Neue Festplatten/SSD's/Speicherkarten etc. nach Kauf prüfen. Welche Tools?

Rios

Lieutenant
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Guten Abend :)

Was stellt ihr alles mit neu eingekauften Festplatten/SSD's/Speicherkarten an, um zu überprüfen, ob alles i.O. ist?

Benutzt ihr mehrere Tools? Wenn ja, welche?

Vorallem bei SD-Karten kommt es ja mal gerne vor, dass Fälschungen im Umlauf sind.

Ich frage, da ich zu Weihnachten eine neue externe HDD und eine Micro-SD Karte geschenkt bekommen habe. Da möchte ich halt wissen, ob ich vom Rückgaberecht Gebrauch machen sollte oder nicht, falls irgendwas nicht stimmt. Ich hab Zeit bis zum 31.01.2016.

Gruß
Rios
 
Hab ich ehrlich gesagt noch nie gemacht ^^. Wozu auch. Mir sind auch "Fälschungen" in dem Bereich unbekannt.

Wo wurde denn die HDD / SD-Karte gekauft, das du auf den Gedanken kommst?

Normalerweise hat man auch 2 Jahre Garantie.

Ansonsten die üblichen Analysetools. ChrystalDiskInfo und solche Späße.
 
bei neuen SD karten und USB sticks lasse ich immer erstmal einen kompletten durchgang h2testw laufen.
bei neuen HDDs erstmal eine komplett-formatierung.
bei neuen SSDs habe ich bisher keinerlei tools benutzt.

-andy-
 
Danke, h2testw ist genau das richtige Tool. Heise-online beschreibt die Funktionsweise sehr genau.

Die externe HDD wird bei CrystalDiskInfo mit dem Zustand Gut bewertet. Ist es sinnvoll CrystalDiskInfo permanent (Autostart) laufen zu lassen, damit man sofort benachrichtigt wird, wenn eine Festplatte plötzlich Fehler hat? Oder warnt Windows dann schon selber, wenn im UEFI S.M.A.R.T eingeschaltet ist?
 
h2testw ist auch mein bevorzugtes Tool dafür. Wähle bei größeren HDDs aber ein paar GB weniger als vorgeschlagen wird, da die Metadateien des Filesystem bei großen Volumen schneller wachsen als heise es erwartet hat und sonst am Ende der Platz ausgeht, was zu einer entsprechenden Fehlermeldung am Ende des Schreibvorgängs führt. Die kann man ignorieren und die Daten trotzdem erfolgreich prüfen.
 
Danke für den Tipp, ich werde mich dran halten. :=)

Wie ist das mit den S.M.A.R.T Werten und deren permanenten Kontrolle durch ein Tool - nötig oder unnötig?
 
Sehr wichtig, da Windows erst etwas meldet, wenn die Platte schon fast übern Jordan ist. Das ersetzt aber keine Backups, Ausfälle können auch spontan passieren (gerade bei SSD ist das eher die Regel) und außerdem bedrohen nicht nur HW-Ausfälle die Daten.
 
Klar, Backup mach ich :) Mittlerweile sogar doppeltes Backup, da mir einmal bei einem Kopiervorgang beide Festplatten auf einmal kaputtgegangen sind. Die Daten konnte ich zum Glück noch retten. Aber "dank" solcher Erfahrungen lernt man und geht auf Nummer sicher.

Wenn Windows sich erst so spät meldet, lass ich CrystalDiskInfo im Autostart.

Muss dafür die Ereignisprotokollierung an sein?
Ereignisprotokollierung.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Ahnung, aber wieso sollte man das überhaupt deaktivieren? Aber bei CDI kann man ja einstellen wie es einen warnt, wenn es ein Problem gibt.
 
Genau, ich dachte nur, dass die permanente Überprüfung ohne Ereignisprotokollierung nicht funktionieren würde. Keine Ahnung wie ich auf das schmale Brett gekommen bin :D
 
H2test auf jeden Fall bei Flashmedien verwenden. Auch ab und zu mal zwischendurch!

