Genau, das sollte ja auch der Ansatz sein. Habe schon Meinungen gehört, dass Antropic hier der "Böse" ist, weil sie ein solches Modell entwickelt haben. Das Problem dabei ist meiner Meinung aber, dass ein solches Modell sowieso irgendwann entstanden ist, wenn nicht von Antropic dann halt von wem anders. Da ist es mir also viel lieber, dass ein solches Modell existiert mit der Hauptaufgabe solche Schwachstellen zu entdecken, als anders rum.
Was dies natürlich nun zur Folge hat ist folgenschwer: So ziemlich jeder muss damit seine Software prüfen um die Schwachstellen zu identifizieren und diese zu patchen. Idealerweise wird nun also nur der Updatecycle von Software stark beschleuningt und Patches kommen häufiger mit Fixes. Aber auch das ist leider nur die Hälfte der Lösung, da die Kunden welche solche Software benutzen ihre Umgebung auch patchen müssen. Um als Beispiel VMware zu nehmen, hier laufen viele Workloads von extrem Kritischen Applikationen (Banken, Öffentliche Verwaltung, Stromversorgung etc.) welche natürlich teilweise exponiert sind ins Internet. Nun müssen alle Layer für dies gesichert werden, sprich Firewall, LoadBalancer, WAF, Hypervisor und auch die Applikation selbst. Viele sind nun leider so aufgestellt, dass die Applikation vielleicht regelmässig gepatched wird, der Hypervisor Layer aber nur alle 6 Monate oder so und die Firewall und LoadBlanacer noch seltener. Da diese Schwachstellen aber erfahrungsgemäss nicht nur den Entwicklern der Software bekannt sind sondern eben auch Thread Actors wird es immer wichtiger seine eigene Strategie zu überdenken und Patches schnellstmöglich zu implementieren, auch wenn dies unter Umständen häufigere und grössere Wartungsfenster bedeuten kann und dann halt die Strategie im Unternehmen sich anpassen muss.