Neue abstrakte Sachen/Stoff für Prüfung lernen

Simple Man

Lt. Commander
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Das hier richtet sich wohl eher nur an Studenten, Schüler oder einfach auch an Menschen die Etwas/einen bestimmten Stoff für eine Prüfung lernen müssen.
Mich würde interessieren, wie ihr euch bestimmte Dinge merkt oder was der beste Weg ist, um sich recht viele "formale" Informationen zu merken. Es geht um relativ abstrakte Dinge, Konzepte, Aufzählungen (MASSIG viele davon ^^) und keine Geschichten nach dem Motto: Kindermärchen mit vielen Bildern.

folgendes ist heute passiert: Ich war mit Kollegen unterwegs und wir haben uns über etwas unterhalten und auf eine bestimmte Frage/These wusste keiner von uns die Antwort. In einem Buch steht aber ein ganzer Absatz zu diesem Thema/Frage und ich wusste sogar die Seite und auch genauen Seitenabschnitt wo sich das befand, aber der Inhalt wollte mir nicht einfallen.

Ich habe zu Hause dann die Seite aufgeschlagen, die erste Zeile gelesen und mir fielen all die Informationen ein. Es war wie ein Bild, wo man einen kleinen Ausschnitt sehen muss, um alles zu vervollständigen.

Denkt ihr auch in Bildern, Objekten? Wie geht euer Gehirn vor, wenn es sich Aufzählungen zu einer Überschrift( ohne alles vestehen zu müssen ) oder Definitionen merken muss?
 
Ich mache gerade mein Nautik Studium an der Bundeswehr Uni und kann mir die Zusammenhänge die logisch sind auch eigentlich alle herleiten und muss die genaue Abfolge eigentlich nur einmal durchlesen und dann behalte ich das auch.

Bei Aufzählungen oder ähnlichem habe ich eigentlich immer ein Bild von der Seite im Kopf wo es draufstand.
Die Dinge selbst merke ich mir dann wntweder anhand von Farben oder Bildern die logisch in eine Reihenfolge passen. Zum Beispiel von hell nach dunkel oder ich denke an einen Film den ich gesehen habe und teile jeden Punkt einer Szene zu die hängen geblieben ist.

Funktioniert eigentlich ganz gut... und wenn nicht schreib ich mir halt kleine Zettelchen mit Minischrift :D

MfG
 
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Nautiker?...Hahahaha, die Urlauber im Cafe Seeblick:p *duckundweg*
(Mein Vater ist Chief-Eng, da kann man nix machen am Bild was ich vom Nautiker sowie dem Beruf hab...)

Hm, also ich versuch mir immer die wichtigsten Ansaetze zu merken bzw. woraus ich mir alles wichtige herleiten kann. Immer moeglichst wenig auswendiglernen ist die Devise.

Wenn es sich um Faktenwissen handelt was man Auswendiglernen muss? hm, versuch ich irgendwie zu strukturieren/zusammenzufassen. Oder ich schreibs sooft auf bis es im Kopf ist oder lern es wirklich stumpf auswendig. Irgendwie kommen die Eselsbruecken von selbst.
Jedenfalls versuch ich alles in logische Strukturen zu packen.

Damit fahr ich im Physikstudium ganz gut, aber in dem Fach muss man nun wirklich wenig wirklich auswendig wissen.
 
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Ich denke auch stark visuell. Deshalb denke ich mir Bildergeschichten aus und Male etwas. Je absurder, desto besser ;-)
So kann man sich auch unzusammenhängende, unlogische Dinge herleiten.
 
Ich schreibe Texte aus den Skripten gerne heraus. So merke ich mir das alles am schnellsten. Und natürlich meine lieben Post-It's ;)
 
Ich hab folgende Erfahrung gemacht: Bis zu einer gewissen Quantität reicht das Kurzzeitgedächnis, etwa 1-3 Tage vorher lernen. Bei Aufzählungen lese ich den ersten Begriff, schaue weg und sage ihn auf. Dann lese ich den zweiten und sage beide Begriffe auf. Wenn ich durch bin, kommen eine oder zwei Wiederholungen der ganzen Liste. Wenn ich einen Fehler mache oder etwas nicht auf Anhieb einfällt, wird auf das Blatt geschaut und die ganze Liste im Kopf wiederholt. Eselsbrücken, Bilder oder sowas fressen nur Zeit, ich schauffel den Kram einfach in das Gehirn und habe dabei das Wort vor Augen. Wichtig ist dann aber, dass man die Fragestellung nicht vergisst: Mir ist das schon oft passiert, dass ich bei einer Frage nicht wusste, welche Liste ich jetzt runterrattern sollte und das ist natürlich sehr ärgerlich.
Ab 2cm doppelbeschriebenes Papier muss ich dann das Langzeitgedächnis zur Hilfe nehmen. Dabei verfahre ich wie oben, lerne aber langsamer und lasse mir mehr Zeit. Nach einer Woche wird der ganze Kram dann wieder durchgearbeitet und zwar immer so, als wäre am nächsten Tag Prüfung. Das lernen geht hier schon schneller, man braucht nur 60% der Zeit, die man vorher investiert hat (ich erstelle eine Liste mit Seiten/Stunde um den Fortschritt zu erfassen, das verschafft Motivation und man arbeitet disziplinierter).