Ich lasse bei neuen Festplatte erstmal ein "langsames" Format durchlaufen. Dann man die SMART Werte angucken. Man kann auch unter Windows einfach mal jeden Sektor von der Platte lesen lassen. Damit entsteht Stress und die SMART Daten werden ggf. aktualisiert (Re-allocation usw).

Wird in dem Video z.B. hier z.B. erklärt: https://www.youtube.com/watch?v=n9NmEhz6b14
 
Ich habe jetzt mal eine "langsame" Formatierung durchlaufen lassen. Das hat bei einer 4TB USB 3.0 HDD mehr als 12 Stunden gedauert. Ist das normal?
 
Ja das kann schon etwas dauern. Am besten vorher und nachher die SMART Werte vergleichen - für die Paranoiker unter uns...
 
Je größer die Platten sind, umso länger dauert es eben auch diese ganze Kapazität einmal zu lesen oder zu beschreiben. Das ist das Dilema der HDDs, die Kapazität steigt weil man entweder mehr Platter einfügt, aber es ist eben immer nur ein Kopf zur Zeit aktiv oder weil die Datendichte steigt, dann hat man zwar auch eine schnellere Datenübertragung weil ja in der gleichen Zeit mehr Bits unter dem Kopf durchkommen, aber auch mehr Spuren und um jede einzelen Spur zu lesen, muss sie die Scheibe einmal komplett drehen. Vervierfacht sich die Datendichte, dann verdoppelt sich die Anzahl der Bits auf einer Spur und damit die Datenübertragungsrate, aber es verdoppelt sich auch die Anzahl der Spuren und damit die Zeit um die Platte einmal komplett zu lesen/beschreiben.
 
Vielen Dank für die Erklärung.

Anbei die Smart-Werte nach der Formatierung. Sind die i.O?

CDI.PNG
 
Ja die sind in Ordnung. Bei Seagate HDDs sollte man sich die Rohwerte aber hexadezimal anzeigen lassen um besser sehen zu können ob Lese- oder Suchfehler vorhanden sind, die stehen bei der hexadezimalen Anzeigen dann in den ersten 4 Stellen, die anderen Stellen sind der Zähler der Lese- bzw. Suchvorgänge.
 
Wenn ich die Rohwerte hexadezimal anzeigen lasse, sind bei den ersten 4 Stellen nur Nullen (Außer bei Sachen wie Temp, Hours).

Also alles tip top. (Noch :D)

CDI_2.PNG

Nochmal zu h2testw:

Holt, du hast ja geschrieben, bei h2testw ein paar GB weniger auszuwählen. Bei der leeren 4GB Festplatte wird mir die gesamte Kapazität vorgeschlagen (3815021 MByte). Welche Größe sollte ich eingeben? Ich hab so an 3500000 MByte gedacht. Reicht das?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das gilt nur für die drei Attribute 01 (Lesefehlerrate), 07 (Suchfehler) und C3 (Hardware-ECC wiederhergestellt), wobei nicht alle Seagate diese C3 Attribut habe und auch nur für die Seagate HDDs (und Sandforce SSDs mit neuerer FW). Die anderen Attribute haben teils aber auch mehrere Bedeutungen in den unterschiedlichen Bytes der Rohwerte, bei den Temperaturen z.B. Extremwerten, die 0011 müsste bedeuten, dass die HDD schon mal bei nur 17°C gelaufen hat. Den Power-On und Headfly Hours sind die vorderen Stellen Millisekunden, wobei der Rohwert in Wahrheit mehr Bytes hat als CystalDiskInfo anzeigt, daher sieht man das nicht so gut, dass die vorderen Stellen jede volle Betriebsstunde einmal umlaufen und von 0 beginnen, denn das höchste Byte des Zähler sie man hier eben nicht.
 
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