News Privat-Surfen im Büro nicht immer Kündigungsgrund

Die Entscheidung ist Richtig so, Arbeitgeber sind meistens auf ihren eigenen Vorteil aus und vergessen dabei, dass das Betriebsklima, die Bindung zwischen dem Betrieb und dem Arbeitnehmer und das gemeinsame Erfolgserlebnis unter solchen restriktionen leidet.

Nun mehr ein Bespiel, dass Unternehmen lernen sollten auf Arbeitnehmer einzugehen statt entgehen zu wirken. So bleiben sie treu und arbeiten effektiver.
 
Wenn man Überstunden macht und Arbeit mit nach Hause nimmt ist es nicht unbediengt ein Grund für eine Gehaltserhöhung.

"Klaut" man als Bäcker eine Semmel oder "begeht" andere Lappalien, ist es in den meisten Fällen ein rechtskräftiger Kündigungsgrund :)

Das ganze Team geblubber gilt wohl nur solange man schwarze Zahlen schreibt.

Man macht oft paar Stunden(bei manchen mehr oder weniger, je nach Beruf/Betrieb) pro Woche Sachen für die eigene Firma, nach der Arbeit, oft ohne Entgelt oder nur beschränkt.
Und wenn dann einer paar Minuten privat im Net ist, darf man ihn kündigen.

Es muss für alles Grenzen geben, aber bei solchen Kleinigkeiten sollten die Gerichte klare Zeichen für den Arbeitnehmer setzen.
 
vllt hat man soviel arbeit zuhause, dass man dort zu nichts mehr kommt, und es deshalb -zwischendurch- erledigt... gut - klar, jetzt kommen gleich wieder die "wenn du auf der arbeit weniger surfst, kannst du dort die arbeit erledigen, die du jetzt nach hause nimmst"-leute ... naja^^
 
Den oft ist es so, daß man nicht planlos rumsurft sondern eher was wichtiges nachsieht sei es auf der Bank oder man wartet auf eine Mail. Kannst das erst nach der Arbeit tun, hast sicher weniger Leistung bis dahin durch die Anspannung. Ist doch mit Telefonaten das selbe im Prinzip.
 
Surfen auf der Arbeit? Ist doch ne Selbstverständlichkeit. Als Informationselektroniker in nem Elektroversand/shop sogar teil meiner Arbeit, wenn ich PCs teste. Sogar 20 oder 30 Minuten am Stück fernsehen ist beim Receivertesten normal. :D

Oder mal ne Stunde lang mehrere Xbox360 und PS3 Testen. Mhmmmm. Ja, so gehört sich Arbeit. ^^

Und Privat Surfen ist auch kein Problem. Natürlich ist es nicht gern gesehen, wenn man mehr als 5 Minuten am Stück surft. Aber mal kurz was nachschauen ist ganz normal. Macht sogar der Chef bzw. Abteilungsleiter, wenn er jemanden wieder ein paar Youtube Videos zeigt.
Dann gibts wieder lautes Gelächter. Wie im Kindergarten :lol:

Hach ist doch schön!
Mit so nem Spießigen Vorgesetzten, den man sein halbes Leben nur mit "Sie" anredet
und der einem alles verbietet könnt ich nicht leben. Aber leider müsste ich es bei vielen anderen Firmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lustigerweise kam genau heute unser Personalchef bei uns an den Arbeitplätzen vorbeigeschlichen ( im warsten Sinne des Wortes geschlichen da keiner gemerkt hatte das er hinter mir stand ) um mich ohne Worte aber mit dem Zeigefinger zu ermahnen das ich doch nicht privat surfen solle. Hatte mich kurz in nem Webmailer eingeloggt um zu schaun ob ne Mail angekommen is auf die ich den Tag gewartet hab.

Nunja, mal schaun ob da noch diesbezüglich irgendwas kommt :freak:
 
Ich kannte mal ein öffentlich-rechtliches Analysenlabor für Wein, da spielte jedes Jahr monatelang 3/4 der Belegschaft den ganzen Tag Quake und Age of Empires im Netz. Und zu jeder Pause wurde zu viert eine Flasche Wein gekippt.:D
 
Wenn ich solche Sorgen hätte^^ ich komme vor lauter Arbeit garnicht zum Surfen :D
 
Meinem Ex Chef wars egal ... solang die Arbeit dadrunter nich litt!

