News Preiserhöhung: Spotify gibt neue Steuer in Frankreich an Kunden weiter

Ganz abgesehen davon, dass Daniel EK (Gründer und CEO von Spotify) in eine Softwarefirma investiert, um Militärdrohnen damit auszustatten (https://groove.de/2021/12/08/daniel-ek-spotify-gruender-investiert-in-militaertechnik/) und sich Spotify damit für mich sowieso erledigt hat finde ich den Rundfunkbeitrag eine sehr gute Sache. Meine Kinder lieben KiKa, wir schauen regelmäßig Dokus auf ARTE und ZDF und ich höre täglich unseren Offenen Kanal unserer Stadt (von dem viele, die hier gegen den Rundfunkbeitrag wettern, wahrscheinlich noch nie etwas gehört haben)... Das die Gestaltung des Programms und die Aufteilung der Finanzierung grundsätzlich reformiert gehört steht dabei außer Frage aber wir sollten doch nicht den gesamten Rundfunkstaatsvertrag in Frage stellen.
 
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Einfach wieder die gelbe Weste anziehen, ein paar Autos anzünden und Spotify wird wieder billiger
 
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dermatu schrieb:
Das Geschäftsmodell ist einfach schlecht weil die Plattenfirmen immer prozentual mitverdienen.
Nicht nur das, sie verbieten auch Spotify eigene Künstler unter Vertrag zu nehmen und somit wird es früher oder später zum Ende für Spotify kommen. Die restlichen Mitbewerber die ja das Streaming quer finanzieren, müssen nur warten und können dann den Kuchen neu aufteilen.

Spotify hätte nie dem zustimmen sollen, das sie nicht aus eigener Kraft etwas aufbauen dürfen. Denn die Abhängigkeit macht sie kaputt.
 
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iron_monkey schrieb:
Ich bin so froh, dass ich wegen HiFi zu Tidal bin... "My Daily Discovery" füllt immer wieder meine Playlisten, bei Spotify hab ich nicht wirklich gescheite Vorschläge nach meinem Geschmak bekommen.
Die Abgabe gilt auch für Tidal. Abgesehen davon hat das gar nix mit dem Artikel zu tun. 🤣
 
@germanoldi Also wer europäische Preise für Abodienste zahlt dem ist sowieso nicht mehr zu helfen... Warum nicht wie jeder schlaue Mensch über Türkei, Indonesien, Brasilien und co?
 
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Crifty schrieb:
sie verbieten auch Spotify eigene Künstler unter Vertrag zu nehmen
Klar, die wollen natürlich keinen vierten Big Player im business. Clever gemacht von Universal und co.
Evtl. nicht weit genug gedacht von Spotify
 
Sinatra81 schrieb:
Ich nutze nicht die Straße vor Deiner Haustür, trotzdem werden auch meine Steuern für die Instandhaltung verwendet. 🤷🏻‍♂️

kachiri schrieb:
Ich stelle mich auch nicht auf die Straße und beklag mich, dass ich die Straßenreinigung mitbezahlen muss, obwohl ich keinen Dreck verursache...
Oder beklage ich mich darüber, dass ich nie zum Arzt gehe, aber trotzdem Krankenversicherung bezahle, damit andere sich den Arzt leisten können?

Das ist in meinen Augen die falsche Ansicht bzw ein falscher Vergleich. Es gibt keine private Konkurrenz bei der Infrastruktur und in der Gesundheitsversorgung nur teilweise mit klaren Regeln. Bei der Unterhaltungsindustrie sieht die Geschichte, mit den zahlreichen Möglichkeiten verschiedenster Anbieter, komplett anders aus. Ich kann nicht auf einer Straße fahren, die von Anbieter X ist, weil die Strecke von Anbieter y zu staulastig/langsam ist. Die Straßenreinigung kann man je nach Kommune umgehen, man muss nur umziehen und darf den Spaß selbst machen.
Solidarität hin oder her, Unterhaltung bekommt man auch ohne Staatsmedien mit Werbung oder Abomodellen und ist aus Sicht vieler kein Grundbedürfnis, das es durch den Staat anzubieten gilt. Es gibt eine Informationspflicht, der es nachzukommen gilt.

