RAID - String Verfahren

Temnis

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Hy

Ich spiele derzeit mit dem Gedanken herrum mein Vista neu zu installieren. Diesmal aber die 64bit Version und auf Basis von RAID.

Derzeit habe ich eine 300GB SATA Festplatte in meinem Rechner (leider keine Ahnung wie die genau heißt, kann man das irgendwie herausfinden?). Nun würde ich gerne eine 2te 300 GB Festplatte kaufen und das ganze auf Basis des String Verfahrens installieren.

Doch da ich leider ein Noob bin wollte ich hier erstmal ein paar elementare Fragen klären.


1. Ich will ein Raid System! Brauche ich IDENTISCHE Festplatten, oder sollen sie nur die selbe Speichergröße haben?

2. Wie konfiguriere ich die Vista Installation so, dass ich es im entsprechenden RAID laufen habe?

3. Brauche ich zusätzliche Software? (z.B. Um Programme/Spiele zum laufen zu bringen?)

4. Ich habe noch eine ältere 80 GB IDE Festplatte in meinem aktuellen System. Kann ich die weiterhin ohne Probleme benutzen? Als eigene Partition, ohne Raid usw.

5. Addieren sich die Speichergrößen der beiden Raid Festplatten?

6. Kann ich den Speicher der im Raid läuft in verschiedene Partitionen aufteilen?


Mein System sollte Herstellerangaben RAID fähig sein. Ich werde mir gleich noch die Handbücher dazu anschauen, aber hier im Forum erhält man meist Praxiserfahrung und keine schön geschriebene Theorie.

Vielen Dank für eure Antworten!
 
1. Du kannst bei Raid0 auch eine 40er und eine 1TB-Platte zusammenklemmen.
2. Das Raid ist transparent für das OS, dem ist es egal ob es auf einem Raid0 oder nicht läuft. Eventuell brauchst Du Treiber für den Controller
3. Nein
4. Ja
5. Ja bei Raid0, Nein bei Raid1
6. Ja

Stripe nicht String

Und was versprichst Du Dir vom Raid0 ausser Problemen? Es gibt etwa 4-9% mehr Speed. Ist das den Aufwand wert?

Diskussion dazu https://www.computerbase.de/forum/t...-vor-und-nachteile-oder-doch-1x-500gb.361253/
 
Du kannst bei Raid0 auch eine 40er und eine 1TB-Platte zusammenklemmen.
Ob das allerdings dann Sinn macht, wenn man 80 Gb Speicherplatz hat?
 
Natürlich nicht :-) Aber es wäre möglich.
 
Vielen Dank für die Infos!

Werde das dann wohl doch lassen und mir statdessen eine externe Festplatte und mehr RAM kaufen.
 
Totaler Schwachsinn... Aber egal

Beispiel: 2x500 GB wären ja noch okay gewesen aber 2 verschiedene Platten mit so einer großen Volumendifferenz... Und noch dazu unterschiedliche Modelle... Gibt einen Raid-Overkill.

Oder da wo es immer Sinn macht Raid 0 oder Raid 5 oder Raid 10 etc einzusetzen:
2x SSDs und die Transferraten sind anormal hoch und die Zugriffszeiten sind immer noch sehr ordentlich bis identisch.

Aber den Rednern vor mir, muss ich widersprechen: mindestens über 30-75% Leistungssteigerung bei der Lese /Schreibleistung, Zugriffszeiten ändern sich meistens nicht. Und wenn nur sehr geringfügig. Stark abhängig von den verwendeten Controller bzw. System und der Konfigurationen. Und das schafft man alles mit Raid 0 schon.

Man darf hier nicht vergessen, Tests wie HD Tune laufen über den gesamten Plattentellerrand und ob es nun 512 Byte oder 64 KB Testblöcke sind variert auch allgemein die Schreib/Leseleistung einer HDD... etc.

Backupt ihr mal alle schön mit Norton Ghost oder Acronis True Image oder kopiert von mehreren Platten große Dateiansammlungen rüber....
Dann merkt man eine normale HDD ist langsamer als jedes Raid 0, dass vernünftig konfiguriert worden ist.

