Radiator mir warmer Luft kühlen?

@rosaEnte wie du siehst kann man über die Theorie im Prinzip endlos diskutieren und/oder spekulieren.
Letztendlich muss man es einfach ausprobieren.

Ich selbst habe in meinem Gehäuse zahlreiche Tests mit einer 280mm AiO durchgeführt. Als mögliche Einbaupositionen standen hier die Gehäusefront und die Gehäuseoberseite zur Verfügung.
Die beste Lösung war in meinem Fall Radiator in die Front, mit Lüftern dazwischen, welche die kühlere Außenluft durch den Radiator ins Gehäuseinnere befördern.
Der negative Einfluss auf die GPU-Temperatur ist relativ gering, aber der positive für die CPU ziemlich deutlich.

Der Einbau des Radiators in die Gehäuseoberseite mit Lüftern, die die Außenluft einsaugen ist nicht so günstig für die Gehäuseinnentemperatur, da es dann schwerer wird, die Luft wieder aus dem Gehäuse heraus zu befördern.
Man müsste dann eigentlich die Frontlüfter umdrehen, so dass sie die warme Luft nach vorne abgeben. Allerdings sind die Gehäuse darauf normalerweise nicht ausgelegt. In meinem Fall würde ich dann die Innenluft gefiltert nach außen pusten - was ziemlich unsinnig und wenig effektiv ist.

Bei einer 120mm AiO ist das ganze für mich schwer vorherzusagen. Ich denke da hängt das auch sehr von der sonstigen Lüfterkonfiguration im Gehäuse ab. An der Rückseite ausblasend wäre nicht meine erste Wahl. Zumindest in meinem Gehäuse würde ich die Front wählen.
 
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Wenn man ne AiO mit warmer Luft versorgt hat man quasi das Gleiche wie bei einem Luftkühler. In so Fern ist das nicht prinzipiell "schwachsinnig".
Montiert man die AiO z.b. in der Front mit Frischluft, kann man mit Deckellüftern die minimal höheren GPU-Temps (kommt auf die Abwärme der CPU an) wieder etwas ausgleichen.

Bei der Frontmontage ist jedoch optimal, wenn die Schläuche unten montiert sind und die Pumpe sollte nicht der höchste Punkt sein. Bei einer gut befüllten AiO ab Werk ist das anders zwar unproblematisch, auf Dauer kann es aber Probleme geben.

Paar praktische Versuche: https://hardware-helden.de/aio-wasserkuehlung-optimal-platzieren/
 
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@Himbaer, das, was du mit dT1 und dT2 bezeichnest, sind im stationären Zustand Konstanten, die quasi überhaupt nicht von der Raumtemperatur abhängen. Weder @Baal Netbeck, noch ich haben in diesem Thread jemals behauptet, dass pauschal dT1 == dT2 gelten würde. Wir behaupten lediglich, dass eine Änderung der Raumtemperatur quasi eins zu eins auf die absolute CPU Temperatur durchschlägt.
 
Also unterstellst Du doch dT1 = dT2 und damit Temperaturerhaltung statt Energieerhaltung was thermodynamisch Käse ist.
Dazu muss das Produkt aus alpha*A = alpha2*A2 sein.
Ist das nicht so, weil Wärmetauscher = Radiator größer ausgelegt als benötigt (Sicherheit), hast Du ein höheres dT an der CPU, weil der Wärmestrom eben nicht allein vom dT abhängt wie ihr die ganze Zeit unterstellt.
 
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0-8-15 User schrieb:
Wir behaupten lediglich, dass eine Änderung der Raumtemperatur quasi eins zu eins auf die absolute CPU Temperatur durchschlägt.
Da stehst doch, dass die delta Ts gleich sind...
Ergänzung ()

0-8-15 User schrieb:
Im stationären Zustand sind die beiden Produkte immer gleich, gerade deshalb heißt er ja stationär.
Aha.
stationär heißt Q=konst. und nicht dT =konst. wo wir ja schon wieder wären, wenn die Produkte exakt gleich sind.
 
Wenn die Raumtemperatur um 1 Grad sinkt, dann sinken die Radiatortemperatur, die Wassertemperatur und die CPU Temperatur langsam ebenfalls um 1 Grad. Wenn das abgeschlossen ist, sind die Differenztemperaturen im gesamten Kreislauf wieder genau gleich wie vorher. Verändert haben sich nur die absoluten Temperaturen, sonst gar nichts (zumindest nicht nennenswert).
Himbaer schrieb:
stationär heißt Q=konst.
Nein, stationär bedeutet, dass genau so viel Wärme abgegeben wie aufgenommen wird (Q1 = -Q2).
 
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Heizkörper in einem Fluß...
Nicht umsonst schmeißt MS Server ins Meer.

0-8-15 User schrieb:
Nein, stationär bedeutet, dass genau so viel Wärme abgegeben wie aufgenommen wird (Q1 = -Q2).

Das ist doch genau Q= konst.

Man man man.
 
Es ist auch davon abhängig, was das Gehäuse und die AiO sinnvoll zulassen.
Der Radiator sollte von der Höhe her etwas über der Pumpe liegen, und beim Einbau in der Front idealerweise die Schlauchanschlüsse unten. Dann sammeln sich keine Luftblasen in der Pumpe und an den Schlauchübergängen (Blubbergeräusch).

Da ist der Einbau oben und outtake dann manchmal doch die bessere Lösung, wenn Schlauchlänge und Radiator Einbauplatz das in der Front nicht ermöglichen.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Himbaer, ich versuche mal, es auf deine Art auszudrücken.
Code:
Q1 = alpha1 * A1 * (T1 - T2)
Q2 = alpha2 * A2 * (T2 - T3)
Wobei Q1 den Wärmestrom von der CPU ins Wasser und Q2 der Wärmestrom vom Wasser in die Luft darstellt. A1 und A2 sind konstant, alpha1 und alpha2 sind quasi konstant. T1 ist die CPU-, T2, die Wasser- und T3 die Luftemperatur. Das Verhältnis von (T1 - T2) zu (T2 - T3) ergibt sich daraus, wie das Kühlsystem dimensioniert ist.

Wenn die Raumtemperatur sinkt, dann sinken T1, T2 und T3 gemeinsam um den gleichen Betrag. Am Verhältnis von (T1 - T2) zu (T2 - T3) ändert sich dadurch nichts und die beiden Wärmeströme bleiben ebenfalls unverändert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann möchte ich bitte eine plausible Erklärung dafür hören, warum sich die Wärmeübergangskoeffizienten (alpha1 bzw. alpha2) nennenswert ändern sollten, nur weil die Lufttemperatur (T3) ein paar Grad niedriger oder höher liegt.
 

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