Praktisches Beispiel: Meine Eltern sitzen Samstag Abend vor der Glotze und schauen Wetten Dass - ich sitze zu Hause und zocke mit meinen Jungs Spiel x. Beide Parteien kommen ihrem Bedürfnis nach Unterhaltung nach, aber nur einer zahlt "solidarisch" an die andere Partei, während die eine Partei selbst dafür aufkommen muss.

Zum Thema Spotify finde ich es schade, wenn der Staat mit solchen Mitteln wie Steuern eingreift. Das geht über das Prinzip der Gleichheit, die die Franzosen sich auf die Fahne schreiben, deutlich hinaus. Machst du Musik in der Muttersprache? Ja? Nimm Geld x! Nein? Nimm Geld x-y!
 
Zuletzt bearbeitet:
Es geht um +1,2% ... oder so 0,1€

Spotify wird sicherlich den Preis um eben jene 1,2% erhöhen und nicht gleich mal +10% und mehr fordern, richtig?

RICHTIG?
 
Es ist doch eher eine Gebühr und keine Steuer und vielen scheint der Unterschied nicht wirklich klar zu sein. Erstere ist zweckgebunden mit unmittelbarer Gegenleistung verbunden - auch wenn nicht ausdetailliert bis zum letzten Use-case. Deshalb auch verwunderlich von Spotify oder einigen Kommentaren hier, dass die Gebührenabgabe an die franz. Regierung abzugeben sei. Ist leider auch im Artikel nicht sauber dargestellt.
Es ist sicherlich am ehesten mit der GEMA vergleichbar und man sollte sie verstehen als das was sie ist: Sie vertritt die Rechte der Künstler - auch wenn diese ihre Rechte über ihre Werke bereits an Label oder Streaming-Plattformen abgegeben haben. Das Kräfteverhältnis zwischen Künstler, Management, Plattenfirma, Streamingdienst ist typw. nicht ausgewogen, weshalb solche Organisationen und Maßnahmen durchaus Sinn ergeben.
Wer kann etwas dagegen haben den Künstler möglichst so direkt zu unterstützen, den man gerne/gerade streamt? Das Argument mit den Verwaltungsgebühren lasse ich vielleicht gelten, aber jeder will unterhalten werden und sollte wissen, dass Künstler davon bezahlt werden - und eben nicht vom Applaus.
 
oll1e schrieb:
Praktisches Beispiel: Meine Eltern sitzen Samstag Abend vor der Glotze und schauen Wetten Dass - ich sitze zu Hause und zocke mit meinen Jungs Spiel x. Beide Parteien kommen ihrem Bedürfnis nach Unterhaltung nach, aber nur einer zahlt "solidarisch" an die andere Partei, während die eine Partei selbst dafür aufkommen muss.
Dein Bedürfnis nach Unterhaltung geht halt über die "Grundversorgung" hinaus. Zumal es btw. auch staatliche Förderungen für Spieleentwickler gibt. Sprich: Auch dort landen im Zweifel öffentliche Gelder.

Mein Vergleich mit der Straßenreinigung mag vielleicht nicht ganz passen. Allerdings kann ich dazu dein Beispiel zur Unterhaltung nehmen. Ich zahle Gebühren für die Anliegerreinigung. An meiner Wohnanschrift ist es aber immer recht sauber. Die Anwohner*innen kümmern sich selbst schon ganz gut um den Zustand oder hinterlassen einfach weniger Dreck. Trotzdem zahle ich im Endeffekt dieselbe Gebühr, wie sich auch jemand zahlt, der in einer Straße wohnt, wo es dreckiger ist. Ohne jetzt über die Gründe zu diskutieren. Ich zahle diese "Reinigung" dadurch, dass bei mir weniger zutun ist, mit.
Und wenn ich es nicht über die Gebühren zur Anliegerreinigung mache, dann halt über andere Gemeindeabgaben, wodurch eben auch solche Dinge bezahlt werden...

Unser ganzer Staats- und Verwaltungsapparat beruht auf dem Solidaritätsprinzip. Das gilt selbstverständlich auch für den ÖRR. Der ÖRR soll eine Grundversorgung darstellen.

