News - Tagesschau Spionagesoftware per Onlinewerbung verbreitet

nutrix

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Es wird hier von einigen Mitgliedern immer behauptet, daß alleine ein guter Virenschutz und Brain.Exe ausreicht, um Bedrohungen aus dem Netz zu entgehen. Leider wurde auch in Diskussionen hier behauptet, daß ein aktueller Browser und sicheres Surfen ausreicht, um geschützt zu sein. Diese Meldung sollte genau diesen Personenkreisen hellhörig machen:

https://www.tagesschau.de/investigativ/br-recherche/spionage-software-werbung-100.html
Die israelische Firma Discover-Tech soll manipulierte Werbeanzeigen an Millionen Endgeräte wie Smartphones und Laptops ausgespielt haben. Damit soll es mehreren Anbietern von Spionagesoftware ermöglicht worden sein, detaillierte Profile von Nutzern zu bilden und Geräte zu infizieren - ohne dass die betroffenen Personen selbst klicken mussten.
Genau das ist, was einige von uns hier permanent bei Verwendung von veralteter Software, Betriebssystemen immer sagen, es ist nichts sicher! Selbst ein aktuelles gut gepflegtes System kann mit so einer Aktion kompromittiert und infiziert werden, ohne jegliches Zutun des Benutzers, wenn es auf eine nicht .
Dass Werbeanzeigen auf Geräten in deren Netzwerken angezeigt wurden, bedeute der Einschätzung der Forschenden nach nicht zwangsläufig eine Infektion mit Spionagesoftware. Es seien aber mindestens Daten gesammelt worden, um Profile von Nutzern zu bilden
Wenn irgendwie Daten im System gesammelt werden können, weil auf entsprechende Systemroutinen über APIs, DLLs usw. zugriffen wird, ist im Fall einer nicht gepatchten oder bisher nicht öffentlich bekannten Sicherheitslücke sehr wohl eine Infektion möglich. Brain.Exe und aufmerksam aufpassen reicht eben nicht aus, ebenso ist die Verwendung eines VPN-Dienstes in den obigen Fall nutzlos.

Jedoch befürchte ich, daß sich selbst die Hardcore-Windows-7 Nutzer und Co. davon weder beeindrucken noch abschrecken lassen noch ein Lerneffekt eintritt.
 
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Was jeder halbwegs seriöse Kommentar zu dem Thema aber auch beinhaltet:
100%igen Schutz kann es nicht geben.

Mit einem passenden Virenschutz, aktueller Software (weniger ist mehr), Backups, 2FA, Werbeblocker und gesundem Menschenverstand ist man dennoch ausreichend geschützt. Wenn der Mossad was von einem will, hat man aber wohl grundsätzlich ein Problem.
 
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Was steckt denn hinter diesen "manipulierten Werbeanzeigen" für eine Technik?
 
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nutrix schrieb:
Es wird hier bei einigen immer behauptet, daß alleine ein guter Virenschutz und Brain.Exe ausreicht, um Bedrohungen aus dem Netz zu entgehen. Leider wurde auch in Diskussionen hier behauptet, daß ein aktueller Browser und sicheres Surfen ausreicht, um geschützt zu sein. Diese Meldung sollte genau diesen Personenkreisen hellhörig machen:

Eigentlich nicht, denn gegen Attacken solcher Art hilft auch kein Norton, McAfee und wie die alle heißen. Das heißt, du stehst genau so da wie die Leute mit dem OS-basierten AV und "Brain.exe".

Dass es 100%igen Schutz nicht gibt, wird jeder technisch versierte Benutzer ohnehin immer predigen.

Es bleibt also dabei: Ein aktuell gepatchtes System und der an Board befindliche AV (z.B. eben MS Defender) gepaart mit gesundem Menschenverstand und Nutzerverhalten am PC, reicht aus. Mehr kannst du sowieso nicht tun.
 
In dem Falle würde ein Werbeblocker wahrscheinlich helfen.
 
