panama papers download/einsicht?

Nico_B

Lt. Junior Grade
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Hallo.

Weiß jemand wo man die vollständige Liste downloaden oder einsehen kann? Schreiben können die in Presse viel. Ich möchte mir aber selber mal ein Bild machen. Wie heißt es schließlich so schön traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast. ^^
 
Willst Du schauen, ob Dein Name dort auch zu finden ist?

Nein, bekommst Du nicht im Netz. Die Süddeutsche hat das Material bekommen und seit langer Zeit wird es von gut 400 Journalisten aus 80 Ländern begutachtet.

Du kannst davon ausgehen, die Presse schreibt da kein Unfug. Sie werden die Papiere sicherlich zeigen, wenn von Personen berechtigtes Interesse dafür besteht.
 
Das sind 2,6TB Daten. Über 400 Journalisten haben über ein Jahr recherchiert und du meinst, du kannst das mal eben so alles nachvollziehen? Ich wünsche dir viel Glück dabei!
 
Vor allem sind die Daten ja keine Liste mit Namen, sondern vermutlich Buchungsbelege mehrerer Parteien (Banken) und da muss man dann zusammensuchen wo was hingehört und vor allem wer dahinter steckt.
 
Nico_B schrieb:
Schreiben können die in Presse viel.

Was sie aber erschreckender weise gar nicht tun, denn für die lange Vorbereitungszeit enthalten die Artikel alle extrem wenig harte Fakten und praktisch gar nichts neues oder konkretes. Ich will schon wieder meine 20min zurück, die ich brauchte um den Mist zu lesen.

Eine Veröffentlichung dürfte aber datenschutztechnisch gar nicht möglich sein, zumindest nicht in DE und von der SZ. Evtl kopiert jemand die Datenbank und veröffentlicht sie, halte ich aber für nahezu ausgeschlossen.
 
Evil E-Lex schrieb:
Das sind 2,6TB Daten. Über 400 Journalisten haben über ein Jahr recherchiert und du meinst, du kannst das mal eben so alles nachvollziehen? Ich wünsche dir viel Glück dabei!

Strg+F :D
 
*Ironie/Sarkasmus/Zynismus* Jaja, die Blöden von der Presse. Hoffentlich dürfen bald die eigentlichen Spezialisten vorm heimischen PC ran, dann wird alles gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hätte es auch gut gefunden, wenn man die Daten veröffentlicht hätte. So hat die Presse ihre Hand drauf und man sieht ja schon in welche Richtung das geht. Und wenn man sich mal informiert, wer bzw. welchen Institutionen diese Journalisten angehören, weiß man schon bescheid in welche Richtung der Wind wehen wird. Schade, schade.
 
http://www.spiegel.de/netzwelt/netz...ginalquellen-nicht-oeffentlich-a-1085341.html

Digitalisierte Daten können leichter kopiert, leichter weitergegeben, leichter veröffentlicht werden. Diese Wende geht auch am Journalismus nicht vorbei.
Muss also jeder Bürger alles wissen können zu Leaks, die Dokumente selbst einsehen können? Oder ist die alleinige Bearbeitung und Auswahl der Geschichten durch Berichterstatter nach wie vor sinnvoll, so wie es die Journalisten der "Süddeutschen Zeitung" (SZ) bei den Panama Papers halten?

Danke, dass ihr auf mich aufpasst, wäre ja unerhört, wenn sich jeder seine eigene Meinung bilden oder - noch schlimmer - selbst recherchieren könnte.
Nicht dass am Ende noch zufällig eine Verbindung zu Personen auffällt, die gar nicht auffallen sollte...
 
Geil, wie hier manche meinen, die 2.6 Terabyte waeren einfach ordentlich sortierte PDFs, die einfach mal eben so durchgehen koennte.

