Persönliche Inflationsrate

gaunt

Lt. Commander
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2.016
Hi
ich hab eben kurz nen Artikel über durchschnittliche, gefühlte und persönliche Inflationsrate gelesen und darüber den Rechner vom statistischen Bundesamt gefunden. Ich finds ganz interresant mal damit zu spielen. Mir sagt das Ding z.B., dass ich sogar noch minimal unter dem Durchschnitt liege und ich muss auch zugeben in den letzten Jahren kaum eine relevante Preissteigerung realisiert zu haben. Ausreißer ja, aber in Summe passts.
Interessant finde ich auch wie niedrig der Anteil von Wohnen und Essen ist. Zusammen gerade mal gut 35%. In anderen Europäischen Ländrn liegt dieser Wert weit über 60%.
Falls ihr mal spielen wollt:
https://www.destatis.de/DE/Service/InteraktiveAnwendungen/InflationsrechnerSVG.svg?view=svg
 
Dass die Deutschen wenig Geld fürs Essen ausgeben ist nichts neues. Kein anderes Land gibt relativ zum Gehalt gesehen weniger Geld dafür aus, daher auch die Aldimentalität: 5€ pro Kilo Hähnchenfleisch, drei Pizzen für 1.50€... Dass die Qualität dementsprechend leidet, verwundert dennoch immer wieder viele Leute. In Frankreich zB würde keiner sowas auch nur mit der Kneifzange anfassen.

Kann man da auch irgendwo den Verlauf des durchschnittlichen Gehaltes finden?
 
In Frankreich zB würde keiner sowas auch nur mit der Kneifzange anfassen.
würden sie nicht? Komisch das Aldi dort auch billig verkauft, wie im Rest der Welt mit großem Erfolg!
http://www.aldi.fr
http://www.aldi.fr/aldi_en_vente_vendredi_0407_1033.html
4,59 € für 700 Gramm

Nebenbei, nicht jeder kauft billig.......der Unterschied ist der, dass wir hier mittlerweile eine 3-Klassen-Gesellschaft aufbauen und die unterste sich eben nichts anderes mehr leisten kann!
 
Klar, wo ein Angebot herrscht, ist die Nachfrage nicht weit. Mit dem Unterschied, dass die dortige Mittelschicht weniger bei Aldi und Konsorten einkauft als in Deutschland. Es gehen ja nicht nur Hungerleider und Hartz4-Empfänger dorthin, sondern oft auch solche, die sich zB einen Standard wie im Rewe oder Denns leisten könnten.
 
drei Pizzen für 1.50€
und deren "schlechte" Qualität.

Bei Edeka(?) gabs Margharita 3Stück. Das waren die besten Tiefkühlpizzen, die ich jemals gegessen haben.
10x besser als die "Markendinger".

Auch muss 5€/Kg nicht schlecht schmecken.
Das ist alles zu pauschalisiert.

Billig ungleich schlecht. Und somit ist das "es wird nur wenig für Essen ausgegeben" auch kein Argument für "man geizt".
Wenn es halt einfach schmeckt und nen 2 Milliarden Euro pro Nanogramm argentinisches Rindsteak nicht in Relation besser ist, wozu dann mehr ausgeben?
Ich hab auch schon "teurere" Sachen gegessen... der Großteil -> Kotz respektive "naja nen "billiges" tuts auch und schmeckt eig. genau so gut".
 
Naja, der berühmte "Gott in Frankreich" wäre heute wohl auch das eine oder andere mal enttäuscht;-)
Auch bei den Franzosen sind die Discounter auf dem Vormarsch. Aber in Prinzip stimmts schon. Fleisch was man nirgendwo in Europa mehr los wird, mariniert man ein und verkaufts in D. Wir sind in der Hinsicht echt die Müllschlucker Europas;-)
 
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