Mit herausschreiben, farbig markieren oder Post-It habe ich sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Das schreiben kostet extrem viel Zeit und irgendwann habe ich gemerkt, dass ich das nur mache, damit ich nicht die ganze Zeit auswendig lernen muss und so den Kopf entlaste. Gemarkerten Text empfinde ich als verschandelt und wenn irgendwie fehlt dann die Ästhetik und sowas lenkt mich ab. Sehr hilfreich war aber das unterstreichen von Stichworten in Texten, wenn der Stoff nicht als Liste aufgearbeitet war (selten).
 
Da sieht man die unterschiedlichen Lerntypen.

Mit Odiums Methode wäre ich wahrscheinlich nicht über die Grundschule hinaus gekommen ;-) Bewundernswert, wie manche Leute sich so etwas "einfach so" merken können. Kannst du dir auch gesprochenes besser merken Odium?
 
Nein, überhaupt nicht. Deswegen ist das bei mir immer etwas sinnlos, wenn ich mir Vorlesungen anhöre.
 
Bei mir ist es wie bei Odium.

Ich nehme mir auch zusätzlich immer ein armes Opfer zur Kontrolle, dem ich dann alles erzähle.

Bei meiner letzten Diplomprüfung wuchs der Vortrag zum Schluss auf 7 Stunden an, die ich frei, ohne Pause und Notizen, aus dem Kopf erzählen konnte.

Und kurz danach habe ich das meiste vergessen..aber zur Prüfung ist es perfekt da.
 
Bei mir kommt es eigentlich ganz auf den Stoff an. Wenns mich interessiert oder ichs auch später noch brauchen (brauchen kann) geh ichs anders an als z.B. bei Reli.
Bei Sachen wo ich so eigentlich sonst nie wieder brauch setze ich mich ab Vortag hin und schaufle ich alles ins Gedächtnis bis ich einschlafe. Heißt also Auswendig lernen, wenn ich dann einmal durch bin spreche ich alles vor von oben nach unten bis ich alles auf Anhieb aufsagen kann.
Ist bzw. war dann immer doch ne ziemlich kurze Nacht, ist dann schon mal bis 3 oder 4 Uhr in der früh geworden. War bisher auch immer ein Ordentliches Ergebnis bei Raus gekommen.
Einzige Hacken dabei ist eigentlich, dass man es nach ner weile alles wieder vergessen hat (2-3 Tage) und man an dem Tag Müde ist wie nix.

Bei Sachen die mich Interessieren/Wichtiger sind oder auch einfach zu viel dafür sind geh ich ganz anders an. Da schreib ich ne Zusammenfassung, von dem was wichtig ist, also alles das nötig ist und Sachen, die man sich dazu Reimen kann werden direkt weg gelassen. Dann wird jeden Tag Stück für Stück alles gelernt, dauert dann schon 1-2 Wochen.
 
Ich habe in meinem (erfolgreichen) Studium zusammenhängende und auch unzuzammenhängende Themen immer mit Mindmaps dargestellt. Alles auf A3 Blättern, in den 4 Jahren insg. 1200 Blätter. Nicht alle auf einmal und mittlerweile ist alles wieder weg, aber zu den Klausuren war das perfekt. Zum thema Mindmaps gibt es massig Webseiten. Vergiss aber Software, mache das handschrifltich, mit Buntstiften, Symbolen, das prägt sich am besten ein.
 
@Fu Manchu
Ich finde Mindmaps sind eigentlich nur für wenig Stoff geeignet, habs ne Zeit lang damit probiert, die Ergebnisse haben aber mal bei mir dagegen gesprochen. :-)

Denke beim lernen muss jeder seinen Lerntyp finden, manche lernen gut durch zu Hören andere wiederum nicht. Andere können sich Sachen gut Bildhaft merken, also durch z.B. die Mindmaps.
Andere Wiederrum durch lesen oder schreiben.

@t-kay187
Nette Idee, nur ist es in Deutschland nicht erlaubt. :-)
schon weg :-) wir wollen niemand zu was illegalem anstiften.
 
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Hier stand Quatsch, habe gerade gelesen, dass mein Tipp dem BtmG unterliegt.
 
