OEM oder nicht OEM?

alphacast

Ensign
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Tag,

also ... memtest86(+) hat gezeigt, dass meine beiden RAM-Module Elixir 512 MB PC3200 CL3 defekt sind.

Ich habe das auf meinem Asus K8V-Deluxe (VIA K8T800) und auf dem Gigabyte-NForce2Ultra-Board eines Kumpels getestet.

Beide Module liefern einzeln zig tausend Fehler und gemeinsam ca. 145000 in einer halben Stunde.

Nun ist es so, dass ich den RAM Mitte August 2004 bei einem Händler in Berlin gekauft habe. Auf meiner Rechnung steht der Name und die Spezifikationen aber nichts von OEM, während auf den Modulen auch OEM steht.

Das Problem ist, dass meine Freundin am Montag für mich im Laden war, der Mitarbeiter wohl nur ein Modul auf "Funktion" getestet hat und sie mit der Unterstellung abgwimmelt hat, dass das wohl eine RAM-Mainboard-Inkompatibilität sein muss und sie sich nicht einbilden solle, dass er den Speicher jetzt nach über einem halben Jahr noch umtauscht.

Wie sieht es aus, wie lange habe ich nun Gewährleistung auf meinen Speicher? 2 Jahre oder 6 Monate ...

Danke.
 

kisser

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6 Monate betraegt die Gewaehrleistungsfrist.

Hast du denn irgendwelche Probleme mit dem RAM im normale Betrieb oder ist es nur memtest, das Fehler anzeigt?
 

alphacast

Ensign
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Und warum ... immerhin hab ich ihn nicht als OEM-Produkt gekauft. Und ich habe auch mal gehört, dass Einzelhändler - wenn sie schon OEM-Artikel anbieten - hier ebenfalls 2 Jahre gewährleisten müssen.

Na mir schmiert des Windoof ständig ab.
 

DerGilb

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Grundsätzlich hat man immer eine Garantie von 24 Monaten, allerdings besagt das BGB das man nach 6 Monaten nachweisen muss, dass man nicht selbst den Schaden verursacht hat.
 

alphacast

Ensign
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Zitat von DerGilb:
Grundsätzlich hat man immer eine Garantie von 24 Monaten, allerdings besagt das BGB das man nach 6 Monaten nachweisen muss, dass man nicht selbst den Schaden verursacht hat.

Ja, das weiß ich auch ... aber es ist ja gerade die Frage, ob man bei OEM-Artikeln WIRKLICH diese 24 Monate hat.
 

DerGilb

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Normalerweise (kann mich allerdings auch irren) sind Abweichungen von der oben genannten Regel nur dann möglich wenn ein Mangel vor dem Kauf bekannt war oder der Verkäufer mit dem Kunden eine Ausnahmevereinbarung getroffen hat.

Wenn das nicht stimmt darf mich meine Rechtslehrelehrerin steinigen

Warum sollte es also bei einem OEM-Produkt nicht der fall sein? Erst recht wenn du es nicht als solches gekauft hast. Wenn der Verkäufer es als OEM-Produkt bezeichnet, dies allerdings vor dem Kauf nicht bekannt war wäre das Rechtsgeschäft sogar anfechtbar gewesen wegen eines Eigenschaftsirrtums, allerdings weiß ich nicht wie lang die Frist für diese Anfechtung ist.
 

kisser

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Zitat von DerGilb:
Grundsätzlich hat man immer eine Garantie von 24 Monaten, allerdings besagt das BGB das man nach 6 Monaten nachweisen muss, dass man nicht selbst den Schaden verursacht hat.


Gewaehrleistung und Garantie sind zwei verschiedene Dinge. Hier geht es um Gewaehrleistung.

Zitat von alphacast:
Ja, das weiß ich auch ... aber es ist ja gerade die Frage, ob man bei OEM-Artikeln WIRKLICH diese 24 Monate hat.


Ja, die Geawehrleistung hast du auch bei OEM Artikeln.
 

LeChris

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Schick' gefälligst nicht deine Freundin vor. Erst recht nicht, wenn betreffende Person mutmaßlich wenig Ahnung von dem Produkt/ der Situation hat (Spekulation meinerseits).

Die Sache ist recht einfach: bestehe auf einer Überprüfung durch den Händler, sofern er den Speicher nicht kulant "ungesehen" zurücknimmt. OEM oder so kann dir egal sein, das ist dann ein Problem zwischen Händler und Hersteller. Der Defekt am Speicher sollte aber erst kürzlich aufgetreten sein. ;)

Wobei mir noch die Tatsache komisch vorkommt, daß beide Module defekt gegangen sein sollten. Sowas ist recht unwahrscheinlich. Da muß man den Händler verstehen, wenn er unsachgemäße Handhabung(muß er aber beweisen...) oder einen Defekt bei Erwerb vermutet.

