Online Preis auch im RL gültig?

P4ge

Commodore
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Eigentlich eine sehr einfache Frage, aber weder google noch das eine oder andere Forum konnte mir genaue Aussagen bringen.

Es geht darum:

Wenn ein Online-Shop ein Produkt für z.b. 999,- auszeichnet ist der Preis der am Ende im Warenkorb derjenige der vorerst bindend ist. Ist weiß der Vertrag kommt erst mit Lieferung zu stande, aber solange keine Gegenteilige Mail kommt, geht man ja von diesem Preis aus.

Aber muss der Shop diesen Preis auch im Normalen (realen) Laden akzeptieren? Ist er also an seine Online-Preis Ausschreibung einigermaßen gebunden (fehlerhafte Ausschreibung ausgenommen)?

Danke schonmal fürs lesen.
 
Nein, da die ware im Laden ja auch ausgezeichnet sein muss, können hier preisunterschiede entstehen.
 
Nein. Die Preise gelten nur online. Außer es wird extra beworben, dass es auch im Laden soviel kostet.
Beispielsweise sind beim Conrad die Ladenpreise um einiges höher als Online
 
Beispielsweise von der Mindfactory-Homepage:
Bitte bestellen Sie online - auch als Selbstabholer/in - ansonsten gelten im Mindfactory-Markt in Wilhelmshaven andere, höhere Preise.
Gleiches gilt z.B. auch Preise die du auf Geizhals o.ä. siehst. Die sind auch nur bei Einstieg über die Seite gültig. Wenn du normal auf die Homepage gehst, können die auch abweichen.
 
Im Laden sind zusätzliche Mitarbeiter, höhere Mieten und noch weitere Kosten vorhanden. Hauptgrund warum die "RL Preise" höher sind :)
 
b3nn1 schrieb:
Im Laden sind zusätzliche Mitarbeiter, höhere Mieten und noch weitere Kosten vorhanden. ...

Gut das für die Onlinepräsenz und dem Versand und dem Lager keine Mitarbeiter tätig sind, keine Mieten für Lager, Serverräume und Büros und auch keine weiteren Kosten anfallen.

Der Grund, warum es online meist billiger ist einfach die leichtere Vergleichbarkeit der Shops und der Wechsel von einem Shop zum anderen. Preise entstehen nicht durch die Kosten, sondern durch Marktgegebenheiten und was am Markt möglich ist! Am Ende sollten die Preise die Kosten decken, aber das heißt nicht, das Preise von den Kosten abhängig sind - oftmals ist es genau umgekehrt, die Kosten sollten nicht höher sein als die Preise es erlauben.
 
Fu Manchu schrieb:
Gut das für die Onlinepräsenz und dem Versand und dem Lager keine Mitarbeiter tätig sind, keine Mieten für Lager, Serverräume und Büros und auch keine weiteren Kosten anfallen...

Aber alles deutlich weniger als in einem Ladengeschüäft.
 
Fu Manchu schrieb:
Gut das für die Onlinepräsenz und dem Versand und dem Lager keine Mitarbeiter tätig sind, keine Mieten für Lager, Serverräume und Büros und auch keine weiteren Kosten anfallen.

Der Grund, warum es online meist billiger ist einfach die leichtere Vergleichbarkeit der Shops und der Wechsel von einem Shop zum anderen. Preise entstehen nicht durch die Kosten, sondern durch Marktgegebenheiten und was am Markt möglich ist! Am Ende sollten die Preise die Kosten decken, aber das heißt nicht, das Preise von den Kosten abhängig sind - oftmals ist es genau umgekehrt, die Kosten sollten nicht höher sein als die Preise es erlauben.

Die Kosten für eine Onlinepräsenz (wieso Serverräume? Hallo 21. Jahrhundert!) und ein Lager (das man heutzutage als Onlineshop eigentlich gar nicht braucht, da die Distributoren flexibel genug sind das direkt abzuwickeln) stehen in keinem, aber auch überhaupt keinem Verhältnis zu einem (gepachteten) Ladengeschäft mit Einrichtung und Personal, womöglich noch in einer größeren Stadt in guter Einkaufslage. Insofern ist es nachvollziehbar, wenn in einem Laden mehr Geld verlangt wird.

Letztendlich steht es natürlich jedem Händler frei wie er seine Preise kalkuliert. Wer als Ladenbetreiber mit den Preisen der Onlineshops mithalten zu müssen, muss schon ein genialer Logistiker und Einkäufer sein wenn er nicht in kürzester Zeit vor die Hunde gehen will.
 
|nsb|urmel schrieb:
Die Kosten für eine Onlinepräsenz (wieso Serverräume? Hallo 21. Jahrhundert!) und ein Lager (das man heutzutage als Onlineshop eigentlich gar nicht braucht, da die Distributoren flexibel genug sind das direkt abzuwickeln) ...

Du kannst natürlich die kleine Klitschee nehmen und zu recht annehmen, das die einen Server bei einem Hoster mieten und mit ihrer Garage auskommen oder einen Händler wie Amazon nehmen, der eigene Rechenzentren und Kundendienst unterhält und in Bad Herslfed und Leipzig riesige Lager aufgebaut hat.

Eine Onlinepräsens macht noch keinen echten Shop, dazu gehört mehr als eine Webseite und eine Adresse für den Rückversand.
 
