Neue Workstation für 2D/3D Grafik

Piezke

Cadet 1st Year
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März 2008
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13
Hallo Zusammen!

Ich gurke noch immer mit meinem inzwischen vier Jahre alten System rum und brauche nun endlich eine neue Workstation. Die wichtigsten Komponenten habe ich bereits im Auge (glaube ich zumindest) würde mir aber gerne ein Feedback und ein paar Tipps, vor allem zu Festplatten und Netzteil und CPU-Kühlung holen. Sollte irgend etwas überhaupt nicht passen oder es eine Alternative zu manchen Komponenten gibt, freue ich mich über jeden Hinweis.

1. Maximales Budget
2.000 €


2. Geplante Nutzungszeit/Aufrüstungsvorhaben?
- 2-3 Jahre, keine Aufrüstung geplant



3. Verwendungszweck (Beruflich)
- 1. 3D Design/Animation (3dsMax und weitere CG Software)
- 2. Videoschnitt und Compositing (Adobe Creative Suite CS 5.5, insbesondere After Effects)


4. Bereits Favorisierte Komponenten
- CPU: Intel Core i7-3930K, 6x 3.20GHz
- RAM: 24GB Kingston HyperX DDR3-1600 DIMM CL9 Hex Kit (KHX1600C9D3K6/24GX(XMP))
- Motherboard: Asus P9X79 DELUXE
- Gehäuse: Lian Li PC-6B gedaemmt Midi Tower
- SSD Festplatte: Crucial m4 SSD 128GB
- Grafikkarte: 1536MB Asus GeForce GTX 580 DirectCU II

- Netzteil: ???
- DVD-Laufwerk: ???
- Festplatten: ???
- CPU-Kühlung: ???


5. Besondere Anforderungen und Wünsche?
- 1. Einigermaßen leise im normalen Betriebsmodus


6. Zusammenbau/PC-Kauf?
- Ich baue selber zusammen

Bereits jetzt schon mal danke und viele Grüße
Piezke
 
Zuletzt bearbeitet:
baim ram brauchst Du ein Quad oder Octo Kit, kein Hex, das ist für deinen Sockel das Falsche.

Die Graka ist Top (hab sie selbst) aber ich würde auf die neue Generation warten.

DVD Laufwerk kannste ein beliebigesa nehmen ist scheißegal.
Netzteil irgendein Gold NT im 500W Range. Enermax Modu, Cosair, Seasonic. etc...

Und vergiß nicht nen leisen CPU Kühler...
 
Ohne dir in die Konfiguration schwatzen zu wollen, hast du schonmal versucht festzustellen, welche Komponenten bei dir derzeit die größte Schwachstelle ausmachen? Zur Zeit sieht die Konfiguration eher nach pervers überzogenem Gaming Rechner aus, bei dem in der Konfiguration kein Augenmerk auf den eigentlichen Bedarf gelegt wird.

Statt einer Geforce gehörte wohl eher eine Quadro Graifkkarte ins System.

die SSD erscheint mit arg klein (128GB ist mit einmal Win7 + Programme + einem Satz Arbeitsdaten aber sehr fix voll)

Der RAM, abgesehen davon das 24GB sehr viel sind* und ich so meine Zweifel habe ob du die wirklich voll bekommst ist 1600er RAM übertrieben. 1333er reicht und auf einer Arbeitsmaschine verbietet sich Übertakten eh. Es wäre auch sinnvoller auf ECC Ram + Xeon CPU setzen (jeder vermiedene Absturz ist Geld wert)


*Bekommt man aber voll, keine Frage. Die Frage ist aber, schaffst du das?
 
Für ne Workstation reicht das grad so. Ich ballere meine 16 Gb mit einem Panorama voll wenn ich es in Photoshop bearbeite und da kommen noch Ebenen hinzu.
 
Bestreite ich ja nicht, ist nur die Frage ob er das auch schafft. Je nach genauer Anforderung sind 24GB auch nicht die Welt und 4*8GB Module durchaus verlockend.

Zur Zeit bin ich nur im Zweifel. Die Kiste sieht nach überzogenem Gamingbollidem aus von Einem der anscheinend nicht so recht Ahnung von der Hardware (andernfalls wäre es kein Trible Chanel Kit geworden welches mit 1600er Abstufung auch noch unnütz teuer ist)
 
Ok zugegebener Maßen habe ich nicht wirklich viel Ahnung :D

Bei Ram habe ich deshalb 24 gewählt, weil mir aktuell parallel geöffnete Anwendungen die 8 GB locker wegfressen. Was die Frage Hex oder Quad betrifft, bin ich etwas verunsichert, zumal in der "Qualified Vendor List" für das Board genau dieses Kit gelistet ist??

