Neuer Sennheiser-KHV für schlanke 2.399 €!

DarthFilewalker

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Hallo zusammen!

Anscheinend haben sich die Ingenieure bei Sennheiser wieder zurück ans Zeichenbrett gesetzt und viele Monate lang jede Woche mindestens 20 Überstunden geschoben, um dieses Wunderwerk der Technik zu entwickeln:

http://de-de.sennheiser.com/digital-kopfhoerer-verstaerker-hdv-820

Hier ein sehr informativer Artikel mit einigen (durchaus lesenswerten) Kommentaren:

https://www.mactechnews.de/news/art...chlussmoeglichkeiten-angekuendigt-166856.html

Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Sennheiser-Ingenieure für die Entwicklung dieses preiwerten KHV's ihre Ehen auf's Spiel gesetzt haben, wie viel Red Bull konsumiert und wie viele Tüten Chip's (und vielleicht auch Erdnüsse) vernichtet wurden. Aber die ganze Mühe scheint sich gelohnt zu haben.

Ich meine, die technischen Daten sprechen für sich:

1. Dieser KHV hat einen ESS Sabre32-DAC!
2. An diesem KHV lassen sich Kopfhörer anschließen!
3. An diesem KHV lassen sich DSD-Dateien abspielen!
4. An diesem KHV kann man die Lautstärke regeln (über diesen komischen Kreis auf der rechten Seite)!

Alles natürlich vollkommen neu und noch nie dagewesen!

Und dann gibt es noch diese neuen symmetrischen 4,4-Millimeter Pentaconn-Buchsen! Wer ein Sennheiser HD800(S), jedoch kein passendes Kabel für diese Buchsen hat: Glück gehabt! Sennheiser hat für mindestens 300 € (zufälligerweise) ein passendes Kabel im Angebot!

Mal im Ernst: So langsam wird es lächerlich! :D

MFG
DarthFilewalker
 
Ist ja mehr Marketing als sonst was. Das Ding hat nicht mal einen Einstellbaren Croosfeed für Kopfhörer. Überteuerter DAC ohne Features.....

Crosstalk Min. 93 dB @ 1 kHz

Kann meine Soundblaster Omni + Objektive 2 AMP auch und zwar für deutlich weniger Geld. Eine Angabe zur Ausgangsimpedanz konnte ich ebenfalls nicht finden....

Unbenannt.PNG

Würde eher zu nem RME greifen wenns unbedingt ein Enthusiasten Gerät sein soll, hat nebenbei einen einstellbaren Croosfeed und frei programmierbarer 5 Band EQ + Dröllftausend Anschlüsse.

http://www.hifi-forum.de/viewthread-110-16630.html

Und dann gibt es noch diese neuen symmetrischen 4,4-Millimeter Pentaconn-Buchsen! Wer ein Sennheiser HD800(S), jedoch kein passendes Kabel für diese Buchsen hat: Glück gehabt! Sennheiser hat für mindestens 300 € (zufälligerweise) ein passendes Kabel im Angebot!

Kann man sich auch selber löten, ist deutlich günstiger auch mit dem ganzen Equipment was man kaufen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja ... schick ist das Teil schon. Das Auge hört bekanntermaßen mit. :)

Ich frage mich trotzdem, wie Sennheiser diesen astronomischen Preis rechtfertigt. Die Anschlüsse können es ja nicht sein. Es gibt vergleichbare KHV's mit 1.000x mehr Anschlüssen zu einem deutlich günstigeren Preis. Die Soundqualität ist auch so eine Sache. Ich glaube nicht, dass man den heftigen Aufpreis z.B. zu einem Lehmannaudio Linear Pro (UVP 499 €) hören wird.

Aber es wird sicherlich Leute geben, die ohne großartig nachzudenken, zugreifen werden.
 
