papierloses Studieren/Leben

les paul

Lt. Junior Grade
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Juni 2006
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365
Hallo zusammen,

da ich als Student oben genanntes Thema sehr interessant finde,
würde ich gerne hören, ob tatsächlich jemand zumindest weitestgehend
auf Papier verzichtet und was Eure Erfahrungen dabei sind und ob
Ihr Euch das generell überhaupt vorstellen könnt?
Idealerweise im Umfeld "Studium", aber gerne auch im weiteren Sinne.

beste Grüße
LP
 
Hi, ich hab im Studium (Wi-Inf) recht wenig papier gebraucht muss ich sagen.. Eigentlich nur dann wenn der Prof darauf bestand dass die Leute mitschreiben, ansonsten hat mir das PDF-Skript immer genötigt...

Beim Lernen an sich find ich aber Papier immernoch unerlässlich, das digitale tippen hat einfach nicht den selben Lerneffekt wie mit Stift und papier zu üben. Gerade zb. das rechnen von mathe aufgaben, oder Zeichnen (da führt ja eh kein Weg dran vorbei) :D

Ingesamt würd ich sagen: 1 collegeblock pro semester - langt voll und ganz.. Ich hab also nicht so viele Bäume aufm Gewissen :)

Seit Studienende, hab nehme ich Stifte nur zum Unterschreiben in die Hände. Im (IT-)Arbeitsumfeld läuft schon seeehr viel digital.
 
Ohne Papier ging bei mir gerade in den Mathematikvorlesungen und in den Veranstaltungen der theoretischen Informatik fast gar nichts. Da wurden Tafeln voll geschrieben und die Zuhörer saßen dort 90min, um die Inhalte mitzuschreiben. Bei vielen anderen Vorlesungen gab es zumindest ein Skript. Entweder als PDF oder PPT-Datei zum selbst drucken (da konnte man sich dann in der VL Notizen dran machen, da immer mehr erzählt, erklärt oder Beispiele genannt wurden, als im Skript zu finden waren. Außerdem war so ein Skript immer voller Fehler ;-) ) oder war käuflich am Anfang des Semesters zu erwerben. "Praktische Informatik II" für 5 Euro.

Tutorien und Übungszettel waren - auch hier vor allem in der Mathematik - in Papierform.


Und dann war da auch noch mein geisteswissenschaftliches Nebenfach. Was habe ich dort Ordner kopiert. Hunderte von Seiten, die ich später dann, da nur einseitig bedruckt, als Schmierzettel benutzt habe. Sogar noch bei meinem Arbeitgeber nach meinem Studium habe ich diese Zettel für Notizen genutzt.

Es gab auch immer wieder Leute, die live mit latex mitgetippt haben. Das war meist Teamarbeit, da die mit den mathematischen Formeln nicht so schnell waren. Einer hat sogar die Tafel fotografiert - aber auch nicht lange durchgehalten.
 
Also ich ha mir während meinem Studium (Chemie) alle Skripten ausgedruckt, das ging recht billig an unserem Fachschaftsdrucker. Ich hab mir während den Vorlesungen immer Notizen dazu gemacht und im Tippen bin ich einfach nicht so schnell.
Vor allem kann ich aber am Bildschirm nicht lernen, mir tun davon nach längerer Zeit immer die Augen weh ;). Vielleicht wäre das ja mit einem Tablet oder E-Reader anders gewesen, aber sowas hab ich nicht gehabt bzw. besitze ich auch immer noch nicht. Also bleib ich lieber beim guten alten Papier, auch wenns vielleicht etwas umweltschädlicher ist.
 
Ach, was umweltschädlich. Man müsste dazu den Ressourcenbedarf, der bei der Herstellung von einen ipad (oder sonstiges) nötig ist, auf Papier und Toner / Tinte umrechnen. Wahrscheinlich hat dort Recyclingpapier die günstigere Bilianz. ;-)
 
Hunt B schrieb:
Also ich ha mir während meinem Studium (Chemie) alle Skripten ausgedruckt, das ging recht billig an unserem Fachschaftsdrucker. Ich hab mir während den Vorlesungen immer Notizen dazu gemacht und im Tippen bin ich einfach nicht so schnell.
Vor allem kann ich aber am Bildschirm nicht lernen, mir tun davon nach längerer Zeit immer die Augen weh ;). Vielleicht wäre das ja mit einem Tablet oder E-Reader anders gewesen, aber sowas hab ich nicht gehabt bzw. besitze ich auch immer noch nicht. Also bleib ich lieber beim guten alten Papier, auch wenns vielleicht etwas umweltschädlicher ist.

