Noch eine dumme Frage: 16:9 vs. Kino

JuliaH

Cadet 1st Year
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Da ich hier ohnehin meinen Ruf wohl versaut habe, noch eine "Frauenfrage":

Warum muss ich bei Kinofilmen auf unserem neuen, teuren und mit zig Spezifikationen zugekleisterten Samsung TV eigentlich diese Balken ertragen?

Selbst bei einem großen Fernseher nerven die irgendwie, da sie ja nicht komplett schwarz sind, sondern eben "schwarz ausgeleuchtet", wenn ich das mal so nennen kann.

Das stört mich irgendwie, wenn der Fernseher nicht komplett genutzt wird.

Ich meine, Filme sind doch für die "Ewigkeit" und den geringsten Teil ihres Daseins verbringen sie im Kino.

Wie lang ist ein Film im Kino? 12 Wochen? Aber auf DVD/BluRay kaufe ich den auch noch 20 Jahre später... Ghostbusters,Star Wars, Titanic...

Warum werden die also nicht gleich auf 16:9 aufgenommen? Um die selben Bildinformationen darzustellen müsste ich doch dann nur etwas weiter herauszoomen.

Die Industrie klagt doch über das Kinosterben, kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal im vollen Kinosaal saß. Selbst die Star Trek Premiere war zur Hälfte leer.

Also weshalb nehmen die Regisseure und Produzenten nicht auf ihre Hauptkundschaft Rücksicht? Die Leute, die das irgendwann auf DVD oder im TV sehen?

Da knallt mir mein Freund so ein riesen TV ins Wohnzimmer und die Balken sind manchmal (subjektiv) genauso groß wie bei dem 4:3 Grundig meiner Eltern.

Finde das überhaupt nicht "schick"...
 
Ja das ist hald einfach so da die Kinofilme schon immer so aufgenommen werden, aber komischerweiße giebt es auch welche die genau auf 16:9 passen auch wenn das die Seltenheit ist, mann könnte auch so fragen wieso nimmt die fernsehindustie einfach 16:9 und nicht gleich 21:9 so wie im Kino währe einfacher ist aber schon sehr Breit, im vergleich zu der höhe.

Du hättest dir einen 21:9 holen sollen giebts von Philips, dann haste aber schwarze Balken am Rand bei 16:9 und 4:3 ja so ist das leider, am besten sind da noch Tv-Serien die sind meist alle Aktuell schön 16:9.

Aber warum Sie das machen verstehe ich auch ned leider ich auch gerne lieber alles in 16:9, hasse auch balken ohne ende.
 
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21:9 ist besser ans menschliche auge angepasst.
daher gibt es auch schon nen 21:9 Fernseher.
in einigen jahren wird das sicherlich groß kommen.

4.3 gabs ja nur weil man die röhren einfacher herstellen konnte.
 
moin... rein zufällig arbeite ich innem kino ^^

die bildformate im kino sind entweder 2.35:1 (Cinema Scope) oder 1.85:1 (Breitwand)
vor ein paar monaten wurde n fernseher vorgestellt mit dem CS bildformat.... das sah mal verdammt ekelhaft aus, weil das ding total breit war, dabei aber kaum hoch. ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich schätze mal, dass es anders herum genauso wäre.... sprich ne 4:3 oder 16:9 leinwand würd vermutlich einfach scheiße aussehen, bzw das blickfeld wär nicht optimal.

ganz nebenbei... das meiste geld wird auch bei abnehmenden kinobesuchen immer noch durchs kino eingenommen und nich durch die dvd verkäufe (filme die auch 20 jahre später noch gekauft werden, werden dabei nichtmal mehr großartig berücksichtigt)
 
Das hier ist die Lösung, wenn dich Balken stören!
Für verschiedene Zwecke werden Filme eben in verschiedenen Formaten aufgenommen, die Frage nach dem Sinn ist berechtigt, aber genau so wie die Frage, warum es Autos mit Benzinmotor, Dieselmotor, Elektromotor und Gasmotor gibt. Es haben sich einfach verschiedene Standard für verschiedene Anwendungsbereiche durchgesetzt.

