Performance-Gewinn durch OC des RAM

S

Scriptkid

Gast
Hallo Freunde,
die von HisN verfasste Umfrage, betreibst Du Deinen Speicher schneller als der FSB, provoziert zu einer tiefgründigen Frage.
Viele meinen, bei einem RAM-Teiler 1:1 sei die beste Performance möglich, da der FSB nur soviel Impulse mitnehmen kann, wie er selber bringt. Daher wird der FSB oft als der "Flaschenhals" bei Intel-CPUs genannt.
Tatsächlich ist aber ein Perfromance-Gewinn mit einer Übertaktung des RAM messbar und spürbar. Mag sich dies im unteren Bereich der 10%-Marke bewegen, so kann aber die Gleichung, der FSB nimmt nur so viel mit wie selber bringt, nicht stimmen.

Daher meine Frage: Wie kann es sein, dass ein Perfromance-Vorteil feststellbar ist, wenn der FSB angeblich nicht mehr Signale verarbeiten kann als er selber produziert?
Es muss jedoch so sein, ansonsten gäbe es kein Performance-Gewinn.
 
Zwischen CPU und Ram sitzt ein Ram-Controller (in der Northbridge). Der kriegt die Angfragen per FSB von der CPU speichert diese zwischen und kommuniziert mit dem Ram über die Speicherkanäle. Der Ram antwortet auf Anfragen nicht sofort sondern brauch eine gewisse Zeit zum Antworten. In der Zeit erhält er schon die nächsten Anfragen vom Ramcontroller. Der Ram gibt die Daten an den Ramcontroller zurück und dieser an die CPU. Die Kommunikation zwischen CPU-Ramcontroller und Ramcontroller-Ram laufen also unabhängig voneinander, eine schnellere Verbindung Ramcontroller Ram kann also die Daten ein bisschen früher in den ramcontroller bringen und diser liefert diese dann an die CPU womöglich einen Taktzyklus früher.
Viel lässt sich dadurch aber nicht gewinnen da die zweite Kommunkationsstrecke CPU-Northbridge über den FSB läuft und der immer relativ überfüllt ist und dadurch der Ramcontroller womöglich die Daten zwar schneller parat hat aber sie nicht weiterliefern kann. Der Gewinn liegt übrigens im Schnitt bei 0-3% und ist somit nicht weiter relevant. Dadurch dass der Gewinn so klein ist lässt man den Ram normalerweise 1:1 auf dem FSB um eine bessere Stabilität beim Übertakten zu erreichen (weil das Anheben des FSB's die CPU und auch den Ram anhebt und dadurch die Gesamtperformance besser dasteht).

So ich hoffe mal mich halbwegs klar ausgedrückt zu haben.
 
Du hast Dich klar und deutlich ausgedrückt!
Noch eine Frage: Woher nimmst Du die Behauptung eines Performance-Gewinns von 0%-3%?

Ich kenne einige Tests (inklusive der eigenen), die einen Gewinn von bis zu 10% ergaben.
Mit der neuen CPU (Nehalem) will Intel den "Flaschenhals" FSB etwas aufweiten. Nach der bisher bekannten Chip-Architektur (sechs Jahre nach AMD-HT) spricht sehr viel dafür.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
RAM OC bringt imo nur was bei everest benchmarks, in spielen merkt man eigentlich nichts :o
 
@rZx,
da gebe ich Dir in vollem Umfange recht. Inzwischen habe ich mehrere Test (memtest86+, Everest, SuperPi 1M, 32M) durchgeführt und konnte genau dies-wie schon viele vor mir- belegen.
Die Frage ist wirklich, was einem der Zahlensalat, mit dem eine geringfügige Verbesserung bewiesen wird, in praxi bringt; kaum etwas.
Aber es bestehen gute Aussichten, dass Intel mit dem neuen Nehalem eine CPU-Architektur hervorbringt, die den RAM besser nutzt und damit eine spürbare Performance erreicht wird.
 
Interessanterweise bin ich letzter Zeit bei einigen Recherchen zu Arbeitsspeicher bei Tests mehrmals auf das Phänomen gestossen das gleiche Konfigurationen von MB/CPU/GPU bei höherem Ram-Takt, nur durch die Umstellung des Ram-Teilers, bei Spielen in den Tests teilweise 5-12% höhere FPS-Raten erreichten. Scheint wohl doch nicht nur in synthetischen Benches was zu bringen, ist allerdings wenn überhaupt wohl nur im Grenzbereich interessant, weil ob man nun 100 oder 105FPS hat sieht man sowieso nicht:D
Gruß
 
hi,

der Performance-Gewinn durch OC - ist bei sicher nicht unerheblich. KLar 4/4/12 Timings usw.
bringen schon etwas. Aber ich habe festgestellt, daß bei XP der Speicherlesedurchsatz wesentl.
höher ist als mit Übertaktung bei Vista64.
XP= 9724 MB/s CPU 3600 Mhz FSB 400 RAM/FSB Verhältnis 1:1

Vista64= 8430 Mb/s CPU 3800 Mhz usw.

4 GB RAM Modulname OCZ XTC Platinum Rev.2 OCZ2P800R21G


Somit bin ich wieder bei XP :D.


Tschüß


XE
 
lol, bei mir ist der datendurchsatz der gleiche unter vista64 Oo
hab da keine unterschiede zu xp
 
Auf meinem System kann ich auch keinen -wesentlichen- Unterscheid beim Datendurchsatz auf der Vista- oder Xp-Plattform feststellen.

