NAS? Lohnt es für mich, wenn ja - welches?

Lawrence

Lt. Junior Grade
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Apr. 2010
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341
Hallo,

ich bin Fotokünstler und habe mittlerweile reihenweise DVDs mit RAW-Files, sowie hochwertige TIFFs auf meinen computer-internen Festplatten "schlummern". Hinzu kommen Fotoworkshops, sowie eine relativ große Anzahl mp3s, da ich mir Musik vorzugsweise im mp3-Format kaufe.

Weil ich nur eine 6000er Internetleitung habe, würde ich gerne meine heruntergeladenen Steamspiele auf Festplatten für eine spätere Installation sichern.

Mein Festplattenspeicher wird knapp... meine USB-Sticks sind zum bersten gefüllt. :-)

Im Haushalt haben wir noch einen Laptop, ezwei Smart-TVs, ein iPod und einen BlueRay-Player, die ins Heimnetzwerk eingebunden sind.

Nun spiele ich mit dem Gedanken mir ein NAS zuzulegen. Die Frage ist: Lohnt es sich für mich? Ich möchte meine Daten SICHER und ZENTRAL speichern.
Ich stelle hier diese kleine Anfrage, weil ich mich schon mit einem Freund ausgetauscht habe, der allerdings meinte, dass ich lieber zu einer USB-Festplatte greifen soll. Er bezeichnete ein NAS als "überflüssigen Luxus", der zu teuer sei...
Leider kann ich so wie es jetzt ist meine Datenbestände nicht mehr richtig "handeln".

Solltest ihr jetzt JA zu einem NAS sagen, welches würdet ihr empfehlen? Eigenbau? Oder lieber ein Fertiges?
Obwohl ich grundsätzlich meine PCs immer selbst zusammenbaue, spiele ich mit dem Gedanken mir ein Synology DS414 Diskstation-NAS zu besorgen. Erst einmal mit 2x 4TB-Festplatten mit der Option später noch einmal 2x 4TB nachzurüsten.
Dabei würde ich gerne eine Festplatte aus Sicherheitsgründen "spiegeln".

Spricht etwas gegen einen Kauf?
Ich bin gespannt auf eure Antworten - vielen Dank im Voraus.

Gruß
Lawrence
 
Ist das nur für 1 PC bzw System? Falls ja dann lohnt sich ein NAS nicht sondern es reicht eine externe USB 3.0 oder eSATA Lösung. Es gibt Lösungen die spiegeln die Daten auch gleich.
Ist allerdings nicht ganz günstig mit 2 x 4 TB: http://geizhals.at/lacie-2big-quadra-usb-3-0-8tb-9000317-a888312.html
Ansonsten eine Lösung mit Leergehäuse und dann Disks selber reinbauen.
 
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Man sollte sich überlegen, das im falle eines Blitzschlages unter anderem NAS + PC im Eimer sind (halt alles was am Netz hängt) und wenn es keine zusätzliches Backup gibt von den wichtigen Sachen hat man ein kleineres Problem. Ein NAS ist kein Absolutes Backup (Raid sowieso nicht). Evtl NAS + Externe USB Platte für zusätzliches speichern
 
Kostenpunkt wäre um die 700,-€
Wie oben beschrieben sollen mehrere Geräte wie 2. Laptop, BlueRayPlayer, Smart TV und iPod darauf zugreifen können.

Und ja natürlich wird noch eine externe Festplatte fürs Bankschließfach gekauft, für den Fall eines Brandes, Blitzeinschlages, etc.
Ergänzung ()

Ist halt die Frage welches... und ob es wirklich lohnt. ;-)
 
Wie oben beschrieben sollen mehrere Geräte wie 2. Laptop, BlueRayPlayer, Smart TV und iPod darauf zugreifen können.
dann wirst Du um ein NAS nicht rumkommen wenn das handlebar bleiben soll.
Wenn die Datenmenge zunimmt wäre z.B. ein 4 Bay NAS eine gute Idee wovon Du erstmal mit 2 x 4 TB startest uns später erweitern könntest.
An praktisch jedes NAS kannst Du ein USB Disk anschliessen um darauf die Datensicherung draufzumachen (teils automatisch sobald Gerät angeschlossen ist, wird der vorher definierte Backup Job ausgeführt).