Bisweilen koennen sich ja hier die, die meinen sie koennten es besser, mal mit den Lux-Leaks Daten befassen. Oder alternativ mal mit den 30.000 Clinton emails anfangen, da sind sicher so einige interessante Sachen drin, die von der Luegenpresse nicht veroeffentlicht werden: https://wikileaks.org/clinton-emails/

Oder schaut euch doch mal durch die Julius Baer Daten: https://wikileaks.org/wiki/Bank_Julius_Baer

Findet ihr sicherlich noch den ein oder anderen Skandal mal eben raus, den noch kein Journalist gefunden hat bzw. sich getraut hat zu veroeffentlichen.
 
Es gibt weltweit locker mehrere tausend Verrückte, die in soetwas sehr gerne sehr viel Zeit investieren würden.
Lass sie doch machen, wenn es keine weiteren spannenden Dinge zu finden gibt, kann man doch ruhig Transparenz statt Misstrauen schaffen, oder gibt es da eventuell doch mehr?
 
Verrueckte triffts ganz gut.

Massig Klarnamen, Adressen, Bankdaten, Ausweiskopien von >1000 Deutschen frei im Internet. Von denen viele nicht Personen oeffentlichen Interesses sind. Das halte ich fuer hoch riskant und rechtlich sehr bedenklich.

Und eben ohne weitere Recherche nur mit ein paar Dateikopien kann man kaum einen Verdacht erhaerten, aber trotzdem Rufmord begehen.
 
Ich stimme linkser da zu. Unrecht darf nicht mit Unrecht bekämpft werden, und auch wenn so ein Leak ein kurzes Gefühl der Befriedigung gibt darf es nicht die Regel werden, sonst bekommen wir ja noch Robin-Hood-Verhältnisse hier.
 
Es ist schon interessant wie man hier auf die Freigabe von illegal beschafften Daten besteht.

Noch dazu sind die Daten wohl kaum von strafrechtlicher Relevanz, sondern nur dazu da, Personen an den Pranger zu stellen.
 
Am Ende darf es ja auch keine Anleitung sein, wie man Geld mittels Briefkastenfirmen beiseite schafft.
 
smuper schrieb:
Noch dazu sind die Daten wohl kaum von strafrechtlicher Relevanz

Das ist eine Sache, die ich in dem Fall besonders pikant finde. Über 90% der Aktionen sollen illegal sein, ausgerechnet bei den Deutschen wird von völliger Legalität gesprochen, wenn sie Briefkastenfirmen unterhalten, was dt. Konzerne natürlich in viel größerem Umfang ohnehin machen.

Da haben hunderte von "Investigativjournalisten" ein Jahr lang daran gearbeitet, etwas aufzuarbeiten, dass weder illegal noch besonders erhellend ist? Was soll das? Alles nur um von den Konzernen, den wirklich Vermögenden und den wirklich krummen Deals abzulenken? Es lief vor Jahren eine Doku über Briefkastenfirmen, dort wurde z.B. angesprochen wie VW mit konzerneigenen Flugzeugen den Staat über's Ohr haut.
 
Das ist eine Sache, die ich in dem Fall besonders pikant finde. Über 90% der Aktionen sollen illegal sein, ausgerechnet bei den Deutschen wird von völliger Legalität gesprochen, wenn sie Briefkastenfirmen unterhalten, was dt. Konzerne natürlich in viel größerem Umfang ohnehin machen.
Es ist eben nicht per se illegal eine Briefkastenfirma zu besitzen. Wenn ich den Geldfluss in meiner Steuererklaerung angebe, kann ich soviele Millionen auf den Bahamas bunkern, wie ich will. Und da niemand ausser den Finanzaemtern auf die Steuererklaerung Zugriff hat, kann kein Journalist belegen, dass sich da irgendein ein Millionaer strafbar gemacht hat.

