Organ spenden

Unsere Zeit ist sowieso begrenzt. Deswegen kann man auch mal einen Gedanken daran verschwenden, nach dem Tod noch etwas sinnvolles zu vollbringen.
 
Sherman123 schrieb:
@Feuerferkel
Wer redet denn hier von Zwangsverpflichtung?

Oh doch, die Forderung in Deutschland das österreichische System einzuführen kommt ist bzw. kommt einer Zwangsverflichtung gleich. Ich muss nun nicht mehr aktiv bejahren, dass ich etwas will weil ich es ja schon muss. Schlimmer noch ich muss mich nun mit Händen und Füßen wehren, dass es eben nicht passiert wenn ich nicht will bzw. ich, bei ablehnender Haltung, meinen Willen/Wunsch trotzdem durchsetzen kann.


crow2k schrieb:
...und bist indirekt am Tod eines anderen Menschen beteiligt.
Das ist nunmal so !

Schwachsinn! Man ist dafür nicht verantwortlich und schon gar nicht beteiligt. Was ist das denn für ein kranker Vorwurf? Diesen Unsinn lass ich mir von dir nicht einreden. Leute gibts...
 
Im Übrigen bin ich auch der Meinung das Angehörige eines Organspenders die Entscheidung akzeptieren sollten.
Man hört immer wieder von Angehörigen die nach dem Tod ausdrücklich gegen den Wunsch des Verstorbenen handeln. Das finde ich nicht richtig, denn nach dem alten System konnte man sicher sein das sich die Person ausgiebig mit dem Thema befasst hat.

Mit dem Österreichischem System weiß man das nicht........
 
Ja, ich kann es verstehen.

Nur bin ich trotzdem für das System in Österreich.
Es hat halt nur Vorteile, vielleicht nicht für die Leute die nicht spenden wollen, weil Ihnen dadurch ein Gang oder Anruf erspart bleibt.

Zum Glück gibt es Institute , die schon mit gezüchteten Organen arbeiten.
Irgentwann werden Diese auch ausgereift genug sein.

Klonen finde ich nebenbei auch nicht schlecht, so können auch Genkrankheiten geheilt werden.

Somit würde diese Diskussion auch wegfallen ;)
 
Ich muss nun nicht mehr aktiv bejahren, dass ich etwas will weil ich es ja schon muss. Schlimmer noch ich muss mich nun mit Händen und Füßen wehren, dass es eben nicht passiert wenn ich nicht will bzw. ich, bei ablehnender Haltung, meinen Willen/Wunsch trotzdem durchsetzen kann.
Du gehst auf die Bezirkshauptmannschaft, lässt dich in die Nicht-Spenderdatei eintragen und die Sache ist fertig. (eventuell geht es auch per E-Mail) Hältst du Österreich für eine Militärdiktatur??


Im Übrigen bin ich auch der Meinung das Angehörige eines Organspenders die Entscheidung akzeptieren sollten.
Man hört immer wieder von Angehörigen die nach dem Tod ausdrücklich gegen den Wunsch des Verstorbenen handeln. Das finde ich nicht richtig, denn nach dem alten System konnte man sicher sein das sich die Person ausgiebig mit dem Thema befasst hat.
Ich verstehe es nicht...
 
Zuletzt bearbeitet:
Soviel ich weiß können Angehörige der Organspende wiedersprechen, auch wenn der verstorbene einen Organspendeausweis haben. Dies finde ich nicht richtig, denn nach dem alten System kann man davon ausgehen das der verstorbene sich zu Lebzeiten noch wirklich gedanken über das Organspenden gemacht hat, und sich bewusst dafür entschieden hat.

Beim Österreichnischen System ist das nicht so, dort muss sich niemand Gedanken machen, den Brief kurz durchgelesen, weggelegt und schon ist man Organspender obwohl man es vielleicht doch nicht will.

Verstehen? :D
 
Ah okay. Du findest weder das alte (Deutsche System - wegen Einspruch der Angehörigen) noch das österreichische System gut, richtig verstanden?

In Ö gibt es keinen Brief, den du dir duchlesen könntest. Du bist es automatisch. Wenn es mich beim Motorradfahren ordentlich zerreißt und es gibt für die Erstversorger nichts mehr zu tun, gibts, sofern ich geeignet bin, 2 Nieren, Herz, Leber,... zu holen. (mit A-Negativ bin ich vermutlich relativ gefragt)

Die große Mehrheit der Organe wird in Ländern wie Ö von Unfalltoten zur Verfügung gestellt. In den anderen Ländern geiern die Ärzte um sterbenskranke Patienten herum und versuchen sie mit sanftem Druck zu überzeugen - das sollte so wirklich nicht sein. (es gibt eben in D einfach viel zu wenig Organe)

Vielleicht ist die Ablehnung hier im Forum auch deshalb so groß. Gegen dieses Herumgeiern hätte ich nämlich auch entschieden etwas. Auch wenn es für die Ärzte vermutlich das Normalste ist, finde ich es sehr pietätlos, dass man auf sterbenskranke Patienten auch noch Druck ausübt.



Boarder-Wintermann schrieb:
Meine Mutter ist Ärztin, nach ihrer Erläuterung habe ich keinen Organspendeausweis und möchte auch keinen.
Warum ist meine Sache und war nach der Erläuterung klar.
Entspricht meine Ausführung im Groben deinen Gründen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sherman123 schrieb:
Hältst du Österreich für eine Militärdiktatur??