Ein Blick in das Innenleben würde mich interessieren. Aber prinzipiell ist doch klar, dass hier ein (monströser) Enthusiasten- und Lifestyleaufschlag verlangt wird. Was man zumindest allerdings hier wohl erwarten kann, ist einfach eine tendenziell bessere Qualitätskontrolle im Gegensatz zu dezidiert chinesischen Produkten, wo da dann aber weitgehend identische Komponenten verbaut werden. Sennheiser hat natürlich einen Ruf zu verlieren. Bei SMSL etwa nimmt man fast schon inkauf, wenn da fragwürdige Netzteile ohne CE-Kennzeichen mitgeliefert sind ... Als ich das PCB des Beyerdynamic A20 zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich auch, wie das sein kann, dafür 400 bis 500 Euro zu verlangen. Es ist halt immer die Frage, welchen Markt man bedienen kann und möchte und wo es den Schotter gibt. :D

a20_03.jpg
 
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Der Bayerdynamic A20 ist ohnehin ein Witz in Tüten. Hatte ich mal gehabt. Keine Abschirmung, billiges Netzteil und dafür dann 400 € verlangen.

Hatte mit dem Teil ein übles Masseproblem und wenn ich mir den Innenaufbau so anschaue, wundert es mich nicht im Geringsten! :(

Edit:

Gerade gesehen, dass Sennheiser dieses Jahr noch einen weiteren High-End-Kopfhörer auf den Markt bringen möchte - den Sennheiser HD820:

https://www.reddit.com/r/headphones/comments/68bqsm/the_sennheiser_hd_820/

Ich vermute, dass es sich hierbei um eine geschlossene Variante des Sennheiser HD800(S) handeln wird.

Die Preisspirale bei Sennheiser wird sich auf jeden Fall munter weiter drehen. :)
 
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Darf ich mal fragen, wie das Innenleben des A20 eurer Meinung nach aussehen sollte? - Sieht für mich nämlich aus, wie ich das bei so einem Gerät erwarte. Getrennte Platine fürs Netzteil, kurze Signalwege mit möglichst wenig Schnick-Schnack, gute Komponenten, 1A verlötet und generell wie gedruckt verarbeitet. Auch funktional wird der diesem Eindruck für meine Begriffe durchaus gerecht. Da er ohne allzu extreme Pegelunterschiede, quasi jeden Kopfhörer mit nahezu linearem Signal versorgt. Top Gerät für Puristen mit mehr als einem Kopfhörer, wenn man mich fragt. Für spezifischere Zwecke, gibt es sicherlich Alternativen.

Ich verstehe zwar die Intension dieses Threads und habe da auch wenig Sympathie für gewisse Entwicklungen, die man dahingehend zur Kenntnis nehmen muss. Aber letztlich ist die Branche da doch nur Nachzügler. Andere geben das gleiche für ein paar Schuhe aus. Der A20 schippert da IMO noch irgendwo zwischen Gut und Böse. Der Sennheiser ist eben ein Prestige-Objekt, wie auch der HD800 oder T1. Welche mir diesbezüglich ja schon deutlich zweifelhafter erscheinen, als der A20. Die Einen paaren solche Hörer mit einem E10k und fühlen sich über allem erhaben, die Anderen fühlen sich für's gleiche Geld, mit einem HD650 + DT880 + A20, schon deutlich besser beraten. Und für die Nächsten ist all das völlig unverhältnismäßig, wenn sie das mit ihrem brauchbaren 20€ Headset, an ihrem iPhone vergleichen. Leben und leben lassen, gell... :schluck:

Ist eben auch alles eine Frage der 'Flüsssigkeit'... ;)
 
Volle Zustimmung. Aber dass der A20 400 Euro im Sinne des Material- und Verarbeitungsaufwandes wert ist, möchte ich leise in Zweifel ziehen. Wie gesagt, es geht letztlich darum, wie ein Produkt am Markt platziert werden und welche Käuferschicht angesprochen werden soll. Da spielen Marke, Premiumanspruch, Wert verknüpfter Produkte wie der Kopfhörer und Erwartungen der Käufer ("wie, ein KHV für nur 200 Euro bei einem 600 Euro-Hörer, das kann ja nix sein") auch eine Rolle. Aber das darf man ja auch mal ansprechen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was am Beyerdynamic A20 für mich schon einmal ein K.O.-Kriterium wäre ist die hohe Ausgangsimpedanz.
Kurze Signalwege sehen anders aus, das PCB stammt rein optisch noch aus dem letzten Jahrtausend und nicht immer ist weniger mehr, auch wenn das gerne suggeriert wird.
 