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Sachen, die Sinn machen und die man aus den Grundthesen herleiten kann, merk ich mir nach einmaligem Lesen. Einmal verstanden, nie wieder vergessen, so ungefähr. Sinnlose oder nicht zusammenhängende Sachen (wie z.B. Vokabeln) machen mir größere Schwierigkeiten und ich merk sie mir mit dem visuellen Gedächtnis, es ist also auch oft so, dass ich weiß _wo_ etwas stand, aber nicht _was_ es war. :)
 
Die These, dass wir in Objekten und Bildern denken und auch komplexe Informationen so speichern, scheint wohl bestätigt worden zu sein ;)

Nice wären auch Links, welche dieses Thema ausführlich behandeln. Lerntypen bzw. Lernmethoden.

Ich hatte selber vor einigen Jahren ein PDF Dokument, in welchem die Lerntypen ausführlich erklärt werden. Hab 0 Plan was genau drin stand, aber weiß, dass es 6-7 Seiten waren ^^.

Die Kernaussage war, afaik, dass wir neue Sachen zu
20% durch sehen
20% durch hören
60% durch nachmachen bzw. schreiben
lernen.

hier paar links zu Lerntypen
http://www.iflw.de/wissen/lerntypen_III.htm
http://www.pruefungsamt.de/pruefungsvorbereitungen_lerntyp.php

hier ein Lerntyptest
http://www.philognosie.net/index.php/tests/testsview/150/


Zwar trivial aber recht interessant: Alles, was ich jemanden Mal erklärt habe, das weiß ich noch und zwar weil ich mich an die Person bzw. Situation erinnere!
 
http://comas.offeneslernen.de/Media/app/4/download/LernVerhalten/Lernstiltest.pdf
Ist auch noch ein netter Test, solche Tests sagen aber nicht immer viel aus, da man selbst über sich Teilweise anders Denkt, als es wirklich ist.
http://memocoaching.wordpress.com/2009/08/14/warum-die-einteilung-in-lerntypen-nicht-hilft/
Ist halt nicht nur der Typ ausschlaggebend, sondern halt auch ob Interesse und Motivation da ist.

Die Kernaussage war, afaik, dass wir neue Sachen zu
20% durch sehen
20% durch hören
60% durch nachmachen bzw. schreiben
lernen.
kann aber auch wieder von Person zu Person schwanken.
 
Darkwonder schrieb:
...Ich finde Mindmaps sind eigentlich nur für wenig Stoff geeignet....

Gerade das eben nicht (IMO), wozu sollte man Mindmaps machen, wenns wenig zu lernen gibt ;). Gerade bei viel Stoff sind Mindmaps perfekt, sie dienen der Struktur und dem verstehenden Lernen. Ich würde eher vermuten, das man dir nicht richtig gezeigt hat, welches Potenzial in dem Werkzeug steckt. Eine andere Sache ist natürlich, wenn du es einfach nichts magst, aber dafür kann das Mindmap ja nichts.
 
Wenn ich längere Texte oder den Inhalt ganzer Bücher für einer Prüfung lernen muss, schreibe ich mir die wesentlichen Inhalte zunächst in Kurzform heraus, um das Wissen in zusammengefasster Form vorliegen zu haben. Um den Inhalt sinngemäß wiederzugeben, muss man sich während des Lesens schon Gedanken darüber machen, um keine Denkfehler einzubauen. Die Zusammenfassung lese ich dann etliche mal durch. Im nächsten Schritt lese ich absatzweise und versuche, die zuvor gelesenen Passagen auswendig wiederzugeben. Um das Verständnis zu festigen, denke ich mir auch noch Fragen aus, die in der Prüfung dran kommen könnten und versuche sie zu beantworten. Letztendlich könnte man zur Kontrolle auch nochmal die Originaltexte lesen um zu schauen, ob da noch Informationen drin stecken, die man zuvor entweder übersehen oder nicht verstanden hat.

Bin eigentlich immer ganz gut gefahren mit dieser Methode. :D
 
Kommt auf die Stoffmenge an.

Kleinere Prüfungen: 4 Tage vorher jeden Tag einmal oder zweimal lesen. (bis 100 Seiten)
Bei so richtigen Brocken von Prüfungen schreib ich mir die wichtigsten Dinge heraus, und lerne nur mehr von selbstgeschriebenen Zetteln bzw. ergänze ich während dem Durchlesen im Kopf die niedergeschriebenen Infos.

Manchmal schreibe ich mir auch Schummler in Kurzschrift. Das hämmert den Stoff wirklich rein.


Markieren und andere Highlighting-Methoden finde ich ganz schlecht. Meine Skripten sahen nach dem ersten Durchlesen immer aus, als wären sie in den Farbtopf gefallen. Außerdem assoziiert das Gehirn mit Markieren Durchstreichen - was natürlich überhaupt nicht förderlich ist.
 
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