News OpenAI & Co: Sammelklage sieht koordin­ier­te Verlangsa­mung der KI-Entwick­lung

Sehr gute Absprache - normalerweise halte ich ja nichts von kapitalistischen Absprachen unter Konkurrenten (siehe Speicher-Mafia), aber in dem Fall macht es sogar extrem viel Sinn denn ich denke ausser geldgierigen Aktionären will niemand den Fall "Skynet" wirklich live erleben. Security first.
 
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Termy schrieb:
Aha, habe ich das?
Ja.

Und ein Blick in den Beitrag zwei vor Deinem hätte Dich eines Besseren belehren können. Oder das Lesen des Artikels, in dessen Kommentarspalte Du Dich befindest.

Stattdessen machst Du hier lieber einen auf Forelle auf der Zugspitze. 🤷‍♂️
 
incurable schrieb:
Und ein Blick in den Beitrag zwei vor Deinem hätte Dich eines Besseren belehren können. Oder das Lesen des Artikels, in dessen Kommentarspalte Du Dich befindest.
Ich gebs auf - du scheinst meine Beiträge einfach nicht lesen zu wollen...
 
Herrgott nochmal, ist das so schwer zu sagen, dass Du einen Fehler gemacht hast?

Passiert. Schieb's von mir aus auf den Montagmorgen. Ist doch kein Beinbruch.
 
incurable schrieb:
ist das so schwer zu sagen, dass Du einen Fehler gemacht hast?
Nein ist es für mich nicht. Wenn es denn so wäre.

Meine Vermutung wurde allerdings in keiner Weise abgeschwächt. Du hast die Namen der Kläger rausgesucht - und eine kurze Suche nach diesen Namen lässt die Vermutung, dass diese "Eisen im Feuer" hätten, eher verhärten, als diese abzuschwächen.

Aber du scheinst ja der Meinung zu sein, mich widerlegt zu haben - vielleicht habe ich das ja nur übersehen, also weise gerne nochmal darauf hin, wo...

Falls ich nichts übersehen habe, dann darfst du dir deine ach so schlauen Sprüche gerne selbst zu Herzen nehmen ;)
 
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Hätten sie einfach die Wahrheit gesagt, dass die Kohle ausgeht und der Widerstand gegen neue Rechenzentren wächst. So wäre man fein raus.

Aber nein, man musste ja die Story von der Sicherheit erfinden, um die Leute weiter zu blenden. Hoffentlich ist die Klage erfolgreich, so dass mal ein Lerneffekt eintritt.
 
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Ich habe den Eindruck dass die (vielleicht 13jährigen) Leute in diesem Forum nicht verstehen worum es wirklich bei den Forderungen nach Absprachen der Frontier Labs geht. Es kann sein dass unter dem Deckmantel der Sicherheit eben nicht Sicherheitsstandards erarbeitet werden, sondern die führenden Köpfe der Unternehmen in Hinterzimmern Dinge vereinbaren wie Produkte und Dienstleistungen nicht anzubieten und falls doch wem und wem nicht. Und das hat dann nichts mit Sicherheit zu tun, sondern mit Kartellbildung zu Ungunsten der Kunden aber zu Gunsten der beteiligten Unternehmen und Investoren. Und es gibt nur zwei Frontier Labs, d.h. Firmen die Frontier-Modelle und Produkte/Dienstleistungen drumherum anbieten. Selbstverständlich ist das rechtlich ein Problem wenn nicht rechtlich geregelt wird was die Firmen dürfen und was nicht. Weil sich beteiligte Firmen dann alles genehmigen unter dem Deckmantel der Sicherheit. Ich weiß nur nicht ob die Klage jetzt Sinn macht, wenn noch kein realer Schaden und keine reale Aktion nachweisbar ist.
 