Mögliche Kandidaten wären (jeweils ohne Disks) z.B.
http://geizhals.at/asustor-as-204te-a1003867.html
http://geizhals.at/synology-diskstation-ds414-a1002802.html
http://geizhals.at/qnap-turbo-station-ts-421-a915849.html

sowie zum starten 2 x von Diesen
http://geizhals.at/western-digital-wd-red-4tb-wd40efrx-a992027.html

Dann kommst +/- auf die 700 Euro und könntest auch noch aufrüsten.
 
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Ja, es lohnt sich, da damit noch weitere Möglichkeiten sich ergeben.

Wenn es "nur" um ein Datensilo geht, dann ist zu überlegen welches Datenvolumen jetzt benötigt wird und wie sind die Zuwachsraten pro Monat zirka für mindestens die nächsten 2 Jahre, sofern es möglich ist.

Daraus ergibt sich das Mindestspeichervolumen. Jetzt addiere noch einmal mindestens 50% dazu als Reserve und Du hast in etwa das Ziel-Netto-Speichervolumen.

Zusätzlich könnte es Fragen zu Verschlüsselung, Perfpormance etc. geben.

Bitte beantworte Dir und uns zuerst diese Fragen und danach sehen wir weiter.
 
Hallo,

danke für die zahlreichen Antworten!

8 TB jetzt und eventuell 8TB später dazu - wenn nötig ist auf jeden Fall schon einmal der richtige Weg.

Das NAS sollte quasi als eine Art "HomeCloud" dienen. Mit Verschlüsselungen kenne ich mich zwar nicht aus, aber es sollte schon so sicher sein, dass von außen keiner reinkommt - außer ich selber eventuell. Das Ding wird ja auch teilweise über W-LAN laufen.
Performancemäßig sollte das durchaus schnell sein, klar. Das Streamen von HD-Filmen und Musik sollte im Heimnetzwerk damit schon möglich sein.
Ergänzung ()

Da fällt mir noch etwas ein... mir wurde geraten ein NAS nicht direkt an den Router anzuschließen und stattdessen über ein Hub oder Switch zu gehen...

Ist da etwas dran? Warum das?
 
Ich habe einen i3 530 mit dem MSI H55M-E33 als Heimrechner. Damit kann ich bis zu 4x4TB verwalten (wegen SSD und ODD). Ich sehe für mich keinen Grund, da auf ein NAS zu setzen. Zur Zeit sind sonst nur 2 Smartphones und ein Laptop mit im Netz, aber selbst wenn 2 Streams bzw. Clients dazukommen sollten, interessiert dass den i3 noch lange nicht.

bezüglich Datensicherung: Diese findet ohnehin extern statt und hat mit einem NAS nichts zu tun.
 
Da fällt mir noch etwas ein... mir wurde geraten ein NAS nicht direkt an den Router anzuschließen und stattdessen über ein Hub oder Switch zu gehen...
Ist da etwas dran? Warum das?

Diese Aussage macht Sinn wenn der Router keine Gbit LAN Ports zur Verfügung stellen kann was bei einigen günstigen Modellen der Fall ist. Weiterhin könnte es Sinn machen wenn bei einem NAS mit Dual LAN beide Ports zusammengefasst werden sollen (Trunking, unterstützt kein mir bekannter Home Router), in diesem Fall wäre ein Managed Switch nötig.

Würdest Du es Dir denn auch zutrauen ein eigenes (NAS) zusammenzustellen so wie es Heen gemacht hat? Das geht natürlich auch aber es braucht ein wenig mehr Fachwissen, bei den Fixfertig NAS kann mittlerweilen jeder der halbwegs mit PCs umgehen kann so ein Ding bereitstellen.
 
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OT: Schaut euch lieber Soccer an, ist das geil.

Versteht mich nicht falsch, ich hab lediglich WOL aktiv, Remote per Teamviewer und Fernzugriff auf meinen Router eingerichtet und greife vom Smartphone mittels ES Datei Explorer zu. Die Platten gehen nach 20 Min in den Standby, damit arbeite ich überwiegend an einem lautlosen PC (nur SSD und 2 500UPM Lüfter zzgl. NT-Lüfter).
 
@Lawnmower,

zum Thema NAS im Eigenbau. In wie fern würde das überhaupt lohnen?

