Projekt NAS / Storage Selbstbau

kse

Cadet 1st Year
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März 2017
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Moin,

Bei mir steht momentan ein NAS auf dem Bauplan. Die meisten Teile habe ich schon da:
  • CPU: Pentium G4560
  • Mainboard: Asus H110M-R (mATX)
  • Ram 1x 4GB DDR4 2133
  • Raidcontroller: FSC D2516-D11-GS1 (ein LSI 1078) inkl. BBU
  • Diskshelf: 2x RACKMAX RM-324 (SATA / SAS. inkl. Backplane, HotSwap)
  • Rumliegendes 300W netzteil
  • HDD: Vermutlich 8x1TB, ggf aber auch 2 Arrays (einmal mit 1TB und einmal mit 2 TB platten)

Als zusätzliches Gimmick werde ich mir mit einem Pi Zero den ich noch rumliegen habe einen Remote Power On realisieren. Das Storage muss bei mir nicht dauerhaft laufen.

Ein paar Kleinigkeiten sind noch im Zulauf (z.b. die PCI Express Risercard). Ich bin nun am überlegen wie ich das Gehäuse aufbaue. Ich bin mir vor allem bei der Materialwahl unsicher. Folgende Möglichkeiten sehe ich:

  1. MDF, selbstgefräst
  2. gefärbtes Acrylglas, selbstgefräst
  3. Stahl, Laserzuschnitt
  4. Alu, laserzuschnitt
  5. Alu Profile von motedis (20x20) als Ständerwerk, drauf dann beliebiges Plattenmaterial verschraubt

Da ich kein Schweißgerät besitze und auch keinen kenne der eins hat, müsste ich Stahl und Alu löten. Für Stahl müsste ich mir irgendwo eine Lötlampe für Messinglot (Silberlot würde auch gehen, ist aber einfach bei der benötigten menge zu teuer) besorgen. Alu Lot bekomme ich mit meiner kleinen Gaskartuschen Lötlampe hin.

Das Gehäuse soll einfach schlicht und simpel werden, ohne viel schnick schnack.

Sobald ich mich für die Materialwahl entschieden habe fange ich mal an zu zeichnen. Wird allerdings nur 2D Zeichnungen geben (ich arbeite auf Linux, da gibts kein vernünftiges bedienbares 3D CAD, daher arbeite ich in 2D in qcad)

kse
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich vermute mal es soll Pentium 4560 heißen oder?
 
Jap, die 5 auf meiner Laptoptastatur klemmt manchmal. hab es oben korrigiert.
 
Du könntest auch überlegen das gehäuse zu kleben...mittlerweile gibt es so viele gute kleber die bombenfest halten
 
Acryl würde ich mit Acryfix verkleben, oder es auf aluprofilen verschrauben.

Alu und stahl würde ich aber lieber verlötet oder geschweißt haben wolle.
 
Stahl und Alu lässt sich auch nieten. Eine Nietzange gibts handbetrieben um kleines Geld, druckluftbetrieben auch schon ab 50€.
Von Kunststoff oder MDF für ein Computergehäuse halte ich nicht viel wegen der elektromagnetischen Abschirmung.
Alu ist halt teuer und auch schlecht mit dem Laser zu schneiden, eher Wasserstrahl. Du kannst dir allerdings das Lackieren sparen.
Wenn Gewicht keine Rolle spielt was ich mal bei so einem Projekt annehme würde ich aus Kostengründen 0,5-0,7mm Stahlblech nehmen und das mit der Baumarktsprühdose lackieren.
 
Vernieten finde ich unschön, die nieten würden mich von der Optik her stören. Alu Lasern lassern ist kein Problem. Laserteile bestelle ich bei geerscutting. Die haben mich bislang nie enttäuscht (auch nicht bei Alu). Wobei ich alu wohl auch auf meine Fräse werfen könnte, allerdings Alu noch nie getestet.

