Proxmox Server Hardware mit IPMI, leise, 5-10 VMs

CBFox

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Hallo und vorab ein Danke für die Hilfe.

Ich bin auf der Suche nach einem leisen Server mit möglichst geringem Stromverbrauch für Proxmox.
Der Server sollte folgendes erfüllen:
  • IPMI mit Konsolensitzung und ISO Einbindung
  • moderne/aktuelle CPU Intel/AMD Generation
  • Anschluss für 2 System- und Speicherdisks als Spiegel, optional Platz für zwei größere 3,5" Datendisks
  • es sollen 5-10 VMs/Container darauf laufen können wie Windows Domänen Controller/Wifi Controller/Nextcloud/Jellyfin/TVHeadend etc.
  • sehr leise, da im Büro und teils sogar Schlafplatz
  • dabei möglichst geringer Stromverbrauch - wobei das indirekt resultiert aus leise

Habt ihr Lösungsideen für diese Situation?
Wobei ich diesen Server gleich zweimal benötige für zwei unterschiedliche Umgebungen.
 
das sind viel zu wenig Informationen, auch wenn du es schon sehr gut gemeint hast!

du sagst nicht genau was du ERREICHEN möchtest, also was das eigentliche Ziel ist, gibst aber (wie man es so oft erlebt) schon große Teile des Weges vor.

ich fange mal bei ganz einfachen Sachen an: IPMI
ja, das ist durchaus praktisch und zumindest im (semi) professionellen Sektor kaum weg zu denken.
aber hast du auch mal darüber nachgedacht, ob nicht ein ganz einfacher, kleiner RasPi mit PiKVM ähnliche (für deine Zwecke ausreichende) Möglichkeiten bietet?!?

statt die HDD/SSD zu spiegeln vielleicht gleich regelmäßig Clones auf dem jeweils anderen System ablegen?

es gibt oftmals so viele andere Wege als den gedachten oder gar bereits eingeschlagenen, wenn man vorher mal über den Tellerrand guckt...
 
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Mal offtopic aber den sinn von pikvm habe ich noch nicht gesehen ~300 euro ist doch viel zu teuer. Bei <30 waere es der Rede wert
 
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Bei so viel Informationen würde ich sagen
-> fang hier an und bau ein System drumherum
 
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Crumar schrieb:
Mal offtopic aber den sinn von pikvm habe ich noch nicht gesehen ~300 euro ist doch viel zu teuer.
ich hatte die "offizielle Hardware" Seite verlinkt, man kann diese/ähnliche Software (und die benötigte Hardware) aber auch auf einem "normalen" Pi mit HDMI-USB Grabber installieren, dann kommt man auf <100€. Um dem Host ISO Images "unterjubeln" zu können (seien wir mal ehrlich, da fängt der Spaß doch erst richtig an ;) ) muss es aber ein neuerer mit USB-C sein.

am Ende führt das aber genau auf den Punkt, auf den es hier ankommt: als erstes muss ganz klar definiert werden, was denn genau benötigt wird!

es gibt "unzählige" IPMI fähige Boards und selbst da schon diverse "Abstufungen". Ich persönlich halte einen vPro/AMT fähigen NUC schon für "ein bisschen IPMI fähig". Das andere Ende der Fahnenstange ist für mich sowas wie ein HP Blade-Chassis mit integriertem iLO Modul, über das man alle Blades "fernsteuern" kann.

das Problem ist: je "professioneller" das wird, desto weniger wird auf minimalen Stromverbrauch oder gar Lautstärke geachtet. Natürlich sollen solche Server auch sparsam sein, aber wenn da 16 Blades von 8 Natzteilen mit mehreren kW versorgt werden, dann kommt es nun wirklich nicht mehr darauf an, ob die remote manage Funktion nun 5W oder 50W benötigt, das geht "im Rauschen unter" (Wortwitz ;) )

daher ist es eben aus meiner Sicht mit den gegebenen Angaben unmöglich zu sagen, was denn nun der beste Weg ist:
  • board mit "richtiger" IPMI (iLO, iDRAC iRMC oder wie auch immer)
  • board mit "eingeschränkten" remote Management wie z.B. vPro/AMT
  • "externe" Fernwartung mit z.B. PiKVM oder ähnlichem, also ein remote fähiger KVM Switch mit einer Switch-Position
(die letzteren beiden zur Not mit einer remote fähigen Power/Reset Möglichkeit ergänzt)

nur als Beispiel, wie sehr es auf die nicht genannten Details ankommt:
alle vPro Lösungen, die ich mir in letzter Zeit angesehen habe, funktionieren nur, wenn am Video-Ausgang (HDMI/DP) ein Monitor angeschlossen und "aktiv" ist, ist der aus, dann ist auch das remote Bild schwarz. Daher muss für eine Fernwartung eines headless Systems ein "Dummy" angeschlossen werden.
Soll das System sowohl lokal mit Monitor (der nach Nutzung ausgeschaltet wird) als auch "headless remote" genutzt werden, wird es schon hakelig. Der Video Ausgang ist garantiert in einem Zustand, der nicht gerade zu der Situation/Anforderung passt...
 