Es geht nichts über Transferraten.

Und bei Zugriffsraten (kürzere Ladezeiten): Dann kauft euch eine SSD oder eine teure HDD mit SAS-Schnittstelle oder eine WD Velociraptor.
Aber bei SSDs mit nur 80 MB/s Transferraten würde ich auch lieber 2x von diesen SSDs haben wollen die im Raid 0 dann zusammen 80 MB/s x2= 160 MB/s theoretisch erreichen könnten. Den eine schnelle Desktopfestplatte wie die WD Caviar Black schafft schon seine 140 MB/s an Transferraten.

Ähnlich wie das alte Prinzip: Es geht nichts über Hubraum bei Autmotoren! Bei Festplatten ist es eben dass mit den Zugriffszeiten bzw. Transferraten (MByte/s beim Lesen/Schreiben).

Wobei:
Ob man jetzt Beschleunigungs-Angaben (A max) und Geschwindigkeits-Angaben (V max) bei Autos auch so bei HDDs vergleichen, dass mögen wohl jeder Mensch mit Verstand sich selber beantworten.

Ansonsten: Man schaue sich die Bilder an (Achtung ist onbaord Raid und noch älteres Computersystem allgemein)

Ich muss ja wohl nicht sagen, wenn man bei schwankenden Tests die ohnehin wegen OS Schreib /Lesezugriffe oder Programmen im Hintergrund etc. entstehen... die die Performanceergebnisse solcher Tests drücken erklären wie viel Leistungsausbeute in reinen Transferraten man hat bei RAID 0 Konfigurationen in Relation (Beziehung) zu einzelnen Platten selben Modells.

Durchschnittswerte: 114,7 MB/s (Raid 0) 64,5 MB/s(Einzelplatte)
Rechnung: 114,7 : 64,7= 1,77... -1 (sind ja 100%) = 0,77 = +77% Leistungszuwachs

Raid 0 Fehleranfälligkeit: Räumt man mit Raid Edition oder echten Serverfestplatten mit SAS-Schnittstelle oder WD Raptor oder WD Veloraptor Platten im Magnetspeicherplatten-Sektor aus (bessere Zuverlässigkeit hohe MBTF-Angaben) + Backups erstellen. Außerdem keine Festplatte ist auch vorher Ausfallsicher... Zwar erhöht sich das Risiko rein mathematisch gesehn, aber genauso gut kann einem die Einzelplatte ,,abrauchen" bzw. den Geist aufgeben.
 

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Rechenbeispiel
Du willst 1000 Dateien mit 32kb Größe laden (32MB Gesamtgröße, und das ist nicht aus der Luft gegriffen, sondern kommt wirklich so auf Festplatten vor, man muss nur mal in seinen Windows-Ordner schauen).

Bei einer normalen Platte mit sagen wir 12ms Zugriffszeit und 60MB/sec Dauertransferrate dauert das.

1000 Kopfpositionierungen 1000x12ms = 12Sekunden
1000 x 32kb = 32MB .. bei 60MB/sec etwa 0,5 Sekunden

Jetzt das Raid
1000 Kopfpositionierungen 1000x12ms = 12Sekunden
1000 x 32kb = 32MB .. bei 120MB/sec etwa 0,25 Sekunden

Ersparnis: 0,25 Sekunden

Raid0 wie es Rult :-)

Gegenbeispiel: Du investierst in eine SSD mit 0,1ms Zugriffszeit und extrem lahmen 33MB/sec Dauertransferrate

1000 Kopfpositionierungen 1000x0,1ms = 0,1Sekunden
1000 x 32kb = 32MB .. bei 33MB/sec etwa 1 Sekunde

SSD wie sie Rult. Faktor 12 und das obwohl sie grausahm lahm ist. Nur um mal den Unterschied zwischen Dauertransferrate und Zugriffszeit zu zeigen, die die Raid0-Jünger die gerne mit Kraftausdrüchen um sich schmeissen immer gerne übersehen.

Läd man natürich eine große Datei die am Stück auf der Platte liegt bringt das Raid0 schon Punkte. Aber hey .. wann hat man das schon mal?
 
