Realistischer Wert für Fahrtkosten?

mschrak

Commander
Registriert
Sep. 2009
Beiträge
2.315
Hallo zusammen,

ich fahre in letzter Zeit häufiger mal im Rahmen meiner (angestellten) Tätigkeit zu Kunden. Das tue ich mit meinem PrivatKFZ.

Hierfür bekomme ich eine "Fahrtkostenerstattung" von derzeit 30 Cent je gefahrenem Kilometer.

Ist das ein normaler Wert?

Ich frage deshalb, weil 1. das Unternehmen deutlich mehr an den Kunden dafür abrechnet (knapp 1 Euro je km) und 2. weil sich die 30 Cent schon seit Jahren nicht geändert haben. Aber wie wir alle wissen, ist Autofahren deutlich teurer geworden.

Ich habe mal eine Rechnung aufgemacht:
100 km Fahren = 30 Euro Erstattung
und
100 km Sprit = 10,50 Euro (7 liter a 1,50 Euro)

Dann habe ich folgende Rechnung aufgemacht:
Gesamtfahrleistung meines Autos = 200.000 km
Anschaffung = 25.000 Euro
Reparaturen bei 200.000 km = 10.000 Euro
TÜV bei 200.000 km = 600 Euro
Versicherung bei 200.000 km = 1.200 Euro
Reifen mit Wechsel bei 200.000 km = 3.000 Euro
Sonstiges (Öl, Wäsche etc.) bei 200.000 km = 300 Euro

Daraus resultiert:
Kosten KFZ sonstige = 20,50 Euro

Insgesamt mache ich damit 1 Euro Verlust je 100 km.

Wie seht Ihr das? Was ist als Erstattung normal? Was bekommt Ihr? Habe ich mich irgendwo verrechnet?

Ich freue mich über Eure Meinung.

Danke,

Martin
 
Das amtliche Fahrgeld beträgt in Österreich 0.42 €/km. Das Mal als Richtwert. In D gibt es sicherlich auch soetwas ähnliches.

Jetzt nichts für ungut, aber 1€ Verlust pro 100km ist doch gar nichts. (wenn du nicht fahren würdest, würde dein Auto nur Wertverlust haben - somit ist es günstiger zu fahren.:D) (Unterlassungsalternative nicht sinnvoll:D)
 
30 Cent sind relativ niedrig. Die meistee Firmen zahlen mehr.
Wobei in D 30 Cent der Betrag sind, der nicht versteuert werden muss. Die Spesen darüber hinaus müssen ganz normal versteuert werden.


Ich überprüf mal deine Rechnung nicht auf die Zahlen, du wirst schon wissen was du da machst.
Will aber eins dazu anfügen. Selbst wenn du 1€/100km Verlust machst. So helfen die Spesen gewisse Sunk Costs wie Wertverlust zu decken. Der wäre zwar geringer durch geringere Laufleistung, solltest du den Wagen nicht dienstlich nutzen, aber das ist immer noch die bessere Alternative.

Bei einem relativ neuen Wagen und kurzer Haltedauer ist das jedoch nen ganz schlechtes Geschäft.
 
30 cent ist ein gängiger Wert.

Die Anschaffungskosten so zu berücksichtigen finde ich fragwürdig.
denn sieh es doch mal anders, für nur 1€ pro 100Km bekommst du Quasi dein Auto finanziert.
 
Du nutzt den PKW schließlich auch für Privat, nicht ausschließlich für Firmenangelegenheiten.
Von daher stimmt deine Berechnungsgrundlage nicht.
 
@Florian und @Chefkoch:
Da bin ich nicht Eurer Meinung. Ich habe ja den Wert anteilig an der Gesamtfahrleistung des KFZ und nicht anteilig an den dienstlichen Fahrten gerechnet. Hätte ich die Anschaffung nur auf die Dienstfahrten umgelegt, hättet Ihr vielleicht Recht...

Dann wäre die Differenz aber deutlich größer.
 