Was ich von diesem Land halte sag ich besser nicht ;) Aber Spaß beiseite. Wie stellst du sicher, das ein nicht Spendewilliger auch nicht spendet? Was passiert wenn er seinen Ausweis mal nicht dabei hat. Oder grad die Datenbank nicht verfügbar ist in der er eingetragen ist. Viele Stunden hat man bei einer Organentnahme oft nicht zur Verfügung.



Sherman123 schrieb:
Ich verstehe es nicht...

Musst du auch nicht ;)
 
Zur Richtigstellung:
Ich finde das System wie es jetzt ist besser als das Österreichische.
Wer Spenden will wird sich ausgiebig mit dem Thema befassen, wird sich aufklären und sich bewusst dafür entscheiden.

Ich halte nix davon die Leute ohne zu fragen zu Spendern zu machen.

Meine Meinung!
 
Feuerferkel schrieb:
Was passiert wenn er seinen Ausweis mal nicht dabei hat. Oder grad die Datenbank nicht verfügbar ist in der er eingetragen ist. Viele Stunden hat man bei einer Organentnahme oft nicht zur Verfügung.

Viel schlimmer wäre dies doch, wenn es bei einem Spendewilligen passiert. :freak:
 
Dann liegt es aber an Mangelnder Aufklärung und Publikation. Vorgefertigte Anträge die man 1 mal im Jahr beim Arzt vorgelegt bekommt bzw. 1 mal im Jahr die obligatorische Frage nach der Organspende könnte hier wunder bewirken.

Es muss nicht immer gleich die Zwangsverpflichtung sein, ich glaube die Möglichkeiten sind noch nicht völlig ausgeschöpft worden.

Gruß
 
Ich denke dort muss man Kompromisse eingehen, nur dann sollten auch
mal die nicht Spender konstruktive Ideen bringen.

Die richtige Aufklärung ist schonmal n guter Schritt dorthin
 
Wie stellst du sicher, das ein nicht Spendewilliger auch nicht spendet? Was passiert wenn er seinen Ausweis mal nicht dabei hat. Oder grad die Datenbank nicht verfügbar ist in der er eingetragen ist. Viele Stunden hat man bei einer Organentnahme oft nicht zur Verfügung.
Ja wie stellst du dir denn das vor?:freak: Die Organentnahme findet nicht auf der Straße statt, sondern meist sogar in einer entsprechenden Klinik. Glaubst du wirklich, dass der Fall schon Mal eingetreten ist: Datenbank offline & zufälligerweise nicht-Spender-Ausweis vergessen & keiner der Angehörigen erreichbar?


Dann liegt es aber an Mangelnder Aufklärung und Publikation. Vorgefertigte Anträge die man 1 mal im Jahr beim Arzt vorgelegt bekommt bzw. 1 mal im Jahr die obligatorische Frage nach der Organspende könnte hier wunder bewirken.
Das finde ich wirklich gut. Aber anscheinend denkt nicht Mal der Hausarzt gerne an soetwas.... Hier sollte vielleicht die Ärztekammer eine Richtlinie erlassen. Deutsche und österreichische Ärzte sollten bei Gelegenheit ihre Patienten an den Fall eines Spendenfalls erinnern.

Wie siehts in Deutschland eigentlich mit Organhandel, was wirklich das letzte ist, aus? In Ö gibt es sogut wie keinen Organhandel. Bei euch kann ich mir schon vorstellen, dass sich ein reicher Patient mit ein paar Tausend € einen besseren Wartelistenplatz erkauft. Gibt es hierüber Zahlenmaterial?
 
TalBar schrieb:
Mit welcher Intenstion haust du dann eine absolut negierte Aussage in diesem Thread raus?

Wie schon gesagt, man muss sich nicht immer für jede Sache rechtfertigen.
Es bleibt jedem selbst überlassen ob man spendet oder nicht aber.
Aber dann den anderen ein schlechtes Gewissen einreden bzw. so weit zu gehen und sie auch noch für einen Tod die Mitschuld zu geben ist dreist und reinster Populismus.
Spätestens dann schalte ich komplett ab...
 
nennt doch mal religiöse gründe.
wenn ihr christen seid, dann denkt doch mal an die passage mit "nächstenliebe".
aber ihr seid alle so gläubig, ihr geht jeden sonntag in die kirche, betet am abend vorm schlafen gehen, ihr habt keinen sex vor der ehe...
oder vergönnt ihr zb nem kranken jugendlichen nicht eure niere wenn ihr den löffel abgebt?
 
Wird leider immer Meinungsverschiedenheiten geben, aber realistisch bleiben sollte man schon.

Es weiß doch verdammt nochmal jeder, dass genug Leute sterben, die ein Organ brauchen und dass es zu wenig Organe gibt ! Ihr wollt es einfach nicht wahrhaben.

Also ist man ja wohl indirekt daran beteiligt oder wie würdet ihr das anders ausdrücken ?

Ob man das Mitschuld nennen sollte, ist vielleicht fraglich, aber es geht ums Prinzip.

Das Angebot ensteht nunmal bei UNS.

ps: 6shop find es klasse wie du argumentierst ;)
 
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