Notebook für CAD

krait

Ensign
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Hallo

Ich bin derzeit auf der Suche nach einem leistungsfähigen Notebook. Anwendung wird hauptsächlich CAD und ein wenig FE-Berechnung sein, ab und an wird er aber auch ein Spielchen mitmachen müssen (Aktuelles auf mittleren Details).
Was den Inhalt betrifft gibts eigentlich kaum Fragen, es wird ein Intel Quadcore der 3. Generation mit einer Quadro-Grafikkarte und 16GB RAM und einem 1920*1080 Display. Hauptsächlich geht es mir um den Anbieter.

Zur Auswahl stehen momentan Lenovo, Schenker und Dell.

Der Lenovo hätte nur eine Quadro K2000M und ein 15.6" Display. Wäre der teuerste im Bunde, aber hätte 3 Jahre onsite Next Business day Support und Accidental Damage Protection.

Der Schenker hätte eine Quadro K3000M und ein 17.3" Display, wäre preislich leicht günstiger aber hätte dafür nur 24 Monate Pickup&Return und 6 Monate Sofortreparatur (+150 für beides 24 Monate). Allerdings erlaubt Schenker ausdrücklich, daß man ohne Garantieverlust auch bis zu einem Gewissen Grad selbst Hand anlegen darf.

Der Dell hätte mehr oder weniger dieselben Komponenten wie der Schenker und wäre der günstigste, bei drei Jahren Vor-Ort-Service am nächsten Arbeitstag. Aber es ist eben Dell...

Die Fragen wäre also eigentlich:
Inwieweit lohnen sich die Garantiepakete?
Darf man bei Lenovo und Dell ebenso wie bei Schenker ein paar Klappen öffnen um z.B. RAM zu tauschen, oder ist dann die Garantie futsch?
Sind 36 Montage Service überhaupt sinnvoll, wenn das Gerät vielleicht nach zwei Jahren schon wieder veraltet ist? Inwieweit gibt es Erfahrungen mit der Qualität der Services?
Bzw. Qualität der Geräte, am liebsten wäre es mit natürlich, den Service gar nicht zu brauchen.
Und auch Kompatibilität mit Linux ist ein wichtiger Faktor, früher gab es da Probleme mit Notebooks wegen der GraKa, ist das immer noch so?
Gibts noch andere Anbieter mobiler Workstations die ich berücksichtigen sollte?

Bin für jeden Fingerzeig dankbar.
 
Also ich besitze seit 6 Jahren einen Dell XPS und hatte den damals mit Zusatzpaket gekauft und muss sagen der Service bei Dell ist unbezahlbar !

Eines Freitag Abend ist mein Laptop dauernd aus gegangen weil er zu heiß wurde, das war so gegen 18.00-19.00 Uhr.
Kurz beim Dell-Service angerufen, am nächsten Tag um 8.00 Uhr morgen war einer vom Service da, hat Graka getauscht und komplette Lüfter, fertig.
Als ich probleme hatte aktuelle Grakatreiber zu finden hat ein Dell-Mitarbeiter für mich Treiber auf Laptopvideo2go gesucht, mir einen Link dazu geschickt und eine Anleitung dazu, wie ich die installiere.

Weiteres Beispiel : Mein DvD-Brenner hätte eig. DL-DVDs brennen sollen, konnte es aber nicht. Kurz bei Dell angerufen, am nächsten Tag war per Express-Lieferung ein neuer, besserer DvD-Brenner da, den alten durfte ich behalten, wollten sie garnicht haben.

Kurz vor Ende der 3 Jahre habe ich nochmal Graka und Lüftung usw tauschen lassen aus Sicherheit obwohl nix war. Haben sie auch sofort gemacht.
RAM, Festplatte und Laufwerk kannst du bei Dell tauschen wie du willst ohne Garantieverlust.

Und Nvidia hat mittlerweile recht guten Treiber-Support bei Linux, schau mal hier
 
Man könnte natürlich noch apple in betracht ziehen, evtl bautauch HP entsprechende Notebooks.

Ich hatte zwar noch nie mit Garnatie/Service zu kämpfen, aber ich finde unsere Dell Maschienen auf der Arbeit von der Verarbeitung her echt gut. Wenn das auch noch die billigsten sind würde ich nicht lange rummachen.

Serviceklappen darfst du öffnen und die Komponenten dahinter tauschen. Den rest des gehäußes solltest du zu lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

schonmal bei HP geschaut? 8570w (15,6") oder 8760w (17"), oder Dell Precision M6700 (17"), die gibts auch mit Quadro K5000 ... ich denke, dass hängt von deinem Preislimit ab.

Btw. baut Schenker wirklich Profigeräte oder nur Prosumer? Verarbeitung bei den Profis von HP und Dell ist über alles erhaben, inkl. dem Business-support von Dell (HP-Service kenn ich leider nicht).

Nimm auf jeden Fall Next-Day-Vor-Ort-Service wenn du produktiv damit arbeiten willst.
3 Jahre ist die "Standard-Haltezeit" bei größeren Firmen. Der Service wird für die ganze Zeit benötigt, denn Ausfall kostet richtig Geld.


Für den CAD-Bereich würde ich Con/Prosumer-Geräte ala Dell XPS, Macbook eher nicht nehmen, wenn sie das vllt. auch können. Gemacht wurden sie dafür aber nicht ...
 