Aber ich bin jetzt raus. Weil der ÖRR und der Rundfunkbeitrag hier nicht Thema sein sollten. Die Abneigung ist hier ja ohnehin eher "aus Prinzip" noch vorhanden, als das Ding noch GEZ hieß und das für Menschen mit vielen Empfängern echt teuer wurde oder man allgemein ja sehr einfach um die Gebühr herumkam, in dem man sich "totgestellt" hat.
Mit der Einführung des Rundfunkbeitrags ist das ganze System halt fairer geworden - nur nicht für die, die sich vorher gedrückt haben. Und die fühlen sich eben ans Bein gepinkelt.
 
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Sinatra81 schrieb:
Ich nutze nicht die Straße vor Deiner Haustür, trotzdem werden auch meine Steuern für die Instandhaltung verwendet. 🤷🏻‍♂️

Nur ein Beispiel von tausenden… so funktioniert eine Gemeinschaft. Nenn es Steuern, GEZ Gebühren oder what ever…
Sehr schlechtes Beispiel. Du nutzt Straßen und bist zum Teil für deren Verschleiß verantwortlich, also ist die Finanzierung von Straßen absolut gerecht.

Leute wie ich nutzen gar keine öffentlichen Medien. Weder Zuhause, noch bei Anderen und trotzdem wird eine Zahlung verlangt.

Sinatra81 schrieb:
Telegram oder die WhatsApp Kettennachricht von Onkel Manfred mit „unbedingt teilen teilen teilen!“?

Eine Antwort auf Tiktok Niveau...
 
Schneeball schrieb:
Das ist gängige Strategie erst mehrere Jahre "nichts" zu verdienen. Sobald man eine Monopolstellung erreicht, wird abkassiert.
Nur das Spotify seit meine ich schon 2006 am Markt ist. Wie lange sollen die Verluste schreiben, bis man in die Gewinnzone kommt? Die haben sich schon 2016 eine Milliarde auf Pump geliehen.

Was im Übrigen nicht bedeuten soll, ich gehe mit allem bei Spotify konform, soll nur wertfreie Aussage sein.
 
@TechFA
Das weiß niemand.
Vielleicht sehen wir 2040 eine Doku, wie raffiniert und ausgeklügelt deren Strategie im Nachhinein dargestellt wird.
So wie bei vielen (zufälligen) Erfolgsgeschichten.

Vielleicht werden die auch mehrmals Insolvent und aufgekauft, bis sie beim richtigen Konzern in deren Dienste integriert werden und dann erst eine Monopol- oder zumindest Oligopolstellung mit Marktführerschaft erreichen.

Viele Erfolgsunternehmen waren mal entweder insolvent oder kurz davor. Auch Apple musste "gerettet" werden, um schließlich wachsen zu können.
Über Amazon haben sich auch "Experten" lustig gemacht, dass die niemals die Bücherläden überholen werden, bis sie mehr als nur Bücherläden überholt haben. Amazon musste auch eine Weile mit hohen Schulden wachsen.

McDonalds war ebenso sehr lange im Minus, bis die zum mit Abstand größten Marktführer wurden.

Solange Investoren eine Zukunft sehen, spielt der Gewinn keine Rolle. Das kann auch Jahrzehnte andauern.

In der Schule lernt man, dass man Gewinne erzielen muss, damit man wachsen kann.
In der Wirtschaftsschule lernt man, dass man Schulden aufnehmen und diese sehr bald mit Gewinnen abbezahlen muss.
In der Realität lernt man, dass Gewinne über Jahre keine Rolle spielen, solange man einen steigenden Marktwert und Umsatzwachstum generieren kann.

Es gibt viele Investoren, die mit ihrem Vermögen buchstäblich ein Glücksspiel mit Unternehmen treiben. Natürlich wollen die "irgendwann" Gewinne einfahren, aber wenn 9 von 10 Unternehmen absolut scheitern, ist es denen buchstäblich egal, solange das eine Unternehmen alles ausgleicht.