Manche Chefs sind halt einfach zum vergessen! ^^
 
Auch ich bin überzeugt, dass die private Internetnutzung nur vorgeschoben wurde um einen lästigen Mitarbeiter loszuwerden.

Zum privaten Surfen:

Gestattet der Arbeitgeber das private Surfen - auch nur im begrenztem Umfang -, ist er nach TKG "Telekommunikationsanbieter". Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass bei der Übertragung von z.B. E-Mail nichts blockiert oder mitgelesen wird. Gleichzeitig muss er ganze E-mAil-Postfächer aus gesetzlichen (insb. steuerlichen) Gründen archivieren. Hier gilt dann das Gebot der Datensparsamkeit.

Die Möglichkeit, den Spam-Ordner auf dem Client anzulegen und dem User die Auswahl von false-positives zu überlassen, kommt einem virtuellen Harakiri gleich.

Die notwendige Kontrolle der false-positives vom Fachpersonal (IT-Abteilung) kann schon eine Verletzung des Telekommunikationsgeheimnisses (früher: Fernmeldegeheimnis) bedeuten. Das ist dann keine Ordnungswidrigkeit mehr. Man kann sagen, dass derzeit ganze IT-Abteilungen mit einem Bein im Knast stehen. Das kann einfach nicht sein.

Insofern kann ich viele, vor allem kleinere Arbeitgeber verstehen, die den Schritt zur Erlaubnis der privaten Internetnutzung aus rechtlichen Gründen nicht gehen wollen.

Andererseits sind auch die "faulen" Arbeitgeber nicht frei von Pflichten. Zum einen, weil sie dann die Einhaltung ihrer Vorgaben streng kontrollieren müssen, um eine betriebliche Übung zu verhindern und zum anderen, weil das Betriebsklima mit Sicherheit unter so rückschrittlichen Arbeitgebern leiden wird.

Wie liest man immer über RIAA & Co?: behandle deine Kunden wie Verbrecher und sie werden zu welchen. Das gleiche gilt für Arbeitgeber!
 
GrinderFX schrieb:
Weil auch nur die Deutschen diese Freiheit missbrauchen und in Deutschland einfach kaum gekündigt werden kann. Man sieht es doch alleine an dem Board hier, an Golem und Heise. Da ist zur deutschen Arbeitsszeit das Forum voll mit Trollen, dummen Kommentaren und sinnlosem Gebashe. Da denkt man in der Klappse ist Freigang und ab Punkt 16 Uhr sind diese Foren leer. Während zwischen 8 und 16 Uhr in diesen Foren 10000de Kommentare geschrieben werden, erscheinen danach vielleicht noch 20 am ganzen Abend.
Kein anderes Land auf der Welt hat so viele Arbeitnehmer die lieber auf der Arbeit rumdödeln als zu arbeiten.

Es gibt Länder wie Japan, die _weitaus_ extremeren Schutz für Arbeitnehmer haben und, glaub mir, auch wenn Japaner länger arbeiten, arbeiten sie nicht unbedingt mehr ;)
 
woran machst du den extremeren schutz fest?

In Holland muss bei jeder Kündigung formell ein Gerichtsbeschluss ergehen, damit eine Kündigung rechtswirksam ist. Trotzdem ist der Arbeitnehmer-, insb. Kündigungsschutz in Holland nich höher als bei uns: nicht nur, dass die inhaltlichen Anforderungen bei denen geringer sind (zB Sozialwidrigkeit, Unzumutbarkeit). Ist eine Kündigung dort erstmal durch, gibt es kaum noch Rechtsmittel um dagegen vorzugehen, da dadurch quasi Richtigkeit unterstellt wird.

Deshalb wäre ich vorsichtig bei solchen Aussagen.
 
Wenn bei uns auf der Arbeit (Telekommunikation Unternehmen) kein Internet mehr geht, gibt es einen AUFSTAND! Selbst Youtube&Co geht bei uns ohne Probleme :D

Muss aber auch dazu sagen, dass wir zu 20% das Internet brauchen.
 