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Du redest von Zugriffsraten Quatsch diese in Vergleich zu Transferraten zu bringen. Das ist eher ein Beispiel: SSD ist schneller bei kleinen Dateien schreiben... So kann man das nämlich nicht rechnen. Zumal alleine bei Backups mit Sicherheit manche mit über 100 MByte Daten hantieren... Und isngesamt gesehen über 1000 Dateien rumliegen die mal mehr oder weniger die 1MB und 1GB Grenze überschreiten je nach Anwender... Zumal die Zugriffsrate sich nicht auf 12 ms beschränken ließe...
Sektorenwechsel etc. nicht vergessen.

1000 x 32kb = 32MB .. bei 60MB/sec etwa 0,5 Sekunden
1000 x 32kb = 32MB .. bei 120MB/sec etwa 0,25 Sekunden

Merkst du grad nicht was? Es sind satte 50% mehr Zeitersparniss vorhanden.
Und das wird man bei großen Dateien schnell merken.
Bei deiner SSD auch bei kleineren Dateien.

1.000 Kopfpositionierungen 1.000 x 12ms = 12 Sekunden
1.000 x 1.000MB =10.000MB .. bei 60MB/sec etwa 166,6... Sekunden


Jetzt das Raid
1000 Kopfpositionierungen 1000x12ms = 12Sekunden
1.000 x 1.000MB =10000MB .. bei 120MB/sec etwa 83,33... Sekunden

Dann eben noch realistischer:

Sagen wir mal jemand hat mit seiner Digicam die nur vllt 2 MP hat (uralte Digicam oder D-SLR versteht sich)
über 1000 Bilder a 1 MB groß:

1.000 Kopfpositionierungen 1.000 x 12ms = 12 Sekunden
1.000 x 1MB =1.000MB .. bei 60MB/sec etwa 16,666666666666666666666666666667... Sekunden

Jetzt das Raid
1000 Kopfpositionierungen 1000x12ms = 12Sekunden
1.000 x 1MB =1.000MB .. bei 120MB/sec etwa 8,3333333333333333333333333333333... Sekunden

also was sagtest du eben?

12+16 (Ohne Raid 0): 28 Sekunden

12+8 Sekunden: 20 Sekunden (na immerhin 28% Zeitersparnis)

Da machen deine möglicherweise auftretenden +12 Sekunden auch nichts mehr aus bei einer HDD.

Wie gesagt ob Vmax oder Amax ist egal... Das Vmax ist manchmal eben doch ausschlagebender...
Zum Beispiel: Bei langen Strecken, aber nicht in Kurzzeitstrecken.

Also Unsinn. Die SSD vs. HDD... Vergleichen wir gleich Äpfel mit Birnen, welches schmeckt besser? -Für viele eher Geschmacksfrage...
Bei HDDs und SSDs noch ne Preisfrage.

Natürlich ist die SSD schneller als jede HDD... Keine Frage.
 
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Bei welchen Programm-Start oder was für ner Arbeits-Operation lädt man 1000x10.000MB?
Ist schön wenn man mit Zahlen spielen kann, aber das ist Realitäts-Fern :-)
 
Deine Rechnung mit den Zugriffszeiten aber auch... Den wo hat man 1000 Zugriffe gleich noch dazu bei 32 KB Dateien...?
Und wie kann man auf 12 ms kommen... Zudem das andere Problem dürfte wohl der Cache sein + ganz andere Faktoren als rein die als Mittelwert gelieferte 12 ms Zugriffszeit mancher Benchmarks (den ob von Plattenrand oder Anfang... in Wahrheit variert die Zugriffszeit schwankend). Die Hersteller reden alle von 8,9 ms.

Vielleicht dass langsam altbackene NT-Kernel OS von Windows. Neuartige Programme und 3D Games sicherlich nicht. Wo dessen Maps alleine schon über 10 MB groß sind. Und manche einzelne .exe über die 10 MB Grenze hinausragt.

Nun wie lange dauert die Bootzeit einer 40 MB/s Transferraten schreiben und 25 MB/s lesen SSD mit 0,2 MS Zugriffszeit deiner Meinung nach? -Auf jedenfall nicht viel schneller als eine normale HDD oder?