Das Lenovo ist zu klein für CAD-Anwendungen. 15,6", da sieht man einfach zu wenig von seiner Zeichnung und verliert den Überblick. Nicht umsonst hab ich früher Präsentationen beim Kunden auf einem 18" Gerät gemacht. Klar, für den Kunden schließt du den Beamer an, aber selber schaust du auf den Notebookbildschirm, dass man nicht den Hals verdrehen muss. Bei CAD-Anwendungen gibt es nichts was Bilschirmgröße schlägt. Zumal so eine mobile Workstation eh relativ groß und schwer ist, von daher: Nimm das größte, was du bekommen kannst.

Quatrokarten unter Linux sind meiner Erfahrung nach deutlich schlechter Supported als Mainstreamkarten. Und da sind die aktuellen Modelle schon deutlich schlechter as unter Windows supported. Dazu kommt, dass mobile Workstations oft noch Hardware verbaut haben, die man sehr selten in Consumergeräten findet wie Fingerabdrucksensor, 3G/4G Modem, Infrarot, den Expresscardslots, besondere Energiesparsteuerungen etc.
Ok, wer sucht, wird sowas auch in Consumergeräten finden, aber da musst du meist echt suchen. Sprich das ist oft Hardware, die vielleicht in 4 oder 5 von 100 Geräten verbaut wird. Und spätestens da sieht der Support bei Linux mau aus.

Außerdem haben CAD-Anwendungen ab und an das "Problem", dass sie nach zertifizierten Treibern verlangen. Und zwar vm Hersteller der CAD-Software zertifizierten Treiber, und DIE gibt es für Linux nicht..
 
nurmalsoamrande schrieb:
Bei CAD-Anwendungen gibt es nichts was Bilschirmgröße schlägt.

[...]

Außerdem haben CAD-Anwendungen ab und an das "Problem", dass sie nach zertifizierten Treibern verlangen. Und zwar vm Hersteller der CAD-Software zertifizierten Treiber, und DIE gibt es für Linux nicht..

Du verwechselst Bildschirmgröße mit Auflösung.

Die Auflösung ist entscheidend, nicht die Bildschirmgröße!

Und das "Problem" unter Linux ist nicht-existent da es keine relevante Software für Linux gibt. Also brauchts auch keine Treiber.,
 
ich würde den precision nehmen von dell
habe selbst einen und bin damit vollkommen zufrieden
wie hier auch geschrieben wurde kann kein hersteller mit dem service von dell mithalten
 
Nein, eine hohe Auflösung hilft dir bei CAD-Softare NICHT weiter. Auf einem 13" Monitor ist das Bild definitiv ZU KLEIN. CAD-Software braucht definitiv GROßE Bildschirme. Bei hoher Auflösung kannt du die Detaills nicht erkennen. Alles unter 15" ist zum CAD-Spielen, ab dann kannst du übers ernsthafte Arbeiten nachdenken.

Wenn es unter Linux keine Relevante Software gibt, dann ist Linux irrelevant ;) Wer das Geld für ein Notebook mit Quadrokarte ausgibt, der will deren Mehrwert auch sicher nutzen.
 
ja mindestens 15 zoll sollte es haben
aber warum sollte man die details net sehen man kann doch zoomen oder nicht?
und die schrift so anzeigen lassen das man es sieht (beim ausdrucken kann man das ja wieder ändern oder man hat dafür seine einstellung)
 
Aha.

Da hab ich lieber 14" und F-HD als 17,4" und ne 1366er-Auflösung ;)

Und noch was: Ich habe "so ein Notebook" und ich verwende ebenso das "irrelevante" Linux. Wieso?

Weil mein schweineteures CAD leider nur auf Windows läuft. Wenn ich nicht gerade am Konstruieren bin, dann bin ich mit Linux unterwegs. Und nein, da brauch ich keine Hardwarebeschleunigung der GPU. Für das bisschen Office und Internet mal sicher nicht. Da ist mir ein sicheres und vor allem schlankes System wichtiger.

Und die Aussage:

Wenn es unter Linux keine Relevante Software gibt, dann ist Linux irrelevant

Ist wohl der Fail des Tages.
 
Zuletzt bearbeitet:
Muss ich MDMMA beipflichten, eine FullHD Auflösung auf 15,6" geht recht gut für CAD.

Arbeite selbst mit meinem MSI in der Hochschule mit Autodesk Inventor und Pro/E und bin mit dem neuen FHD Display weit mehr glücklich als mit dem 1366er Display bei meinem Vorgänger (MSI EX623).

15,6" ist meiner Meinung nach ein guter Kompromiss aus Mobilität und Produktivität. Wenn dann noch die Hardware stimmt hat man eine sehr schöne mobile Workstation.

Die K2000, welche auf der Consumer GT650M basiert hat schon eine gute Leistung. Ich kann nur von meiner "Consumer-Semi-Workstation" (;)) berichten die mich bis jetzt noch nie im Stich gelassen hat. Ich habe gern mal Projektarbeiten/Konstruktionen mit 100-200 (oder mehr wenn mal wieder alle durchdrehen) Bauteilen und da läuft alles spitze.

Man möge es mir nachsehen wenn ich hier kurz Äpfeln mit Birnen verglichen habe (gt650m vs. K2000M), aber soweit erst mal meine Erfahrungen mit dem GK107 Chip in Verbindung mit i5 und 8GB RAM sowie 15,6 FullHD Display.
 
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