Ich selbst bin recht bewandert im Zusammenbau von Computern. Ich baue mir grundsätzlich seit ca. 14 Jahren meine PCs selbst zusammen, weil die Komplettsysteme nicht meinen Bedürfnissen entsprechen, aber das ist ein anderes Thema.

In wie fern es allerdings sinnvoll ist ein NAS selbst zu bauen? Keine Ahnung - ich dachte in diesem Fall ist ein gekauftes wirklich die beste Lösung.
Zumal man ja eh noch die Festplatten nachrüsten muss...
 
Nun wenn Du das maximum an Performance und "alle Möglichkeiten der Welt" haben willst, geht nichts über ein Eigenbau.
Du kannst selber festlegen welche CPU reinkommt, wieviel RAM, hast freie Auswahl beim Gehäuse, Anzahl Festplatten Einbaumöglichkeiten, etc; maximale Flexibilität eben.
Dafür musst Du dann selbst gucken dass z.B. das RAID sauber funktioniert und irgendein OS drauf läuft (wie z.B. FreeNAS).

Bei den Fixfertig NAS hast eben alles aus einem Topf, Du weisst genau was Du bekommst, das Setup ist mit den Assistenten schnell erledigt und die Software einfach zu bedienen.
Softwaremässig können Erweiterungen im App Store per Klick runtergeladen und installiert werden, wie z.B. diverse OpenSource CMS, VoIP Server, etc.
Das "ganze Paket" wird in dieser Konstellation x-Fach weltweit eingesetzt und verwendet, bei einer Eigenlösung ist es immer individuell und man sollte schon was tiefergehend in der Materie verstehen (nicht nur bei Hardware) um es "sicher" betreiben zu können (aber man kann es ja auch lernen wenn man die Zeit dafür hat).

Musst Du selbst entscheiden, zum Thema Eigenbau NAS gibts im Forum diverse Beiträge/Vorschläge.
Fertig NAS habe ich einige Vorschläge gepostet die in deinem Preisrahmen Platz finden.
 
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Lawrence schrieb:
... In wie fern es allerdings sinnvoll ist ein NAS selbst zu bauen? Keine Ahnung - ich dachte in diesem Fall ist ein gekauftes wirklich die beste Lösung. ...

Mein Tipp, wenn Du Dir keine neue Baustelle ins Haus holen möchtest und einfach nur ein netzweit funktionierendes verfügbares Datensilo möchtest, dann ist ein Fertig-Nas genau das richtige.
Festplatten stecken mit der Möglichkeit im laufenden Betrieb diese zu tauschen - Stichwort Hotplugfähigkeit -, einschalten, kurz administrieren, Raid einrichten und los geht´s inklusive dem lebenslangen Recht geprüfte Updates zu erhalten ohne Datenverluste etc.. Es funktioniert ohne zu stottern und zu haken.

Das sind für mich gewichtige Argumente pro Fertig-Nas, oder um noch ein zugegeben einfaches Beispiel zu geben, wenn ich einen Nagel einschlagen möchte nehme ich mir einen Fertig-Hammer und fange nicht erst an mir einen zu bauen.
Für mich ist ein Nas ein Problemlöser/Tool und kein Objekt der Forschung.

Zusammengefasst: gutes Fertig-Nas mit hinreichender Speichermöglichkeit und Performance und Du kannst Dich wieder um die wirklich wichtigen Dinge in Deinem Leben kümmern.

Ach ja, ein Backup der wichtigsten Daten per am Nas angeschlossener externer Festplatte(n) und dies regelmäßig ist natürlich obligatorisch.
 
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Baustelle ist das falsche Wort. Wichtiger ist, wo deine Interessen liegen. Bist du IT-Interessent oder reiner Konsument - oder besser:
Lernst du noch oder konsumierst du schon?

Bedenke dabei aber auch: NASe werden zu 95% nur mit zwei-drei Funktionen genutzt: Netzwerkspeicher, Mediastreaming, Datenzugriff über Internet/Cloud. Alle diese Funktionen hakst du beinahe ebenso schnell ohne Baustelle folgendermaßen ab:
Windows 8 (Netzwerkspeicher) + Plex (Mediastreaming) + Owncloud (Cloud). Fertig. Da ist keine Baustelle und kein Hindernis.
Wenn es mehr sein soll: Fertig-NAS.
Wenn es noch mehr sein soll: vollwertiger Homeserver mit Server-OS/Linux etc.
 
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