Also von wegen Transfferraten spielen auch keine Rolle... In deinen Augen.
 
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Hmmm... ich hab keine Ahnung mit was Du so arbeitest, aber schau mal in Deinen Office-Ordner und lass die Dateien zählen und rechne noch ein paar DLLs aus dem Windows-Ordner dazu. Ein normales Programm besteht nun mal aus zig winzigsten Dateien.
 
Vielleicht bei MS. Aber ich hab sicherlich 10 MByte RAW Dateien aus meiner 10 Megapixel CCD-Sensor D-SLR...

Selbst meine JPEGs out of Cam können 2-4 MB überragen also nichts mit kleinen winzigsten Dateien im lächerlichen KB DOS-Zeitalter....

Alleine den Backupunterschied merkt man bei mir.

Auf eine Einzelplatte meine Daten überzuspielen aus einen Image dauert gut 20 Minuten oder noch länger, als auf ein Raid 0 System in meinen PC überspielen zu lassen.

Wenn es um reine Geschwindigkeit beim Bootzeit und Ladezeiten dir geht, dann kann man freilich nur zur SSD oder einer halbwegs bisschen schnelleren Serverplatte sei es eine SAS Seagate Savvio etc. oder teure S-ATA WD Velocorapor greifen im Vergleich zu Desktop-HDDs. Da sieht man alles viel schneller ladend. Sieht man auch vielen Benchmarks an.

Apropos Backups du vergisst hier, dass zwar die Zugriffszeit hier eine Rolle spielt, aber allgemein bei wachsender Datenanzahl die insgesamt zu schreiben oder zu lesen ist wird dennoch trotz einer lahmen Zugriffszeit eine höhere Transferrate zum Vorteil sein?

Oder etwa nicht?
 
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Also wenn ich mir meine HDD Belegung so anschaue habe ich mehr "große" als kleine Files.

Ich bin als Fan von Raid so vorbelastet und kann da nicht widerstehen.
 

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Raid0 für Daten-Sammlungen halte ich nicht für schlecht. Raid0 für System und Programme dagegen: Umsonst in meinen Augen.



 
Und genau das meine ich...

Bei sowas kann man getrost zu Raid 0 greifen ;)
Alleine beim Backupen wäre da schon eine Einzelplatte überfordert udn bräuchte mehr Zeit.

Endlich mal ein moderner Storage-Mensch von heutzutage hier. :)

@HisN dass ist auch klar: bei vielen Programmen nützt dass vielleicht was bei Spielen die großen Levelladezeiten durch große MegaByte Dateien verursacht, bis da man Textur xy etc. geladet hat... Und bei vielen einzelnen großen Datenansammlungen von Bildern.
Hilft Raid 0 eben..

Wenn es um reine Applikationen wie bei MS Office oder Adobe Photoshop geht, hilft das nicht es sei den man öffnet grad eine große Datei bei Photoshop.... Ladezeiten bei Programmen blieben ungefähr gleich, es sei den diese Programme haben große DLLs und große start.exe

Aber ich arbeite noch viel mehr mit große Dateien anscheinend, aber ich denke System-Festplattenpartition C von meinen 4 Partitionen reichen aus als Einblick in meine Datengräber... Und auf C sind nur MS Programme, kleinere Programme und Antivirensoftware vorhanden...
Nichts lebenwichtiges wie Bildbearbeitungssoftware oder Spiele als Zeitvertreib etc. ;)
 

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Hihi, lass mal nicht nach Menge anzeigen, sondern nach Anzahl :-)
Klar das 10 10MB-Dateien mehr Platz einnehmen als 5.000 10kb-Dateien
 
ups, stimmt .. sieht gleich gant anders aus.
Lag ich mit meiner Chunk-Size von 16 garnicht so schlecht ^^
 

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Jupp :-)
Jetzt weisst Du auf was ich immer hinauswill.
 
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Bedenken sollte man, dass Files die kleiner als 64kB sind, bei einer Blocksize von 64kB überhaupt nicht auf beide Disks verteilt werden, also nicht 'gestriped' werden.
 
Spricht was gegen eine Chunksize von 4k?
 
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