Leider sind Boards mit IPMI recht teuer da es fast ausschließlich Serverboards sind. Ich würde mir das daher sehr gut überlegen. Nur dafür das drei oder vierfache des Preises eines Desktopmainbaords auszugeben ist mir persönlich nicht wert. Nach der Installation vom PVE brauchst du das unter normalen Umständen nie. Und falls doch, na ja dann schieße ich halt temporär nen Bildshirm und eine Tastatur an.

Gleiches für das RAID. Überlege dir das gut. Ich habe mich vor einigen Monaten davon vollständig verabschiedet. Das RAID1 für das System aufgelöst, in ein RAID0 verwandelt und als Speicher nur noch eine große NVMe verbaut. Vorher waren es zwei Enterprise SATA SSD's für Proxmox im RAID1 und zwei große 6 TB Platten als Storage. Jetzt arbeiten die zwei Enterprise SATA SSD's im RAID0.
Warum? Hat die Performance erhöht, mir aber zum anderen Platz gebracht und spart mir zudem auch Kosten.
Jetzt bin ich später auch flexibler beim geplanten Mainboardwechsell (mATX) da ich wengier Anschlüsse benötige. Bei Micro oder MiniATX sind die eh eher rar gesäht.

Letztlich habe ich ein Backup und wenn das Teil mal ausfallen sollte, na ja dann installiere ich halt den PVE neu und spiele mein Backup zurück. Der PVE selbst wird eh nicht gebackuppt weil der in ein paar Minuten wieder installiert ist - so das Argument von Proxmox selbst dazu.
Und die Zeit für nen Restore habe ich allemal. Davon ab, ist es ja auch jetzt nichts, was nicht ohnehin äußerst selten vorkommt. Die Lebensdauer der Komponenten ist ja heutzutage schon recht hoch.
Bei einem Server im Büro, da würde ich das nicht so machen, aber daheim ist ein Ausfall zwar auch nervig aber vertretbar.

Komponenten:
Ich schiele aktuell daher eher auf ein Mini ATX Board wg. der PCIe Steckplätze um eine zusätzliche Netzwerkkarte unterbringen zu können. Um den Stromverbrauch noch etwas zu senken, könnte man natürlich auch überlegen es nur mittels einer Netzwerkschnittstelle und VLANs abzubilden.

Bei der CPU ziele ich bei einem ähnlichen Vorhaben auf eine EPYC 4464P.
  • TDP von 65 W
  • 12 C/24 Threads, daher ausreichend Reserven, ohne, dass VM's sich Kerne teilen müssen.
  • verfügt über eine APU (z. Bsp. Transcoding in JellyFin) bzw. um überhaupt ein Bild auf den Monitor zu zaubern für die Installation wenn das Mainboard eben kein IPMI mit KVM hat.
  • ist ab und an für deutlich unter 300 € zu haben, sonst um die ~440 €.

Aktuell verwende ich eine - jetzt in die Jahre gekommene - ausgemusterte CAD Workstation von Lenovo. Dieser steht im Netzwerkschrank welcher unmittelbar am Schlafzimmer angrenzt und ist praktisch im normalen Betrieb, mit entsprechender CPU Governour Einstellung unter Proxmox, nicht zu hören. Wenn er unter Volllast läuft (Proxmox Standard) dann schon, aber das kommt praktisch nicht vor.
 
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Ich hab eins von www.asrockrack.ch und bin sehr zufrieden. BMC ist drauf und ISO nount auch problemlos möglichIst auch eines mit Desktop-Sockel (AM4) und ECC (UDIMM) gehen optional auch.
Preislich finde ich hält es sich in grenzen, kommt aber eben sehr auf die Ausstattung darauf an (z. B. 10Gibt NICs).
 
Würde mal einen gebrauchten Hp Elitedesk 800 g4 SFF in den raum werfen. Hat platz für 2*nvme, 3* sata (1* 2,5" + 2* 3,5"), nimmt normalen ddr4 ram ( Bis zu 128gb) und hat intel vpro. Gibts oft mit intel 8500 cpu + 8gb ram für 150€. Die cpu sollte für das aufgeführte ausreichen, sonst gibts auch noch die intel 8700. Läuft problemlos unter proxmox, auch durchreichen der igpu in eine vm ist kein problem.
 
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