In allen Firmen in denen ich bis jetzt gearbeitet habe waren es 30 Cent pro Km. 100 km x 0,3 Cent = 30 Euro
10 l für 100km ca. 15 Euro. 15 Euro bleiben also über für Verschleiß etc.

Deshalb , je älter und billiger ( Verbrauch ) das Auto desto besser damit dienstlich rumzugurken ;-)
 
Ich frage deshalb, weil 1. das Unternehmen deutlich mehr an den Kunden dafür abrechnet (knapp 1 Euro je km)
Darin enthalten ist dann aber auch Dein Arbeitslohn, der für die Fahrtzeit anfällt? Oder bekommst Du dann kein Geld wenn Du unterwegs bist?
 
und dennoch kannst du das Fahrzeug für beides Nutzen (Privat/Geschäftlich)
du hast also Synergieeffekte wodurch du Privat kein weiteres Auto anschaffen musst.

Du Sparst hier also Geld, weil Anschaffung/TÜV/Versicherung Fixkosten sind die du auch ohne Geschäftliche Nutzung hättest.


DU musst die Rechnung anders aufziehen.
1. Jährliche Kosten für das Auto bei reiner Privater Nutzung
2. Jährliche Kosten für das Auto durch die erhöhten Kilometer der Geschäftlichen Nutzung
3. Einnahmen durch Geschäftliche Nutzung.

wenn Punkt 3 größer als punkt 2 ist, dann machst du "Gewinn"
 
Zuletzt bearbeitet:
30 Cent sind relativ niedrig. Die meistee Firmen zahlen mehr

Die 30Cent ist die Pauschale nach Bundesreisekostengesetz, wenn es nicht anders mit dem Arbeitgeber vereinbart ist, so weit ich es in Errinnerung habe.
Und seinen privaten PKW dafür einzusetzen macht auch nur Sinn bei einem fast vollständig abgeschriebenen Fahrzeug .
 
Zuletzt bearbeitet:
Reparaturen bei 200000km? 10000 Euro + 3000 Euro? Bitte? Keine Ahnung welche Schüssel du fährst. Aber die ersten 100000km hatte ich gar keine Reparaturen. Dann Bremsen, Zahnriemen, und neue Reifen sowie Lichter. Wenn ich EUR 5000 dafür rechne bin ich schon großzügig. Und 7,5 Liter auf 100km war 1990 aktuell – oder du fährst irgendeinen 300+PS Boliden – aber dafür kann dein Arbeitgeber ja nichts. Mein VW Passat nimmt 6 Liter und der ist 8 Jahre alt.

Ich empfinde 30 cent per 100km vollkommen legitim und ich würde jederzeit dafür durch die Weltgeschichte fahren.
 
Niyu schrieb:
Und 7,5 Liter auf 100km war 1990 aktuell – oder du fährst irgendeinen 300+PS Boliden – aber dafür kann dein Arbeitgeber ja nichts. Mein VW Passat nimmt 6 Liter und der ist 8 Jahre alt.

selten so ein unsinn gelesen. das ist auch noch anno 2000 - 2008 aktuell!

zb Skoda Fabia Bj 12.02 ~ 8 Liter verbrauch. Renault Espace Bj 2008 ebenfalls in dem dreh - und beide fahrer sind schon spritsparer wo es nur geht. :freak:

Aber kann sich eben nicht jeder nen Blue Motion Motor leisten ...
 
Also wer sich einen Espace leisten kann, der kann sich auch Blue Motion leisten. Der Passat ist nun wirklich kein teures Auto. Ich weiß allerdings auch nicht wer auf die Idee kommt sich einen Golf oder Polo für 16-20000 Euro zu holen, wenn man für 2000 Euro Aufpreis bereits einen Passat haben kann. Auf die 2000 Euro kommt da doch nun wirklich nicht an. Und wenn doch, dann eben doch KIA kaufen…Mal abgesehen davon, dass „Blue Motion“ etwas ist, was erst lange nach meinem Passat gekommen ist. Ich glaube 1-2 Fahrzeuggenerationen später. Außerdem ist der Espace auch kein Auto für Geschäftsleute sondern für Großfamilien. Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Wer allerdings gerne Renault fährt, der zahlt eh auf Raten in Form von Werkstattbesuchen - da kann ich mir die 10000 Euro dann doch vorstellen. Was den Skoda Fabia angeht weiß ich nicht wovon sie reden. Den haben wir auch. Baujahr 2007 – der verbraucht auch „nur“ 6 Liter – nur in Klammern, denn er ist kleiner als der Passat – da würde ich auch weniger Verbrauch erwarten.