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@Arboster Ich gehe von Browser Zero-Days aus.
Da sind dann insbesondere die Luecken interessant, die die Isolierung ueberwinden koennen. Einen anderen Tab oder Browserfenster (des selben Browsers) auslesen zu koennen reicht ja schon fuer vieles.
Ein Ausbruch auch auf die OS Ebene waere natuerlich nochmal eine Nummer heftiger.

Das sind dann halt die Probleme, die das ungemein lasche Sicherheits- und Berechtigungskonzept das Windows (Aber auch Linux haelt es bei normal installierten Anwendungen aehnlich) mitbringt. Ein laufendes Programm kann mit allem interagieren was in der selben Usersession laeuft.

Arboster schrieb:
Werbeblocker wahrscheinlich helfen.
Was ja auch ein Argument dafuer ist, das Werbe- bzw. Scriptblocker fast schon mehr eine Sicherheitssoftware sind, als irgendwelche Echtzeit Webscanner. Was ganz geblockt wird kann auch keinen Mist bauen
 
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@Ranayna
Ja, deshalb mir ist das mitlerweile auch egal von wegen "aber wenn ihr Werbung blockt bekommen wir kein Geld...".
Früher gabs Werbung als JPEG oder animiertes GIF, da war das noch ok, heutzutage weiß ich doch gar nicht mehr da alles passiert.
Selbstschutz.
 
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@Arboster Außerdem hat das mittlerweile Dimensionen angenommen, die einfach nicht mehr zumutbar sind.
 
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Ranayna schrieb:
Was ja auch ein Argument dafuer ist, das Werbe- bzw. Scriptblocker fast schon mehr eine Sicherheitssoftware sind, als irgendwelche Echtzeit Webscanner. Was ganz geblockt wird kann auch keinen Mist bauen

Werbeblocker sind digitale Selbstverteidigung. Die Webseiten-Betreiber haben selbst überhaupt keine Kontrolle darüber, von welchem Server welche Werbung mit welchen Skripten etc eingebunden wird. Die packen einfach fremden Javascript-Code in ihre Webseite und vertrauen den Betreibern der Werbenetzwerke, dass schon alles fein sein wird.

Da braucht sich niemand zu wundern, dass die Leute Werbung blockieren.
 
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thealex schrieb:
Es bleibt also dabei: Ein aktuell gepatchtes System und der an Board befindliche AV (z.B. eben MS Defender) gepaart mit gesundem Menschenverstand und Nutzerverhalten am PC, reicht aus.
Dann geh man in den Windows 7-Bereich. 😉

Es wird behauptet und argumentiert, daß sie sicher seien, weil sie keine Dateianhänge runterladen oder auf angeblich sicheren Seiten gesurft wird, auch wenn das OS veraltet ist.
 
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CoMo schrieb:
Die packen einfach fremden Javascript-Code in ihre Webseite und vertrauen den Betreibern der Werbenetzwerke, dass schon alles fein sein wird.
Das ist so ein Ding dass ich auch ueberhaupt nicht nachvollziehen kann.
Gut, ich bin kaum mehr als ein Hobbyprogrammierer. Aber als ich damals um die Jahrtausendwende meine ersten ernsthafteren Gehversuche beim Programmieren gemacht habe, waehrend zeitgleich das Internet sich mehr und mehr etablierte, war eins der wichtigsten Mantras: Referenziere keinen fremden Code dynamisch.

nutrix schrieb:
auch wenn das OS veraltet ist.
Das OS halte ich in diesem Kontext fuer tatsaechlich nicht so relevant.
Viel, viel wichtiger ist ein aktueller Browser.
Bricht eine Schadsoftware aus der internen Browser Sandbox aus, ist in den meissten Setups unter Windows, auch bei einem aktuellen Windows 11, sowieso Essig. Dann ists im wesentlichen vorbei, und Malware hat auf alles Zugriff, auf das der User Zugriff hat unter dessen Username der Browser laeuft.
 
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Wenn ich mir anschaue, was außerhalb der Tracking- und Werbeblockaden sichtbar wird, fliegt mir der Draht aus der Mütze. Vor allem, wenn man das gar nicht mehr gewohnt ist aufgrund wirksamer Block-Mechanismen.
 
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Vigilant schrieb:
Wenn ich mir anschaue, was außerhalb der Tracking- und Werbeblockaden sichtbar bar wird, fliegt mir der Draht aus der Mütze.