Gleichwohl ist der Performance-Gewinn nicht ernsthaft bestreitbar.
Dass man bei Spielen keinen Unterscheid zwischen 88fps oder 108fps bemerkt, dürfte auch auf der Hand liegen. Falls das Spiel jedoch bei 20fps herumkrebst sind 10fps durchaus bemerkbar.
Es ist also so, dass die "Anfragen" der CPU über die NB an den RAM nach Daten (und zurück), falls diese nicht im Cache vorhanden sind, schneller beantwortet werden können, wenn der RAM schneller ist als der FSB. Dieser schnellere "Zwischenzyklus" des RAM ermöglicht eine schnellere Bereitstellung von RAM-Signalen und damit eine schnellere Verarbeitung der RAM-Signale durch die CPU.

Dies kann dann wiederum eine niedrigere Stufe des Performance-Levels bewirken.

Quod erat demonstrandum:Niedrigere Taktzyklen und höhere Frequenzen des RAM ermöglichen einen höheren Datendurchsatz (in Bezug auf "read", weniger in Bezug auf "copy" und "write").
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass niedrige Latenzen und höhere Frequenzen des RAM nur durch eine höhere VDRAM und eine höhere Spannung auf die NB ermöglicht werden.
 
Ich habe festgestellt, dass mit höher getaktetem Ram bessere Performance Level möglich sind.

Bei mir ist es so, dass ich bei meinem 400er FSB mit 500 Mhz Ram ein PL von 7 erreiche. Wenn ich den Ramtakt auf 400 verringere und alle übrigen Einstellungen gleich lasse, komme ich nicht mal ins BIOS. Somit habe ich trotz gleichem FSB mit schnellerem Ram aufgrund des niedrigeren PLs einen höheren Datendurchsatz.
 
Durch den Thread von stummerwinter wird forensisch bewiesen, was theoretisch behauptet wird. Der im Vergleich zum FSB schnellere RAM bewirkt eine schnellere Übertragung von Informationssignalen. Damit steigt im gewissen Umfang auch die sogenannte Performance, d.h. der Datendurchsatz bei read, copy und write.
Deshalb erachtete ich auch diejenigen als widerlegt an, die behaupten, der RAM-Teiler 1:1 bietet biete eo ipso die beste Performance.
 
@xeverest

Ich würde noch statistisch erheben in wie weit Datendurchsatz und Performance zusammenhängen.
Ich glaube nämlich dass das deutlich auseinanderklafft, also Datendurchsatz=!Performance bedeutet.

Das hört sich eher nach Leuten an die mit Sandra arbeiten wenn man vom Durchsatz auf die Performance schließt. Was bringt z.b. in einem Game oder in einer Anwendung ein doppelt so hoher Speicherdurchsatz wenn die Anwendung komplett im Prozessor-Cache abläuft (was sie bei den üblichen Cache-Größen nämlich machen)?. Ich könnte da jetzt eine Vermutung äussern :-) *gggggg*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo HisN,
na endlich meldest Du Dich zu Wort. Mein Thread ist ja geradezu eine Provokation für Dich.
Zunächst darf ich Dich beruhigen, ich arbeite sehr sehr selten mit Sandra.
Sicherlich ist es richtig, wenn Du bezweifelst, Datendurchsatz=Performance.
Es wird von mir auch nicht in Abrede gestellt, dass ein Performancezuwachs nur dann beachtlich ist, wenn der Zugriff nicht durch die im Cache befindlichen Daten erlangt werden kann, s.o.: Es ist also so, dass die "Anfragen" der CPU über die NB an den RAM nach Daten (und zurück), falls diese nicht im Cache vorhanden sind, schneller beantwortet werden können, wenn der RAM schneller ist als der FSB.
Damit relativiert sich die größere Geschwindigkeit des OC-RAMs bei großen Caches wieder, weil die Anfrage der CPU bereits über einen erfolgreichen Cachezugriff erledigt werden kann.
Ich gebe Dir weiterhin Recht, wenn Du sagst, es müsse noch zwischen read, copy und write unterschieden werden. Da durch den OC des RAM eben nicht alle drei Verhalten (r,c,w) gleichmäßig profitieren. Auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Anwendungen müssen berücksichtigt werden.
Andererseits wird die "Performance" eines Systems durch den Datendurchsatz bestimmt. Dieser Begriff ist in der Tat sehr pauschal und eigentlich nichtssagend.
Wie dem auch sei; Messergebnisse wie PuperPI oder eine Zählung von fps belegen einen "Performance-Gewinn" bei einer höheren Taktrate des RAM im Vergleich zum FSB. Mag der Gewinn auch relativ klein sein, er ist vorhanden. Die Gleichung RAM:FSB am besten 1:1 ist unrichtig.
 
Naja.. im High-End-Segment zahlt man für die letzten paar Promille auch die meiste Kohle :-)
Ich bezweifle auch gar nicht das schwer RAM-Lastige Anwendungen durchaus davon profitieren. Nur muss man die erst mal finden. Superpi und Aquamark ... toll :-)
Gibts auch was das wirklich benutzt wird?
 
Wie?

Pi ist das am meisten genutzte Programm bei mir...:D

Habe gestern abend 3 h 32M gespielt...:volllol:

Aber im Ernst, im realen Betrieb merkz man das alles nicht...
 
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