter Performance vorhanden ist.

Hast Du Deinen Bedarf in der Menge (heute + kommende 2 Jahre + 50% Sicherheitszuschlag) richtig kalkuliert ?
Ein Raid5 mit 4 Platten, also 3-Platten Nettokapazität reichen für die kommende Zeit ?

Ich würde mir hier von vorne herein etwas mehr Luft lassen, also eher ein Fertig-Nas mit 5-8 Steckplätzen, denn zum Einen kauft man sich ja nicht jedes Jahr ein neues Nas und zum Anderen kannst Du erst einmal mit 4 Festplatten beginnen und später Stück für Stück bequem erweitern ohne größerem Aufwand.

Tipps zu Geräten:

1. QNAP neue Serie, die auf die Zahl 70 endet, z.B. TS-470 (4-Festplatten), TS-670 (6-Festplatten)
Erste Reviews sind im Netz verfügbar und die zeigen einen deutlichen Vorteil in der Performance zu den bisherigen Geräten und damit auch genügend Luft für zusätzliche Aufgaben wie etwa "just in time"-Transcoding/Crypting/Decrypting und Streaming zu mehreren Geräten.

2. Thecus hat ein neues Gerät N7710 (7-Festplatten) mit ähnlicher CPU wie QNAP und ein Stück günstiger als QNAP.

3. Synology - DS 1513 (5-Festplatten) und DS 1813, beide hinken bei den neuen CPU´s etwas hinterher, aber trotzdem sind es gute Geräte und zudem auch performant.

Falls es wichtig für Dich werden kann, QNAP und Thecus bieten auch 10Gbit Ethernet-Anschluss.
 
Botlike schrieb:
Sicher, man hat auch mehr Anpassungsmöglichkeiten. Darf dann aber auch unterm Strich mehr dafür bezahlen. Auch die Gehäuseauswahl ist da sehr kniffelig. Man bekommt für einen Eigenbau selten ein schickes und kompaktes Gehäuse, bei dem die Festplatten so schnell und einfach erreichbar sind.
Es gibt z.B. das Chenbro SR30169 mit 4xHotswap. Ist halt recht teuer.

Ein Eigenbau muss aber nicht teuer sein. Wenn man ein einfacheres Gehäuse nimmt, kommt man auch locker mit ~200 EUR aus, hat dann aber mehr Leistung und kann mehr Platten anschließen. Wenn amn wirklich Hotswap braucht, kann man auch Wechselrahmen in ein normales Gehäuse einbauen.

Oder halt den schon genannten N54L. Da bekommt man auch noch eine 5. Platte (Wechselrahmen in 5,25"-Schacht) unter und preiswert ist der auch.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
derChemnitzer schrieb:
naja
mit dem Netgear tust du dir auf lange Sicht kein gefallen (Qualität und Softwaremäßig)

bei den Qnap kannst du jede Menge Funktionen per Installer nachrüsten und außerdem sind sie einfacher einzurichten

Gut, das mag sein. Habe bislang wenig Erfahrungen mit NAS gemacht, daher habe ich auch keinen Vergleich bzgl. der Hersteller.

M.Ing schrieb:
Wenn du wirklich ein Gerät willst, bei dem du tun kannst, was du willst: http://geizhals.de/hp-proliant-microserver-n54l-704941-421-a878983.html
Holt schrieb:
Eine Alternative wäre so ein HP N54L Microserver, [...].

Fällt flach, da kein RAID5.

DonConto schrieb:
Du wirst hier keine eindeutlige Antwort bekommen. Wie so oft gibt es zwei Lager. Die einen bevorzugen Eigenbau und die anderen kaufen ein Fertig-NAS.

Eine eindeutige Antwort suche ich ja gar nicht. Bin ja eher auf der Suche nach einer Hilfestellung, nach Empfehlungen, wenn man so will.

DonConto schrieb:
Ich persönlich würde immer ein Fertig-NAS nehmen. Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass bei Eigenbaulösungen der Administrationsaufwand (Pflege der selbst installierten Pakete, Updates, Konfiguration, Auswahl neuer Pakete etc) recht hoch ist. Das hängt aber auch sicher davon ab wie viel Zeit man in seiner Freizeit mit diesen Dingen verbringt. Ein Fertig-NAS ist da deutlich pflegeleichter.

Beruflich habe ich auch so schon mit Servern zu tun. Daher wäre die Installation eines RAID und der Software auf einem nackten System eher weniger das Problem.

DonConto schrieb:
Die Performance ausgesuchter Fertig-NAS sind heute mehr aus ausreichend. Da limitiert mittlerweile eher das Gigabit Netzwerk.