Bei mir (BauIng) eigentlich genauso. Zumal Zeichnungen, Formeln etc sich einfach nicht so schnell abzeichnen lassen. Ein Teil der Skripte liegt bei uns sowieso nicht digitalisiert vor. Ich habe damit eigentlich auch nicht so die Probleme.
 
Paperless ist ein Ziel - in etwa so wie "Weltfrieden". Eine schöne Sache. Funktioniert so aber (bisher) nicht.
Das richtige Konzept heißt: Less paper.
Und da kann jeder von uns seinen Beitrag erbringen.
 
In 6. Semester Elektrotechnik habe ich es geschafft max. 2-3 Blöcke zu verwenden. Unterm Semester brauche ich keine, da es Skripte bzw. PPT im Überfluss gibt. Und in der Prüfungsvorbereitung habe ich festgestellt, dass wenn ich die Aufgabe nicht kann brauche ich auch nichts aufzuschreiben. Dasselbe Spiel wenn ich die Aufgabe lösen kann. Letztendlich bleibt auf dem Block dann oft nur der Ansatz übrig :D
 
Ohne Papier geht im Studium nichts. Abgesehen davon finde ich es unheimlich ätzend aufm Rechner Texte lesen zu müssen. :)
 
Ohne jetzt Microsoft besonders hervorheben zu wollen, aber ein Surface Pro 2 vereint ziemlich viele Eigenschaften die fürs papierlose Studentenleben förderlich sind.

In den letzten Zügen meiner Vorlesungszeit hatte ich die Kombination aus Tablet für die PDFs und einem Oxford Office Book :-) für die Mitschriebe. Heute würde ich es wohl wirklich mit einem Surface oder ATIV versuchen...
 
In meinem letzten Bachelorsemester habe ich um die 3000 Blätter gedruckt. Einerseits Skripte anderseits viele Paper die ich für die Bachlorarbeit gebraucht habe. Das Tablet sehe ich übrigens nicht als Alternative, weil es mir persöhnlich zu unangenehm ist ständig darauf zu glotzen.

edit:

Um Übungen/Tutorien zu machen habe ich auch Tonnen von Papier zum Schreiben gebraucht. Sowohl in den theoretischen Informatikmodule als auch in den Wirtschaftsmodulen. Achja Studiengang ist WINF
 
samsung galaxy note 10.1 mit extra stift, sonst rechner/laptop. papier kommt bei mir vor wenn ich das aufgabenblatt ausdrucke oder meine digitale lösung zum abgeben, wenn man mehr als eine a4 seite übersicht haben möchte (kommt selten aber dennoch vor, bei manchem langen code zb). was ich aber noch fast immer auf papier mache ist eine zusammenfassung pro fach. ach ich bin informatik 4. semester :)
 
es gibt arbeitsplätze, an denen man nicht mit einem ipad rumlaufen kann. ein notizheft ist zweckmäßiger.
bei produktkatalogen genügt tut es auch eine pdf-datei. da braucht man den ganzen kram nicht auch noch auszudrucken.
 
ich nutz nur Gratispapier, aka: Notizblöcke die man gratis in den Weiterbildungen in die Hand kriegt, hab noch gefühlte 1500 Blatt Microsoft und 200 DELL hier liegen ^^

im studium (IT) konnten wir die Kurse etc alle als PDF downloaden, hab ich auch so gemacht. in 6 Jahren kein Buch gekauft, ab dem 3ten Jahr alles ins Laptop getippt
 
Es kommt doch ganz einfach auf das Studium.