0.5-0.7mm Stahlblech, etwas arg dünn. Das verzieht sich ja schon vom bloßen ansehen. Dachte sowohl bei Stahl, als auch bei Alu eher an 1-2mm Blechdicke.
 
bei alu wären 2mm schon toll. bei stahl darf es auch etwas dünner sein. normalerweise faltet man den dann so das er mehr stabilität bekommt.

vielleicht schaffst du es die nieten so zu verstecken das man die nicht sieht, im inneren oder so. das wäre designtechnisch bestimmt spannend zu entwerfen.
 
kse schrieb:
[*]Mainboard: Asus H110M-R (mATX)
[*]Raidcontroller: FSC D2516-D11-GS1 (ein LSI 1078) inkl. BBU
[*]Diskshelf: 2x RACKMAX RM-324 (SATA / SAS. inkl. Backplane, HotSwap)
[*]HDD: Vermutlich 8x1TB, ggf aber auch 2 Arrays (einmal mit 1TB und einmal mit 2 TB platten)
Der ganze Aufwand für 8TB? Da wäre eine 8TB-Platte deutlich einfacher. Wenn du wirklich die Ausfallsicherheit benötigst, eben 2x 8TB.


kse schrieb:
Als zusätzliches Gimmick werde ich mir mit einem Pi Zero den ich noch rumliegen habe einen Remote Power On realisieren. Das Storage muss bei mir nicht dauerhaft laufen.
Wake-on-LAN wäre einfacher ;) Interessanter ist, wann das Teil dann in den Standby geht. Für Windows gäbe es LightsOut.
 
Die 1TB platten hab ich hier halt noch rumliegen. Derzeit komm ich mit einer (nicht einmal ansatzweise vollen) 500gb USB platte an meinem Router aus. Also 7TB nutzbar bei einem Raid5 sollte erst mal eine ganze weile reichen. Es müssen nicht immer gleich 8*4TB sein.

Falls es irgendwann eng wird, ersetze ich die eingesteckten Platten nach und nach durch größere und lasse den Raidcontroller das Raid Resizen. Das können die LSI Controller in der Regel problemlos.

Für WakeOnLan brauch ich trotzdem irgend ein Gerät das im VPN hängt, von extern darüber erreichbar ist und das WakeOnLan Signal generiert. Da kann ich mir aus dem Pi auch direkt einen Webresetter bauen und im Gehäuse mit unterbringen.

Windows kommt auf die Kiste sicherlich nicht drauf. Eher ein minimal Debian, nfs Server und openvpn. Zur Backupautomatisierung vlt. noch ein burp
 
Coole Projektidee, aber warum nicht einfach ein Silverstone CS380? Wenn es dir nur um schlicht und funktionabel geht dürfte das preislich vermutlich günstiger sein als Selbstbau.

Wenn du darauf openVPN betreiben willst, muss er doch sowieso laufen damit du dich darauf verbinden kannst. Falls du bereits einen VPN-Server betreibst: Warum nicht von dem aus das WoL senden?
 
meinen VPN-Server habe ich bei uns im Rechenzentrum stehen. Derzeitige Verwendung ist dabei nur um per Smartphone meine Heimautomatisierung steuern zu können. Klar könnte ich auch über den Pi auf dem die Homematic software läuft WoL Pakete generieren, aber ich vermische ungern A mit B. Der Pi für die Steuerung soll nur das tun was er tut. Ich bevorzuge es wenn die Systeme möglich in sich geschlossen sind.

Klar könnte ich auch ein fertiges Gehäuse nehmen, aber wo bleibt da der Spaß? Für irgendwas muss man seine CNC-Fräse doch mal nutzen ;)

Das Silverstone sagt mir aber an sich auch nicht zu. Wenn es ein Kaufgehäuse geworden wäre, dann wäre es ein U-NAS NSC-810 geworden

Wahrscheinlich werde ich auf MDF als Material zurück greifen (ist einfach am unkompliziertesten). Um EMV Abschirmung mach ich mir da keine größeren sorgen. Schlimmer als z.b. die ganzen Gehäuse mit Plexiglas Fenster wird es auch nicht. im zweifel kann ich es ja von innen mit dünnen Blechen auskleiden.
 
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