Kenne ich. Das fühlt sich an wie eine andere Welt, wenn man an einem fremden Rechner sitzt und plötzlich mit Werbebannern erschlagen wird. Oder wenn man Youtube aufmacht und da plötzlich Werbung kommt.

Im engeren Kreis habe ich das immerhin schon gefixt. Bei meiner Mama, meiner Freundin und zwei Kumpels, bei denen ich mich öfter aufhalte, habe ich einen ThinClient mit AdguardHome und Unbound hingestellt. Und für deren mobile Geräte betreibe ich einen extra Resolver auf einem VPS. Der filtert dann auch gleich Badware- und Scam-Domains weg.
 
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Die Überschrift bitte noch anpassen. Sonst könnte man meinen, daß die Tagesschau etwas in Sachen / für Spionage Spionage verbreitet hätte. :D
 
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Vigilant schrieb:
Wenn ich mir anschaue, was außerhalb der Tracking- und Werbeblockaden sichtbar bar wird, fliegt mir der Draht aus der Mütze. Vor allem, wenn man das gar nicht mehr gewohnt ist aufgrund wirksamer Block-Mechanismen.
Lustigerweise begegnet mir das nur auf der Arbeit. Es ist schlicht und ergreifend unerträglich. Manche Websites sind de facto ohne Adblock gar nicht nutzbar weil vollgekleistert mit "unsichtbarer" Werbung die einen mit jedem Klick woanders hinleitet.
 
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nutrix schrieb:
Es wird hier von einigen Mitgliedern immer behauptet, daß alleine ein guter Virenschutz und Brain.Exe ausreicht, um Bedrohungen aus dem Netz zu entgehen.
Komplett zu entgehen sicher nicht. Aber für normale "Bedrohungen" passt es doch schon sehr gut. Wenn gezielt so eine große Attacke gefahren wird, dann kannst du halt nichts machen.

Arboster schrieb:
@Ranayna
Ja, deshalb mir ist das mitlerweile auch egal von wegen "aber wenn ihr Werbung blockt bekommen wir kein Geld...".
Früher gabs Werbung als JPEG oder animiertes GIF, da war das noch ok, heutzutage weiß ich doch gar nicht mehr da alles passiert.
Selbstschutz.
👍 Es ist de facto der Anschnallgurt, den man vor dem los surfen anlegen muss.
 
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Arboster schrieb:
Was steckt denn hinter diesen "manipulierten Werbeanzeigen" für eine Technik?
ZUm nachladen und Code wurde schon was gesagt, dazu aber vielleicht noch: Jede einzelne Plattform, inklusive google verteilt recht regelmäßig Schadsoftware. Erstmals habe ich das um 2011 gesehen.
seyfhor schrieb:
Komplett zu entgehen sicher nicht. Aber für normale "Bedrohungen" passt es doch schon sehr gut. Wenn gezielt so eine große Attacke gefahren wird, dann kannst du halt nichts machen.
ja.
Es ist immer etwas angreifbar.
Alles sauber gepatched, blocken was man nicht braucht und das system so minimal halten wie möglich ist das beste was man machen kann. Der rest ist im zweifelsfall Pech

Glaube aber auch, dass viele Nutzer die einfach nur office und / oder youtube machen wollen, da Lebenszeit rein stecken wollen. :/
 
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nutrix schrieb:
Es wird hier von einigen Mitgliedern immer behauptet, daß alleine ein guter Virenschutz und Brain.Exe ausreicht, um Bedrohungen aus dem Netz zu entgehen. Leider wurde auch in Diskussionen hier behauptet, daß ein aktueller Browser und sicheres Surfen ausreicht, um geschützt zu sein.
Es ist ja eher so, dass man eben KEINEN "Virenschutz" verwenden sollte, weil der die Angriffsoberfläche nur erhöht. So oder so geht es am Thema etwas vorbei, auch wenn das Prinzip ansich ähnlich ist.

Denn jetzt ist es ja so, genau wie @CoMo es sagt, dass Werbenetzwerke Malwareschleudern sind. Das ist auch längst keine Neuigkeit mehr.