Die SSD ne Nummer größer wäre eine Überlegung Wert, aber vor allem im Videoschnitt ist das Limit auch da schnell erreicht..

Was die Grafikkarte betrifft, gehen die Meinungen zu Quadro oder GTX stark auseinander, vor allem in 3dsMax, wenn es um Shading und Realtime Rendering geht..

EEC und Xeon stehen aufgrund des Budgets eher nicht zur Verfügung. Nutze es zwar beruflich, noch eher dazu um mein Studium zu finanzieren..
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist schwierig, wenn das System wirklich häufig mit großen Projekten produktiv eingesetzt wird kommt man um ECC Ram kaum herum. Ein Xeon der Serie E3 + passendes Board mit C206 Chipsatz ist mit 4 Kernen (8Threads) ist günstiger als dein gewählter 6 Kern CPU (12Threads) bei weniger Geschwindigkeit aber besserem P/L Verhältnis. Wobei eine 6-Kern CPU wirklich nur lohnt, wenn die von dir verwendeten Programme beim normalem Arbeiten mehrere Kerne gescheit nutzen. Mein ganzes CAD Zeug profitiert zwar beim FEM enorm von mehreren Kernen, im normalem Arbeitsalltag läuft aber ein Großteil auf einem Kern ab. So das 6 Kerne für die Arbeitsgeschwindigkeit kaum Vorteile bringen.

SSD: Wenn du wirklich Videoprojekte auf der SSD liegen hast (verlustlos komprimiertes HD Material z.B.) ist weniger als 256GB kaum diskutabel

Wie es sich genau bei 3ds Max mit den professionellen Grafikkarten verhält ist mir nicht bekannt. Die angegrauten Benchmarks die ich gefunden habe sprechen für eine Quadro, wobei eben die Frage im Raum steht, wie komplex deine Werke sind und ob du nicht auch nur mit der Mittelklasse auskommst.
Ok bei mir ist es nur CAD (Polgonenmodelle mit einfarbigen Texturen, ohne Schattenwurft->simples Zeug eben) aber da reicht selbst dei OnboardGrafik der Xeon E12X5 CPUs dicke (selten mehr als 15% GPU Auslasung bei großen Objekten) und trotzdem empfehlen viele Nutzer des "Solidworks Support Forums" tierisch überdimensionierte Grafikkarten...

Insofern starte doch mal das komplizierteste (aus Sicht der GPU) Projekt auf deinem aktuellem Rechner und schau mit dem Programm "Process Explorer" wie hoch die Auslastung der GPU beim Arbeiten ist. Wenn die dauerhaft auf +80% liegt ist die GPU viel viel viel zu schwach und du kannst getrost zu einem dickerem Kaliber greifen. Wenn nicht ist die Mittelklasse wohl ausreichend. Daher Bedarf ermitteln und dann kaufen ;)
 
Ich bin sicher, dass beim 3D Rendering alle 6 Kerne genutzt werden. CPU mäßig wäre die nächst besser Alternative ein Dual Xeon mit 12 Kernen gewesen, aber das liegt völlig außerhalb des Budgets.

In vielen 3D Foren wird immer wieder zur Quadro4000 geraten, bei kleinerem Budget dann doch zu einer Consumer Karte. Ich werde daher wohl bei der GTX 580 bleiben, evtl auf die EVGA mit 3GB switchen.

Am unsichersten bin ich mir gerade noch beim RAM, vor allem wegen dem Hinweis zur Belegung in Qualified Vendor List von Asus. (Ich hatte die 1600er 24GB gewählt, weil diese als einzige darin standen) Bisher dachte ich immer, dass es keinen Unterscheid macht, wieviele Slots belegt werden. Macht es denn kompatibilitätsmäßig einen Unterscheid, ob ich ein Quad oder Hex Kit verbaue?