Wozu Spotify gehört, werde wir erst in Zukunft sehen können.
Im Nachhinein werden natürlich selbsternannte Experten aus ihren Löchern kriechen und mit angeschwollener Brust behaupten, dass sie es schon immer wussten.
Oder eben wie diese Bitcoin Experten, die einen Wert von 150.000 Dollar vor 2022 vorhergesagt haben, sich wieder verstecken, alles leugnen und behaupten, man hätte sie missverstanden.
 
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Tici schrieb:
Also wer europäische Preise für Abodienste zahlt dem ist sowieso nicht mehr zu helfen... Warum nicht wie jeder schlaue Mensch über Türkei, Indonesien, Brasilien und co?
Das ist aber bei Spotify nicht erlaubt, siehe Nutzerrichtlinien Punkt 9:
Folgendes ist in Bezug auf die Dienste und die Inhalte oder Teile davon unter keinen Umständen gestattet:
(...)
9. Umgehen von Technologien, die von Spotify, seinen Lizenzgebern oder Dritten eingesetzt werden, einschließlich territorialer oder sonstiger Inhaltszugriffsbeschränkungen;
Tidal gibt in seinen AGB an, dass jeder Kunde wahrheitsgemäße Angaben machen muss. Dazu gehört natürlich auch die Landesangabe. Ich bin mir nicht sicher, ob Spotify das auch in seinen AGB hat, aber das kann ich mir gut vorstellen.


Wenn alle ihre Abos nur im Ausland holen, werden deren Preise entweder auf das europäische Niveau steigen oder die Verwendung der Accounts über Ländergrenzen hinweg wird blockiert. Soweit ich weiß, macht man letzteres bereits schon.

Hast du nicht mal die 10,99 € im Monat, sodass du auf die 1,72 € in der Türkei zurückgreifen "musst"? Es gibt auch den 0 €-Tarif für jene, die kein Geld ausgeben wollen. Der kommt zwar mit Werbung, aber das ist doch trotzdem ein super Angebot.

Bist du jetzt glücklich, dass du betrügst?
 
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Ist ja nun nicht so, als würde Spotify jedes Quartal Unmengen Gewinn erwirtschaften. Klingt nach überflüssiger Bürokratie, wie man sie eigentlich nur in D erwarten würde :d
 
@Krik
AGBs sind so wertvoll wie Klopapier.

Wenn man aber T-Shirts im Ausland für buchstäblich 1 Cent herstellt und nach Import und Individualisierung für <2 € in Deutschland für 20 Euro an Deutsche und 5 € an Türken verkauft, ist es okay?

Man könnte natürlich alles in der Türkei machen und von dort auch in Deutschland für 5 € verkaufen, aber dann würde die deutsche konkurrierende Industrie zur Politik rennen und nach Importzöllen schreien.

Warum darf der kleine Bürger nicht die Tricks der großen Unternehmer anwenden?
Aus Sicht des Verbrauchers ist es fair.
Aus Sicht der Unternehmer in teuren Ländern nicht.

Dieses Problem wurde von internationaler Politik geschaffen.
Weil jedes Land ihre eigene Suppe kocht, haben wir unterschiedliche Preise bzw. Währungen.

Es gibt eine universelle Lösung, welche aber niemandem gefällt, der davon profitiert. Eine Utopie für die Mehrheit, eine Dystopie für die "Elite".

Oder wie Unternehmer bei Steuern sagen: "Warum sollte ich diese Lücke nicht ausnutzen, solange es kein Gesetz dagegen gibt?"
 
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@Schneeball
Andere Länder haben andere Kaufkraft. Die Türken haben ein Bruttoinlandsprodukt von nicht mal 1/4 von unserem. Da dürfen Preise das auch widerspiegeln.
Also ja, es ist ok, wenn ein T-Shirt in Dtl. 20 € und in der Türkei 5 € kostet.

Es wird immer so getan, als ob wir arm wären. Nein, sind wir nicht. Wir gehören zu den Top 5 der reichsten Länder!
 
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genau hier habe ich aufgehoert den Artikel zu lesen, ich will mich auf keinen Fall totlachen:
Spotify kritisiert jedoch, dass das Geld kaum bei den Künstlern ankommen werde
 
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