Non-destruktive Bildbearbeitung & -verwaltung

P

Pierrre

Gast
Brauch eine Empfehlung zur non-destruktiven Bildbearbeitung und Verwaltung.

Szenario:

Bin nächstes Jahr für ein paar Monate in Australien. Da kommt die DSLR und ein MacBook Air mit. Nun sollen Fotos zum einen archivierten werden und zum anderen auf ein Blog gestellt werden, nachdem sie komprimiert und verkleinert wurden.

Da einiges an Material anfallen wird, werde ich wohl noch eine externe Festplatte benötigen, da es sonst zu knapp wird auf den 256GB.

Handling:

Die Fotos sollen also auf der externen Festplatte gespeichert werden und vom MacBook aus non-destruktiv bearbeitet werden.

Frage:

Könnt ihr ein Programm und eine Arbeitsweise aus eigener Erfahrung empfehlen?

Ich denke, dass Lightroom meine Anforderungen erfüllen könnte, kenne das Programm aber noch nicht.
Photoshop erlaubt, so viel ich weiss, kein non-desktruktives Arbeiten. Das würde eine Menge manuelle (zeitraubende) Dateiverwaltung erfordern.

Danke.
 
Hast du dir Aperture von Apple mal angeguckt? Ich verwalte meine Fotos damit. Kleine bis mittlere Korrekturen sind damit ohne Probleme möglich, natürlich bleibt das Original erhalten. Die Lib. Kannst du ohne Probleme auf einer externen Platte anlegen ich glaub sogar splitten, da bin ich mir nicht sicher.

Nachteil, das Programm kostet ein paar Euro im Appstore. Ich bin aber 100% zufrieden damit!
 
wieso arbeitet photoshop destruktiv? wenn du deine filter, effekte, tonwertkorrekturen, freistellungen, whatever auf jeweils einer eigenen ebene durchführst bleibt das original unangetastet. mach dich über masken und smart objekte schlau, dann läuft das schon.
 
Wo ist das Problem, wenn du auf der externen Festplatte die Fotos 2x abspeicherst? (ein Sicherungsordner und ein Arbeitsordner)
Wenn du dann zurück bist, löscht du den Arbeitsordner und hast eben nur mehr die Originale.

Die Fotos kannst du im Arbeitsordner mit z.b IrfanView alle auf einmal komprimieren und Blog-Ready machen.
 
Ich fotografiere auch sehr viel und würde dir eine zweite Platte als Backup empfehlen.
Transportiere die sicherheitshalber in einem anderen Rucksack/Koffer als die erste.
 
Lightroom arbeitet non destruktiv, d.h. du kannst änderungen jederzeit Rückgängig machen. Mir gefällt das Tool sehr gut, ist mMn deutlich intuitiver als Photoshop (LR ist ja auch auf Fotografie ausgelegt).

Wenn du mit Photoshop aber die RAWs bearbeitest (solltest du eigentlich sowieso machen, jpg ist dafür weniger geeignet), dann ist dies auch non destruktiv, da PS zu jeder RAW Datei eine xml Datei mit den Änderungen anlegt. Fehlt diese, befindet sich das Bild im Urzustand (am besten einfach mal testen, gibt ja auch beide Tools als Testversion bei Adobe).
 
Am besten speicherst du die Bilder parallel als RAW + JPG (oder nur RAW). Damit ist gewährleistet, dass du 1. die Bilder in der bestmöglichen Qualität bearbeiten kannst und du 2. genug Bearbeitungsreserven hast, wenn du dir in zwei oder drei Jahren nochmal die Bilder mit mehr Erfahrung in Sachen Bildbeabeitung vornimmst.

Im Übrigen arbeiten alle RAW-Konverter nicht-destruktiv; von daher ist es egal, ob du Aperture, Lightroom oder Photoshop (Elements) > Adobe Camera RAW nimmst.

Gruß und frohes Fest!
Jens

EDIT: Hoppla, die Posts haben sich überschnitten ...
 