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Termy schrieb:
leistungsloses Einkommen
als ob die Investition einer Summe in ein Unternehmen keine Leistung wäre....und risikolos ist das auch nicht, ich wüsste nicht in welches KI Unternehmen ich Geld stecken würde

Also ich meine man leiht dem Unternehmen Geld (kauft eine Aktie), weiß dann nicht wieviel man wieder zurück bekommt (wenn man die Aktie an jemand anderen weiterverkauft) und weiß auch nicht wieviel Zinsen man für das Darlehen während der Laufzeit bekommt (Dividende / zahlt nicht jedes Unternehmen).
Ich finde sogesehen leistet man schon etwas für die Wirtschaft. Die Unternehmen müssten sonst zu ner Bank gehen, und ob die 4 % Zinsen zahlen oder 4 % Dividende....ich pers. sehe das Geld lieber bei einer breiten Mehrheit an Kleinaktionären als bei einer einzelnen Bank (die Wiederum vermutlich auch eine AG ist....lol...)



Ach und zum Thema noch. Das Anliegen kartellrechtliche Absprachen rechtlich aufzuarbeiten mit einer Klage macht natürlich nicht so viel her wie eine Überschrift: "Entwicklung soll verlangsamt werden". Sogesehen sind die Redakteure hier leider mal wieder auf reißerische Berichterstattung reingefallen :( Aber schadet bestimmt auch nicht den Kommentaren und den Aufrufen hier, also alles richtig gemacht !
 
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Kann in der News hier nichts dazu finden...

WER hat die Klage eingereicht?
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incurable schrieb:
Aktien sind keine Darlehen.
Stimmt, streng genommen sind Aktien ein Wetteinsatz und Aktienhändler Buchmacher.

Wenn die Wette daneben lag, verliert man, wenn die Wette aufgeht, gewinnt man.
 
DonDonat schrieb:
Mir wäre neu, dass es ein Recht auf unendlich schnelle Investitionen gibt. Und die Katze beißt sich bei der Klage so etwas in den Schwanz, weil zahlende Kunden durch ein stabileres Geschäftsmodell durch sinkende Investitionen länger im Geschäft bleiben können, was eher gut ist als wenn man die Blase mit noch zwei Pumpen extra schnell zum platzen bringt.
es wird nicht auf ein "recht auf unendlich schnelle investition" geklagt. der konkrete vorwurf lautet, dass direkte konkurrenten ihr verhalten abgestimmt haben könnten.. merkwürdig dass gleich mehrere CEOs am selben tag oder woche zu einer branchenweiten verlangsamung zugestimmt hatten.

zum "dimminshing returns": der behauptete schaden besteht nicht darin, dass kunden ein anrecht auf exponentiellen fortschrit hätten, sondern dass zahlende abonnenten wegen mangelndem wettbewerbsdruck möglicherweise weniger leistung für dieselbe abogebühr erhalten.
 
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Alphanerd schrieb:
Aber nein, man musste ja die Story von der Sicherheit erfinden, um die Leute weiter zu blenden. Hoffentlich ist die Klage erfolgreich, so dass mal ein Lerneffekt eintritt.
Ich glaube, ich finde die Klage ansich eigentlich übertrieben. Eigentlich kann man fehlenden Innovationswillen kaum nachweisen.
Aber ich stimme vollkommen zu, dass es mindestens provoziert ist. Das Vortäuschen einer Straftat ist auch eine Straftat. Das ist hier zwar sicher nicht bewusst, sondern als Nebenprodukt passiert, aber ich denke auch, dass es keinen falschen trifft.
Ich denke, deine Einschätzung trifft und die sind alle ins gleiche Narrativ eingestiegen, um ihre Probleme zu vertuschen. Dabei erwecken sie den Anschein sich abgesprochen zu haben
 
Das ist doch krank. Da kann man sagen was man will, die Regierung selbst steckt hinter solchen Sammelklagen und man muss sich das mal wirklich vor Augen führen was da gerade abläuft.


Ein IT'ler bewirbt sich bei einem Unternehmen als Administrator und die Bewerbung wird von einer KI durchgeführt. Kein Mensch, sondern eine KI. Eine KI für die der Bewerber am Ende eventuell arbeiten würde. Meint ihr nicht das dies etwas absurd ist? Und das ist keine Zukunftsmusik, das ist bereits verfügbar und wird eingesetzt. Eine Arbeitskollegin von mir hat sich bei einem IT Unternehmen in München beworben und sollte das Bewerbungsgespräch mit einer KI führen. Dafür sollte sie ihren Desktop zeigen und die Kamera einschalten. Sie hat das Gespräch direkt abgebrochen mit der Begründung das sie das Gespräch doch lieber mit einem Menschen führen würde als mit einer Maschine. Und ich kann sie da absolut verstehen.