Wenn man zB. ein Phlilologiestudium belegt und Sprachen erlernt ist es quasi unmöglich auf Papier zu verzichten.
Ebenso bei mathematischen-naturwissenschaftlichen Studien.
Außerdem ist mir völlig schleierhaft, wie Leute anständig von PDF's lernen können, an Büchern ist es doch das beste, dass man wichtige Dinge markieren kann, oder sie mit Anmerkungen versehen kann.
Außerdem kann man wichtige Abschnitte wieder schneller finden, wenn man diese Kleber an der den Seiten anbringt.
 
Knerdi schrieb:
Außerdem ist mir völlig schleierhaft, wie Leute anständig von PDF's lernen können, an Büchern ist es doch das beste, dass man wichtige Dinge markieren kann, oder sie mit Anmerkungen versehen kann.
Kann man mit einer PDF auch machen ;)
 
Allerdings ist man mit Marker und Stift doch etwas schneller. ;)
Außerdem lenkt ein ein Laptop/Tablet auch mAn viel zustark ab, weil man einfach zum Surfen o.Ä. verleitet wird.
 
Schau dir das Note 10.1 an, hat nen Stift. Das geht damit auch ohne Probleme.

Das Gerät kann ablenken, das steht außer Frage. Aber soviel Selbstdisziplin muss man dann schon an den Tag legen und sich in der Hinsicht beherrschen.

Andererseits ist man mit nem Tablet viel flexibler. PDF ist geöffnet, man versteht irgendwelche Wörter, Zusammenhänge nicht, braucht zusätzliche Beispiele, also kann man schnell im Internet nachschauen. Und zwar jederzeit und (fast) überall (wenn es das richtige Tablet ist).
 
Meiner Meinung nach können Tablets im Allgemeinen sehr hilfreich und nützlich sein. Sei es nun zum Surfen, zum Datenmanagement, zum Studieren, etc. In der sich digitalisierenden Welt (was ja auch im Bereich Bildung stattfindet) sehe ich durchaus Potential.
Ich selbst habe jetzt angefangen zu studieren und auch ich habe ein Tablet. Dieses benutze ich allerdings so gut wie ausschließlich zuhause im W-Lan. In Zukunft werde ich es auch mit in die Uni nehmen, da gibt´s ja auch W-Lan (3G Funktion ist nicht an Bord, und das ganz bewusst). Es ist einfach praktisch, um sich seine Unterlagen zu speichern, mal schnell reinzusehen, wenn man gerade den Ordner nicht rauskramen möchte. Unsere Uni hat eine eigene App, auch daher ist ein Tablet einfach praktisch und nice-to-have.

Was aber das papierlose Studieren und Leben angeht, bin ich persönlich kritisch.
Wie gesagt, zum kurzen reinschauen oder auch mal etwas längeres Lesen in Unterlagen finde ich ein Tablet sehr geeignet. Alles schön und gut. Aber ich finde es wird irgendwie versucht, das Rad neu zu erfinden.
Diese ganzen pdf-Annotater versuchen doch letztendlich nur das zu bieten, was einem ein gedrucktes Blatt Papier oder ein Buch schon seit Jahrzehnten ermöglicht - markieren, unterstreichen, bearbeiten, Notizen, etc.

Natürlich muss jeder seinen eigenen Weg finden, wie er sich organisieren und lernen möchte. Es hängt halt vom Typ und sicher auch vom Studienfach ab.
Ich selbst stehe zwar noch ganz am Anfang meines Studiums, aber weiß zu Genüge, dass ich der Papiertyp bin. Daher auch meine oben erläuterte Einstellung. :)
 
Leider geht in meinem Studienfach (Technische Geologie) auch nichts ohne Papier, vor allem in den Übungen wird viel gerechnet.

Jedoch bin ich jetzt schon an dem Punkt angelangt (8. Semester), wo bei mir der Platz im Regal ausgeht. So habe ich mir heuer im Sommer die Zeit
genommen alle Skripten und Übungen zu digitalisieren. So ist bei mir ein bisschen mehr Ordnung und Übersicht reingekommen. Jene Fächer die ich nicht mehr brauche, habe ich dann zu meinen Eltern abgeschoben :evillol:
 
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