Providerwechsel - Folgen für Hardware und Verkabelung?

ph274

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Hi,

ich trage mich mit dem Gedanken, den Provider für DSL und Telefonie zu wechseln. Hauptgrund ist, mehr Bandbreite zu bekommen, weniger die Kosten.

Kurz die Ausgangslage:

Derzeit habe ich einen Uralt-DSL-Vertrag bei Congstar: DSL 6000, wobei real ca. 3,6 MBit/s bei mir ankommen.
Telefonie läuft über die Telekom, Call-Plus/Standard, analog. Alles läuft sehr zuverlässig und seit Jahren störungsfrei, nur eben etwas langsam und vielleicht auch ein bißchen zu teuer für heutige Verhältnisse.

Verkabelt ist das alles via Splitter und Fritzbox 7170, wobei das analoge Telefon unmittelbar am Splitter angeschlossen ist, nicht an der Fritzbox. Grund hierfür ist, daß Telefondose und Splitter nach dem Einzug ganz tief unten hinter einer Schrankwand verschwunden sind, die ich erst zerlegen und abbauen müßte, um irgendetwas zu verändern. Die Fritzbox samt ungenutzter Telefonanlagenfunktion kam 2009 dazu, nachdem ein Telekom-Router abgeraucht war. :(

WLAN (11g) für zwei PCs, ein Smartphone und einen Klapprechner funktioniert bestens durch mehrere Wände.

Ein Upgrade sollte nominell DSL 16.000 bringen, real hoffentlich mehr als 3,6 MBit/s. Bei Congstar ist ein Tarifwechsel nur möglich, wenn ich zugleich den Telekom-Vertrag aufgebe, was wohl bedeutet, daß ich anstelle des analogen Anschluss einen IP-basierten bekomme.

Auch die Telekom bietet nur Ähnliches im Bundle.

Was würde ein IP-basierter Telefonzugang für meine Hardware und die vorhandene Verkabelung bedeuten?

Kann ich das am Splitter angeschlossene analoge Telefon weiterhin wie bisher betreiben - untechnisch gesprochen: kommt analog raus, obwohl IP drin ist?

Oder muß ich das analoge Telefon künftig an die Fritzbox anschließen, wofür ja wohl nur eine Kupplung zusätzlich notwendig wäre?

Wie gesagt, alles, was ohne Zerlegung des Wohnzimmers möglich ist, wäre akzeptabel.

Am Rande: Wir sind hier in Mainz durch Kabel Deutschland zwangsverkabelt. Internet und Telefonie über Kabel wären also auch denkbar, aber dem Verein traue ich nicht so recht.

Danke für's Lesen. Ich freue mich auf viele Tipps.

Gruß
ph274
 
Erstmal wirst Du einen IP tauglichen Router benutzen müssen, eine analoge Telefondose hast Du danach nicht mehr und benötigst einen Router der auch Telefonanschlüsse hat woran das Telefon kommt. Da bleibt Dir wohl nicht viel übrig als den Schrank abzubauen oder einen Telekom-Techniker, bitten einen anderen Anschluss zu legen und den jetzigen abzuklemmen (kannst Du bei der Umstellung mit beauftragen).
Du kannst evtl versuchen die TAE-Telefondose an den Router anzuschliessen, aber dann musst Du ja auch das Kabel neu verlegen.
 
Telefone über die Fritzbox 7170 anschließen, das wären die einzige Veränderungen.
 
Singleton schrieb:
Das Telefon muss danach definitiv an der Fritzbox angeschlossen werden.

Das wäre kein Problem und technisch machbar.
Ergänzung ()

derGrimm schrieb:
Telefone über die Fritzbox 7170 anschließen, das wären die einzige Veränderungen.

Das hört sich gut an! Das heißt, die Fritzbox kann an der DSL-Buchse des Splitters bleiben (an der TAE-Dose und dem Splitter sind keine weiteren Veränderungen nötig?) und die Fritzbox erledigt den Rest, nachdem das analoge Telefon an der Fritzbox hängt?

Muß ein Techniker an die Dose hinter der Schrankwand, um dort irgendwelche Arbeiten zu verrichten, oder wird der DSL-Zugang einschließlich IP-Telefonie vom neuen Provider sozusagen per "Fernwartung" freigeschaltet?
 
ph274 schrieb:
Das hört sich gut an! Das heißt, die Fritzbox kann an der DSL-Buchse des Splitters bleiben (an der TAE-Dose und dem Splitter sind keine weiteren Veränderungen nötig?) und die Fritzbox erledigt den Rest, nachdem das analoge Telefon an der Fritzbox hängt?

Muß ein Techniker an die Dose hinter der Schrankwand, um dort irgendwelche Arbeiten zu verrichten, oder wird der DSL-Zugang einschließlich IP-Telefonie vom neuen Provider sozusagen per "Fernwartung" freigeschaltet?

Jap:
IP Telefonie = Telefonie über das Internet.
Die Nummer mit Passwort wird in die Fritzbox eingegeben.
Das Telefon wird über das Fritzbox Interface eingestellt und einer oder mehreren Nummer zugeordnet.

Viele Router haben deswegen keine Splitter mehr dran, weil diese in den Router verbaut werden.
Das heißt aber nicht, dass es nicht auch mit Splitter gehen würde ;)
 
Habe die Erfahrungen machen müssen das es eben so einfach nicht geht, der Splitter weg musste und der alte Router nicht mehr lief wegen Annex J, kann die AVM FRITZ!Box 7170 (Annex-B) das denn auch? Nur VOIP heisst ja nicht das auch der neue IP-basierte Telekom Anschluss damit geht?
 
Aus der AVM-Wissensdatenbank zur Fritzbox 7170:

Unterstützte DSL-Anschlüsse
Die FRITZ!Box unterstützt alle in Deutschland üblichen ADSL-Standards, -Technologien und -Geschwindigkeiten (z.B. DSL 16.000, NGN-Anschluss). Sie können die FRITZ!Box daher in der Regel problemlos an jedem ADSL-Anschluss direkt anschließen und für den Internetzugang verwenden.

Wichtig:
Der Einsatz der FRTZ!Box an einem DSL-Anschluss nach dem Standard Annex J ist nicht möglich! Annex J ist ein neuer Standard, der von der Deutschen Telekom an einigen DSL-Anschlüssen ohne Splitter (z.B. "Call & Surf IP") verwendet wird.

Demnach muß ich wohl ausdrücklich darauf achten, daß ich keinen DSL-Anschluß nach Annex J bekomme. Ich hoffe, die Telelom und ihre Billigtochter Congstar lassen mir da eine Wahl.
 
Das solltest Du beachten, sonst stehst Du ohne Schrank da. :lol:
 
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