Denk mal drüber nach was da eigentlich passiert. Du sitzt vor deinem Rechner, teilst deinen Bildschirm, machst die Kamera an und wirst dann von einer Maschine bewertet. Nach Kriterien die niemand offenlegt, nach Mustern die niemand nachvollziehen kann, mit einem Ergebnis für das sich am Ende niemand verantwortlich fühlt. Der Personaler sagt "die KI hat entschieden" und die KI sagt gar nichts, weil sie keine Rechenschaft ablegen muss. Verantwortung diffundiert komplett ins Nichts. Und dann sollst du bei genau dem Unternehmen anfangen zu arbeiten das dich so behandelt hat? Das ist nicht nur absurd, das ist auch ein ziemlich klares Signal wie das Verhältnis zu Mitarbeitern in Zukunft aussehen wird.


Was mich dabei zusätzlich stört ist die Kamera- und Desktopfreigabe. Da werden Daten aufgezeichnet, verarbeitet, wahrscheinlich zum Training weiter verwendet und keiner weiß so richtig was damit passiert. Man liefert sich einer Blackbox aus und darf hoffen dass am Ende was Vernünftiges rauskommt. Deine Kollegin hat richtig reagiert. Das ist keine Bewerbung mehr, das ist ein Datenscreening mit menschlichem Beiwerk.


Und genau hier liegt der eigentliche Wahnsinn: Die Unternehmen versuchen mit solchen Methoden Personalkosten zu sparen, aber sie sehen überhaupt nicht was sie damit wirklich anrichten. Kurzfristig spart man sich vielleicht ein paar Personaler und schafft mehr Bewerbungen in weniger Zeit ab. Klingt auf dem Papier super für den CFO. Aber was passiert langfristig? Die besten Kandidaten, also genau die die man eigentlich haben will, brechen ab wie deine Kollegin und suchen sich einen Arbeitgeber der sie noch wie Menschen behandelt. Übrig bleiben die, die keine Wahl haben oder es einfach über sich ergehen lassen. Man selektiert sich also aktiv die stärksten Bewerber weg und wundert sich dann warum die Qualität der Neueinstellungen sinkt.


Dazu kommt der Reputationsschaden. So eine Geschichte wie meiner Kollegin macht die Runde. Sie erzählt es dir, du erzählst es weiter, irgendwann steht das auf Kununu oder Glassdoor und schwupps hat die Firma einen Ruf weg als Laden bei dem man nicht mal für ein Gespräch mit einem Menschen für würdig befunden wird. In der IT wo Fachkräftemangel herrscht ist das geschäftsschädigend, aber der Controller sieht das nicht in seiner Excel Tabelle. Der sieht nur die eingesparten Personalkosten und ist stolz auf sich.


Und dann die Kultur die dabei entsteht. Wenn Mitarbeiter schon im Bewerbungsprozess merken dass sie nur eine Nummer für eine Maschine sind, mit welcher Loyalität sollen die dann später beim Unternehmen arbeiten? Warum sollen sie sich reinhängen, warum Überstunden machen, warum bei Problemen mitdenken, wenn das Unternehmen sie von Anfang an wie austauschbare Datensätze behandelt hat? Man züchtet sich die Dienst nach Vorschrift Mentalität selbst heran und beschwert sich dann über mangelndes Engagement. Das ist einfach nur dumm.


Der Punkt ist, die Rechnung geht mittel- und langfristig überhaupt nicht auf. Man spart an der einen Ecke ein paar Euro und verliert an drei anderen ein Vielfaches. Nur zeigt sich das eben nicht sofort im nächsten Quartalsbericht sondern erst über Jahre und deshalb interessiert es das Management nicht. Klassisches kurzfristiges Denken das die eigene Zukunft opfert.