Ich werfe jetzt einfach mal das Synology DS414 in den Raum damit zu etwas zum Vergleichen hast. Ja, ich weiß, teurer als der Rest. Imho aber gerechtfertigt. Recherchieren darfst du selbst :-)

Ich suche ja auch keine eierlegende Wollmilchsau. Will nur was ordentliches, dafür darfs dann auch ruhig etwas mehr kosten.

fireblade_xx schrieb:
Der HP mag leistungsstärker sein, aber selbst meine 213j schafft 90 Mb/S mit 4TB Red - sollte auch für dich völlig ausreichend sein.

Wenn das DS414 auch die 90 MB/s im RAID5 schafft, wäre das auf jeden Fall mehr als ausreichend. Ich habe ebenfalls vor, mein zukünftiges NAS mit WD Red zu bestücken.

Kurze Frage dazu: In welchem Modus lässt du deine Platten laufen? RAID0, RAID1 oder JBOD?

Klikidiklik schrieb:
Würde auch eine Synology DS414 empfehlen. Die Oberfläche ist wirklich super und alles sehr pflegeleicht.

Die Leistung ist durch den Dualcore und den 1 GB DDR3 Ram wirklich super. Die vorgeschlagende Qnap ist hier deutlich im Nachteil mit ihrem Singlecore und nur 256MB DDR2 Ram. Die Synology hat zudem noch 2x USB 3.0.

Der Preis für die Synology ist auf jeden Fall gerechtfertigt.

Und noch eine Empfehlung für DS414. Ist die Kiste wirklich so gut? (Wäre bei enem Preis von ca. 400€ aber auch zu erwarten!)
Ja, habe auch gelesen, dass die Singlecore geräte mit 128MB bzw. 256MB RAM eher schwachbrüstig sind und teilweise einfach der Last nicht gewachsen sind.

USB brauch ich an der Kiste eigentlich gar nicht. Wüsste nicht, wozu.

computerbase107 schrieb:
Hast Du Deinen Bedarf in der Menge (heute + kommende 2 Jahre + 50% Sicherheitszuschlag) richtig kalkuliert ?
Ein Raid5 mit 4 Platten, also 3-Platten Nettokapazität reichen für die kommende Zeit ?

Ich denke, dass das reicht. Aktuell habe ich 3TB im Einsatz. Das läuft seit 3 Jahren nun schon so. Wenn ich also mit 3x4TB rechne, habe ich also 8TB, das ist ein Zuwachs von 160%. Ich denke, dass ich damit hinkommen werde. Eventuell mache ich ja sogar direkt 4x4TB, um auf 12TB zu kommen. Mal schauen. :)

Habe mal den Rest des Posts abgeschnitten, damits nicht zu viel wird. Auch wenn ich kein direktes Limit habe: 1000€ und mehr wollte ich für ein nacktes NAS nicht ausgeben. Man muss auch bedenken, dass es hier vielmehr eine Sammlung von Filmen und co sowie Backups ist.

rille schrieb:
Es gibt z.B. das Chenbro SR30169 mit 4xHotswap. Ist halt recht teuer.

An sowas hätte ich bei einem Leergehäuse gedacht! Das hier hab ich auch gerade noch gefunden: http://www.amazon.de/Eolize-SVD-NC1...RNX6/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1389892783&sr=8-4

Finde ich nur Preislich irgendwie etwas überzogen. Gibts da vielleicht eine günstigere Alternative beim Gehäuse?

rille schrieb:
Ein Eigenbau muss aber nicht teuer sein. Wenn man ein einfacheres Gehäuse nimmt, kommt man auch locker mit ~200 EUR aus, hat dann aber mehr Leistung und kann mehr Platten anschließen. Wenn amn wirklich Hotswap braucht, kann man auch Wechselrahmen in ein normales Gehäuse einbauen.

Ich denke nicht, dass man da mit 200€ hinkommt. Hotswap Festplatteneinschübe sollten es schon sein, auch wenn die Hotswap-Funktionalität keine Voraussetzung ist. Allerdings ist für mich wichtig, dass es kompakt, also möglichst klein ist. Ein normales ATX-Gehäuse fällt da flach. Bei mini-ITX Gehäusen hat man im vernünftigen Preisraum kaum genug Festplattenschächte.
 
Botlike schrieb:
Beruflich habe ich auch so schon mit Servern zu tun. Daher wäre die Installation eines RAID und der Software auf einem nackten System eher weniger das Problem.

