Online-Verkauf sicher gestalten?

Smitty Werben

Cadet 1st Year
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Juli 2021
Beiträge
15
Hallo zusammen,

Ich habe durch ein neues Setup nun etwas zu verkaufen (Altsystem, zusätzlich alte GPU), zusätzlich will ich im gleichen Zug auch alte Spielekonsolen loswerden.
Ich lese allerdings immer wieder von jeglicher Art von Betrug bei solchen Verkäufen. Gibt es also irgend welche Tipps oder Vorkehrungen die ich treffen kann damit das alles sauber läuft?
Ich bin mir im klaren dass das beste eine Abholung wäre, aber ich bin mir sicher dass die Nachfrage bei dem was ich anzubieten habe nicht groß genug ist und ich möchte nicht ewig auf einen Käufer warten.
Welche Seite/Zahlungsarten sind da zu empfehlen?
Mein letzter Privatverkauf über das Netz ist gute 15 Jahre her, da hat noch nicht jeder 2. versucht zu beschei*en.

Danke im Voraus :)
 
Was mir so spontan einfällt:

Allgemein:
  • korrekten Ausschluss der Haftung
  • keine Paypalzahlung anbieten

    Kleinanzeigen:
  • strikt nur Abholung und Barzahlung (mit Funktionstest vor Ort) anbieten.

    Bei EBay:
  • Person, die kauft soll bei Banküberweisung auch die Person sein, die zahlt.
  • Betreff der Überweisung ein-eindeutig formuliert, um so Dreiecksbetrug vorzubeugen

Edit:

Bei Versand:
  • Vorherigen Funktionstest und ordnungsgemäße Verpackung vor einem Zeugen durchführen und/oder Fotodokumentation
  • Seriennummer der Geräte vorher notieren: der Forenüberlieferung nach soll es besonders niederträchtige Verkäufer geben, die ihr defektes Gerät - z.B. eine GPU - gebraucht nochmal kaufen und dann ihr defektes als das Kaufgerät ausgeben und das Geld zurück haben wollen. Bei Privatverkauf mit Versand ist zwar Gefahrenübergang bei Abgabe des Pakets an den Lieferanten, aber so erspart man sich Ärger.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss dich bei Paypal ein wenig korrigieren @Abe81:

Paypal akzeptieren, ABER Paypal Freund und Familie nicht
 
Eher Vice versa als Verkäufer, oder?

Aber selbst Paypal F&F ist tückisch: Neulich hat hier im Forum jemandem geraten, er solle Paypal F&F vorschlagen, aber dann den Überweisungsbetrag so kalkulieren, dass der Empfänger nicht mitbekommt, dass doch mit Käuferschutz überwiesen wurde.
 
Daher der Einwand. Paypal mit Käuferschutz, nicht ohne. Den Fehler musste ich selber leider schon am eigenen Leib zu spüren bekommen -.-

Ergo wird F&F gestrichen, wenn etwas ge- oder verkauft wird.

Alternativ gibt es bspw bei Kleinanzeigen auch einen eigenes Bezahlsystem. Das kann man auch nutzen, ist nur nicht unbedingt günstig von den % her.
 
Lord_Dragon schrieb:
Paypal akzeptieren, ABER Paypal Freund und Familie nicht
Umgekehrt. Freund und Familie ist doch sicherer da der Käuferschutz dort NICHT greift und der Käufer das Geld NICHT zurückholen kann? Oder wurde da was geändert?
 
@Lord_Dragon, nochmal: Verwechselst du Kauf und Verkauf?

Der TE will verkaufen, da ist Paypal mit Käuferschutz sehr riskant, da Paypal im Zweifel fast ausschließlich für den Käufer entscheidet und einige das auszunutzen wissen.
 
Wenn du aber nur ohne Käuferschutz anbietest, macht das potentielle Käufer schon direkt beim lesen misstrauisch. Da, wie du selber schon richtig sagst, das Geld NICHT zurückgeholt werden kann. Betrügerische Verkäufer fordern immer dazu auf nur F&F zu nutzen.
 
Bei einem verhältnismäßig riskanten Onlineverkauf würde ich lieber vorsichtige Käufer verprellen, als dem Missbrauch der Käuferschutzfunktion Tür und Tor zu öffnen.

Man kann ja über andere Modalitäten seine Seriösität beglaubigen.

Die Frage des TE war ja, wie er sich gegen Betrug absichern kann, nicht, wie er Käufern ein sicheres Gefühl vermitteln kann.

Ansonsten, klar, kaufe ich auch lieber mit Käuferschutz - aber ich erwarte es nicht bei einem Privatverkauf.
 