Es ist übrigens nicht schlimm das das eine "Frauenfrage" ist (ein Kerl hätte das ganze nicht mit "Finde das überhaupt nicht "schick"... " abgeschlossen, die Lösung wäre der Kauf des Cinema TV gewesen). Deine Frage ist cleverer als 50% der Fragen die so mancher Kerl hier stellt.
 
21:9 ist besser ans menschliche auge angepasst.
daher gibt es auch schon nen 21:9 Fernseher.
in einigen jahren wird das sicherlich groß kommen.

Das ist nur zum Teil richtig. Das menschliche Gehirn verarbeitet horizontale Blickwechsel und -winkel besser und schneller als vertikale Blickwechsel und -winkel. Hintergrund der Mensch hatte keinen Feind aus der Luft zu fürchten und ist es daher gewohnt den Horizont abzusuchen (nach Feinden/Gefahren).

Allerdings sind Blickfeld und Bildformat zwei verschiedene paar Schuhe.
Blickwinkel sind entscheidend für entspanntes bzw. unentspanntes Sehen.

Bsp.

Auf meiner 16:9 Leinwand (220*120cm) aus ca. 3m Entfernung sind 21:9 deutlich entspannter zu schauen als 16:9. Eben weil bei 16:9 der vertikale Blickwinkel "unseren" evolutionär gewohnten Blickwinkel übersteigt. Höhe des Bildes bei 16:9 120 cm, bei 21:9 94cm.

Selbst bei einem "großem" LCD-TV z.B. 100x56 cm wird aus ebenfalls 3m Enfernung ein viel geringerer vertikaler Blickwinkel erreicht. Daher stört das da auch keinen.

Im Kino sind 16:9 Filme nur zu ertragen, weil die Diagonale entsprechend verkleinert wird und die Höhe des Bildes gleich bleibt (somit auch der vertikale Blickwinkel).

Gruß

Doc
 
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ich habe dazu mal einen blogeintrag verfasst ;)

http://rony.codename7.de/?p=14

dort gehe ich zwar darauf ein, wieso auf heutigen medien bei 21:9 details verlohren gehen. aber ich behandel auch die frage weiso man es früher gemacht hat und warum man es heute macht ;)

-

tut mir leid für die eigenwerbung :P
 
@florian.: 21:9 Fernseher sind auch keine Lösung, da Kinofilme, wie hier schon erwähnt, nicht in einem einheitlichen Format produziert werden. Manche sind 16:9, manche 21:9 und manche sind irgendow dazwischen anzusiedeln.
Dazu hat sich das Fernsehen jetzt auf 16:9 festgelegt, ich denke, die werden das so schnell nicht wieder ändern.
 
Zudem gibt es bei den meisten Flachbildschirmen Zoom, mit dem man das Bild auf die ganze Höhe ziehen kann. Will man keine Eierköppe sehen, fehlt natürlich links und rechts dann ein kleines Stück vom Bild.
 
@rony12

Hi!

Kinofilme werden auch heute noch zumeist auf Zelluloid gebannt. Ganz altmodisch, analog. In welchem Format ist des Künstlers Freiheit.

Und da geht beim Transfer zum digitalen 21:9 resp. 2,35:1 für blu-ray (oder auch DVD) gar nichts verloren. Es werden nur eben dabei nicht alle 1080 Zeilen genutzt bzw. richtiger ist, einige stellen einfach schwarz dar. Bei 1,78:1 wird voll genutzt - 16:9. Bei 1,33:1 werden ebenfalls 1080 Zeilen genutzt, aber einge der 1920 Spalten stellen halt schwarz dar. Praktisch das umgekehrte Verhalten zum 21:9

Woher Du Deine Infos für den Blog hast, recherchiert oder frei ausgedacht, ist mir nicht ganz klar. Jedenfalls kann ich den Ausführungen weder folgen, noch sie bestätigen. Nenne mal ein paar Quellen, das würde mich nämlich interessieren, wenn ich so schief läge.
 