Das ist auch der kleinste Aufwand. Wobei sich da die Frage stellt, ob du Linux nehmen willst oder Windows. Und wenn Linux, ob du dir da auch ruhigen Gewissens zutraust ein Raid 5 wiederherzustellen - ohne Angst zu haben, dass der nächste Befehl alles zerballert. Wenn ja, dann ist das evtl. eine Option. Da muss man einfach ehrlich zu sich sein.

Wenn man mehr als nur ein Datengrab will, muss man eben auch die Zusatzpakete konfigurieren etc.

Botlike schrieb:
Ich suche ja auch keine eierlegende Wollmilchsau. Will nur was ordentliches, dafür darfs dann auch ruhig etwas mehr kosten.

Na dann ist die DS414 sicherlich eine gute Wahl. Die meisten entscheiden sich aufgrund des Preises gegen eine Synology. Die, die eine haben, tauschen sie gegen nix anderes mehr ein :-)

Botlike schrieb:
Wenn das DS414 auch die 90 MB/s im RAID5 schafft, wäre das auf jeden Fall mehr als ausreichend. Ich habe ebenfalls vor, mein zukünftiges NAS mit WD Red zu bestücken.

Die Angaben dort beziehen sich auf Raid 5 (bei den Kisten mit mehr als 2 HDD Slots):

http://www.synology.com/de-de/products/performance/#4_bay


Botlike schrieb:
Kurze Frage dazu: In welchem Modus lässt du deine Platten laufen? RAID0, RAID1 oder JBOD?

SHR: http://www.synology.com/de-de/support/tutorials/492

Botlike schrieb:
USB brauch ich an der Kiste eigentlich gar nicht. Wüsste nicht, wozu.

Man könnte sehr wichtige Daten auf eine USB Platte per Backup Job sichern. Da liegen sie Read Only. Wenn du Dateien auf dem Raid 5 aus versehen löschst, sind sie weg. Ein Raid ersetzt kein Backup!
 
Botlike schrieb:
Fällt flach, da kein RAID5.
Wieso? Erstens kannst Du bei dem sogar einen HW-RAID Controller einbauen, machen viele und zweitens haben die ganze normalen Cosumer NAS auch keinen HW RAID Controller, die machen das alle über ein SW-RAID, weil die eigentlich fast immer mit einem Linux-Derivat laufen und das RAID dann über mdadm realisieren, was Du bei so einem Microserver selbstverständlich auch machen kannst. Ein HW RAID Controller der auch etwas taugt, also nicht so ein billiger JMicron, kostet locker mehr als so ein Microserver oder NAS!

Bei bei dem Kenntnisstand den Du mit dieser Antwort beweist, solltest Du wirklich ein Fertiges NAS kaufen, Selbstbau dürfte da nur in die Hose gehen.
 
Also meine Erfahrung ist, das man mit einem Fertig-NAS ruhiger lebt. Ich hatte schon 3 Selbstgebaute (Debian & Ubuntu Server) und 3 Fertige (DS210j, TS-659, DS213+). Und das alles auch in diversen Variationen ohne Raid, mit Raid 0, 1, 5 und 6 .. mit Soft & Hardware Raid (mdadm, 3Ware, Areca). Und ich hab es immer geschafft aus versehen das Raid zu zerstören :( Und ich bin eigentlich kein IT-Noob ;) Beruflich hab ich schon mit größeren (Fiber-Channel) System zutun gehabt, die laufen alle noch! Aktuell bin ich zu dem Schluss gekommen das Privat ein Raid unnötig ist, wichtiger sind aktuell, rotierende Backups. Daher hab ich nur noch 2x 3TB im Single-Betrieb (kein JBOD!) die doppelt auf eSATA HDDs gesichert werden (min jeden 2ten Tag oder wenn ich was größeres gemacht habe). Als "bastle" Linux-Server hab ich noch ein Raspberry PI laufen, der ist schnell neu installiert und man kann alles gut darauf testen ohne Daten des NAS zu gefährden :)

Kurz: 2bay Fertig-NAS (2x4 = 8TB sollten dicke reichen) + gute/aktuelle Backups. Je mehr parallele Zugriffe desto größer sollte die CPU sein.
Aber: Wenn ich heute ein System selbst bauen müsste dann auf jeden Fall mit der HP-Kiste, spart eine menge Ärger mit der Basis-Hardware.
 
IndianaX schrieb:
Aktuell bin ich zu dem Schluss gekommen das Privat ein Raid unnötig ist, wichtiger sind aktuell, rotierende Backups.
Das ein RAID kein Backup ersetzt, predigen wir hier ja immer wieder und bei euch in der Firma gibt es sicher auch regelmäßige Backups, oder?