@rumpel
So schaut das wohl aus. Ich erinnere mich spontan auch hier an Diskussionen, wo der Kaufpreis als Maßstab für das harmonische Miteinander zweier Geräte herhalten musste. Ich tue mich aber schwer, jemandem vorwerfen, worauf er von klein auf konditioniert wurde. Aber bevor ich da in tiefergehende, gesellschaftspolitische Vorträge abschweife, schließe ich mich deiner Zweifel auch wohl mit etwas weniger Zurückhaltung an. ;)


@gintoki
Es ist auch nicht immer alles wie es scheint. Und selbst wenn das Brett aus dem letzten Jahrtausend stammt, ist mir spontan nicht klar, warum das unbedingt negativ zu werten wäre. Fällt das nicht vielleicht mehr in die Kategorie, 'Kleider' machen Leute? - Womit man auch schnell beim Produktdesign wäre, welches von der Grundthematik dem von Rumpel angesprochenen Phänomen gar nicht mal so unähnlich ist...

...was die Ausgangsimpedanz angeht, die ja nicht auf technischer Unfähigkeit, sondern purer Absicht basiert - Ist das für mich ein Kompromiss, den ich aus weiter o.g. Gründen gerne eingehe. Sehe also auch hier nicht, warum das eine per se unvertretbare Eigenschaft ist. Aber bevor das auch hier in eine Diskussion abdriftet, die ich an dieser Stelle eigentlich nicht vertiefen möchte, belasse ich es bei der Feststellung, dass man mich wie auch dich, wohl nicht so ganz frei von gewissen Befangenheiten bzgl. Beyer sprechen kann. Nur, dass sich Art- und Weise geringfügig unterscheiden..? :D
gintoki schrieb:
Bin auch nicht ganz aktuell ... baut Beyerdynamic inzwischen brauchbare Kopfhörer?

Nix für ungut.
 
Technisch macht das PCB-Material -mal abgesehen von Haltbarkeit- keinen Unterschied, aber du fragtest ja, was uns am Innenaufbau stört. Zumindest die gleiche Farbe würde ich erwarten.

A d00d schrieb:
...was die Ausgangsimpedanz angeht, die ja nicht auf technischer Unfähigkeit, sondern purer Absicht basiert - Ist das für mich ein Kompromiss, den ich aus weiter o.g. Gründen gerne eingehe. Sehe also auch hier nicht, warum das eine per se unvertretbare Eigenschaft ist.
Weil dann von deinem propagierten geraden Frequenzgang bei den meisten Hörer nichts mehr übrig bleibt ...
Das ist für mich schlicht eine Fehlkonstruktion.

A d00d schrieb:
Hab es korrigiert, da sollte natürlich In-Ear stehen.

Btw. ich höre mit einem DT880 ...
 
DarthFilewalker schrieb:
Hatte mit dem Teil ein übles Masseproblem und wenn ich mir den Innenaufbau so anschaue, wundert es mich nicht im Geringsten! :(

Kein Wunder - Geräte der Schutzklasse I (mit Erde) und asymmetrischen Eingängen sind "broken by design". Jedes weitere geerdete Gerät (PC, Sat-Schüssel o.ä.) führt da schnell zu einer nervigen Brummschleife.

Die Länge der Signalwege ist dagegen bei NF normalerweise kein Kriterium. Nur in Sonderfällen (z.B. sehr hochohmige Signale oder innerhalb einer Gegenkopplungsschleife) können zu lange Signalwege negative Auswirkungen haben.
 
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