Und die Lager sind in Einkaufszentren in der Stadtmitte?
Da wo die Mieten schön teuer sind?

In einem Onlineshop hast du auch keine Ladendiebe, oder Leute die dir deine ausgestellte Ware andauernd angrabbeln, so das du sie dann billiger verkaufen musst.

.....

Sei dir einfach Gewiss das ein Ladengeschäft Deutlich mehr kostet als ein Onlineshop.
 
verbali schrieb:
Und die Lager sind in Einkaufszentren in der Stadtmitte?
Da wo die Mieten schön teuer sind?

In einem Onlineshop hast du auch keine Ladendiebe, oder Leute die dir deine ausgestellte Ware andauernd angrabbeln, so das du sie dann billiger verkaufen musst.

.....

Sei dir einfach Gewiss das ein Ladengeschäft Deutlich mehr kostet als ein Onlineshop.

Dafür hast du mit Kunden zu kämpfen, die sich ein Laptop kaufen, total versauen, und anschließend zurückschicken.
 
Fu Manchu schrieb:
[...]
Händler wie Amazon nehmen, der eigene Rechenzentren und Kundendienst unterhält und in Bad Herslfed und Leipzig riesige Lager aufgebaut hat.
[...]
Dann stell dir mal vor was abgehen müsste, wenn Amazon das ganze Volumen per Ladengeschäft verticken wollen würde. Ich hab da keine konkrete Rechnung, aber kann mir gefühlt vorstellen, dass das erhebliche Mehrkosten verursachen würde.
Amazon bräuchte vermutlich Ladenketten wie die Media-Saturn Holding oder ähnlichem um sowas zu realisieren.

Das Lager betreibt (zumindest das eine in Bad Hersfeld) DHL und alles ist weitestgehend voll automatisiert.

@verbali: Dafür hat ein Onlinestore mit dem 14 tägigem Rückgaberrecht zu kämpfen. Ich glaube das wiegt schwerer als ein paar Austellungsstücke.
 
Interessant, wie hier gestritten wird, wie ein Preis zustande kommen könnte.

Natürlich treffen Argumente zu, dass ein Händler seine Kosten in seinen Produkten wieder hereinholt.

Und einzelne Kosten sind nunmal, wie schon gesagt wurden:

Lagerhaltung
Strom. Wasser, Heizung, Provider und Telefonkosten,
Lohnkosten für Personal im Lager, in der Versandabteilung, in der Disposition,
Reinigungsleute, usw.
Der die Webseite erstellt und wartet
Steuern und Abgaben

Es gibt also hierbei schon ein beträchtliches Kostenaufkommen.

Dann noch die genannten Händler, die sowohl online verkaufen, als auch ein Ladengeschäft oder mehrere betreiben, oder bei denen man online bestellen und selbst abholen kann.

Aber dass hier so herumgestritten werden muss, das kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Es ist zwar eine Theorie, dass bei der Preisgestaltung der einzelnen Artikel die verschiedenen Kosten, die im Geschäftsbetrieb anfallen, eine Rolle spielen, aber es heisst nicht, dass jedes Produkt gleich viel dieser Kosten beinhalten MUSS!

Im Endeffekt ist alles eine Mischkalkulation. Nicht jeder Artikel kostet gleich viel im Einkauf, manche Artikel können aufgrund bestimmter Absprachen mit dem Lieferanten deutlich günstiger erworben werden.

Grade wer eine grössere Menge abnimmt, bekommt bessere Einkaufspreise, oder wer viele verschiedene Artikel eines Herstellers, Grosshändlers usw kauft, bekommt vielleicht bessere Konditionen.

Und grade Onlinehändler können mehr verkaufen als der Laden an der Ecke, bekommen also im Einkauf bessere Preise und können und müssen besser kalkulieren.

Wenn sie dann im Wettbewerb im Internet mithalten wollen, der ja durch Preisvergleiche wie guenstiger.de Preistrend.de billiger.de usw stark ist, müssen sie sich eben was einfallen lassen.

Dann wird halt mal ein Produkt über das Internet nicht kostendeckend verkauft sondern billiger, und dafür dann ein anderes Produkt (mit guten Einkaufskonditionen) teurer verkauft.

Wer sagt denn, dass das verboten ist?

Auch ist es so, dass wer in einem Laden geht, oftmals nicht so viel Ahnung von den Produkten hat und eine individuelle Beratung und Service braucht, der kostet dann natürlich mehr bzw wird solchen Leuten so eine Begründung für den Preisunterschied genauso einleuchten.

Wer allerdings schon bissel Ahnung hat, was er will und der im Internet Preise verglichen hat, wird wohl auch dann im Ladengeschäft argumentieren, dass er es im Internet woanders günstiger gesehen hat und damit den Preis im Laden drücken wollen und da ist der Ladenbetreiber eben auch gefordert,wie er da argumentiert und seinen Preis verteidigt oder ob er, um überhaupt was zu verkaufen, bereit ist, den Preis zu drücken.

Wenn nun jemand selbst im Internet und offline verkauft und dafür online verlangt, dass man zur Abholung im Internet bestellen muss, sichert sich halt zusätzlich ab, mehr ist das auch nicht.

Zumindest kein Grund, hier noch lang herumzustreiten!
 
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