GrinderFX schrieb:
Weil auch nur die Deutschen diese Freiheit missbrauchen und in Deutschland einfach kaum gekündigt werden kann.
...
Kein anderes Land auf der Welt hat so viele Arbeitnehmer die lieber auf der Arbeit rumdödeln als zu arbeiten.
Das sehe ich anders - mir fallen da auf Anhieb die südlicheren Länder Europas ein, wo man ein deutlicheres Leben führt. Zumindest für Griechenland kann ich einen sehr legeren, ruhigen Arbeitsstil bestätigen.

Es ist an der Zeit zu begreifen, dass für Arbeit im 21. Jahrhundert die Arbeitsmodelle des 19. Jahrhunderts kaum noch taugen. Gerade "Kopfarbeiter" benötigen zwischen ihren Arbeitsphasen auch Ruhepausen, in denen sie ihre angestrengten grauen Zellen entlasten. Ein Handwerker haut auch nicht von 8-16 Uhr ohne jegliches Absetzen mit dem Hammer einen Nagel um den anderen ein - irgendwann muss er mal die Arm/Schultermuskulatur entspannen.

Zudem sollte man vom überkommenen Arbeitsbegriff des Arbeitstages mit fester Arbeitszeit wegkommen. Was zählt, ist DAS die anfallende Arbeit bis zum gesetzten Termin gemacht wird. Nicht WANN oder WIELANGE der Einzelne dafür braucht. Manche Menschen haben kurze Arbeitsphasen, in denen sie mehr leisten als andere in viel längeren Arbeitsphasen. Das Arbeitsergebnis ist entscheidend, nicht die Zeit. Deutschland hat nunmal die Ausbeutung der Arbeitskraft perfektioniert, wo nicht nach optimalen Arbeitsergebnissen gefragt wird, sondern die maximale Leistung in der kürzest möglichen Zeit mit dem geringsten Arbeitseinsatz und minimalst möglichem Kostenaufwand ein Ergebnis zu liefern. Nicht mehr zeitgemäß, meiner Meinung nach. Zumal wir uns nur umschauen brauchen um festzustellen, dass wir zuviele Arbeitsfähige für zuwenig Arbeit haben (oder zuviel Arbeit, von der man nicht leben kann).

Ich habe mein flexibles Arbeitsmodell kultiviert und habe kein Problem damit, meine Termine einzuhalten. Sicherlich habe ich "feste" Arbeitszeiten, aber die sind vor allem der Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit geschuldet. Wenn ich konzeptionell arbeiten muss, nehme ich mir aber die Freiheit das dann zu tun, wenn ich leistungsfähig bin. Sei es nun vormittags während der Arbeitszeit oder am Wochenende mit dem Laptop am Teich, wenn nichts anderes anliegt. Solange ich am Ende des abliefere, was von mir verlangt wird, hat mein Dienstherr kein Recht mich zu bevormunden. Auch wenn er das vielleicht meint, tun zu müssen. Aber der öffentliche Dienst ist ja der allgemeinen Entwicklung sowieso viel weiter hinterher als die freie Wirtschaft. :)


- Harry
 
GrinderFX schrieb:
Kein anderes Land auf der Welt hat so viele Arbeitnehmer die lieber auf der Arbeit rumdödeln als zu arbeiten.
Du warst noch nicht oft in anderen Ländern oder? Ich persönlich kenne z.B. kein anderes Land wo die tatsächlichen Pausenzeiten so kurz sind wie in Deutschland. Und das krasse ist, es nützt nicht mal was. Die Produktivität wird dadurch nicht höher. Einzig und allein der schiere Fleiss der Deutschen hält unsere Wirtschaft aufrecht, nicht unbedingt die Innovationen.

Wenn ich z.B. am Wochenende Frühschicht habe kriege ich 2-3 Mitarbeiter gestellt denen ich die Arbeit zuteile und die Leute kommen gerne in meine Schicht. Ich hab 2 Leute die extra immer nachfragen ob ich am WE Dienst habe. Warum? Weil es bei mir so locker abläuft, und trotzdem wird die Arbeit erledigt. Da gibts pro Stunde ca. 10-15 Minuten Pause. Da gibts dann nen Kaffe, ne Zigarette und ein bissl Smalltalk. Wenn die wollen können die auch gerne an meinen PC und privat rumsurfen. So macht arbeit Spass und die Kunden merken das, die Lieben uns. Unsere Mädels aus der Perso sagen immer: "Ach, ich wünschte überall würde es so schön klappen wie bei euch." Tja, wir haben den Vorteil dass die Chefs so gut wie nie bei uns vorbeikommen und uns reinpfuschen.

