Jane Dee schrieb:
Du meinst Jahre im Sinne von Zeit? Glaube ich nicht. Quantencomputer sind zwar größtenteils nur Theorie, aber bei der Geschwindigkeit des heutigen Fortschritts glaube ich fest daran, dass dies in ein paar Jahren (20?) möglich sein wird.
Gehen wir davon aus, in 20 Jahren neue Technologien auf Kohlenstoffnanoröhrchenbasis in unseren PCs zuhause zu haben: 20 Jahre sind eine EEEEEEEwigkeit in der IT

bis dahin sind wir längst am Ende der (nassen) Immersionslithographie.
Mit Quantencomputern rechne ich nicht in näherer Zukunft - im wahrsten Sinne des Wortes

. Warum? Weil sie im jetzigen Stadium kaum Vorteile bringen und die Technik in den Kleinkinderschühchen ist. Wem nutzt ein extrem schnell errechnetes Ergebnis, wenn bei jeder Berechnung ein leicht anderes Ergebnis herauskommt?

momentan ist man soweit ich weiß so weit, dass man durch Neuberechnungen den Fehler so klein wie möglich bekommt und dabei in Summe trotzdem weniger Zeit benötigt. Von der Komplexität heutiger Siliziumchips sind wir aber vermutlich noch weiter entfernt als von der Nutzung von Kohlenstoffnanoröhrchen. Von denen denke ich eher, dass sie in Zukunft (10 Jahre?) eingesetzt werden können.
Ich habe vor einiger Zeit schon mal nett mit einem Professor von mir geplaudert, der meinte, es sei spannend zu überlegen, wann Intel mit dem Tick-Tock-Modell brechen wird, weil die Weiterentwicklung von Fertigungsverfahren zunehmend aufwändiger wird. Seine Prognose lautete 2013 - mit der Einführung von 15nm. Wenn man sich ansieht, dass der 45nm-Prozess 2007 zur Massenfertigung bereit sein hätte sollen und es letztendlich doch nur eine Hand voll Prozessoren am Markt gab... ich denke ebenfalls, das selbe Szenario wird uns dieses Jahr mit 32nm und in zwei Jahren mit 22nm noch viel schlimmer erwarten. Es wird inzwischen schon mit einer Handvoll Tricks gearbeitet, um solch kleine Fertigungsverfahren überhaupt zu ermöglichen - vor 15 Jahren meinte man noch, 22nm wären physikalisch unmöglich.
Wenn nicht noch ein Duzend weiterer Tricks "erfunden" bzw. gefunden wird, dann wirds wohl in den nächsten 6-8 Jahren vorbei sein. Wie schon gesagt, man stößt an zunehmend mehr Grenzen: Tunnelling und Leckströme, Wellenlänge des verwendeten Lichts zur Belichtung der Wafer, Brechungseffekte, zunehmend komplizierter herzustellende Masken und, und, und.
aber ein spannendes Thema, hat mich schon immer interessiert. Schade dass man im Rahmen eines Informatikstudiums wenig davon hört - zumindest in meinem Studium bei uns in Österreich wurde das Thema im Rahmen der Digitaltechnik-Vorlesung eher nur tangiert. Da lernt man Methoden, wie Silizium dotiert wird und wie man in grauer Vorzeit Wafer belichtet hat.
Irgendwie alles blabla und wage Vorhersagen was NV da aktuell von sich gibt.
Was Handfestes wäre mal schön.
logisch, die sind alle vorsichtig geworden, weil man die Aktionäre nicht vor den Kopf stoßen will, wenns nicht so läuft wie angekündigt. Was Handfestes bedeutet soviel wie eine Verbindlichkeit, an die man sich zu halten hat. Also vermeidet man solches tunlichst, bzw. soweit wie möglich.
Aber keine Sorge, da unterscheiden sich nVidia, Intel, AMD, IBM und all die anderen nicht großartig voneinander
