Nas4free ZFS Speicherplatz

Idefix_hh

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Hallo,
hab mal eine Frage zum Speicherplatz. Ich habe insgesamt 4 WD Red 3TB Festplatten in meinem NAS verbaut.
Was mich wundert:
Ich habe die Festplatten, also insg. 12TB, als ZFS formatiert. Wenn ich nun ein virtual device erstelle und unter Management als Pool hinzufüge. Wird mir im Pool als gesamtspeicher nur 10.78TB und als freier Speicher nur 7.78TB angezeigt.
Festplatten sind wie gesagt auf ZFS formatiert und Single Parity ist ausgewählt.
Danach habe ich es mal probiert mit Stripe, anstelle von Single parity. Da ich der Meinung war der Speicher geht wegen dem Raidz1 Verbund flöten. Nun leider wird mir da dasselbe unter Management angezeigt.
Wo sind denn die restlichen TB hin?
 
Morgen,

da eine 3 TB Festplatte niemals volle 3TB hat, da die hersteller mit 1000 MB = 1 GB usw. statt mit 1024 MB = 1 GB rechnen, ist es völlig OK, wenn dir 10,78 TB angezeigt werden (je größer die Platten desto Größer wird die Differenz zwischen Herstellerangabe und tatsächlichem Speichervolumen) und die 7,78 sind deswegen nur Verfügbar, da das Raid Z 1, wie ein Raid 5 arbeitet. Beim Raid 5 wird eine Platte quasi für die Parität (Redundanz) verwendet und damit geht dir der Speicherplatz "verloren". Single Parity = Raid z 1, Double Parity = Raid z2, usw. Und stripped bei ZFS ist wie ein Raid 50, etwas schneller als Raid z1 (5), aber brauchst halt immernoch die Redundanz. Aber da ein Raid 50 mit 4 Platten nicht funktioniert ( höchstens Raid 10), weil du dafür mindestens 6 Platten bräuchtest, wird dein NAS bestimmt kein stripped einsetzen, auch wenn du das einstellst. Ist also alles OK.
 
Zuletzt bearbeitet:
aufdroge hat es super erklärt.

12 TB - Dateisystemverluste / 1024 Umrechnung ( Die du immer hast ) = 10.78TB

Und der quasi Raid 5 Verbund kostet den Platz einer Platte für die Paritätsdateien. ( Dafür darf dann eine der Festplatten ausfallen ohne das deine Daten weg sind ) Also sind 7,78 TB gar nicht mal so schlecht.
 
aufdroge schrieb:
Morgen,

da eine 3 TB Festplatte niemals volle 3TB hat, da die hersteller mit 1000 MB = 1 GB usw. statt mit 1024 MB = 1 GB rechnen, ist es völlig OK, wenn dir 10,78 TB angezeigt werden (je größer die Platten desto Größer wird die Differenz zwischen Herstellerangabe und tatsächlichem Speichervolumen) und die 7,78 sind deswegen nur Verfügbar, da das Raid Z 1, wie ein Raid 5 arbeitet. Beim Raid 5 wird eine Platte quasi für die Parität (Redundanz) verwendet und damit geht dir der Speicherplatz "verloren". Single Parity = Raid z 1, Double Parity = Raid z2, usw. Und stripped bei ZFS ist wie ein Raid 50, etwas schneller als Raid z1 (5), aber brauchst halt immernoch die Redundanz. Aber da ein Raid 50 mit 4 Platten nicht funktioniert ( höchstens Raid 10), weil du dafür mindestens 6 Platten bräuchtest, wird dein NAS bestimmt kein stripped einsetzen, auch wenn du das einstellst. Ist also alles OK.

ah ok, dann ist ja alles in Butter. Ich hab in einem anderen Tutorial gelesen, das bei Stripped kein Raid benutzt wird.
Deswegen hab ich mich ein wenig gewundert. Gut dann lass ich das so. Oder ich schau mal nach ob ich ein Raid überhaupt brauche.
 
Zuletzt bearbeitet:
stripped, also Raid 0, funktioniert bei ZFS leider nicht so einfach, so als Übersicht:

klassisches Raid 0:

Platte1 + Platte2
Daten Daten

--> Daten werden abwechselnd auf Platte 1 und 2 geschrieben, dadurch hast du die Kapazität beider Platten, aber keinerlei Redundanz

Stripped bei ZFS:

Platte1,2,3 + Platte 4,5,6
Daten............Daten
Daten............Daten
Redundanz....Redundanz

Du hast hier quasi 2x ein Raid 5 das "gestripped" ist, damit würdest du also sogar auf den Speicherplatz von 2 Platten verzichten müssen, dafür ist es aber schneller als ein Raid z1 (5), dafür darf weiterhin aber nur 1 Platte ausfallen, ab der 2. sind dann wieder alle Daten verloren.
 
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aufdroge schrieb:
... Differenz zwischen Herstellerangabe und tatsächlichem Speichervolumen ...
Es gibt keine Differenz, sondern nur Informatiker, Programmierer und Software-Manager, die nicht kapieren, was ein wissenschaftlicher Standard ist und was nicht. Kurz und knapp: Gebräuchlichkeit ist ungleich Standardisierung. Standardisiert nach ISO sind Kilo, Mega, Giga und so weiter ausschließlich 10^3, 10^6 usw. Dass eine Rechnung mit Basis 2 in der Informatik sinnvoller ist, ist richtig, aber deswegen sollte man nicht, wie leider 30 Jahre praktiziert, eine von der ISO eindeutig als 10^3 definierte Vorsilbe namens kilo für 2^10 zu schreiben - das ist zwar (zu) lange gebräuchlich gewesen, aber es ist eben Schwachsinn, weil kilo nunmal als 10^3 definiert ist. Bei Bit-Angaben gelten im übrigen generell Dezimalpräfixe, 1 Mb sind 1.000.000 b, insofern ist das oft verwendete Argument, dass man sich ja einfach merken könne, dass Mega in der Informatik 2^20 wäre, einfach mal falsch. Nur für Byte-Angaben werden Binärpräfixe verwendet und die sind Standardisiert als:
1 KiB (KebiByte/Kilobinary Byte) = 2^10 B
1 MiB (MebiByte/Megabinary Byte) = 2^20 B

usw.

Festplattenhersteller schreiben jetzt nicht einfach nur GB-Angaben auf ihre Produkte, sondern meinen diese auch. Ich finde das nicht verwerflich, auch wenn die GiB-Angabe sicher sinnvoller wäre.

Es gibt aber auch immer mehr Software, gerade im Linux/Unix-Umfeld, die langsam lernt, ein Binärpräfix auch tatsächlich als solches zu bezeichnen.
 
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