Raspberry pi oder ähnliches als AV-Reveiver/ AV-Receiver selbst bauen

Janniator

Lt. Commander
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Hallo und ein schönes Wochenende,

in Moment sieht meine kleine Multimedia-Anlage noch sehr bescheiden aus, bestehend aus einem Lg 37" Fernseher, sowie einem 2.1 Soundsystem. In den kommenden Wochen soll eine Apple TV Box folgen, sowie ein Dock für iPod bzw. anderen Musikabspielgeräten (iPhone, Android Geräte etc...). Das Dock lässt sich dann per Fernbedienung steuern.

Da ich mich mit AV-Reveicern überhaupt nicht auskenne und bisher nur Geräte jenseits der 100 gesehen habe, frage ich mich ob das ganze nicht im Selfmade günstiger sein kann, ich meine für 2 Quellen und einem Ausgang bin ich nicht bereit soviel Geld auszugeben. Meine Idee ist einen Raspberry Pi oder ähnliches zu einem AV-Receiver umzubauen. Im Internet finde ich leider nur Anleitungen zur Kopplung von Raspberry und Av-Receivern.

Folgende Eigenschaften muss der AVR haben:
2x Hdmi In und 1x Out
Audio in für mind. 2.1 Anlage, AUX bzw. Kopfhöreranschluss
 
Nein. Geht nicht.

Der Raspi (1 und 2) ist weder dazu geeignet, noch rechentechnische dazu in der Lage so viele Ausgange+Eingänge, wie auch AV-Funktionen bereitzustellen, wie auch zu dekodieren und enkodieren.

Das Raspi hat:
- KEINEN Videoeingang (weder analog noch digital). Dafür reicht auch nicht die Rechenleistung.

- 1 HDMI-Out + 1 Analog Out - Du bräuchtest hier also mehrere Erweitungsmodule
- Keinen Sound-Eingang!
 
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Du brauchst eine SMD Lötausstattung, teure DSP's und Decoderchips für lizenzierte Tonformate, eine menge Adapterplatinen für SMD-Chips, Kenntnisse im Programmieren von Mikrocontrollern...

Aus einem Raspberry einen DAC/Netzzwerkplayer mit Verstärker zu bauen ist möglich.
Das zuspielen und Durchschleifen von Bild und Ton über HDMI inklusive ist aber eine ganz andere Hausnummer.
Der Raspberry ist hierzu einfach nicht geeignet.

Es sei denn du verzichtest auf HDMI in komplett und lässt allein den Raspberry als HTPC/Netzwerkplayer laufen. Dann kann man über I2S einen DAC ansteuern und evtl ein Motorpotentiometer und mehrere Relais zur Signalumschaltung über die GPIOs.
Kopfhörerverstärker und Verstärker für deine 2.1 Anlage, soweit sie nicht aktiv ist, lässt sich ebenfalls umsetzen.
Hierbei sind aber extrem gute Kenntnisse im Bereich Elektrotechnik und eine gute Ausstattung diesbezüglich erforderlich. Zumal es in dem Umfang keine Anleitung geben wird. Das ist auch nichts, was jemand ohne Vorkenntnisse mal einfach nach Anleitung umsetzen könnte.
 
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Wenn man sich aufnahmen der Platinen von AVR Systemen von Denon oder Onkyo anschaut, dann sieht man, dass die HDMI Hubs richtig große Controller haben und auch erheblich Energie verbrauchen. Darum haben diese modernen AVR auch immer neben der linearen Versorgung der Endstufen auch große Schaltnetzteile drin.

Auch der Aufbau der Endstufen bedarf später dem passenden Ringkerntrafo und der restlichen Logik. Mit billigen integrierten Endstufen ist klangtechnisch wenig zu holen.

Wenn du Zugang zu den Bauteilen und einem guten Platinenlayout-Tool hast kannst es ja mal zumindest theoretisch versuchen. Aber du wirst schnell erkennen, warum die Hersteller ganz Teams haben für die Entwicklung solcher Geräte.
 
NAD hat modulare AV Receiver im Programm da kannst du dir dein individuellen Receiver zusammenstellen mit den Eingängen / Ausgängen und der Technik die du brauchst ...


/edit/ vergiss hab überlesen das du nen GeizistGeil Pr****** bist und der Wunsch nur daraus resultiert keine Kohle zu investieren. Da ist NAD dann das Falsche.
 
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Du solltest dich lieber auf dem Gebrauchtmarkt umsehen. Da findest du eher was du suchst.
 
Also man bekommt auch knapp unter 200 Euro gute Geräte für 5.1. Manchmal haben Dinge eben ihren Preis. Es muß aber nicht 500,- aufwärts sein. Die Frage wär ja auch ob ein Laie etwas zusammenlöten könnte, daß dann vom Materialwert unter 100 EUR liegt und dann auch noch besser klingt als die TV Boxen...
 
Danke für die ganzen Antworten und geteilten Erfahrungen!
Mittler weile hat sich das Problem durch einen einfachen 2 x 3.5mm Klinke Verteiler gelöst. Diesen setzte ich an die 2.1 Soundanlage, ein Anschluss kommt an den Fernseher und somit ist das Apple Tv versorgt und der andere an das iPhone Dock zur Musikwiedergabe. Manchmal kann das Leben so einfach sein.
Eine Frage habe ich da aber noch: Sollte ich wirklich mal so "dumm" sein und aus beiden Quellen gleichzeitig etwas abspielen, was für Folgeschäden hätte ich da außer einen Hörsturz? :D
 
Du solltest solche Geräte nicht mit einem Y-Kabel verbinden. Für so etwas benutzt man einen Umschalter:
http://www.amazon.de/gp/product/B000I8OOS8?keywords=AUx umschalter&qid=1449859038&ref_=sr_1_2&sr=8-2

Elektronik mag es in der Regel nicht, wenn Strom da reinkommt, wo er in der normalerweise raus kommt.
Einen Hörsturz wirst du nicht bekommen, da sich kaut der Kirchhoffschen Regel am Knotenpunkt die Ströme addieren, nicht die Spannungen. Und die Spannungen werden sich gegenseitig angleichen. Also Murks², aber nichts was einen Gehörschaden verursacht. Die Elektronik wird aber in Mitleidenschaft gezogen. Deswegen: Umschalter.
 
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