Dann wäre zu klären ob wir über Benziner oder Diesel reden – ich rede über Diesel. Da habe ich übrigens noch nie über 1,40 getankt – eigentlich noch nie über 1,38 – man sollte halt auch die Markentankstellen meiden und nicht Freitags und vor Feiertagen tanken.

Allein das spart mir auf das Jahr gesehen ca. 200 Euro. Aber naja – einem Volk so was beizubringen, dass lieber 10 mal um den Block fährt als 3 Meter weiter zu laufen ist schwierig bis unmöglich.
 
Und was hat das ganze nun mit den realistischen Fahrtkosten am Hut, die vom Arbeitgeber erstattet werden sollen? Für die Kosten ist es doch egal welches Auto ich fahre, dem TE geht es darum ob er nicht Anspruch auf mehr Geld hätte und ob andere in einer ähnlichen Situation vom AG mehr Geld bekommen, als die üblichen 30 ct.
 
Für die Kosten ist es nicht egal welches Auto du fährst. Wenn du nun mal mit einem 15L/100km Sportwagen SUV oder Kleinbus fährst, dann sind nicht nur die offensichtlichen Kosten höher – sondern auch Reparaturen etc.

30ct sind üblich – aber es gibt sicher Firmen die mehr zahlen. Was hilft das dem TE nun?
Das ist in etwa so, wie: „Ich verdiene EUR 2000 – arbeite aber X – wie viel verdient jemand anderes mit X? 5000? Oh… na, das wird jetzt den Arbeitgeber überzeugen…“
 
Den Kosten ist es egal ob der Arbeitgeber nun 30 oder 40 Cent zahlt, darum geht es. Man kann dem TE nun sagen kauf Dir ein Auto das weniger kostet oder verbraucht, dann hälst Du ja auch was über, deshalb wird der Arbeitgeber aber nicht mehr zahlen. Wenn er aber gute Argumente hat und den AG davon überzeugen kann, das er mit dem Geld was er bekommt die Kosten nicht decken kann, wird er ja evtl mehr bekommen. Und wenn er das nicht macht, sollte man sich überlegen nicht mehr mit seinem privaten PKW für die Firma zu fahren und die Firma soll für diese Zwecke einen Firmenwagen anschaffen (der wahrscheinlich wohl mehr Kosten verursacht). Man ist ja nicht verpflichtet seinen privaten PKW für Firmenfahrten zu nutzen, ausser man hat einen dementsprechenden Arbeitsvertrag, dann sind aber dort auch die Erstattungen, die der AG leistet, Bestandteil und können neu verhandelt werden, ähnlich wie "Lohnerhöhungen".
Und 30 ct. sind nicht üblich, jedenfalls nicht bei den Leuten die ich kenne.
 
Wir reden aneinander vorbei.

Der TE hat seine Aufstellung bereits gemacht. Mit dieser kann er ja zu seinem Arbeitgeber gehen da kann ihn hier niemand von abhalten – aber er hat diese Liste auch zur Diskussion gestellt. Ich persönlich finde die Liste unverhältnismäßig stark „schön gerechnet“ aus diversen Gründen. Und ich kenne bis auf eine Ausnahme nur Leute die 30ct per km erhalten.

Du hast offensichtlich einen anderen Bekanntenkreis – das macht meine Aussagen aber nicht weniger korrekt. Worauf soll das also hinausgehen?
 
Zurück
Oben