Ein RAID mit Redundanz schützt allenfalls bei Ausfall einer Platte, aber das ist nicht die einzige Bedrohung für die Daten, da gibt es noch Verschlüsselungsviren und vor allem den User selbst, der meist die größte Gefahr für seine Daten darstellt! Außerdem ist der Schutz in dem Moment aufgehoben, wo eine Platte wirklich ausfällt und man das RAID rebuilden muss, sofern man nicht ein RAID 6 hat, da hat man dann noch die Sicherheit wie bei einem RAID 5, aber wenn einem die Platten zu kurz hintereinander abrauchen, weil die eben alle gleich alt und gleich verschließen sind, dann kann das im Zweifel auch eng werden, vor allem bei einem RAID 5. Von der UBER und TLER Problematik bei Consumer-HDDs mal ganz abgesehen.
 
@Holt: Klar haben wir im Büro Backups, wenn du eines brauchst was älter ist muss das Band erst mal wieder aus dem Bunker geholt werden .. das dauert immer ewig ;)

Ich sprach aber Privat, wo das Budget eine rolle spielt. Da finde ich das die Paritäts-Platte besser als zusätzliches Backup verwendet werden sollte als als Raid. Denn Privat ist es "nicht so schlimm" erst zu warten bis das Backup nach 6 Stunden wieder zurück gespielt wurde. Bzw kann man oft direkt auch von den Backup-Platten lesen => Schützt genau vor deinen genannten Bedrohungen wie Viren und Benutzer.

Aber zurück zum Thema: Denke die meisten stimmen überein Botlike ein fertiges NAS von Synology oder Qnap zu empfehlen, wohl 4-Bay Raid 5 mit ein paar (je nach dem wie viel der Daten ihm wirklich wichtig sind) externen HDDs für Backups.
 
Meine letzte Antwort ist schon etwas her. Kurzes Update:

Nach langem Zögern und Überlegen musste ich zusehen, wie die N54L auf Amazon ausverkauft waren und auch andere Händler ihren Preis langsam anhoben. Ich hatte mich bereits etwas mit dem MicroServer auseinandergesetzt und mitbekommen, dass ein richtiger Kult um diese Kisten besteht. Habe so eine Kiste mit 2GB nun hier stehen (bevor sie noch teurer werden). Ich fange nächsten Monat damit an, mir HDDs zu kaufen. Mit BIOS Mods kann die Kiste sogar 6 HDDs im AHCI. Der eSATA-Port kann wohl auch nochmal geteilt werden und ermöglicht noch mehr HDDs im AHCI - ohne RAID-Controller.

Ich habe mich für das N54L entschieden, weil den Möglichkeiten dort quasi keine Grenzen gesetzt sind. Wenn sich meine Ansprüche erhöhen, kann ich hier auch erweitern (und ich meine nicht nur die HDDs). Auch die CPU sollte (soweit ich das bisher beurteilen kann) relativ stark sein für einen Homeserver. RAM kann man wohl sogar bis 16GB erhöhen (auch wenn ich SO VIEL nicht brauchen werde).

Als OS werde ich OpenMediaVault einsetzen. Bisher kann ich eigentlich nur die Lautstärke bemängeln, aber auch dafür gibts viele Workarounds, wie ich gesehen habe. Für OMV wird ausrücklich empfohlen, keinen USB-Stick als Boot-Device zu nutzen, da kommt dann halt eine kleine SSD für 30€ rein. Erfüllt ihren Zweck dann voll und ganz.

In einem anderen Forum (will keine Werbung machen) habe ich einen riesigen Thread entdeckt, der voll mit Infos und Tipps zu der Kiste ist.

Ich möchte mich nochmal bei euch allen für eure Vorschläge bedanken.
 
kann mich nur immer wieder für synology aussprechen.
habe schon länger ein modell von denen, und mir aktuell jetzt noch die 1813+ (8x4TB im Raid6) gegönnt.
das betriebssystem ist top, viele möglichkeiten, sauschnell....etc pp.
der ewige konkurrent ist qnap, der mit den neuen modellen nachgezogen hat. damit hat er eigentlich nur seine alte linie auf state of art gebracht, wo synology bereits ist.
schau dir doch einfach mal die DS 1513+ von Synology an. Hat 5 Hdd slots und ordentlich power.


€: habe irgendwie deinen letzten post überlesen ^^ viel spass mit deinem N54L. Hätte "ich" nicht gemacht... aber das ist ja nur meine meinung :D
 
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