Das kommt ein bisschen drauf an, welche Ahnung Du von den jeweiligen Systemen hast,
und wie Vista sich verhält.
Ich hab mit Vista noch nicht gearbeitet, ich setzte deshalb mal voraus, dass Du
es in eine beliebige Partition installieren kannst, ohne dabei andere Partitionen
zu beschädigen.
(gibt ja diverse "recovery"-CDs mit denen das nicht ganz so einfach geht).
Die vermutlich einfachste Variante ist erst Windows, dann Linux, und den Linux Bootmanager
(vorzugsweise GRUB) verwenden.
- Schmeiss Deine Vista-CD rein und starte die Installation.
Leg eine primäre Partition für Vista an, vorzugsweise am Anfang der Platte, und lass den
Platz, den Du für Linux verwenden willst einfach nur frei.
- Installiere Vista, "wie man das halt so macht". (hab es noch nicht benutzt)
- Ist Vista lauffähig, kommt Linux drann.
Installiere Linux auf Deine bevorzugte Weise, z.B. von einer LifeCD oder einer InstallationsCD.
Für die Partitionen verwendest Du den freien Bereich.
Je nach Installationsweg und Distribution kann die Partitionierung automatisch geschehen.
So ziemlich jeder LinuxInstaller kann die passenden Partitionen im freien Plattenbereich anlegen.
Falls Du von Hand partitionierst, gibt es als Standardschema:
- Bootpartition, ca 64-128mb (geht auch kleiner), das ist dann der Pfad "/boot". (hier liegen z.B. die Kernel, und der Unterordner für den Bootmanager)
- Swapppartition, ca 2xRamgröße, das ist die "Auslagerungsdatei" die besitzt keinen Pfad im System
- Rootpartition, der Rest, das ist dann der Wurzelpfad "/".
Es gibt massenhaft andere Schemata die Platte zu partitionieren. Früher wurden häufig viele
einzelne Partitionen z.B. für die Heimverzeichnesse usw. angelegt.
Inzwischen ist das nicht mehr so gängig afaik. Der "Bootkram" und die Swap sollten aber durchaus getrennt sein.
Für andere Aufteilungen musst Du eh wissen, was Du damit erreichen willst,
also informier Dich entsprechend, falls Du sowas vorhast.
- Den Abschluss bildet dann der Bootmanager.
Der wird in den MBR (masterBootRecord) der Platte installiert, damit er beim Start ausgeführt werden kann.
Ich schlage vor "Grub" zu verwenden, das ist einer der beiden großen Linux Bootmanager.
In der Installationsanleitung zu Deinem LInux findet sich mit Sicherheit die passende Beschreibung.
Allgemein ist es ein "grub-install festplatte".
Die Konfiguration für Grub findet sich in "/boot/grub" meist in der Datei "menu.lst" oder "grub.conf".
Dort findet sich auch eine Beispieldatei, in der man die Konfigurationsmöglichkeiten nachlesen kann.
Grub bekommt dann mehrere Einträge um verschiedene Systeme zu starten
Für Linux kann das so aussehen:
# For booting GNU/Linux
title=GNU/Linux # titel im Bootmenü
root (hd0,1) # bootpartition mit dem kernel
kernel /boot/kernel-2.6.18-gentoo-r6 root=/dev/hda6 # der gewünschte kernel und die wurzelpartition des zu startenden systems
Für Windows so:
title=WinXP
rootnoverify (hd0,0)
makeactive
chainloader +1
- Nach dem Neustart hast Du dann im Bootmenü Einträge für Linux und Windows, und bist fertig.
Es gibt auch Distributionen, die das fast alles automatisch machen.
Wenn Du Vista installiert hast und noch Platz auf der Platte ist, macht z.B. Ubuntu alles von selbst.
Du sagst ihm nur "nimm den Platz und mach die Partitionen automatisch", für die Aufteilung.
Ubuntu verwendet Grub und versucht Dein Vista von selbst zu erkennen.
Du solltest also nach der gemütlichen "AufWeiterKlickInstallation" einen Bootmenüeintrag mit dem Titel
"possible Windows..." haben. Dort hat Ubuntu dann hoffentlich Dein Vista erkannt und
Dir die ganz Arbeit mit Grub bereits abgenommen.
mfG
-- -- muckelzwerg