Aber mal zu Thema: Bei so einem Chef würde ich mich sowieso schnellstmöglich nach was anderem umsehen. Der hat mich nicht verdient. Der hat eigentlich garkeinen verdient. Ist doch so, oder?
 
idpro schrieb:
Du warst noch nicht oft in anderen Ländern oder? Ich persönlich kenne z.B. kein anderes Land wo die tatsächlichen Pausenzeiten so kurz sind wie in Deutschland. Und das krasse ist, es nützt nicht mal was. Die Produktivität wird dadurch nicht höher.

Hä? Genau das sagt er doch: in keinem anderen Land - und da stimme ich ihm zu - wird quantitativ so lange im Büro rumgelungert wie in Deutschland. Bloß nicht vor dem Chef gehen - und der geht natürlich auch nicht zu früh, weil Vorbildfunktion oder die schlimmere Variante: unersetzlich machen.

Will heißen: hochkonzentriertes Arbeiten ohne Ablenkung schafft mehr Freizeit.

Natürlich gilt das nicht für alle Branchen und Bereiche. Man kann schlecht in einem Kundenkontakt-Bereich, der mit einer Erreichbarkeit von 8-20 Uhr wirbt, die Arbeit schneller erledigen. Aber für den Großteil der Bürojobs gilt das allemal.

Einzig und allein der schiere Fleiss der Deutschen hält unsere Wirtschaft aufrecht, nicht unbedingt die Innovationen.

...der ja was Urlaubsanspruch, Feiertage, etc. nicht allzu hoch sein kann, oder? Außerdem beziehst Du da von Deiner Branche auf alle.

[...] und die Leute kommen gerne in meine Schicht. [...] Weil es bei mir so locker abläuft, und trotzdem wird die Arbeit erledigt. [...]So macht arbeit Spass und die Kunden merken das, die Lieben uns.[...] "Ach, ich wünschte überall würde es so schön klappen wie bei euch."

Das sind die Schlimmsten! Keine Sensibilität und Fähigkeit zur Selbstkritik.

Tja, wir haben den Vorteil dass die Chefs so gut wie nie bei uns vorbeikommen und uns reinpfuschen.

Ist klar. DU verstehst Dich als primus inter pares. Erst wenn Deine Chefs reinfuschen, läuft's schief.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eines darf man nicht vergessen das, das normale Surfen nicht das Problem ist.
Aber wenn in einer Firma mit 200 Computern und mehr aufeinmal alle Youtube glotzen und die Internetverbindung dadurch zusammenbricht ist bei den IT-Leuten wie mir der Spass vorbei. Ich komme schon nicht mehr mit dem sperren der Sites nach wo sich unseren Leute überall rummtummeln und sich div Trojaner und Viren und sonstigen crap einfangen. Auserden kostet Bandbreite viel Geld für Firmen 100 Mbit up/down kostet ca 2000€ exkl per Monat. Und jeder Mitarbeiter jammert dann warum das Inet so langsam ist und nichts weitergeht. Der ArbeitsPC ist zum arbeiten da und wenn Zeit ist kann man auch was anderes machen aber nicht die Leitung mit Youporn Facebook udgl blockieren.
2. Jeder Mitarbeiter hat die Sorgfaltspflicht mit den IHn anvertrauten Arbeitsmaterial sorgsam zum zugehen.
Ich fahr mit dem Firmenauto auch nicht am Hockenheimring Rennen obwohl ich könnte.
 
Cerbaruz schrieb:
Ich komme schon nicht mehr mit dem sperren der Sites nach wo sich unseren Leute überall rummtummeln und sich div Trojaner und Viren und sonstigen crap einfangen.

Auf welcher Grundlage darfst Du Seiten sperren?
 
Bei uns ist es auch verboten lt. Vertrag, macht aber jeder.
Der AG stellt dies aber auch ohne Einschränkungen jedem AN zur Verfügung.

Wenn ich als AG das ernsthaft unterbinden wollte, würde ich dies doch tun oder?
 
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