Neues System aufsetzen.

**hans-wurst**

Cadet 4th Year
Registriert
Dez. 2006
Beiträge
66
Hallo allerseits,

ich habe eine neuen Rechner und möchter auf diesem gerne mehrere Betriebssysteme zum laufen bringen. Zum einen möchte ich Ubuntu und zum anderen Windows Vista.

Ich bräuchte ein bisschen Hilfe, wie ich das ganze am besten angehe, da ich bislang keine bis sehr wenig Linux-Erfahrung habe.

Wie Partitioniere ich am besten, wie mache ich das am besten mit welchem Boot-Manager der mit beiden Systemen klar kommt.

Über hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar.

greetz,

**hans-wurst**
 
Das kommt ein bisschen drauf an, welche Ahnung Du von den jeweiligen Systemen hast,
und wie Vista sich verhält.
Ich hab mit Vista noch nicht gearbeitet, ich setzte deshalb mal voraus, dass Du
es in eine beliebige Partition installieren kannst, ohne dabei andere Partitionen
zu beschädigen.
(gibt ja diverse "recovery"-CDs mit denen das nicht ganz so einfach geht).

Die vermutlich einfachste Variante ist erst Windows, dann Linux, und den Linux Bootmanager
(vorzugsweise GRUB) verwenden.

- Schmeiss Deine Vista-CD rein und starte die Installation.
Leg eine primäre Partition für Vista an, vorzugsweise am Anfang der Platte, und lass den
Platz, den Du für Linux verwenden willst einfach nur frei.

- Installiere Vista, "wie man das halt so macht". (hab es noch nicht benutzt)

- Ist Vista lauffähig, kommt Linux drann.
Installiere Linux auf Deine bevorzugte Weise, z.B. von einer LifeCD oder einer InstallationsCD.
Für die Partitionen verwendest Du den freien Bereich.
Je nach Installationsweg und Distribution kann die Partitionierung automatisch geschehen.
So ziemlich jeder LinuxInstaller kann die passenden Partitionen im freien Plattenbereich anlegen.
Falls Du von Hand partitionierst, gibt es als Standardschema:

- Bootpartition, ca 64-128mb (geht auch kleiner), das ist dann der Pfad "/boot". (hier liegen z.B. die Kernel, und der Unterordner für den Bootmanager)
- Swapppartition, ca 2xRamgröße, das ist die "Auslagerungsdatei" die besitzt keinen Pfad im System
- Rootpartition, der Rest, das ist dann der Wurzelpfad "/".

Es gibt massenhaft andere Schemata die Platte zu partitionieren. Früher wurden häufig viele
einzelne Partitionen z.B. für die Heimverzeichnesse usw. angelegt.
Inzwischen ist das nicht mehr so gängig afaik. Der "Bootkram" und die Swap sollten aber durchaus getrennt sein.
Für andere Aufteilungen musst Du eh wissen, was Du damit erreichen willst,
also informier Dich entsprechend, falls Du sowas vorhast.

- Den Abschluss bildet dann der Bootmanager.
Der wird in den MBR (masterBootRecord) der Platte installiert, damit er beim Start ausgeführt werden kann.
Ich schlage vor "Grub" zu verwenden, das ist einer der beiden großen Linux Bootmanager.
In der Installationsanleitung zu Deinem LInux findet sich mit Sicherheit die passende Beschreibung.
Allgemein ist es ein "grub-install festplatte".
Die Konfiguration für Grub findet sich in "/boot/grub" meist in der Datei "menu.lst" oder "grub.conf".
Dort findet sich auch eine Beispieldatei, in der man die Konfigurationsmöglichkeiten nachlesen kann.
Grub bekommt dann mehrere Einträge um verschiedene Systeme zu starten

Für Linux kann das so aussehen:
# For booting GNU/Linux
title=GNU/Linux # titel im Bootmenü
root (hd0,1) # bootpartition mit dem kernel
kernel /boot/kernel-2.6.18-gentoo-r6 root=/dev/hda6 # der gewünschte kernel und die wurzelpartition des zu startenden systems

Für Windows so:
title=WinXP
rootnoverify (hd0,0)
makeactive
chainloader +1


- Nach dem Neustart hast Du dann im Bootmenü Einträge für Linux und Windows, und bist fertig.


Es gibt auch Distributionen, die das fast alles automatisch machen.
Wenn Du Vista installiert hast und noch Platz auf der Platte ist, macht z.B. Ubuntu alles von selbst.
Du sagst ihm nur "nimm den Platz und mach die Partitionen automatisch", für die Aufteilung.
Ubuntu verwendet Grub und versucht Dein Vista von selbst zu erkennen.
Du solltest also nach der gemütlichen "AufWeiterKlickInstallation" einen Bootmenüeintrag mit dem Titel
"possible Windows..." haben. Dort hat Ubuntu dann hoffentlich Dein Vista erkannt und
Dir die ganz Arbeit mit Grub bereits abgenommen.


mfG

-- -- muckelzwerg
 
Zuletzt bearbeitet:
Hey,

danke muckelzwerg, Du hast mir schonmal ein ganzes Stückchen weitergeholfen.

Ich werde es mal ausprobieren, sobald mein Vista bei mir eingetroffen ist.

Vielen Dank schonmal,

weitere Vorschläge und Ideen sind natürlich erwünscht.

Freundlichen Gruß,
**hans-wurst**
 
Hi

Bei 4GB Ram kannst du auch getrost auf eine Swap-Partition verzichten. Auf jeden fall trifft hier "2x Ram" nicht zu. Meiner Meinung nach ist diese "Regel" falsch, denn je mehr Ram man im Rechner stecken hat, desto weniger Swap braucht man. Linux nutzt die Swap-Partition in der Regel sehr selten (im Normalbetrieb gar nicht), außer man hat natürlich nur 256MB :)

Bevor du anfängst solltest du wissen, dass Creative keinerlei Support für die X-Fi Karten unter Linux anbietet. Das heißt sie stellen selber keinen Treiber zur Verfügung, rücken aber auch keine Informationen über sie heraus, damit jemand etwas programmieren könnte.
Ich schreibe mit Absicht nicht "Linux unterstützt die X-Fi Serie nicht", weil das so falsch wäre ;)
Entweder du verzichtest also auf Sound, was recht langweilig wäre, oder du benutzt unter Linux deine OnBoard Soundkarte. Das hat schon so manchen von dem Gedanken abgebracht Linux zu nutzen... Creative sei dank.


mfg
aki
 
Das hat auch schon so manchen dazu gebracht sich keine X-fi zu kaufen!

Und keinen Swap space einzurichten halte ich für falsch. Auch 4GB sind ziemlich plötzlich voll wenn man z.B. /var/tmp/portage als tmpfs mountet ;) und vergisst dass man es getan hat
 
Über die Größe kann man trefflich streiten. (wie so oft)
Auf einem "Allroundlinux" keine Swap anzulegen (weder als Datei noch als Partition) ,
halte ich aber auf jeden Fall für sehr gewagt.
Wie Kampfgnom schon meint, kann man recht schnell in eine Situation gelangen,
wo der Hauptspeicher platzt. Weniger durch den normalen Betrieb, als durch irgendwelche Specials,
wie eben tmpfs oder vielleicht die Suspend2Disk in die Swap, oder ein Ram Image nach nem KernelPanic...
Größe hin oder her, bei 1,3 Terabyte Plattenspeicher kann man durchaus eine Swappartition anlegen.
(bei den Festplatten könnte man sich sowieso erstmal ein paar Gedanken machen,
wie das laufen soll)

-- -- muckelzwerg
 
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