is zwar nur ne banalität, aber in meinen 5 jahren als filmvorführer im kino sind mir noch keine anderen bildformate als 1,85 und 2,35 unter die augen gekommen.... also weder 4:3, noch 16:9, noch 1,78:1 oder 2,4:1

@hififan: heutzutage wird kein film mehr auf zelluloid produziert... das Polyesterband was heut benutzt wird ist deutlich reißfester als zelluloid.... wird aber auch schon seit zumindest über 5 jahren benutzt... wie lang genau weiß ich nu auch nich
 
man kann ja auch croppen, strecken, zoomen etc. dann hast du zwar das ganze Bild ausgefüllt, aber dir fehlt ein Teil, des Originalbildes bzw. das Bild sieht so zusammengedrückt aus, oder langgezogen...

Was guckst du denn für Filme? Wenn du nur Blockbuster siehst, stehst du mit deinem 16:9er leider schlecht da :D. Aber gibt auch viele Filme im Fernsehen, die im 16:9-Format sind, heute ca. 40% (?).
 
@totosati

Ok ok,

keine Erbsenzählerrei ;). Aber auch auf dem Polyesterband ist das analog gespeichert und darum ging es mir. Und Und Zelluloid ist dafür ja irgendwie immer noch der Begriff ;). Aber Du hast na klar recht.

Zu den Formaten, klar 1,85:1 gibt es auch noch - entspricht ja auch nahezu dem 16:9

5 Jahre ist noch nicht lange ;). Ganz früher hat man tatsächlich auch für's Kino in 1,33:1 produziert.
 
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@hififan
jaja, ich weiß, ich bin n erbsenzähler ^^
klar ist polyesterband analog... digital steckt ja auch noch in den kinderschuhen (btw wird von festplatte abgespielt nicht von bluray, bevor das jemand glaubt)
die kopien zumindest sind auf polyester (isn riesen unterschied, weil polyester eher die maschine zerreißt, als dass der film reißt... ganz im gegensatz zu zelluloid)
5jahre is auch nich lange, grad weil sich vom prinzip her seit jahrzehnten nich viel getan hat
1,33 gabs wirklich mal.... könnten wir in unserm kino aber nichmal nativ zeigen, weil wir dafür keine objektive haben
 
Denke mal zu den Formaten an sich ist genug gesagt:D Aber du kannst bei den meisten TVs das Bild ja strecken/zerren lassen, so dass die Balken verschwinden. Die einen stört das, die anderen finden diese Funktion sehr nützlich.
Ich für meinen Teil halte nicht viel davon. Der Film läuft bei mir so, wie er auch aufgenommen wurde. Interessant wird das zum Beispiel bei Filmen mit verschiedenen Formaten;) The Dark Knight wäre so einer! Dort wechselt das Bild immer zwischen Bildformaten hin und her.
Bisher ist das beim Film schauen aber bei mir im Freundeskreis niemandem aufgefallen. Hab hinterher immer nachgefragt. Schon komisch, dass so etwas im Film selber nicht auffällt, obwohl die Balken ja sonst viele Leute stören;)
 
@hififan:
ich versteh jetzt nicht was an meiner schlussfolgerung falsch ist Öö?

ich versteh deine aussage mit den schwarzen stellen überhaupt nicht? meinst du damit die schwarzen "balken" oben und unten (bei letterbox sogar noch an den seiten).

Aber das hat ja so garnichts mit dem zu tun was ich sagte.... außerdem hab ich doch niemals angezweifelt das filme auf "eine rolle aufgenommen werden".
Ich habe doch nur die vorteile genannt die man damls hatte, und die nachteile wenn man es heute auf diegitale medien bringt...

denn der analoge film, im 21:9 format hat mehr "pixel" als es eine blu-ray hat
 
rony12 schrieb:
denn der analoge film, im 21:9 format hat mehr "pixel" als es eine blu-ray hat

Schlicht: Nein. Der analoge Film hat gar keine Pixel. Der wird erst für die Produktion für digitale Medien abgetastet und digitalisiert.