EDIT: die Detailfrage Garantie, Gewährleistung, bla...kann dir egal sein, du hast zwei Jahre Recht auf fehlerfreien Betrieb des Produktes, was bei RAM-Riegeln Umtausch bedeutet...
 

alphacast

Ensign
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:D Nee vorschicken hätte sie auch gar nicht mitgemacht, war nur am Wochenanfang sehr eingespannt.

Aber frag mich mal, natürlich ist es sehr unwahrscheinlich, dass BEIDE Module kaputt sind. Aber wie gesagt, auf meinem Board getestet ... einzeln und gemeinsam, auf Standardtakt und mit Standardspannung und mit +0,1V.

--> Immer mindestens 3000 Fehler.

Gestern einem Kumpel mitgegeben, der hat wie gesagt ein anderes Board und auch keinen VIA-Chipsatz, sondern einen nForce2 Ultra mit nem Athlon XP 3000+.

--> Gleiches Verhalten.

Da können Sie ja eigentlich nur kaputt sein oder?
 

Entlauber

Lieutenant
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Zitat von DerGilb:
Grundsätzlich hat man immer eine Garantie von 24 Monaten, allerdings besagt das BGB das man nach 6 Monaten nachweisen muss, dass man nicht selbst den Schaden verursacht hat.


Grundsätzlich hat man keine Garantie (das ist eine freiwillige Leistung des Herstellers/Händlers) von 24 Monaten, sondern 24 Monate Gewährleistung. Die besagt meines Wissens lediglich, daß der Artikel bei Übergabe in Ordnung war.
In den ersten 6 Monaten ist die Beweislast allerdings umgekehrt, so daß man der Einfachheit halber sagen kann, daß man grundsätzlich 6 Monate Garantie hat.
NACH diesen 6 Monaten sieht es so aus, daß der Kunde dem Hersteller/Händler nachweisen muß, daß der Artikel bei Übergabe defekt war.

Und das kannste jetzt gern mal (vermutlich erfolglos) versuchen...
Gelobt sei der, der nen kulanten Händler hat - auch wenn das nicht immer der allerbilligste ist.
 

DerGilb

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Zitat von Night Prowler:
Grundsätzlich hat man keine Garantie (das ist eine freiwillige Leistung des Herstellers/Händlers) von 24 Monaten, sondern 24 Monate Gewährleistung. Die besagt meines Wissens lediglich, daß der Artikel bei Übergabe in Ordnung war.
In den ersten 6 Monaten ist die Beweislast allerdings umgekehrt, so daß man der Einfachheit halber sagen kann, daß man grundsätzlich 6 Monate Garantie hat.
NACH diesen 6 Monaten sieht es so aus, daß der Kunde dem Hersteller/Händler nachweisen muß, daß der Artikel bei Übergabe defekt war.

Und das kannste jetzt gern mal (vermutlich erfolglos) versuchen...
Gelobt sei der, der nen kulanten Händler hat - auch wenn das nicht immer der allerbilligste ist.

Was auch immer das gerade war, du hast genau das selbe gesagt wie ich (bis auf den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung) allerdings ist eine Garantie nicht freiwillig sondern durchaus gesetzlich geregelt (oder ist das die Gewährleistung? :freak: )

Ich komm selbst nichtmehr mit...
 

alphacast

Ensign
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naja ganz exakt ist es so:

Grundsätzlich hat man 24 Monate Gewährleistung (i.d.R. durch den Händler). Tritt in den ersten 6 Monaten nach Erwerb ein Defekt auf, muss der Verkäufer beweisen, ggf. durch Gutachten, dass der Käufer das Produkt durch Eigenverschulden kaputt gemacht hat.

Ab dem siebten Monat obliegt die Beweislast dem Käufer, der dann im Falle eines Defektes und auf Wunsch des Verkäufers ein Eigenverschulden per Gutachten widerlegen muss.

Jede Regelung die weniger Probleme mit sich bringt ist reine Kulanz des Händlers/Herstellers, darunter fällt auch die Garantie, die dem Kunden quasi bis zum Ablaufdatum die Beweislast abnimmt.
 

Fleetwood_Mick

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Jep, so isses.
Na 6 Monaten kehrt sich die Beweislast um und daher bist du chancenlos.
Händler ist somit im Recht.
Ansonsten:
Mein Händler hat mir mal gesagt : Nimm besser keine OEM wegen der besser kompatibilität der Originalen.
Falls ich mich dennoch für OEM entscheiden müsse ich damit leben das es Kompatibilitätsprobleme geben kann.
Das ganze hat nichts mit defekten zu tun; daher liegt auch hier kein Gewährleistungsfall vor.
Falls die Module OEM sind, sie dir aber als originale verkauft wurden (die ja etwas teuerer sind) hättest du sofort noch im Laden reklamieren müssen.

Tut zwar nichts zur Sache, aber ich hab immer OEM gekauft und lief immer prima.
Aber Garantie das es läuft hat man halt nicht.
 
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