...Dass „Kabini“ in einer deutlich anderen Leistungsklasse mitspielt, zeigt nicht nur der (doppelte und modifizierte) Einsatz in der PlayStation 4 und der Xbox One. Obwohl uns mit dem A4-5000 nicht das schnellste Modell zur Verfügung stand, wusste „Kabini“ auf Anhieb zu gefallen. Von Intels Atom und Celeron mit zwei Sandy-Bridge-Kernen sowie AMDs eigener „Brazos“-APU kann sich „Kabini“ deutlich distanzieren. Das normale Arbeiten mit dem Gerät geht fast genauso schnell vonstatten wie mit einer modernen Desktop-CPU und auch in rechenintensiveren Anwendungen hinterlässt „Kabini“ eine durchaus gute Figur. In Spielen profitiert „Kabini“ zudem von der Graphics-Core-Next-GPU. Anhand der guten WebGL- und Transcodierungsergebnisse lässt sich zudem ein hohes Potenzial für Programme erkennen, die nach dem „HSA-Prinzip“ arbeiten – sprich CPU und GPU zusammen an einer Aufgabe rechnen lassen. Laut AMD sind „Temash“ und „Kabini“ dafür entwickelt worden, die notwendige Software fehlt jedoch weiterhin.
Mit der „Kabini“-APU ist AMD somit ein großer Wurf gelungen. Die Leistung steigt selbst mit der stromsparenderen 15-Watt-Variante gegenüber „Brazos“ enorm an. Mit der GCN-GPU entsteht dadurch ein Gesamtpaket mit hohem CPU- und GPU-Takt gepaart mit schnellem DDR3-1600, mit dem sich problemlos arbeiten lässt und das den Nutzer auch in fordernderen Anwendungen nicht sofort im Stich lässt. Dies alles bei 15 Watt, wo „Brazos“ noch mit 18 Watt zu Werke ging und deutlich abgeschlagen zurückliegt.
Gespannt sind wir jetzt auf die schnellere 25-Watt-Version, die wahrscheinlich immer noch energiesparend zu Werke geht, die Leistung jedoch um 20 (GPU) bis 30 (CPU) Prozent erhöhen und damit auch einigen Desktop-CPUs gefährlich werden könnte.