Lord_Dragon schrieb:
macht das potentielle Käufer schon direkt beim lesen misstrauisch.
Mit dem Argument dürfte man Banküberweisung auch nicht anbieten…
 
Bei Hardware empfiehlt es sich Fotos der Seriennummern zu machen und diese zu speichern. Notfalls auch mal in einem Satz erwähnen, dass die Seriennummer aufgezeichnet wurde, so hab ich bis dato noch nie das Problem eines Betrugs bei ebay gehabt und ich verkaufe immerhin seit fast 20 Jahren dort Hardware.

Der beste Weg ist natürlich hier über das Forum, da gabs noch nie Probleme und wenn doch dann wird man sich in der Regel einig, weil hier die User doch fachlich recht fit sind. Nur du hast da noch keinen Zugriff drauf.

Der meiste Betrug passiert inzwischen via Ebay Kleinanzeigen, weil es da relativ einfach möglich ist. Deshalb würde ich dort nur Überweisung oder Paypal Kauferschutz machen.

Versand nur als Paket wegen Versicherung & Tracking. Betrüger wollen dann gern Päckchenversand und behaupten es sei defekt oder gar nicht angekommen.
 
Abe81 schrieb:
Bei EBay:
  • Person, die kauft soll bei Banküberweisung auch die Person sein, die zahlt.
  • Betreff der Überweisung ein-eindeutig formuliert, um so Dreiecksbetrug vorzubeugen

Beides gilt nicht mehr. Denn eBay hat das Bezahlsystem abgeändert und bis Juni 2021 alle eBay Konten auf das neue Bezahlsystem umgestellt. eBay tritt hier nun als Treuhand auf und der Käufer bezahlt immer an eBay. Dazu stehen dem Käufer auch viel mehr Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung (Lastschrift, Kreditkarte, PayPal usw.) die der Verkäufer vielleicht gar nicht anbietet / angeboten hätte. So ist jeder Kauf mit Käuferschutz und das Geld kommt immer von eBay direkt auf Dein Girokonto. Ist das Geld vom Käufer bei eBay informiert eBay den Verkäufer das er den Artikel losschicken kann.


Problem hierbei: Im gleichen Atemzug hat eBay auch die Verkaufsprovision angehoben.

  • Zuvor: 9% auf den Artikel
  • Jetzt: 11% auf den Artikel UND den Portobetrag


Seit dieser Preiserhöhung um 13% sowie dem Käuferschutz bei jedem Kauf ist eBay für private Verkäufer total uninteressant geworden. Hier

https://www.computerbase.de/forum/t...-durch-abwandern.2007642/page-3#post-25586981

geht's zum Thema dazu.

Auch hat eBay in naher Zukunft vor sich komplett von PayPal zu trennen und auf den eigenen Bezahldienst Ayden umzusteigen. eBay wird für Privat immer uninteressanter was das Verkaufen angeht.
 
Ich verkaufe nun schon seit einigen Jahren bei eBay/eBay Kleinanzeigen und hatte noch nie Probleme beim Verkauf, obwohl ich dazu sagen muss, dass ich meistens ältere und gebrauchte Sachen (nicht mehr benötigte Hardware, altes LEGO, usw.) verkaufe.
Der Großteil der Käufer auf eBay/eBay Kleinanzeigen ist seriös. Die Betrüger konzentrieren sich eher auf neue und höherpreisige Artikel (Iphones, neue Grakas, neue Konsolen).
Wenn du per Kleinanzeigen verkaufst und ausschließlich Zahlung per Banküberweisung akzeptierst ist das nach persönlicher Abholung die sicherste Verkaufsmethode. PayPal Friends ist meiner Erfahrung nach auch sehr sicher, obwohl es da eben den schon angesprochenen Trick gibt, dass ein bestimmter Betrag + PayPal-Gebühr überwiesen wird und es auf dem PayPal Konto des Verkäufers dann so aussieht als hätte der Käufer mit PayPal Freunde bezahlt, weil exakt der geforderte Betrag erscheint.
Auf Anfragen wie "letzte preis" oder gebrochenes Deutsch würde ich gar nicht erst eingehen.
Ein Restrisiko bleibt natürlich immer und selbst bei Abholung ist das erste was ich mache die Geldscheine auf Echtheit zu überprüfen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke mal für die zahlreichen Antworten.
Ich denke mit den Tipps wird das klappen, ich werde definitiv eine Videodokumentation in Betrieb mit der Seriennummer machen, das sollte als Absicherung passen.
 
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