Auch ein analoges Medium ist nicht unbegrenzt in seiner Darstellung, was Du aber praktisch unterstellst:

Man nahm den Film, den man auch bei 16:9 verwendet, und hat andere Linsen genommen

Jeder der noch analog fotografiert hat, weiß dass es Grenzen in der Auflösung und Darstellung durch Verwendung andere Linsen gibt. Für die o.a. Variante gibt es zwei Möglichkeiten:
Stauchen des Bildes in horizontaler Richtung - dabei geht in diese Richtung Auflösung im Verhältnis zur Vertikalen verloren. Oder man lässt gleich oben und unten Filmmaterial ungenutzt - dann verliert man Auflösung in der Vertikalen. Wie man es dreht, die Auflösung geht baden. Es sei denn man verwendet anderes Filmmateiral.

Richtig ist lediglich, dass bei einem Format das nicht exakt 16:9 ist nicht alle Zeilen/Spalten für wirkliche Bildinformationen genutzt werden. Bei 21:9 werden rechnerisch ca. 1920 x 820 Pixel für das Bild genutzt. Da auf einer BD aber immer 1920 x 1080 vorliegen, werden die restlichen 260 Zeilen mit schwarz gefüllt. Die berühmten schwarzen Balken. Das ist wohl das was Du mit Deinem Mosaik-Beispiel zu erklären versuchst. In der Theorie hast Du da im Grunde recht, in der Praxis spielt das aber nicht wirklich eine Rolle, denn das von Dir bemühte Mosaik habe ich noch in keinem Film gesehen. Jeder der eine gute BD gesehen hat wird bestätigen können, dass es an der Auflösung nicht viel zu bekritteln gibt.

Du behauptest aber unter anderem:

man dreht in 16:9 und schneidet Oben und Unten einfach Teile ab.

Das ist schlicht falsch. Es wird beim Film schon immer in unterschiedlichsten Formaten produziert. Für Kinofilme ist das vielfach halt 1:2,35. Da wird nichts abgeschnitten, nichts hinzugefügt.
Einzelfälle mögen anders gelagert sein.

Vielmehr ist es so, dass früher häufig für TV Ausstrahlungen und DVD Veröffentlichungen die 21:9 Filme rechts und links beschnitten wurden um auf ein 16:9 oder gar 4:3 Format zu kommen. Da fehlt dann der "halbe" Film. Vor blu-ray Zeit war das ganze nämich noch durch die PAL bzw. NTSC Norm begrenzt. PAL hat eine max. sichtbare Auflösung von 768x576 (das 576i bei modernen Geräten). Das ist 4:3. Nun kann man sich leicht ausrechnen wie die Vertikale Auflösung für 16:9 oder gar 21:9 in den Keller geht. Und selbst das bringt noch ein ordentliches Bild.
Und aktuell ist DVD halt immer noch DAS Medium, blu-ray steht erst in den Anfängen. Was bei einer analogen TV Übertragung oder bei dem früher sehr beliebten VHS noch übrig bleibt (auch die DVD ist erst seit "wenigen" Jahren am Markt) mag ich gar nicht sagen.

Wenn man also Deinen Schlussfolgerungen folgen würde, dass sich die Filmproduzenten auf 16:9 beschränken und dann wegschneiden um das für die BD passend zu bekommen, dann wäre das sogar ein Fortschritt, denn für DVD und drunter müssten sie streng genommen in 4:3 produzieren. Und das auch huete noch, denn aktuell ist DVD das dominierende Medium im Home-Bereich. Zum Glück tun sie das aber nicht.

Das von Dir geschilderte "Problem" ist also keines der modernen digitalen Medien, sondern stellt sich so schon seit Jahrzehnten dar und ist heute durch diese Medien deutlich gemildert.
 
Selbst bei einem großen Fernseher nerven die irgendwie, da sie ja nicht komplett schwarz sind, sondern eben "schwarz ausgeleuchtet", wenn ich das mal so nennen kann.

Dein Freund hätte besser für dich dann besser einen Plasma und keinen LCD hinstellen sollen. Dann wäre die Balken schwarz und nicht dunkel Graublau ;)
 
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