Interessant, wie hier gestritten wird, wie ein Preis zustande kommen könnte.
Natürlich treffen Argumente zu, dass ein Händler seine Kosten in seinen Produkten wieder hereinholt.
Und einzelne Kosten sind nunmal, wie schon gesagt wurden:
Lagerhaltung
Strom. Wasser, Heizung, Provider und Telefonkosten,
Lohnkosten für Personal im Lager, in der Versandabteilung, in der Disposition,
Reinigungsleute, usw.
Der die Webseite erstellt und wartet
Steuern und Abgaben
Es gibt also hierbei schon ein beträchtliches Kostenaufkommen.
Dann noch die genannten Händler, die sowohl online verkaufen, als auch ein Ladengeschäft oder mehrere betreiben, oder bei denen man online bestellen und selbst abholen kann.
Aber dass hier so herumgestritten werden muss, das kann ich nicht so ganz nachvollziehen.
Es ist zwar eine Theorie, dass bei der Preisgestaltung der einzelnen Artikel die verschiedenen Kosten, die im Geschäftsbetrieb anfallen, eine Rolle spielen, aber es heisst nicht, dass jedes Produkt gleich viel dieser Kosten beinhalten MUSS!
Im Endeffekt ist alles eine Mischkalkulation. Nicht jeder Artikel kostet gleich viel im Einkauf, manche Artikel können aufgrund bestimmter Absprachen mit dem Lieferanten deutlich günstiger erworben werden.
Grade wer eine grössere Menge abnimmt, bekommt bessere Einkaufspreise, oder wer viele verschiedene Artikel eines Herstellers, Grosshändlers usw kauft, bekommt vielleicht bessere Konditionen.
Und grade Onlinehändler können mehr verkaufen als der Laden an der Ecke, bekommen also im Einkauf bessere Preise und können und müssen besser kalkulieren.
Wenn sie dann im Wettbewerb im Internet mithalten wollen, der ja durch Preisvergleiche wie guenstiger.de Preistrend.de billiger.de usw stark ist, müssen sie sich eben was einfallen lassen.
Dann wird halt mal ein Produkt über das Internet nicht kostendeckend verkauft sondern billiger, und dafür dann ein anderes Produkt (mit guten Einkaufskonditionen) teurer verkauft.
Wer sagt denn, dass das verboten ist?
Auch ist es so, dass wer in einem Laden geht, oftmals nicht so viel Ahnung von den Produkten hat und eine individuelle Beratung und Service braucht, der kostet dann natürlich mehr bzw wird solchen Leuten so eine Begründung für den Preisunterschied genauso einleuchten.
Wer allerdings schon bissel Ahnung hat, was er will und der im Internet Preise verglichen hat, wird wohl auch dann im Ladengeschäft argumentieren, dass er es im Internet woanders günstiger gesehen hat und damit den Preis im Laden drücken wollen und da ist der Ladenbetreiber eben auch gefordert,wie er da argumentiert und seinen Preis verteidigt oder ob er, um überhaupt was zu verkaufen, bereit ist, den Preis zu drücken.
Wenn nun jemand selbst im Internet und offline verkauft und dafür online verlangt, dass man zur Abholung im Internet bestellen muss, sichert sich halt zusätzlich ab, mehr ist das auch nicht.
Zumindest kein Grund, hier noch lang herumzustreiten!