Und jetzt kommt der Punkt wo ich einmal etwas differenzieren muss, auch wenn es unbequem ist: Die großen KI Konzerne machen aktuell meiner Meinung nach tatsächlich einiges richtig. Anthropic, OpenAI und Co investieren erhebliche Ressourcen in Alignment Forschung, in Red Teaming, in Sicherheitstests bevor Modelle raus gehen. Da wird intern jailbreakt, da werden Missbrauchsszenarien durchgespielt, da wird nachtrainiert wenn was durchkommt. Das ist mehr als die meisten anderen Branchen bei vergleichbaren Risiken tun. Der Vergleich zur Automobilbranche vor 30 Jahren oder zur Chemieindustrie zu ihren Anfangszeiten fällt eher zugunsten der KI Labore aus.


Das Problem sind nicht in erster Linie die Modellhersteller. Das Problem sind die Unternehmen die diese Modelle einsetzen ohne zu verstehen was sie da tun. Ein Bewerbungs KI Anbieter kauft ein Sprachmodell ein, packt eine Weboberfläche drum, verkauft es an Firmen die Personalkosten sparen wollen und niemand in dieser Kette hat sich ernsthaft gefragt ob das ethisch, rechtlich und praktisch überhaupt tragbar ist. Der Modellhersteller sagt "wir liefern nur die Technologie", der Anbieter sagt "wir integrieren nur", das Unternehmen sagt "wir nutzen nur ein Tool" und der Bewerber steht am Ende alleine da. Die Verantwortungslücke ist strukturell und die schließt sich nicht von selbst.


Genau deshalb bin ich bei den Modellherstellern gerade eher gnädig, aber bei den Anwendungsanbietern und den Unternehmen die das einkaufen richtig sauer. Da werden Standards gebraucht, da braucht es Haftung, da braucht es klare Regeln was mit KI entschieden werden darf und was nicht. Die EU versucht das mit dem AI Act, aber die Umsetzung hinkt der Realität hinterher.


Was mich am Fall meiner Kollegin am meisten beschäftigt: Ihre Reaktion war goldrichtig, aber sie ist die Ausnahme. Die meisten Bewerber werden es über sich ergehen lassen, aus Angst sonst gar keine Chance zu bekommen. Und je mehr Leute das mitmachen, desto normaler wird es. In fünf Jahren werden KI Interviews Standard sein und wer sich weigert gilt als unflexibel. Das ist genau die schleichende Normalisierung vor der ich am meisten Angst habe. Nicht dass KI kommt, sondern dass wir aufhören sie zu hinterfragen.
 
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DonDonat schrieb:
Mir wäre neu, dass es ein Recht auf unendlich schnelle Investitionen gibt.

Ohne mich damit im Detail befasst zu haben vermute ich, dass die Klage wohl ausschließlich auf dem Rechtsprinzip basiert, dass es keine Absprachen im Hintergrund geben darf.
 
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Tulol schrieb:
WER hat die Klage eingereicht?
https://www.computerbase.de/forum/t...ng-der-ki-entwick-lung.2278857/#post-31767285
Tulol schrieb:
Stimmt, streng genommen sind Aktien ein Wetteinsatz und Aktienhändler Buchmacher.
Aktien sind Anteilsscheine an einem Unternehmen.

Eine Wette braucht nicht nur Einsatz und Beteiligte, sondern auch mindestens eine festgelegte Bedingung, auf deren Basis ein Gewinner ermittelt werden kann.

Aktien selbst sind keine Wetten, Aktienderivate sind Wetten.
 
incurable schrieb:
Hätte Dein erster Beitrag ein "auch" enthalten, wäre Deine nun behauptete Intention erkennbar gewesen.
Du willst also implizieren, dass die Kläger das tatsächlich primär (oder auch überhaupt nur sekundär) in ihrer Funktion als Kunde - aus tatsächlicher Angst um schlechtere Leistung - aufziehen? Ich bitte dich...

Jetzt klammerst du dich aber schon sehr an Strohhalme, um deine eigenen hehren Empfehlungen nicht umsetzen zu müssen... ;)
 
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