Mit Adobe Lightroom wirst du wohl am glücklisten sein.
Native RAW unterstützung (schon hier würde sonst ein destruktiver Prozess stattfinden :evillol: )
Aber du kannst glaube ich keine selektive Bearbeitung durchführen (Photoshop mit mehreren Ebenen lässt viel mehr kreativen Spielraum)
 
Erstmal danke für eure Beiträge, ich schätze das sehr.

Zum Thema RAW/JPG kann ich mich zur Zeit noch nicht festlegen, wie ich das machen werde. Alles in RAW hätte massive Nachbearbeitungszeit später zu Hause zur Folge, da ich eine relativ hohe Anzahl Bilder erwarte. Dafür wäre ich mit RAW flexibler. Vlt. werde ich ja mit beidem gleichzeitig fotografieren.

Hat Jemand Erfahrung mit Apperture UND Lightroom?

Vorteil bei Lightroom ist, dass ich mit einer Lizenz auch noch eine Windows-Version auf dem Home PC haben könnte.
Ist es möglich die Mediathek auf einer externen Festplatte auf Mac-LR und Win-LR zu bearbeiten? Scheitert das an der ext. HD Formatierung?

Auch Photohop inkl. Bridge ist für mich interessant.
Wichtig ist mir vor allem auch, dass ich für das ganze Foto-Management wenig Zeit benötige (Zeit ist ein kostbares Gut, wenn man neue Kontinente besucht ;) ).

Täusche ich mich in der Annahme, dass ich bei PS einfach mehr Zeit für die Arbeiten investieren müsste?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Pierrre schrieb:
Alles in RAW hätte massive Nachbearbeitungszeit später zu Hause zur Folge, da ich eine relativ hohe Anzahl Bilder erwarte.
Nein, warum? Wenn die Bilder gut (also richtig belichtet etc.) sind, brauchst du sie nur per Stapelverarbeitung bei Standardeinstellungen durch den Konverter zu jagen (und wenn nicht, hättest du vermutlich auch an den JPGs wenig Freude und müsstest so oder so nacharbeiten) ... ;)

Gruß Jens
 
Habe mir nun von beiden die Trial geladen und etwas damit gespielt.
Ich erzähle euch einfach einmal ein paar Eindrücke und werfe noch Fragen ein.

LightRoom:

LR hat eine gute Unterteilung in die verschiedenen Arbeitsflächen. Ich finde vor allem den Workflow "Develop" im Vergleich zu Aperture etwas besser.

Die Library könnte übersichtlicher sein. Kann man nicht beim Import die Bilder gleich in eine Collection schieben? Habe nun immer alle markiert, dann in eine Quick Collection und zum Schluss eine Collection daraus gemacht. Gibt sicher einen besseren Weg, stimmts?

Slideshow und Print werde ich wohl nicht wirklich brauchen. Die Slideshow ist sehr unspektakulär (obwohl ich nicht auf Effektüberladenes stehe).

Web gefällt mir recht gut. Doch Bilder werde ich in einer Blog eigenen Gallery publizieren, zu dem gibt es die Airtight Gallerien (AutoViewer, SimpleViewer,...) auch kostenlos und ohne LR.

Export gefällt mir gut, da kann man sehr schön Wasserzeichen einfügen und die Auflösung festlegen.​


Aperture:

Die Verwaltung in Projekten und diese beim Import zu erstellen gefällt mir. Ist auch irgendwie übersichtlicher und schlicht gehalten.

Die Einstellungen sind glaube ich sowieso mit LR identisch, hatte aber bei LR ein besseres Gefühl.

Grosser Vorteile sehe ich bei Aperture vor allem im Erstellen von Slideshows und Books (bestellen). Funktioniert sehr schnell und mit sehr schönem Ergebnis.

Die Exportfunktion finde ich eher negativ: Die Auflösung kann nicht genau festgelegt werden, sondern nur max. Breite oder Höhe. Habe ich etwas falsch gemacht?
Auch beim Wasserzeichen gibt es, glaube ich, weniger Möglichkeiten; habe dies aber nicht weiter ausprobiert.

Dies sind nur einmal erste Eindrücke, kenne die Programme noch fast gar nicht. Ich bin also froh, wenn falsche Eindrücke korrigiert werden, da ich ja noch nicht alle Funktionen kenne.
Wie ist eure Meinung zu den Programmen?
 

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