Alles nur um von den Konzernen, den wirklich Vermögenden und den wirklich krummen Deals abzulenken?
Die Verschwoerung ist aber sehr gross in deinen Augen oder? Jetzt sind schon alle Journalisten gekauft und werden bezahlt, um extra von Unternehmen abzulenken.
Es lief vor Jahren eine Doku über Briefkastenfirmen, dort wurde z.B. angesprochen wie VW mit konzerneigenen Flugzeugen den Staat über's Ohr haut.
Und ich wette mit dir, dass die das so raffiniert gemach haben, dass das einfach nicht illegal ist. Jedes Steuer-Schlupfloch wird ausgenuetzt. Da kann man sich jetzt hinstellen und einmal mit dem Fuss aufstampfen und das ungerecht finden, aber so ist es nun mal.

Die Millionaere bunkern Millionen auf den Bahamas, der kleine Lehrer in Deutschland setzt seinen schicken neuen Laptop als Home-Office von der Steuer ab, obwohl er ihn zu 90% zum zocken privat nutzt (ja plakatives Beispiel, bitte jetzt kein Entruestungspost einens Lehrers/Beamten, der mich der Verleumdung bezichtigt...)
 
Zuletzt bearbeitet:
linkser schrieb:
Die Verschwoerung ist aber sehr gross in deinen Augen oder? Jetzt sind schon alle Journalisten gekauft und werden bezahlt, um extra von Unternehmen abzulenken.

Wenn sie nur ihren Job machen, für eine möglichst hohe Auflage schreiben, ist das keine Verschwörung. Viel Tralala um erstaunlich wenige Neuigkeiten, die keinerlei Konsequenzen haben werden, das sind die Panama Papers.

linkser schrieb:
Und ich wette mit dir, dass die das so raffiniert gemach haben, dass das einfach nicht illegal ist. Jedes Steuer-Schlupfloch wird ausgenuetzt.

Ich erinnere mich nicht mehr genau daran, aber die Flugzeuge waren über eine Oase gemeldet und wurden trotzdem vom dt. Steuerzahler finanziert.

linkser schrieb:
Die Millionaere bunkern Millionen auf den Bahamas, der kleine Lehrer in Deutschland setzt seinen schicken neuen Laptop als Home-Office von der Steuer ab, obwohl er ihn zu 90% zum zocken privat nutzt

Finde den Unterschied im Detail und denke daran, dass viele Dienstwagen noch nicht einmal als solche genutzt werden, die ein Beamter nie bekommen wird.
 
Schrammler schrieb:
Finde den Unterschied im Detail und denke daran, dass viele Dienstwagen noch nicht einmal als solche genutzt werden, die ein Beamter nie bekommen wird.
Wirklich ein dummer Vergleich. Dann sollte @linkser eine Petition starten, dass jeder Lehrer in der Schule seinen Arbeitsplatz inkl. Arbeits-PC vom Arbeitgeber gestellt bekommt, so wie es in der "freien" Wirtschaft und auch für alle sonstigen Beamten üblich ist. Dann braucht's auch kein "Home-Office", das der Lehrer trotz Steuererstattung zu 70% von seinem privaten Geld finanziert.

Gruß,
CTN
 
Was bisher veröffentlicht wurde, das ist doch nur die Spitze es Eisberges dieses Papiere. Da wird noch viel mehr kommen. Und sicher ist viele legal, was da dokumentiert wurde. Gerade wenn es große, weltweit operierender Unternehmen angeht. Die sehen und nutzen diese legalen Steuerdrückmechansimen.

Aber die Papier erzählen eben auch viel von einzeln handelnden Personen. Und mal schauen, was da in den kommenden Zeit noch kommen wird. Bisher konnte noch niemand glaubhaft erklären, warum man als Einzelperson, steuerpflichtig in DE solche Mechanismen für sich nutzt. Ich erkenne da kein edles Motiv. Nur welche, die weit davon weg sind, edel zu sein.

Und wenn der Leak nur dazu führt betreffende zu zeigen. Die Anonymität in diesem Bereich ist heute nur eine Illusion. Wird den einen oder anderen auch zum um handeln bewegen.
 
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