8 DIMM Slots
-When installing total memory of 4GB capacity or more, Windows 32-bit operation system may only recognize less than 3GB. Hence, a total installed memory of less than 3GB is recommended.
-It is recommended to install the memory modules from the slots for better overclocking capability.
 2 DIMMs: Supports two (2) modules inserted into either the blue slots or the black slots as one pair of Dual‐channel memory configuration.
We suggest that you install the modules into slots B1 and D1 for better compatibility.
 4 DIMMs: Supports four (4) modules inserted into either the blue slots or the black slots as one DIMM per channel for Quad‐channel memory configuration.
We suggest that you install the modules into slots A1/B1/C1/D1 for better compatibility.
 6 DIMMs: Supports six (6) modules inserted into both the blue and black slots as two pairs of Dual‐channel and one pair of the other Dual‐channel for Quad‐channel memory configuration.
We suggest that you install the modules into slots A1/B1/B2/C1/D1/D2 for better compatibility.
 8 DIMMs: Supports eight (8) modules inserted into all the blue and black slots as full‐loading of Quad‐channel memory configuration.
 
Bei der CPU, gerade wenn du etwas preisbewusst einkaufen möchtest ist die aktuelle CPU einfach VIEL zu teuer. Rendering kann man laufen lassen während der Pause, über Nacht etc. pp. Der Aufpreis für die 6-Kern CPU lohnt einfach nicht! Der Workflow wird aller Vorraussicht nach kaum beschleunigt (deswegen solltest du ja mal schauen wie während des Arbeitens die CPU belastet wird) weil dieser bei vielen Programmen recht selten von mehr Kernen profitiert. Beim Rendern wird der Unterschied deutlicher sein, nur ist der aufwendige Rendervorgang eh etwas, was man sich so legt, dass man selber gerade nicht vorm Rechner sitzt (die benötigte Zeit ist also recht egal).

Beim Mainboard: Das ist ein Kiddie Mainboard für Übertaktungsspielereien und VIEL zu teuer.

Alles in allem ist deine CPU Wahl + Board zu teuer für geringen praktischen Mehrwert. Eine 4-Kern CPU (Vorzugsweise Xeon E12XX mit 4 Kernen +4 virtuellen Kernen) wird für den Workflow wohl dicke reichen und beim Rendering geschätzt 20-40% langsamer sein bei einem verringertem Investitionsaufwand der für mich einen 1Wöchigen Urlaub bedeuten würde!.

Beim RAM: 4x8GB RAM der Abstufung 1333 bringt 32GB RAM für 120€ also etwa gleich teuer wie das 24GB Kit, bei gleicher nutzbarer Geschwindigkeit bei höherer Kapazität


Graifkkarte: Ich sage es nichmal ERMITTLE DEINEN BEDARF! Die von dir gewählte Karte ist in erster Linie wieder einfach nur teuer! Zum Zocken, Schwanzvergleichen (Benchmarks) perfekt geeignet. Die Leistung wird beim Arbeiten aber in der Regel NIE benötigt.
Bei meinem CAD Programm gibt es auch div. Foren wo sich die "Profis" mit guten Ratschlägen gegenseitig überhäufen, es wird andauernd zu den dicksten, professionellen Grafikkarten geraten (selbst wenn der Fragende meint er sei Student ohne Kohle). Wobei real die Leistung NIE gebraucht wird (dazu eben das Program mal Namens Process Explorer nutzen!). Einzig fände ich eben ein Mittelklassemodel der professionellen Grakas für dich interessant, da es dank besserer Treiber deutlich seltener zu Darstellungsfehlern kommt.


Wenn du aber zu viel Geld hast und 2.000€ für dich unbedingt sein müssen, kauf dir was du willst und lass dich im Fachgeschäft beraten... äh bequatschen wie du möglichst viel Geld verbuttern kannst.
 
Da 3dMax beim Rendern sicher sehr gut mit vielen Kernen skaliert wäre ein System auf Opteron Basis vielleicht auch eine Überlegung wert.

So würde ich es machen:
http://geizhals.at/eu/?cat=WL-219053

Das Netzteil ist wahrscheinlich ein bisschen überdimensioniert, da aber der Preisunterschied zum kleineren Modell nur ein paar Euro beträgt, habe ich mich zu Gunsten des größeren Modells aufgrund größeren Anschlussvielfalt entschieden.

Edit: Mainboard zu Sockel G34 geändert
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen Opteron, auch da müsste der TE mal schauen wie die Programme während des Arbeitens auf mehreren Kernen skalieren. Wenn die Programme nur auf einem Kern laufen* hätte der Opteron leider einige Nachteile wenn es um den Workflow geht.

Ansonsten aber durchaus eine Idee! Zum Rendern (wenn gescheit Multithreaded lauffähig**) auf jeden Fall eine Waffe!
Verbesserungsvorschlag sind einzig noch die SSD, die könnte größer sein.