Deine Kritik müsste sich also eigentlich eher an die Leute richten, die gegen Werbeblocker sind. Prinzipiell ist das, wie gesagt, vergleichbar mit dem, was du ansprichst. Die Argumentation ist, dass man mit Werbeblockern den Webseitenbetreibern etc. schadet, weil man deren Finanzierung torpediert. In Wirklichkeit ist es jedoch so, dass Werbeblocker Selbstverteidigung sind. Das wird beim Thema Sicherheit im Netz oft ignoriert, insbesondere wenn eben nur über Schlangenöl und Brain.exe gesprochen wird.

Es ist immer ein Gesamtpaket. Hirn einschalten. Keine unnötige Vergrößerung der Angriffsoberfläche eures sowieso schon angreifbaren Systems. Das schließt nicht nur Antivirenanschlangenöl ein. Aktuelles OS benutzen. Aktuellen Browser benutzen. Werbeblocker benutzen. Das ist nicht "Kaufe 2, erhalte 1 umsonst". Und nichts davon ist optional. Man macht das ALLES und nicht nur das was einem gerade in den Kram passt.

Und ein Restrisko bleibt trotzdem. Genau so wie du vom Bus überfahren werden kannst, wenn du das Haus verlässt. Das muss man akzeptieren.
 
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Khorneflakes schrieb:
Antivirenanschlangenöl

Ich nutze schon ewig keine Antivirensoftware mehr. Bin aber mittlerweile auch auf Linux unterwegs. Nicht, dass das jetzt nicht "hackbar" wäre, aber als "Normalo" rede ich mir ein, dass ich da einfach nicht die Zielgruppe bin. Die größte Zielgruppe für Normalos liegt halt bei Windows.
Ich erinnere mich da auch oft an die Zeit vor über 10 Jahren zurück. Als Scriptkiddie machte ich mir damals einen Spaß daraus irgendwelche RAT-Software (Trojaner) mit einem Hexeditor so zu bearbeiten, dass sie durch alle üblichen Virenscanner und auch Softwarefirewalls kam. Was ich damals so anstellte führe ich lieber nicht näher aus.. und verbuche das mal als "Jugendsünde".
Natürlich sind die Virenscanner von heute anders und vielleicht auch besser aber damals war das recht desillusionierend wie simpel es war. So ein Scanner erkannte (zumindest damals) eben nur was auch "bekannt" war. Das größte "Hindernis" waren für mich Router die für alles eine Portfreigabe forderten. Software ging immer irgendwie "aushebeln".
Wie das Heute ist.. ehrlich, keine Ahnung war aber noch nie von irgendeinem größeren Leak betroffen.
 
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Janoe schrieb:
Wie das Heute ist.. ehrlich, keine Ahnung war aber noch nie von irgendeinem größeren Leak betroffen.
Das ist heute oft noch genau so. Oftmals eine Kombination von mit Administrator Rechten surfen, keine oder zu spät Updates installieren, keine Adblocker in irgendeiner Ausführung, "Tuningsoftware" verwendet um die "Internetleistung" zu "verbessern" ( Latenzen, Übertragungsrate), alles mögliche runterladen und installieren, keine Backups, Skripte und Macros in Office-Dateien ungeprüft ausführen und anderes Verhalten was man eigentlich nicht machen sollte. Und das unabhängig vom Betriebssystem.
Wenn dann auf einem Gerät mal Malware vorhanden ist hilft oft nur komplett löschen, formatieren, das Betriebssystem neu installieren oder ein Reset auf Werkseinstellungen ausführen.
Das hilft jedoch auch nur wenn die Firmware frei von Malware ist oder nicht irgendwo in einer versteckten Partion auf dem Boot-Datenträger vorhanden ist.
Bei Smartphones oder IoT-Geräten kann das Boot-Laudwerk nicht einfach neu partioniert werden vor einer neuen Installation.

Zusammen gefasst haben die Anwender ihren Anteil an der möglichen Installation von Malware neben Herstellern die keine Updates bringen oder direkt ab Werk mit Malware verseuchte Firmware ausliefern wie zweifelhafte billig-Hersteller.
 
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