@Netzteil: Da würde ich ein 700W NT durchaus mal als angemessen ansehen. Der TDP von Graka, CPU kann durchaus kurzzeitig überschritten werden und da sollte das NT auch halten

*Vergleich CAD: Der Modellaufbau beim Arbeiten mit CAD Programmen läuft in der Regel nur auf einem Kern ab (geht auch kaum Anders, da die verschiedenen Skizzen eines Modells aufeinander aufbauen, alles nur Schritt für Schritt machbar ist), einzig bei Modellen mit vielen voneinander unabhängigen Teilen wird etwas Multithreading genutzt. Wobei beim Arbeiten insgesamt eben der Teil überwiegt, wo alles nur auf einem Kern läuft.

**Kann durchaus sein, dass die Software auf 4-8Kerne optimiert ist und bei 24Kernen dann ein gewisser Leerlauf existiert
 
Zuletzt bearbeitet:
Der TE hat schon Recht, mit Max kann man nie genug Kerne haben...

Hier mal eine Intel-Version:

wulii9lri.jpg


Immerhin 8 Kerne, 16 Threads und 24MB L2-Cache, 6x4GB reg-ECC RAM - dazu noch eine FirePro V5900 mit 2GB GDDR5 @ 256Bit, eine nette SSD, ein HDD-Datengrab. Alles im ATX-Formfaktor...

Mal so als Alternative, wäre ein netter Rendersklave :)
 
MDMMA schrieb:
Der TE hat schon Recht, mit Max kann man nie genug Kerne haben...

Man kann sich jedoch komplett überdimensionierte Systeme hinstellen. Hallo privat einen 2.000€ hin zu stellen ist Irrsinn. Wenn man derlei Hardware ausnutzten kann, sollte man das zumindest beruflich tun (so klang es nicht) und die Kiste von der Steuer absetzen. Ich vermute immer noch einen gewissen, unbegründeten "Gigantismus" hinter der ganzen Geschichte. Vor allem bei einer angepeilten Lebensdauer von 2-3Jahren (sind ja nicht einmal die üblichen 4 Jahre Abschreibungsfrist).
 
Ob überdimensioniert oder nichtm, entscheiden muss das jeder für sich selbst. Wenn ich allerdings schon gewillt bin, 2000€ für eine Workstation auszugeben, dann habe ich auch meine Gründe dafür. Somit - wieso nicht? So mancher Gamer hier verbaut zwei GTX 580 :)
Als ich damals viel Rendergeschichten gemacht hab, konnten es nie genug Kerne sein. So gesehen gestehe ich auch einem ambitionierten Amateur ein Profi-System zu...
 
Wenn jemand 2000€ ausgeben will heißt das lange nicht, dass er das gekaufte Produkt wirklich braucht. Ob nun Zockerrechner (Uhhhhh mein mit 60Hz angesteuerter Moni stellt 130fps dar!) oder Workstation (UHHHH mein 24 Kerne berechnen auf einem Kern gerade total langsam den Modellaufbau während meine Grafikkarte zeigt wie gut ihr Idle Modus funktioniert!!!!!) und natürlich Smartphones (Schau mal, mein Itoy8 (UVP 1445€) kann Facebook, twitter auf dem Bildschirm darstellen, ist das nicht toll?!?!?!?!)


Ansonsten ich habe keine Bauchschmerzen irgendwem ein teures System zu empfehlen wenn es gebraucht wird. Da bin ich für Glotzen statt Kleckern. Aber ich bin gegen übertriebenen Konsum! Vor allem da es ein Kinderspiel ist zu schauen, was beim aktuellem Rechner die größte Bremse darstellt, so dass man beim neugekauftem System die Komponenten nach Bedarf auslegen kann. Im Zweifelsfall heißt es eben 2000€ ausgeben und im optimalem Fall 1000€ weniger ausgeben als geplant (und falls die 2000€ eh vorhanden sind von den 1000€ den Urlaub schön ausweiten)


PS: Ob etwas benötigt wird können sehr viele Konsumenten eben nicht einschätzen. Da sie ob mangelndem Wissens eben nicht wissen was sie eigentlich brauchen. Hey im Schnitt fressen wir in der westlichen Zivilisation knapp 1000kcal pro Tag mehr als wir brauchen, wir fahren dicke BMWs, Audis, und Mercedes um bei Aldi ein zu kaufen (800m Anfahrt) etc. pp. ;)
 
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